Darmkrebs: Welche Therapie ist für mich am besten?
Dr. Christa Maar
Vorstand der Felix Burda Stiftung
Diagnose Darmkrebs: Ich weiß aus eigener Erfahrung, welcher Schock das ist und in welche Hilflosigkeit sie die Betroffenen und ihre Angehörigen stürzt. Bei meinem Sohn Felix wurde im Alter von 31 Jahren Darmkrebs festgestellt. Er hat die Diagnose nur zwei Jahre überlebt. Damals haben wir verzweifelt nach ausführlichen und verständlichen Informationen gesucht. Es gab viele Webseiten zum Thema Darmkrebs, doch sie waren unvollständig, nicht auf dem neuesten Stand oder nur für Mediziner geschrieben. Heute ist das zum Glück anders. Die Medien berichten umfassend und verständlich über die Krankheit und auch das Wissen in der Bevölkerung über Darmkrebs hat sich deutlich verbessert. Vor allem aber sind mittlerweile sehr viele Menschen über die Chancen der Vorsorge und Früherkennung informiert und zunehmend mehr nehmen die gesetzlichen Leistungen zu diesem Thema in Anspruch.
Erhält man als Patient aber trotzdem die Diagnose Darmkrebs, ist nun entscheidend, zu welcher Therapie man sich entschließt. Der Behandlungserfolg wiederum hängt entscheidend davon ab, wie viel Erfahrung Ärzte und Krankenhaus haben.
Mit unserem neuen Patienten-Service „Zweitmeinung bei Darmkrebs“ möchten wir Betroffene und ihre Familien unterstützen, den richtigen Behandlungsweg und die richtige Klinik zu finden. Denn eigentlich sollte man bei allen schweren Krebserkrankungen eine zweite Meinung einholen. Bei Darmkrebs aber gilt dies ganz besonders, weil nicht jeder Arzt und jede Klinik nach dem neuesten wissenschaftlichen Stand behandelt.
Deshalb haben wir alle großen Kliniken, in denen es eine spezialisierte Abteilung für die Behandlung von Darmkrebs gibt, um die Teilnahme an dem Projekt „Zweitmeinung“ gebeten. Erfreulicherweise haben auch alle zugesagt, weil sie wissen wie wichtig die Zweitmeinung ist.
Dies zeigt sich auch in den ersten 30 beurteilten Fällen von betroffenen Patienten. In der Hälfte dieser Fälle weicht die qualifizierte Zweitmeinung einer spezialisierten Klinik nämlich von der Erstmeinung ab. Wenn der Patient der Zweitmeinung folgt, hat er bessere Heilungschancen.
Nutzen Sie also diese Chance.
Finden Sie die für Sie beste Therapie.
Wie funktioniert diese Zweitmeinung?
Auf Grundlage Ihrer medizinischen Daten wird entschieden, ob der Fall einer so genannten Tumorkonferenz einer spezialisierten deutschen Klinik zugewiesen wird. Hier beurteilen Fachärzte verschiedener Bereiche - außer Chirurgen und Onkologen sind dies Gastroenterologen, Radiologen und Strahlentherapeuten - den bestmöglichen Behandlungsweg und geben eine qualifizierte zweite Meinung ab.
Zweitmeinung bei Darmkrebs
Mit der Aktion spricht die Felix Burda Stiftung vor allem die Patienten an, bei denen die Behandlungssituation nicht eindeutig zu beurteilen und der nächste Therapieschritt nicht eindeutig festzulegen ist.
Auf der Website www.darmkrebs.de können sich Interessierte kostenfrei für die Aktion anmelden.







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Am 14. Juni 2009 um 00:08 Uhr
Ich stelle es mir sehr schwierig vor, die Diagnose des Arztes der mir diese richtungweisende, schockierende Tatsache “Darmkrebs” vetraulich übermittelt zu hinterfragen da dies ja auch irgendwie zusammenschweisst. Ich würde aber genauso handeln und diverse andere Meinungen einholen.