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10 gute Tipps rund um Kinderernährung

von Sabine Segerer

geschrieben am 26. Mai 2009

Es ist nicht immer so einfach, Kinder von gesunder Ernährung zu überzeugen. In einem guten und langen Gespräch, das ich neulich mit verschiedenen Müttern geführt habe, wurde mir das ganz klar vor Augen geführt. Kinder haben auch beim Thema Essen ihren eigenen Kopf und keine Lust, sich vorschreiben zu lassen, was sie essen sollen. Doch warum sind manche Geschmäcker für sie einfach unerträglich? Weil Kinder wesentlich mehr Geschmacksknospen auf der Zunge haben als Erwachsene und somit Lebensmittel ganz anders wahrnehmen. Oft stößt der erste Kontakt mit einem Lebensmittel auf Ablehnung, so dass bis zu zehn Kontakte nötig sind, bis ein Kind sich an ein Nahrungsmittel gewöhnt. Bieten Sie es also ruhig mehrmals ohne Zwang an. Was kann man nun tun, um Gemüsemuffeln und Essensverweigerern Gesundes „unterzuschieben“ und Ungesundes abzubauen.

10 sinnvolle Tipps für eine gesündere Ernährung:

  1. „Süßigkeiten-Glas“: Kinder bekommen nicht nur an Weihnachten und Ostern viele Süßigkeiten geschenkt. Machen Sie daraus eine Strategie: Die Kinder sammeln die Süßigkeiten, auf die sie verzichten können in einem Glasgefäß. Dieses wird, wenn es voll ist, gegen eine Kinokarte, ein Buch, eine CD, ein Wunschessen o.ä. ausgetauscht
  2. Bauen Sie Zutaten, die sie für ungesund halten Schritt für Schritt ab, also lassen Sie    
    beispielsweise die Portionen von Fleisch kleiner werden, die Gemüseportionen dagegen immer größer
  3. Servieren Sie immer Wasser oder Saftschorlen und keine Limonaden
  4. Für Pizza- und Kuchenfans: Hefeteig enthält weniger Fett und Eier als Blätterteig oder Rührteig
  5. Mischen Sie Fruchtjoghurt mit Naturjoghurt, damit sich die Kinder nicht an zu viel Süße gewöhnen
  6. Kaufen Sie Fisch immer ohne Panade
  7. Zum Thema Nachtisch: Servieren Sie Obst und Früchtequark unter der Woche, Pudding und Kuchen am Wochenende
  8. Servieren Sie Sesambrezeln oder Vollwert-Cracker statt Chips und Flips
  9. Sparen Sie Fett: Aufs Brot auch mal Tomaten, Quark oder fettarmen gekochten Schinken geben und statt Butter auch mal Senf oder Tomatenmark verwenden. Soßen können mit Milch statt Sahne gestreckt werden. Garen Sie fettarm: dünsten und dämpfen Sie, braten Sie im Backofen möglichst fettarm (z.B. im Römertopf)
  10. Ersetzen Sie Dosenobst und –gemüse durch Tiefkühlware, da diese noch fast alle Vitamine hat

Und der beste Tipp on top: Beziehen Sie die Kinder ins Kochen mit ein!
Stellen Sie Ihren jugendlichen Kids die Küche zur Verfügung und lassen Sie sie dort für Freunde kochen, quasi als „Event“.

Kleinere Kinder können Sie ganz leicht ins Kochen einbeziehen: Lassen Sie sie Teig kneten, Gemüse schneiden, Suppe umrühren oder den Nachtisch aussuchen. Essen Sie mit den Kindern öfter mal ungewöhnlich: Aus Gemüse kann man ein lustiges Gesicht oder eine Sonne formen. Ein Brot ist besonders lecker, wenn es öfter mal mit Messer und Gabel gegessen wird oder Muster in die Butter eingeritzt werden. Servieren Sie Suppe auch mal aus dem Kaffeebecher usw. Das Spielerische sollte auch beim Essen nicht ausgeklammert werden, denn was Spaß macht stößt auch nicht so leicht auf Ablehnung.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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2 Reaktionen zu “10 gute Tipps rund um Kinderernährung”

  1. Linda

    Ich finde Deinen Kommentar großartig. Das war schon lange fällig. Endlich Tipps, mit denen man auch was anfangen kann und die Groß und Klein mit eingeziehen.
    Weiter so!

  2. peter

    ich finde die meisten Beiträge zur Ernährung unvollständig. Es wird grundsätzlich gegen Fleisch propagiert… jedoch wenn ich mein Gebiss ansehe fällt mir auf das wir zur Kategorie der Allesfresser gehören, was letzendlich heißt wir müssen alles essen, nur ausgewogen.
    Aber was ist ausgewogen? Da scheiden sich die Götter…
    Vielleicht können die Damen und Herren die sich Ernährungsberater nennen, auch mal darüber reden was sich in den verschiedenen Fleischsorten als gesund und unentbehrlich zu finden ist.
    Es gibt nämlich tatsächlich gesunde Dinge die nur im Fleisch und tierischem Fett zu finden sind und die der Körper obendrein selber nicht herstellen kann. Vielleicht wäre es an der Zeit auch dieses einmal aufzuklären.
    Wir wollen doch alle, daß unsere Kinder einen vernünftigen Knochenbau und unsere Damen ab 50 keine Osteoporose bekommen.


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