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	<title>Experten-Ratgeber</title>
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	<description>Neues und Interessantes zum Thema Gesundheit von Spezialisten für Gesundheitsbewusste</description>
	<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 07:00:06 +0000</pubDate>
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	<language>de</language>
			<item>
		<title>Besenreiserver&#246;dung mit der Kaltlichtlupe</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/frauen/besenreiser-entfernen/</link>
		<comments>http://www.jameda.de/blog/frauen/besenreiser-entfernen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 07:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. med. Gisela Delventhal</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

		<category><![CDATA[besenreisser]]></category>

		<category><![CDATA[kaltlichtlupe]]></category>

		<category><![CDATA[krampfader]]></category>

		<category><![CDATA[nÃ¤hrvenen]]></category>

		<category><![CDATA[verÃ¶dung]]></category>

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		<description><![CDATA[M&#246;glicherweise sind Besenreiser auch Anzeichen einer Funktionsbeeintr&#228;chtigung im Bereich der gro&#223;en Venen.
Besenreiser sind in der Haut gelegene Erweiterungen kleinster Venen an den Beinen, die zwar keine wesentliche Bedeutung f&#252;r die Blutzirkulation haben, aber kosmetisch au&#223;erordentlich st&#246;rend sein k&#246;nnen. Sie sind nicht nur unsch&#246;n und beeintr&#228;chtigen die Selbstsicherheit, sondern k&#246;nnen auch ein Hinweis auf eine Funktionsbeeintr&#228;chtigung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignright size-full wp-image-2358" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/besenreisser_behandlung.jpg" alt="" width="251" height="171" />M&#246;glicherweise sind Besenreiser auch Anzeichen einer Funktionsbeeintr&#228;chtigung im Bereich der gro&#223;en Venen.</strong></p>
<p>Besenreiser sind in der Haut gelegene Erweiterungen kleinster Venen an den Beinen, die zwar keine wesentliche Bedeutung f&#252;r die Blutzirkulation haben, aber kosmetisch au&#223;erordentlich st&#246;rend sein k&#246;nnen. Sie sind nicht nur unsch&#246;n und beeintr&#228;chtigen die Selbstsicherheit, sondern k&#246;nnen auch ein Hinweis auf eine Funktionsbeeintr&#228;chtigung im Bereich der gro&#223;en Venen sein. Wenn die Besenreiser stark erweitert sind und sehr dicht unter der Haut liegen, sollten sie auf jeden Fall behandelt werden, da durch Verletzungen eine erh&#246;hte Blutungsgefahr besteht.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2360" title="Abbildung 1 mit freundlicher Genehmigung von Dr. H. Altenk&#228;mper aus &quot;Farbatlas der Phlebologie&quot;" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/besenreisser_bein.jpg" alt="" width="251" height="171" />Bevorzugte Lokalisationen sind der seitliche Ober- und Unterschenkel, aber auch alle anderen Regionen des Beines k&#246;nnen betroffen sein. Besenreiser stellen sich pinself&#246;rmig, birkenreiser&#228;hnlich, einzeln oder parallel angeordnet dar; sie werden von tiefer gelegenen N&#228;hrvenen gespeist.</p>
<p>Der Laser hat sich f&#252;r die Behandlung der Besenreiser nicht bew&#228;hrt. Die Schaumver&#246;dung ist mehr f&#252;r die gro&#223;kalibrigen Krampfadern geeignet. Die Therapie der Wahl bei Besenreisern ist die Ver&#246;dungsbehandlung. Dabei wird mit einer sehr feinen Kan&#252;le das Ver&#246;dungsmittel direkt in die Besenreiservarize gespritzt. Damit sich das Mittel gut verteilt, ist es ratsam, anschlie&#223;end eine halbe bis dreiviertel Stunde spazieren zu gehen und den Klebeeffekt durch einen Kompressionsverband einige Tage zu verst&#228;rken.</p>
<p>Nach der letzten Ver&#246;dungssitzung sollten die Beine 3 Wochen nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden, da es sonst zu unerw&#252;nschten Pigmentierungen kommen kann.</p>
<p>Das Wichtigste f&#252;r den Behandlungserfolg besteht in der Ma&#223;nahme, die zuf&#252;hrenden N&#228;hrvenen auszuschalten. Sind diese gut sichtbar, ist das sicher kein Problem. Da das aber nicht immer der Fall ist, stellt die <em>Kaltlichtlupe (Veinlite)</em> eine hervorragende Hilfe dar und kann wesentlich zur Verbesserung des Therapieerfolges beitragen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2359" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/besenreisser_kaltlichtlupe.jpg" alt="" width="251" height="279" />Mit der Kaltlichtlupe (Veinlite) wird das Gewebe durchleuchtet <em>&#8220;side transillumination&#8221;</em>. Das Prinzip dieser Durchleuchtungstechnik besteht darin, durch ein hufeisenf&#246;rmiges Ringlicht das Untersuchungsgebiet von der Seite her zu durchleuchten und die Venen dadurch sichtbar zu machen, so dass eine Ver&#246;dung m&#246;glich wird. Mit Hilfe der Kaltlichtlupe k&#246;nnen also zuf&#252;hrende N&#228;hrvenen ver&#246;det werden, die sonst nicht erfasst werden w&#252;rden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Patienten mit extremer Zahnarztangst k&#246;nnen in Vollnarkose und mit Lachgasunterst&#252;tzung behandelt werden</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/zahnmedizin/vollnarkose-zahnarzt-zahnarztangst/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 22:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Rolf Fankidejski, M.Sc.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>

		<category><![CDATA[angstpatient]]></category>

		<category><![CDATA[lachgasbehandlung]]></category>

		<category><![CDATA[zahnarztangst]]></category>

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		<description><![CDATA[Zahnarztangst ist ein weit verbreitetes Ph&#228;nomen unsrere Zeit. Man sch&#228;tzt , da&#223; ca. 5-8 % der Bev&#246;lkerung unter starken Zahnarzt&#228;ngsten oder gar Zahnarztphobie leidet.
Die Hauptsymptome sind :

Scham des betroffene Patient f&#252;r seine Zahnsituation
Es besteht kein Vertrauensverh&#228;ltnis zu Zahn&#228;rzten
Es bestehen meistens schon sehr gro&#223;e Gebisssch&#228;den die eine umfassende Behandlung n&#246;tig machen
Das Selbstwertgef&#252;hl und die Gesellschaftsf&#228;higkeit (Freizeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2356" title="© Petro Feketa - Fotolia.com" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/extreme-zahnarztangst.jpg" alt="" width="251" height="171" />Zahnarztangst ist ein weit verbreitetes Ph&#228;nomen unsrere Zeit. Man sch&#228;tzt , da&#223; ca. 5-8 % der Bev&#246;lkerung unter starken Zahnarzt&#228;ngsten oder gar Zahnarztphobie leidet.</p>
<p><strong>Die Hauptsymptome sind :</strong></p>
<ul>
<li>Scham des betroffene Patient f&#252;r seine Zahnsituation</li>
<li>Es besteht kein Vertrauensverh&#228;ltnis zu <a href="http://www.jameda.de/zahnaerzte/gruppe/" target="_self">Zahn&#228;rzten</a></li>
<li>Es bestehen meistens schon sehr gro&#223;e Gebisssch&#228;den die eine umfassende Behandlung n&#246;tig machen</li>
<li>Das Selbstwertgef&#252;hl und die Gesellschaftsf&#228;higkeit (Freizeit und Beruf) ist stark eingeschr&#228;nkt</li>
<li>W&#228;hrend der Angsphase kommt es zu k&#246;rperlichen Symptomen</li>
<li>Zittern, Schwei&#223;ausbr&#252;che bis zu Ohnmachtsanf&#228;lle sind m&#246;glich</li>
</ul>
<p> </p>
<p>Wir wissen, da&#223; es sich um eine reelle Erkrankung handelt. In einer auf Angspatienten eingerichteten Zahnarztpraxis werden Angstpatienten weder belehrt noch vorwurfsvoll behandelt. Man weis um Ihre Probleme und m&#246;chten Ihnen schnell und auf hohem fachlichen Niveau dazu verhelfen diese Belastung hinter sich zu lassen. Ein Vertrauensaufbau und eine schmerzfreie und rasche Behandlung sollte selbstvert&#228;ndlich sein.</p>
<p>Es werden innovative  Konzepte entwickelt mit denen es gelingt selbst bei extremer Zahnarztangst bzw. Zahnarztphobie durch ein systemmatisches Vorgehen sch&#246;ne strahlende Z&#228;hne zu erhalten. In nur 3-4 Behandlungsschritten k&#246;nnen sich Angstpatienten selbst im Spiegel bewundern und ab diesem Zeitpunkt auch wieder ungezwungen Lachen. Die Zeit der Scham ist unwiederbringlich vorbei.</p>
<p>Nun kann durch ein systematisches Nachsorgeprogramm- auf Wunsch mit Lachgasunterst&#252;tzung- der gesunde und strahlend sch&#246;ne Zustand ein Leben lang erhalten werden. Da die Ursachen f&#252;r den Zahnverfall behandelt werden sind diese Ma&#223;nahmen hochwirksam.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Das Konzept: In nur 4 Schritten zu neuen sch&#246;nen Z&#228;hnen</strong></p>
<ol>
<li>Ausf&#252;hrliche Diagnose und Beratung ausserhalb des Zahnarztbehandlungszimmers. Bei leichten bis mittleren Zahnarzt&#228;ngsten kann auch auf Wunsch auch eine Zahnreinigung mit Lachgasunterst&#252;tzung und entspannender Musik durchgef&#252;hrt werden.</li>
<li>Durchf&#252;hrung des Behandlungsplanes in Vollnarkose in einer Sitzung inclusive Abdrucknahme und    provisorischer Versorgung. Durch ein spezielles Medikamentenregime haben die Patienten im Anschluss kaum Schwellungen oder Schmerzen.</li>
<li>Eingliederung des definitiven Zahnersatzes auf Wunsch auch wieder mit Lachgasunterst&#252;tzung und Musik.</li>
<li>Lebenslange Nachsorge gerne unter Lachgasentspannung und entspannender Musik.</li>
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Autoimmunerkrankungen</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/heilpraktiker/autoimmunerkrankungen/</link>
		<comments>http://www.jameda.de/blog/heilpraktiker/autoimmunerkrankungen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 23:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Breitenberger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>

		<category><![CDATA[Autoimmunerkrankungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Anzahl der Menschen, die an Autoimmunerkrankungen leiden, nimmt deutlich zu. 60 verschiedene Erkrankungen werden derzeit zu diesem Formenkreis gez&#228;hlt. Damit stellen sie zahlenm&#228;&#223;ig die h&#228;ufigsten chronischen Erkrankungen in der westlichen Welt. Zum gro&#223;en Teil handelt es sich dabei um Krankheiten, die der Medizin schon lange bekannt sind. Neu ist jedoch bei vielen die Erkenntnis, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2354" title="© Hubert K&#246;rner - Fotolia.com" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/autoimmunerkrankung.jpg" alt="" width="251" height="171" />Die Anzahl der Menschen, die an Autoimmunerkrankungen leiden, nimmt deutlich zu. 60 verschiedene Erkrankungen werden derzeit zu diesem Formenkreis gez&#228;hlt. Damit stellen sie zahlenm&#228;&#223;ig die h&#228;ufigsten chronischen Erkrankungen in der westlichen Welt. Zum gro&#223;en Teil handelt es sich dabei um Krankheiten, die der Medizin schon lange bekannt sind. Neu ist jedoch bei vielen die Erkenntnis, dass autoimmune Prozesse die Krankheit verursachen und aufrechterhalten.</p>
<p>Autoimmunerkrankungen sind so bedrohlich, weil sie oft schon bei jungen Menschen ausbrechen, die Sterblichkeit bei einigen noch immer sehr hoch ist und sie nicht selten ein schweres Leiden mit Arbeitsausf&#228;llen, Behinderung und dem Zusammenbruch des gewohnten sozialen Umfelds bedeuten. Dazu gelten sie in der Schulmedizin als unheilbar und haben oft einen lebenslangen, unvorhersehbaren Verlauf. Man beobachtet Varianten von phasenweisen Teil- bzw. Vollremissionen (d.h. wenig oder keine Symptome), bis hin zu schnell fortschreitenden, unaufhaltsam destruktiven Prozessen. Meist wird die Diagnose einer Autoimmunerkrankungen als Zufallsbefund erst nach jahrelanger Erkrankung gestellt, da die Symptomatologie oft vielschichtig und unspezifisch ist.<br />
 <br />
<strong>Betroffene Organe (Auswahl)<br />
</strong>Autoimmunreaktionen k&#246;nnen jedes Organ betreffen, von der Haarwurzelzelle (<em>Alopezia areata</em>) bis zum Herz (<em>autoimmune Kardiamyopathie</em>). </p>
<ul>
<li>Multiple Sklerose (Zentrales Nervensystem)</li>
<li>Morbus Hashimoto (Schilddr&#252;se)</li>
<li>Morbus Basedow (Schilddr&#252;se)</li>
<li>Sprue/Z&#246;liakie (Verdauungstrakt)</li>
<li>Morbus Crohn (Verdauungstrakt)</li>
<li>Colitis ulcerosa (Verdauungstrakt)</li>
<li>Vitligo (Haut)</li>
<li>Psoriasis (Haut)</li>
<li>Urticaria (Haut)</li>
<li>Mucocutane Candidiasis (Haut)</li>
<li>Lupus erythematodes (Haut)</li>
<li>Bull&#246;ses Pemphigoid (Haut)</li>
<li>Rheumatoide Arthritis (Gelenke)</li>
<li>Morbus Bechterew (Gelenke)</li>
<li>Pernizi&#246;se An&#228;mie (Blut)</li>
<li><a href="http://www.jameda.de/krankheiten-lexikon/arteriosklerose/" target="_self">Arteriosklerose</a> (Blutgef&#228;&#223;e)</li>
<li>Chronisch autoimmune Gastritis (Magen)</li>
<li>Juveniler Diabetes mellitus (Bauchspeicheldr&#252;se)</li>
<li>Chronisches Ersch&#246;pfungssyndrom  (vermutlich Hormonsystem)</li>
</ul>
<p> <br />
Auch wenn in allen Teilbereichen der Medizin Autoimmureaktionen auftreten k&#246;nnen, sind es doch &#228;hnliche, teilweise identische, molekulare und pathophysiologische Grundlagen, die als krankheitsverursachend gelten.</p>
<p><strong>Begleiterkrankungen</strong><br />
Als Begleiterkrankungen treten folgende Beschwerden geh&#228;uft auf:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.jameda.de/blog/umweltmedizin/fibromyalgie/" target="_self">Fibromyalgie</a>: Nicht-entz&#252;ndliche Erkrankung mit diffusen Muskelschmerzen<br />
Beginn meist ab dem 35. Lebensjahr</li>
<li>Lichen ruber planus: Kn&#246;tchenflechte lokale oder generalisierte entz&#252;ndliche juckende Haut-Schleimhaut-Erkrankung</li>
<li>Raynaud-Syndrom: Gef&#228;&#223;erkrankung durch Gef&#228;&#223;kr&#228;mpfe anfallsartig an Fingern und Zehen</li>
</ul>
<p><strong>Naturwissenschaftliche Ursachenforschung</strong><br />
Die naturwissenschaftliche Forschung erfolgt vorwiegend auf Zellebene an M&#228;usen. Daraus ergeben sich viele neue spekulative Therapievorschl&#228;ge. Ein hochkomplexes, evolution&#228;r stark unter Druck stehendes menschliches Immunsystem weist jedoch erhebliche Unterschiede zu M&#228;usen auf.</p>
<p>Es sind f&#252;r Autoimmunkrankheiten keine eindeutigen Ursachen bekannt. Seit Mitte der 1980er Jahre hat sich die medizinische Forschung fast ausschlie&#223;lich auf genetische Defekte als monokausales Ursachenmodell konzentriert. Heute setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass ein genetisches Merkmal allein nur sehr selten eine Krankheit ausbrechen l&#228;sst. Meist sind bestimmte Ausl&#246;ser in einer labilen Lebenssituation der Krankheit vorausgegangen.</p>
<p>In der Pathogenese (Krankheitsentstehung) werden vier (I-IV) verschiedene innere und &#228;u&#223;ere Ausl&#246;ser diskutiert, die immer mehr oder weniger an der Entstehung beteiligt sind.<br />
 <br />
<strong>I. St&#246;rung der Immuntoleranz / Selbsttoleranz</strong><br />
Um das Jahr 1900 erkannte der Mikrobiologe Paul Ehrlich den Unterschied zwischen ‘selbst’ und ‘nicht selbst’. Im Organismus h&#246;her entwickelter Lebewesen muss es eine Barriere geben, damit das Abwehrsystem keine k&#246;rpereigenen Gewebe angreift. Hauptakteure in diesem Geschehen sind B–Zellen (reifen im Knochenmark und sorgen f&#252;r die humorale Abwehr) und T–Zellen (reifen im Thymus und sorgen f&#252;r die zellul&#228;re Abwehr). Der Mechanismen der Toleranzvermittlung ist nicht vollst&#228;ndig gekl&#228;rt. Drei Hypothesen sind von besonderer Bedeutung:</p>
<ol>
<li>T–Zellen differenzieren sich in T–Killerzellen, T–Regulatorzellen und T–Helferzellen.<br />
Letztere teilen sich in Th1 (entz&#252;ndungsf&#246;rdernde) und Th2 (entz&#252;ndungshemmende) Botenstoffe.<br />
T–Regulatorzellen k&#252;mmern sich um deren Balance. Wenn diese Balance gest&#246;rt ist, kommt es zu autoimmunen Reaktionen.</li>
<li>In der Thymusdr&#252;se lernen die T–Zellen sogenannte Selbsterkennungsproteine zu identifizieren. Diese MHC–Proteine sind verantwortlich f&#252;r die Oberfl&#228;chenstruktur k&#246;rpereigener Zellen, d.h. deren Ausweis. Nur 3% der T–Zellen schaffen diesen Test. Der Rest wird aussortiert. K&#246;nnen sich T–Zellen durch diese Pr&#252;fung ‘mogeln’, erkennen sie sp&#228;ter k&#246;rpereigenes Gewebe nicht und l&#246;sen autoimmune Entz&#252;ndungsprozesse aus.</li>
<li>Auch bei manchen gesunden Menschen gibt es noch autoreaktive B–Zellen (<a href="http://www.jameda.de/gesundheits-lexikon/lymphozyten/" target="_self">Lymphozyten</a>). Damit liegt der Schluss nahe, dass diese im Lauf der embryonalen Entwicklung nicht zerst&#246;rt, sondern nur aktiv gehemmt werden. Durch irgendwelche Ursachen (Stress, Umweltbelastung, Infekte, genetischer Defekt&#8230;) werden diese autoreaktiven Zellen &#252;berm&#228;&#223;ig aktiviert. </li>
</ol>
<p><strong>II. Fehlprogrammierung durch molekulare Mimikry</strong><br />
Verschiedene bakterielle und virale Infekte k&#246;nnen offensichtlich eine Autoimmunkrankheit ausl&#246;sen. Der Erreger hat in diesem Fall gro&#223;e &#196;hnlichkeit mit der Struktur k&#246;rpereigenen Gewebes. Dies dient dem Erreger als Tarnung, um ungehindert in den menschlichen Organismus eindringen und sich vermehren zu k&#246;nnen. Bekannt sind die F&#228;lle von rheumatischem Fieber nach Streptokokkeninfekt oder das geh&#228;ufte Auftreten von juvenilem Diabetes mellitus nach einer Virusinfektion wie Masern. Auch werden h&#228;ufig Autoimmunkrankheiten nach Mononukleose beobachtet. Immer deutlicher wird auch, dass Impfungen einzelne Autoimmunprozesse beg&#252;nstigen bzw. aktivieren k&#246;nnen. Besonders auff&#228;llig ist hierbei der Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Multipler Sklerose und einer Impfung gegen neurotrope Erreger (Polio, Masern, Tetanus, <a href="http://www.jameda.de/blog/allgemein/fsme-zecken/" target="_self">FSME</a>).</p>
<p><strong>III. Umweltfaktoren</strong></p>
<ol>
<li>Hygiene-Hypothese<br />
Autoimmunkrankheiten sind – ebenso wie Allergien und Krebserkrankungen – in den westlichen L&#228;ndern stetig auf dem Vormarsch, w&#228;hrend die Zahl der Neuerkrankungen in L&#228;ndern der sogenannten dritten Welt konstant niedrig bleibt. Durch den R&#252;ckgang nat&#252;rlicher Infektionsquellen in Industrienationen kommt es  vermutlich zu einer Unterf&#246;rderung und &#220;berforderung des Immunsystems. Im Tierversuch konnte best&#228;tigt werden, dass M&#228;use weniger Autoantik&#246;rper produzieren, wenn sie vorher Kontakt zu Bakterien-Bestandteilen hatten.</li>
<li>Schadstoffe<br />
Im Folgenden eine kurze Auswahl von Fakten zu diesem Thema:<br />
- bereits 300 verschiedene synthetische Stoffe k&#246;nnen in der Muttermilch nachgewiesen werden<br />
- Kinder haben lt. WWF mehr Chemikalien im Blut als ihre M&#252;tter (durch Kontakt mit Gebrauchsg&#252;tern)  - lt. EU-Chemikalien-Richtlinie sind von &#252;ber 100.000 genutzten Substanzen die wenigsten auf ihr Gef&#228;hrlichkeitspotential getestet worden<br />
- sieben Impfstoffe im dritten Lebensmonat; weitere f&#252;nf ab dem zw&#246;lften Lebensmonat<br />
- die meisten <a href="http://www.jameda.de/medikamente/" target="_self">Medikamente</a> im Kindesalter werden im ersten Lebensjahr verschrieben<br />
- Transfetts&#228;uren entstehen durch industrielle H&#228;rtung von Fetten (Chips, Fastfood) und werden in Zusammenhang mit der Entstehung von Multipler Sklerose und Morbus Crohn gebracht<br />
- Feinstaub aus Verbrennungmotoren<br />
- Antibiotika in der Tiermast</li>
</ol>
<p><strong>IV. Vererbung bzw. Veranlagung</strong> <br />
Autoimmunkrankheiten werden nicht direkt vererbt, so dass man von einer Veranlagung ausgeht, die durch einen exogenen oder endogenen Reiz aktiviert werden kann. Zahlreiche Laborparameter sind bekannt, um die m&#246;gliche Veranlagung zu verifizieren oder auszuschlie&#223;en. Immer ist ein &#228;u&#223;erer oder innerer Ausl&#246;ser beteiligt, da die in den Genen vorgegebene Bauanleitung f&#252;r ein bestimmtes Eiwei&#223; noch lange nicht garantiert, dass dieses auch entsteht. Es h&#228;ngt immer davon ab, auch bei genetischen Krankheiten, in welcher Verfassung der Mensch ist; d.h. welche Vorbedingung er bietet, damit eine bestimmte Erkrankung ausbrechen kann oder nicht. Diese Vorbedingungen lassen sich gerade durch hom&#246;opathische Behandlung gut beeinflussen.<br />
 <br />
<strong>Ursachenforschung geisteswissenschaftlich erweitert</strong><br />
Welche Faktoren, die nicht in Zentimetern, Gramm und Sekunden, den Parametern der Naturwissenschaft, gemessen werden k&#246;nnen, sind noch an diesem autoimmunen Krankheitsgeschehen beteiligt?<br />
Das Abwehrsystem des Menschen, auch <a href="http://www.jameda.de/gesundheits-specials/fuer-eine-starke-abwehr-das-immunsystem-staerken/" target="_self">Immunsystem</a> genannt, sch&#252;tzt ihn vor &#228;u&#223;eren Einfl&#252;ssen, wie Viren, Bakterien und anderen Fremdstoffen. Es ist ein komplexes System zur Erhaltung der Individualstruktur durch Abwehr k&#246;rperfremder Substanzen und kontinuierlicher Elimination anormaler K&#246;rperzellen. Diese Schutzfunktion ist f&#252;r den menschlichen Organismus au&#223;erordentlich wichtig. Im Fall von Autoimmunkrankheiten kann das Abwehrsystem k&#246;rpereigenes Gewebe nicht mehr erkennen, es erscheint ihm fremd, ja sogar feindlich. Eine falsche Zielvorgabe oder Programmierung f&#252;hrt zu einer folgenschweren Verwechslung: anstelle der Bek&#228;mpfung von Krankheitserregern werden Teile des eigenen K&#246;rpers als ‘fremd’ angesehen und bek&#228;mpft. Was hier auf k&#246;rperlicher Ebene nicht erkannt wird, steht manchmal f&#252;r einen unterdr&#252;ckten, entfremdeten Teil des eigenen Wesens, der dem Bewusstsein nicht mehr zug&#228;nglich ist. Eine ausf&#252;hrliche Anamnese (<em>griech.: Wieder-Erinnern</em>) zu Beginn der Behandlung, die den ganzen Menschen und nicht nur ein erkranktes Organ untersucht, kann daher schon der erste wichtige heilsame Schritt sein. Wenn man Betroffenen in der Praxis aufmerksam zuh&#246;rt, kann man in vielen F&#228;llen S&#228;tze wie diese h&#246;ren: &#8220;ich bin mir in den letzten Jahren irgendwie selbst fremd geworden&#8221; / &#8220;ich habe mich selbst dabei verloren&#8221; / &#8220;ich kenne mich gar nicht mehr wieder&#8221; etc.. Diese Aussagen k&#246;nnen wichtige Hinweise geben, was als Ausl&#246;ser am Anfang einer Irritation des Immunsystems stand, die irgendwann zur Krankheit wurde. Geh&#228;uft lassen sich physische oder psychische Traumata oder lang anhaltende, emotional schwierige Lebenssituationen, in der Vorgeschichte der betroffenen Patienten feststellen. Solche Beobachtungen lassen das Bild einer charakteristischen pr&#228;morbiden Pers&#246;nlichkeitsstruktur deutlicher werden. </p>
<p>Der kranke Mensch, der sich selbst fremd geworden ist, ist gefangen in seinen Identifikationen (<em>lat. idem facere = ‘ich mache mich zu dem selben’, d.h. zum Bild von mir, oder ‘ich mache immer das selbe’</em>). Er identifiziert sich mit in der Kindheit erworbenen Selbstbildern, mit Vorg&#228;ngern im Familiensystem oder mit Tugenden, die unverdaut, fremd und damit sch&#228;dlich bleiben, anstatt integriert oder ausgeschieden zu werden. Je mehr er mit seinem Selbstbild identifiziert ist, desto mehr ist er bei Verstand und weitgehend von Sinnen. Das hei&#223;t das Sinnesleben ist taub geworden und der Mensch nimmt zuwenig von dem was n&#228;hrt und n&#252;tzt, und zuviel von dem was schadet. Dies ist, vereinfacht gesprochen, der Hauptgrund f&#252;r Kranksein. </p>
<p>In der Schulmedizin ignoriert und negiert man weitgehend diese Erkenntnisse. Dies hat drei Gr&#252;nde: Zum Ersten wird h&#228;ufig die ‘Verantwortung f&#252;r’ mit der ‘Schuld an’ der Erkrankung verwechselt. Zum Zweiten sind die meisten &#196;rzte vollst&#228;ndig damit besch&#228;ftigt, die oft sehr bedrohlichen physischen Krankheitssymptome in den Griff zu bekommen. Die Ber&#252;cksichtigung m&#246;glicher psychosomatischer Zusammenh&#228;nge erfordert – meist nicht vorhandene – Behandlungszeit und entsprechende Ausbildung und Erfahrung. Zum Dritten gibt es keine Medikamente, die auf vergangene Lebenssituationen Einfluss nehmen k&#246;nnten. Die medikament&#246;se Therapie ist aber meist das einzige was kranken Menschen von &#196;rzten angeboten werden kann. Zum Gl&#252;ck herrscht bei immer mehr Medizinern zunehmend ein Konsens dar&#252;ber, dass bei Autoimmunerkrankungen ein multikausales Geschehen vorliegt, wenngleich &#252;ber die Gewichtung ausl&#246;sender physischer und psychischer Krankheitsfaktoren noch viel Uneinigkeit herrscht. <br />
 <br />
<strong>Therapie schulmedizinisch</strong><br />
Die Schulmedizin setzt als Therapie gegen die gebildeten Autoantik&#246;rper, d.h. vom Organismus gegen sich selbst gerichtete Abwehrzellen, massive antientz&#252;ndliche (v.a. hochdosierte Cortison-Impuls-Therapie) und immun-suppressive (unser eigenes Abwehrsystem unterdr&#252;ckende) Medikamente mit teilweise gravierenden Nebenwirkungen ein. Manchmal, besonders in sehr schweren und bedrohlichen F&#228;llen, mag dieses Vorgehen durchaus gerechtfertigt sein. Ohne Zweifel kann es ein gro&#223;er Erfolg sein, wenn sich k&#246;rperliche Krankheitssymptome, d.h. organische Manifestationen einer tieferliegenden St&#246;rung, nicht mehr zeigen.</p>
<ul>
<li>Cortison (in wechselnder Dosierung h&#228;ufig &#252;ber lange Zeit bzw. lebenslang)</li>
<li>Aspirin-Abk&#246;mmlinge (Azulfidine)</li>
<li>Immunsuppressiva (Chlorquin / Methothrexat)</li>
<li>Zellgifte (Azathioprin / Cyclophosphamid) (immunsuppressiv)</li>
</ul>
<p>Diese Medikamente haben gr&#246;&#223;tenteils erhebliche Nebenwirkungen und f&#252;hren im besten Fall zu einer Linderung der Symptome. Oft k&#246;nnen sie aber nicht mal lindern. Beispielsweise bewirken bei einer Hashimoto-Thyreoiditis die verschriebenen Hormone h&#228;ufig iatrogene (durch die Behandlung hervorgerufene) Beschwerden, bekannt als ‘Hyperthyreosis factitia‘ und bei 20% der Behandlungen wird &#252;berhaupt keine Wirkung auf die typischen Symptome erreicht. In der immunsuppressiven Behandlung der Multiplen Sklerose profitieren nur 30% von der medikament&#246;sen Therapie.<br />
 <br />
<strong>Integrative therapeutische M&#246;glichkeiten</strong><br />
Erkentnisse der heutigen Medizin werden anerkannt und vor allem in der Diagnostik genutzt. Dar&#252;ber hinaus sollte jedoch gerade in der Therapie ein mechanistisches Bild des Menschen erg&#228;nzt werden. Wichtig ist eine Perspektive, die den Menschen wieder als mehr, als die Summe seiner Teile erkennt und ihn in Wechselwirkung mit seiner Umwelt versteht. Die entscheidende Frage am Anfang der Behandlung sollte sein: Wen oder was m&#252;ssen wir eigentlich behandeln?</p>
<p>Das betroffene Organ, das sekund&#228;r durch ein irritiertes Immunsystem erkrankte?<br />
Das Immunsystem selbst – aber wie? Bisher unterdr&#252;cken wir es nur.<br />
Den gesamten Menschen – aber wie und woran erkennen wir, dass er geheilt, oder nur wieder der &#8220;Alte&#8221; ist, d.h. der, der urspr&#252;nglich erkrankte?<br />
Wie k&#246;nnen wir in der Therapie bei chronisch kranken Menschen z.B. auf belastende famili&#228;re und berufliche Gesichtspunkte heilsam einwirken?</p>
<p>Mitte der 1970-er Jahre hat sich die wenig beachtete Fachrichtung ‘Psychoneuroimmunologie’ etabliert (ab Mitte der 1990-er Jahre ‘Neuro-Endokrino- Immunologie’ genannt). Die Wirkungen psychischer Stressoren (Stimmung, Wahrnehmung, Lebensumst&#228;nde etc.) auf das Immunsystem und das gesamte Befinden<br />
des Menschen werden dabei untersucht. Das Nerven- und Immunsystem beeinflussen und steuern sich wechselseitig. Die Weichenstellungen f&#252;r sp&#228;tere Krankheiten werden gerade in der fr&#252;hen Kindheit festgelegt. Die F&#228;higkeit ‘selbst’ von ‘fremd’ zu unterscheiden, erlernen die T–Zellen des Immunsystems lange vor der Geburt bis zur Pubert&#228;t in der Thymusdr&#252;se. Affekte (automatisch mit Gef&#252;hlen verbundener Ausdruck) und Affektkontrolle, d.h. wie wir in der Welt sind mit Humor, Freude, Moral und Ethik, werden von der rechten Gehirn-Hemisph&#228;re gepr&#228;gt (in den ersten eineinhalb Jahren ausgebildet zu 80%). Emotional leben, lernen wir also bevor das Denken beginnt. Die linke Gehirn-Hemisph&#228;re schafft zeitversetzt dazu Begrifflichkeit und Selbst-Bilder. Diese Selbst-Bilder sind es, die uns als Erwachsene einschr&#228;nken und uns ein einf&#228;ltiges statt vielf&#228;ltiges und zufriedenes Leben bescheren. Selbst-Erkenntnis und Selbst-Bewusstsein entwickeln sich also in der Kindheit. Ein gest&#246;rtes psychisches Selbstbewusstsein und ein Selbstbewusstsein auf der Ebene der K&#246;rperzellen (biochemisch durch MHC-Proteine repr&#228;sentiert) bedingen sich also gegenseitig. Diese Tatsache hat weitreichende Konsequenzen in Bezug auf erfolgsversprechene Therapiekonzepte. Ein Ziel der Therapie, neben der Behandlung physischer Dysregulation, sollte damit auch sein den Menschen, dessen Immunsystem eigene Organe angreift und zerst&#246;rt, zu unterst&#252;tzen sich selbst wieder zu erkennen und neu kennenzulernen. Herauszufinden, wer gemeint ist, wenn der oder die Betreffende &#8220;ICH&#8221; sagt. Selbstbilder und &#252;berholte Lebensgewohnheiten m&#252;ssen dabei h&#228;ufig in Frage gestellt werden. Manchmal ert&#246;nt Unerh&#246;rtes wieder, das wof&#252;r die Sinne im Laufe der Sozialisierung taub geworden sind, und erinnert an die individuellen, eigenartigen W&#252;nsche, Bed&#252;rfnisse und Auftr&#228;ge, die jeder ins Leben mitbringt und die nur von ihm oder ihr selbst verwirklicht werden k&#246;nnen.</p>
<p>Krankheit ist in diesem Fall nicht nur Ausdruck und Resultat vergangener Ereignisse, sondern weist auch wie ein Gestaltungs-Auftrag in die Zukunft. Krankheit erweist sich dann oft als (Um-)Weg, um dringend Notwendiges im Leben zu verwirklichen. Fragen, die in diesem Zusammenhang therapeutisch wichtig werden – und h&#228;ufig von Therapeuten und Patienten nicht gestellt werden – zielen darauf ab zu verstehen, was diese Unterbrechung im gewohnten Lebenslauf zu bedeuten hat.</p>
<p>Was m&#246;chte noch von mir gelebt werden? / Wof&#252;r bin ich auf dieser Welt? / Welchen Sinn gebe ich meinem Leben – mit und ohne Kranksein? / Was hat sich durch die Krankheit f&#252;r mich positiv ver&#228;ndert? (&#8221;mehr Zeit f&#252;r mich&#8230;&#8221;, &#8220;gesehen werden&#8230;&#8221;, &#8220;aussteigen aus unbefriedigender Lebenssituation&#8230;“&#8221; und wie kann ich das verwirklichen ohne krank zu sein.</p>
<p>In der Therapie k&#246;nnen ungewohnte sinnliche Erfahrungen zur Reifung kommen, um wieder entscheiden zu k&#246;nnen, wie ich meine Aggression einsetzen kann. Aggression nicht als Feindseligkeit, sondern als F&#228;higkeit auf das zuzugehen was mir gut tut, davon wegzugehen was mir schadet, oder dagegen anzugehen was mich bedroht. Die Aggression, eine menschliche Eigenschaft, die den Menschen mit dem Tier verbindet und von Pflanze und Mineral unterscheidet, ist also die F&#228;higkeit zum Ortswechsel, die dem Erkrankten abhanden gekommen ist. Wenn der eigenen Kraft keine Richtung gegeben wird, wendet sie sich gegen einen selbst. Im Fall der Auto-aggression ist der Mensch fixiert auf das `dagegen´, anstatt die Eigenverantwortung zu &#252;bernehmen, andere Menschen, Lebenssituationen, Lebensweisen und Orte aufzusuchen, die mehr seinen Bed&#252;rfnissen gerecht werden – oder zu verlassen, wenn sie ihm schaden. Die Orientierungslosigkeit, die sich in der Krankheit mikrokosmisch auf Zellebene widerspiegelt, hat ihre Entsprechung im makrokosmischen Bereich des gest&#246;rten Beziehungslebens, d.h. in der Beziehung zu sich selbst, zu den Mitmenschen, der umgebenden Natur und zu einer allumfassenden, gr&#246;&#223;eren Ordnung, die wir als g&#246;ttlich bezeichnen k&#246;nnen.</p>
<p>So ist Krankheit immer auch ein Aufruf der Natur wieder in die Ordnung zu kommen. Hier sind Therapeuten aller Fachrichtungen aufgefordert, neben der oft notwendigen Arzneitherapie, weitere M&#246;glichkeiten zu schaffen, den kranken Menschen in der Anamnese und der folgenden Therapie heil werden zu lassen. Heilung bedeutet in diesem Sinne immer, sich an seine Ganzheit zu erinnern, an das was der Mensch im Prinzip (<em>lat. ad principium: von Anfang an</em>) vor seinen Identifikationen war und wollte und jetzt dringend zu einem befriedigenden und ges&#252;nderen Leben braucht. Wir erleben in unserer heutigen (urbanen) Welt immer mehr das Ph&#228;nomen, dass sich Menschen, die gegenseitig voneinander abh&#228;ngig sind, gegeneinander wenden. Im Fall der Autoimmunerkrankungen stehen wir vor einer neuen Dimension dieser krankhaften Tendenz, n&#228;mlich, dass sich der einzelne aus unbewusster Hilf- und Orientierungslosigkeit gegen sich selbst wendet (in der <a href="http://www.jameda.de/psychotherapeuten-psychologen/gruppe/" target="_self">Psychologie</a> ist dieses Ph&#228;nomen ebenfalls bekannt unter der Bezeichnung ‘Retroflektion’). Wenn wir diesen Umstand nicht ber&#252;cksichtigen und in die Therapie miteinbeziehen, werden wir auf das Wesen der Autoimmunkrankheiten keinen Einfluss nehmen k&#246;nnen und mit unseren selbstbeschr&#228;nkten medizinischen M&#246;glichkeiten an der Peripherie des Krankheitsgeschehens bleiben.</p>
<p>Das Gesagte soll auf keinen Fall den Anschein erwecken die sog. Schulmedizin h&#228;tte keinen berechtigten Platz in der Therapie der Autoimmunerkrankungen. Zugleich bin ich aber auch der Meinung, dass Simultanbehandlung (z.B. Allopathie + Hom&#246;opathie + Psychotherapie) und manchmal auch hom&#246;opathische Monotherapie f&#252;r den Patienten mehr Nutzen bringen kann, als das in der Behandlung heute der Fall ist. Aus diesem Grund setze ich mich f&#252;r eine Therapie ein, die nicht nur k&#246;rperliche Parameter als Heilungskriterien ber&#252;cksichtigt. </p>
<p>Die klassische Hom&#246;opathie und verschiedene psychotherapeutische Verfahren haben sich in meiner Praxis bei Autoimmunerkrankungen gut bew&#228;hrt, auch und gerade bei schweren Pathologien. Der Vorteil liegt nicht nur in der oft schnellen Linderung der beschwerlichen Akutsymptomatik, sondern es k&#246;nnen in der erw&#228;hnten pr&#228;morbiden Pers&#246;nlichkeitsstruktur der Patienten erstaunliche Wirkungen und Ver&#228;nderungen beobachtet werden – eben bei diesen Faktoren, die die Krankheit urspr&#252;nglich ausgel&#246;st haben, heute aufrechterhalten und immer wieder zu neuen Ausbr&#252;chen f&#252;hren k&#246;nnen.<br />
Vor dem Hintergrund dieser Gesichtspunkte scheint es in der heutigen Medizin noch viel zu tun zu geben, um ungew&#246;hnlichen Krankheiten angemessen zu begegnen. Vor allem aber k&#246;nnen wir alle noch viel lernen im achtsamen, freundlichen Umgang mit uns selbst, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt – es lohnt sich.</p>
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		<title>Trigeminusneuralgie - wenn der Feuerstrahl im Gesicht einschl&#228;gt!</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 22:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Dr. med. Jan Jürgens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>

		<category><![CDATA[Trigeminusneuralgie]]></category>

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		<description><![CDATA[Gesichtsschmerzen k&#246;nnen sehr verschieden sein, aber nur ein Schmerz ist unverwechselbar, n&#228;mlich der einschie&#223;ende Feuerstrahl einer Trigeminusneuralgie! Dennoch ist die Diagnose &#8220;Trigeminusneuralgie&#8221;, trotz ihrer Eindeutigkeit, die h&#228;ufigste Fehldiagnose bei Gesichtsschmerzen. Zu den typischen Kriterien geh&#246;rt ein ungetr&#252;bter Nachtschlaf. Die sichtbar gef&#252;rchteten Schmerzattacken jedoch werden durch Sprechen, Essen oder minimales Ber&#252;hren der Gesichts- oder Mundschleimhaut ausgel&#246;st. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2352" title="© LanaK - Fotolia.com" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/trigeminusneuralgie.jpg" alt="" width="251" height="171" />Gesichtsschmerzen k&#246;nnen sehr verschieden sein, aber nur ein Schmerz ist unverwechselbar, n&#228;mlich der einschie&#223;ende Feuerstrahl einer <a href="http://www.jameda.de/gesundheits-lexikon/trigeminusneuralgie/" target="_self">Trigeminusneuralgie</a>! Dennoch ist die Diagnose &#8220;Trigeminusneuralgie&#8221;, trotz ihrer Eindeutigkeit, die h&#228;ufigste Fehldiagnose bei Gesichtsschmerzen. Zu den typischen Kriterien geh&#246;rt ein ungetr&#252;bter Nachtschlaf. Die sichtbar gef&#252;rchteten Schmerzattacken jedoch werden durch Sprechen, Essen oder minimales Ber&#252;hren der Gesichts- oder Mundschleimhaut ausgel&#246;st. Die Patienten verlieren ihr K&#246;rpergewicht und erstarren in ihren Bewegungen aus Furcht vor neuen Schmerzattacken. Da es sich um ein Nervenleiden handelt, f&#228;llt die Betreuung in das Fachgebiet der Neurologie. <a href="http://www.jameda.de/aerzte/neurologen-nervenaerzte/fachgebiet/" target="_self">Neurologen</a> sind bem&#252;ht, mit starken Medikamenten das Schmerzgeschehen in den Griff zu bekommen. Weil es sich aber um Gesichtsnerven handelt, sind eine Reihe anderer Mechanismen m&#246;glich, die zu einer Trigeminusneuralgie f&#252;hren bzw. diese ausl&#246;sen k&#246;nnen. Die Analyse und Ausschaltung der Schmerz ausl&#246;senden Reize ist in vielen F&#228;llen allein ausreichend, um den Schmerz auf Dauer ausreichend auszuschalten.</p>
<p>Vor kurzem hatte eine schmerzerfahrene Patientin ihre <a href="http://www.jameda.de/zahnaerzte/gruppe/" target="_self">Zahn&#228;rztin</a> eindringlich gebeten, die sog. &#8220;professionelle Zahnreinigung&#8221; nur sehr behutsam und an einem bestimmten Zahn &#252;berhaupt nicht durchzuf&#252;hren. Leider ohne Erfolg, denn schon am darauffolgenden Tag r&#228;chte sich der Nerv im Unterkiefer mit urpl&#246;tzlich, f&#252;r wenige Sekunden einschie&#223;enden, Schmerzen. Nur sehr m&#252;hsam und &#252;ber einen Zeitraum von gut zwei Wochen gelang es, mit kurz aufeinander folgenden Bet&#228;ubungsspritzen, Reizstrombehandlungen (TENS) und Einlegen allogener Knochenflocken im traumatisierten (verletzten) Zahnfleischbereich bei gleichzeitiger, aufbauender Medikamentengabe, den Nerven zur Ruhe zu bringen. Nervblockaden zur Ruhigstellung mittels Injektionen, fr&#252;her mit Alkohol, heute mit Glyzerin, werden allgemein wieder verlassen.</p>
<p>Der Patientin ist die geschilderte Schmerzproblematik schon von der eigenen Mutter her bekannt gewesen. Auch der Bruder, im Ausland lebend, leidet unter dieser Erkrankung des Trigeminusnerven. Der vorher von ihr konsultierte Neurologe hatte beabsichtigt, eine Therapie mit Morphium einzuleiten. Damit war die Patientin allerdings gar nicht einverstanden.</p>
<p>Ein weiterer, m&#246;glicher Mechanismus, der eine Schmerzphase wie die oben geschilderte, ausl&#246;sen kann, ist auf die R&#252;ckbildung des Knochens im Unterkiefer zur&#252;ckzuf&#252;hren. Gemeint ist der zahntragende Anteil des Unterkiefers, der sich im Laufe des Lebens mehr oder weniger zur&#252;ckbilden kann. Bei Prothesentr&#228;gern hat das die Folge, dass die Unterkieferprothese kontinuierlich absinkt und damit zunehmend auf den Unterkiefernerven dr&#252;cken kann. Im Normalfall geschieht dies an einer ganz bestimmten Stelle neben dem Kinn, weil an dieser Stelle der Nerv aus dem Unterkiefer heraustritt. Erst durch die totale Entlastung dieses Nervens tritt eine Beruhigung ein. Im oben geschilderten Fall haben wir als zus&#228;tzliche Ma&#223;nahme zur Unterst&#252;tzung der therapeutischen Bem&#252;hungen die Unterkieferprothese herausgenommen, in anderen F&#228;llen musste sogar der Nerv chirurgisch verlagert werden. In extremen F&#228;llen kann der Nerv auf eine l&#228;ngere Strecke freiliegen, so dass auch die Verlagerung des Nerven keinen Erfolg mehr bringen kann.</p>
<p>Als weitere Ursache einer Trigeminusneuralgie w&#228;re eine chronisch infizierte Kieferh&#246;hle m&#246;glich, weil im Augenh&#246;hlenboden der zweite Ast des Nerven, individuell unterschiedlich, frei in der Schleimhaut verl&#228;uft. Der diagnostische Ausschluss bzw. die therapeutische Ausschaltung einer Beteiligung der Kieferh&#246;hle geh&#246;rt daher zum &#8220;Pflichtprogramm&#8221; bei der Behandlung neuralgiformer Schmerzen, auch wenn diese in einem anderen Versorgungsgebiet auftreten sollten.</p>
<p>Differenzialdiagnostisch ist die Neuralgie von der Neuropathie abzugrenzen. W&#228;hrend bei der Neuralgie ein Grundleiden des Nerven anzunehmen ist, handelt es sich bei einer Neuropathie um eine, in aller Regel &#246;rtlich begrenzte Reizung des Nerven, der dadurch &#8220;krank&#8221; wird. Dementsprechend unterschiedlich sind auch Anamnese, Untersuchungsbefund und Therapieansatz. Ganz sicher rechtfertigt eine Neuropathie nicht den gleichen Einsatz schwerer <a href="http://www.jameda.de/medikamente/" target="_self">Medikamente</a> wie bei einer Neuralgie!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Aortenaneurysma - eine tickende Zeitbombe</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/herz-kreislauf/aortenaneurysma/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 14:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Prof. Dr. med. Ralf Robert Kolvenbach</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Herz-Kreislauf]]></category>

		<category><![CDATA[aorta]]></category>

		<category><![CDATA[Aortenaneurysma]]></category>

		<category><![CDATA[Hauptschlagader]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie Ihre Aorta? Sie ist die st&#228;rkste Schlagader Ihres K&#246;rpers und die Zentrale des gesamten Arteriensystems. Damit das Blut ungehindert flie&#223;en kann, muss sie stabil und geschmeidig sein.
Was ist die Aorta?
Die Aorta ist die gr&#246;&#223;te Schlagader des menschlichen K&#246;rpers. Sie leitet das Blut vom Herzen in die Gef&#228;&#223;e des gro&#223;en Blutkreislaufes. Sie hat einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2345" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/aortenaneurysma.jpg" alt="" width="251" height="171" />Kennen Sie Ihre <a href="http://www.jameda.de/gesundheits-lexikon/aorta/" target="_self">Aorta</a>? Sie ist die st&#228;rkste Schlagader Ihres K&#246;rpers und die Zentrale des gesamten Arteriensystems. Damit das Blut ungehindert flie&#223;en kann, muss sie stabil und geschmeidig sein.</p>
<p><strong>Was ist die Aorta?</strong><br />
Die Aorta ist die gr&#246;&#223;te Schlagader des menschlichen K&#246;rpers. Sie leitet das Blut vom Herzen in die Gef&#228;&#223;e des gro&#223;en Blutkreislaufes. Sie hat einen Durchmesser von 2,5 bis 3,5 cm und ist zwischen 30 und 40 cm lang. Die Aorta wird auch Hauptschlagader genannt.</p>
<p>Manche Krankheitsbilder sind weniger bekannt als zum Beispiel Krebs, Diabetes oder <a href="http://www.jameda.de/gesundheits-lexikon/rheumatische-erkrankung/" target="_self">Rheuma</a> und geraten allzu oft in Vergessenheit. Darunter sind auch solche, die f&#252;r Menschen mit erh&#246;htem Blutdruck, Herzproblemen oder &#228;hnlichen gesundheitlichen Beschwerden ein gro&#223;es Risiko darstellen. Ein Beispiel daf&#252;r ist das <em>Aortenaneurysma</em>. Ber&#252;hmte Patienten wie z.B. Albert Einstein oder Charles De Gaulle sind an den Folgen einer geplatzten Bauchschlagader gestorben. Dies ist heute nicht mehr n&#246;tig, da es seit den 60iger Jahren wirksame Behandlungsmethoden gibt.</p>
<p><strong>Die tickende Zeitbombe</strong><br />
Aortenaneurysmen sind eine tickende Zeitbombe im K&#246;rper. Sie treten entweder im Abschnitt der Hauptschlagader, die durch die Brust verl&#228;uft oder in der abdominellen Aorta, also im Bauchraum, auf. Bei M&#228;nnern &#252;ber 65 Jahren sind sie immerhin die siebth&#228;ufigste Todesursache. Solche Aussackungen der Hauptschlagader entstehen, wenn die Gef&#228;&#223;w&#228;nde auf Grund von Alterungsprozessen oder anderen Ver&#228;nderungen schw&#228;cher werden.</p>
<p>Diese ausgedehnten Adern verursachen zun&#228;chst keine Probleme, was die Diagnose sehr schwierig macht. Meist werden Aneurysmen daher &#8220;zuf&#228;llig&#8221; bei Routineuntersuchungen per Ultraschall, CT-Scans oder so genannten Angiogrammen entdeckt. Da die Hauptk&#246;rperschlagader der Wirbels&#228;ule unmittelbar aufliegt, versp&#252;ren viele Patienten zun&#228;chst R&#252;ckenschmerzen und werden daher orthop&#228;disch behandelt. Sp&#228;testens ab einem Durchmesser von 5 cm muss dringend ein Gef&#228;ss Spezialist hinzugezogen werden , da dann die Gefahr des Zerreisens sprunghaft ansteigt. Leider gibt es bis heute keine sichere diagnostische M&#246;glichkeit , um voraus zusagen welcher Patient ab welchem Durchmesser besonders gef&#228;hrdet ist. Leider kommt es immer wieder vor, dass auch Ausweitungen kleiner als 5 cm reissen und zu lebensbedrohlichen Blutungen f&#252;hren.</p>
<p>Kleine Aneurysmen m&#252;ssen nicht sofort behandelt werden. Sie sollten aber in regelm&#228;&#223;igen Untersuchungen von &#196;rzten beobachtet werden. Sobald das Aneurysma jedoch w&#228;chst und ein erh&#246;htes Risiko des Zerrei&#223;ens besteht, muss gehandelt werden. Unbehandelte Aneurysmen, die rei&#223;en, k&#246;nnen sehr starke Schmerzen und massive innere Blutungen verursachen, was innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohend ist.</p>
<p><strong>Die Behandlung</strong><br />
Bei der Behandlung gibt es zwei M&#246;glichkeiten: die offene chirurgische Behandlung an der Aorta oder die minimal invasive endovaskul&#228;re Methode. F&#252;r die Mehrheit der Gef&#228;&#223;chirurgen ist die Operation an der offenen Aorta die bew&#228;hrte Behandlungsform. Hierbei handelt es sich um eine gro&#223;e Operation mit langwieriger Genesungszeit, die f&#252;r &#228;ltere Menschen oft sehr belastend ist. Ungl&#252;cklicherweise treten Aortenaneurysmen jedoch meistens bei &#228;lteren Menschen auf, die noch dazu Herzprobleme, Diabetes, hohen Blutdruck oder andere Leiden haben. Bei der offenen Operation wird ein Schnitt im Bauch- oder Brustraum gesetzt und das Aneurysma aufgeschnitten.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2346" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/aortenaneurysma2.jpg" alt="" width="203" height="469" />Dann wird eine Gef&#228;ssprothese eingesetzt, durch die das Blut wieder ungehindert flie&#223;en kann. Durchschnittlich muss ein Patient danach 7 bis 14 Tage im Krankenhaus bleiben, bis zur v&#246;lligen Genesung k&#246;nnen aber bis zu drei Monate vergehen. Zu dieser Operationstechnik gibt es mittlerweile eine Alternative: die endovaskul&#228;re Aneurysma- Reparatur (EVAR). Diese &#8220;sanfte&#8221; Methode wurde eingef&#252;hrt, vor allem, um Patienten, die f&#252;r eine offene Operation an der Aorta nicht in Frage kommen, eine Alternative zu bieten. Seitdem wird die minimal-invasive Methode immer &#246;fter angewandt, sie ist f&#252;r viele Patienten eine ebenb&#252;rtige und schonende Methode. In Zentren mit entsprechender Erfahrung ist diese minimal invasive Variante mittlerweile Routine und kann in bis zu 90 % der F&#228;lle angewandt werden. Die Langzeit Ergebnisse sind dank neuer Materialien und technischer Entwicklungen der offenen Operation gleichwertig.</p>
<p>Diese Graphik zeigt das Prinzip der Aneurysma Ausschaltung sowie die Computertomographie eines besonders komplexen Falles, bei dem die Ausweitung &#252;ber die Nierenschlagadern hinausging. Hier werden auch ohne Bauchschnitt sog. Seiten&#228;ste in die Organgef&#228;&#223;e eingebracht, damit Nieren und Darm weiterhin ausreichend durchblutet werden.</p>
<p><strong>Die sanfte Alternative</strong><br />
Hier werden in der Leistengegend zwei kleine Schnitte gesetzt und zwei Katheter in die Arterien des Patienten eingef&#252;hrt. Mit Hilfe dieser Katheter wird die Prothese an die entsprechende Stelle gef&#252;hrt und dort platziert. Nach der Behandlung vermindert sich der Druck auf den angeschwollenen Aneurysmasack deutlich. Ein gro&#223;er Vorteil dieser Methode ist auch die k&#252;rzere Genesungszeit. In der Regel d&#252;rfen die Patienten schon nach vier Tagen das Krankenhaus verlassen, und sie k&#246;nnen etwa nach vier Wochen uneingeschr&#228;nkt wieder ihren normalen Aktivit&#228;ten nachgehen. Weil Aortenaneurysmen ein gro&#223;es gesundheitliches Risiko darstellen, ist es wichtig, dass Patienten sich &#252;ber die Behandlungsmethoden informieren und zusammen mit ihrem behandelnden Arzt den individuell zugeschnittenen Behandlungsplan ausarbeiten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Chirurgischer Zahnerhalt oder Zahnimplantat?</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/zahnmedizin/wurzelspitzenresektion-oder-implantat/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 08:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Dr. med. Jan Jürgens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>

		<category><![CDATA[wurzelspitzenresektion]]></category>

		<category><![CDATA[zahnerhalt]]></category>

		<category><![CDATA[zahnimplantat]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor ein Zahn aufgegeben und entfernt werden muss, kann er m&#246;glicher Weise durch K&#252;rzung der Wurzelspitze (Wurzelspitzenresektion) viele Jahre erhalten bleiben!
Welche Argumente f&#252;r eine WSR gibt es?

Der eigene Zahn ist immer noch das beste Implantat!
Die operative Wurzelspitzenresektion (WSR) wird von der Krankenkasse voll &#252;bernommen.
Die WSR ist in der Reihe der Zahnerhaltungsma&#223;nahmen ein weiterer zus&#228;tzlicher Schritt.
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2349" title="© matttilda - Fotolia.com" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/zahnerhalt.jpg" alt="" width="251" height="171" />Bevor ein Zahn aufgegeben und entfernt werden muss, kann er m&#246;glicher Weise durch K&#252;rzung der Wurzelspitze (<a href="http://www.jameda.de/blog/zahnmedizin/wurzelbehandlung-wurzelspitzenresektion/" target="_self">Wurzelspitzenresektion</a>) viele Jahre erhalten bleiben!</p>
<p><strong>Welche Argumente f&#252;r eine WSR gibt es?</strong></p>
<ol>
<li>Der eigene Zahn ist immer noch das beste Implantat!</li>
<li>Die operative Wurzelspitzenresektion (WSR) wird von der <a href="http://www.jameda.de/krankenkassen/gruppe/" target="_self">Krankenkasse</a> voll &#252;bernommen.</li>
<li>Die WSR ist in der Reihe der Zahnerhaltungsma&#223;nahmen ein weiterer zus&#228;tzlicher Schritt.</li>
<li>Das Risiko dieser Behandlung besteht allenfalls in einem Misserfolg, der sich aber auch erst nach l&#228;ngerer Zeit, u. U. nach vielen Jahren, einstellt. In jedem Fall ergibt sich ein Zeitgewinn. (Ein Behandlungsmisserfolg zeigt sich nicht durch wiederkehrende Schmerzen, weil eine WSR keine Schmerztherapie sein kann).</li>
</ol>
<p><strong>Weiche Argumente sprechen gegen eine operative Wurzelspitzenk&#252;rzung (WSR)?</strong></p>
<ol>
<li>Der Patient muss sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen.</li>
<li>Der Befund nach der Operation muss regelm&#228;&#223;ig kontrolliert werden, da es zu einem R&#252;ckfall kommen kann, auch noch nach mehreren Jahren.</li>
<li>Eine WSR ist zur Schmerztherapie ungeeignet.</li>
<li>An bestimmten Z&#228;hnen k&#246;nnte eine WSR wegen hochwertiger Nachbarstrukturen problematisch werden. In diesen F&#228;llen empfiehlt sich eine offene Operationsmethode. Auch wenn diese &#8220;aus der Mode gekommen ist&#8221;, bleibt sie ein seri&#246;ses Angebot f&#252;r den Patienten, der auf diese Weise f&#252;r viele Jahre einen eigenen Zahn behalten m&#246;chte.</li>
</ol>
<p><strong>Welche Argumente sprechen f&#252;r ein Implantat im Vergleich zur WSR-Operation?</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://www.jameda.de/blog/zahnmedizin/implantate-kosten-zahnersatz-implantat/" target="_self">Implantate</a> stehen als Basis f&#252;r Zahnersatz vermutlich f&#252;r eine lange Zeit zur Verf&#252;gung.</li>
<li>Die Nachbarz&#228;hne der Implantate werden entlastet und geschont, da sie nicht beschliffen werden. Besonders bei Einzelimplantaten kommt die Zahnersatzsituation der origin&#228;ren mit dem eigenen Zahn am nahesten.</li>
<li>Die Belastung f&#252;r den Patienten durch den chirurgischen Eingriff ist in aller Regel gering.</li>
</ol>
<p><strong>Welche Argumente sprechen gegen ein Implantat?</strong></p>
<ol>
<li>Implantate verursachen deutlich h&#246;here Kosten.</li>
<li>Der einmal beschrittene Weg des Zahnersatzes durch Implantate muss h&#228;ufig weiter beibehalten werden.</li>
<li>Der Implantaterfolg steht und f&#228;llt mit der Qualit&#228;t des Knochens. Vorsicht ist geboten, wenn die eigenen Z&#228;hne bereits durch Lockerung verloren gegangen sind. In diesen F&#228;llen wird die Implantate vermutlich das gleiche Schicksal ereilen.</li>
<li>Implantate k&#246;nnen neue, bislang unbekannte Beschwerden verursachen. Neben schwer zu lokalisierenden Schmerzen und Entz&#252;ndungen z&#228;hlen auch Knochenabbau und Nervsch&#228;den dazu.</li>
<li>Die Zeit von der Entfernung eines Zahnes bis hin zum Ersatz durch ein Implantat, das mit einer Zahnkrone versehen wird und danach belastet werden kann betr&#228;gt in etwa 1 Jahr. Wer sich nicht entscheiden kann empfindet vielleicht die Feststellung als Entscheidungshilfe, dass ein Ersatz ein Ersatz ist und ein Original ein Original bleibt!</li>
</ol>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jameda.de/blog/zahnmedizin/wurzelspitzenresektion-oder-implantat/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Nase nach Ma&#223; - Wunsch oder Wirklichkeit</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/schoenheitschirurgie/nasenoperation-nasenkorrekturen/</link>
		<comments>http://www.jameda.de/blog/schoenheitschirurgie/nasenoperation-nasenkorrekturen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 22:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. med. Michael Kremer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Plastische und Ästhetische Chirurgie]]></category>

		<category><![CDATA[Nasen-OP]]></category>

		<category><![CDATA[nasenkorrektur]]></category>

		<category><![CDATA[nasensimulation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jameda.de/blog/?p=2343</guid>
		<description><![CDATA[Sch&#246;nheitsoperation ja, aber wie sieht es hinterher aus - das fragt sich so mancher Patient, der mit einer kosmetischen plastischen Operation lieb&#228;ugelt. &#8220;Insbesondere bei Nasenkorrekturen besteht aus meiner Erfahrung bei den allermeisten Patienten der gro&#223;e Wunsch eine Vorstellung vom Ergebnis vorher zu bekommen bzw. die gew&#252;nschte Ver&#228;nderung sogar aktiv mit zu gestalten&#8221; erkl&#228;rt  Dr. med. Michael [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2342" title="© Valua Vitaly - Fotolia.com" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/nase-nach-wunsch.jpg" alt="" width="251" height="171" />Sch&#246;nheitsoperation ja, aber wie sieht es hinterher aus - das fragt sich so mancher Patient, der mit einer kosmetischen plastischen Operation lieb&#228;ugelt. &#8220;Insbesondere bei Nasenkorrekturen besteht aus meiner Erfahrung bei den allermeisten Patienten der gro&#223;e Wunsch eine Vorstellung vom Ergebnis vorher zu bekommen bzw. die gew&#252;nschte Ver&#228;nderung sogar aktiv mit zu gestalten&#8221; erkl&#228;rt  Dr. med. Michael Kremer, Facharzt f&#252;r <a href="http://www.jameda.de/aerzte/plastische-u-aesthetische-chirurgen/fachgebiet/" target="_self">Plastische Chirurgie</a> in eigener Praxis in M&#252;nchen.</p>
<p>Der an der Medizinischen Hochschule Hannover ausgebildete Facharzt hat sich mehrere Jahre in Dallas, USA, auf Gesichts- und Nasenoperationen spezialisiert und von der Amerikanischen &#196;rztekammer die Spezialbezeichnung &#8220;Craniofaciale Chirurgie&#8221; (= Spezielle Plastische Sch&#228;del- und Gesichtschirurgie) erhalten, die auch von der Bayerischen Landes&#228;rztekammer anerkannt wurde. &#8220;Es ist nicht das Problem, Patienten am Computer m&#246;gliche Ver&#228;nderungen vorzuf&#252;hren, wie es weitl&#228;ufig gemacht wird. Die Schwierigkeit liegt darin, dass man das, was man sozusagen verspricht, auch halten kann, indem man in der Lage ist mit enorm hoher Pr&#228;zision die gew&#252;nschte Ver&#228;nderung technisch-operativ umzusetzen&#8221; berichtet Dr. Kremer.</p>
<p>&#8220;Weil es sich bei der Nase anders als zum Beispiel bei Fettpolstern oder Br&#252;sten um eine stabile dreidimensionale Konstruktion handelt, ist dies die einzige kosmetisch-plastische Operation, bei der ein solches pr&#228;operatives Morphing f&#252;r meine Begriffe &#252;berhaupt sinnvoll ist&#8221;.</p>
<p>Der Plastische Chirurg gibt im Rahmen einer prospektiven Beobachtungsstudie seinen Patienten vor der Operation einen Fragebogen &#252;ber die gew&#252;nschten Nasenver&#228;nderungen, in welchem sie ihre W&#252;nsche detailliert angeben sollen. Mit allen Patienten, die sich nach sehr ausf&#252;hrlicher Erstberatung dann definitiv f&#252;r eine Operation entscheiden, wird dann in ausreichendem Zeitabstand vor der Operation gemeinsam eine Computersimulation durchgef&#252;hrt und zusammen entschieden, wie die Nase aussehen sollte.</p>
<p>&#8220;Es hat keinen Sinn bei der Erstberatung einem Patienten m&#246;gliche Ver&#228;nderungen am Computer zu zeigen, insbesondere ist dies bei unentschiedenen Patienten, die von einem Arzt zum n&#228;chsten gehen, aus meiner Erfahrung eher schlecht. Hier zeige ich lieber echte Ergebnisse von meinen vielen anderen Patienten. Hat sich der Patient aber f&#252;r mich als seinen Arzt entschieden, kann ich mich mit ihm ganz anders identifizieren und ihm die realistisch m&#246;glichen Ver&#228;nderungen verantwortlich zeigen&#8221;.</p>
<p>Kosmetische Nasenoperation w&#252;rden keine mittelm&#228;&#223;igen Ergebnisse erlauben, die Nase sei ja mitten im Gesicht und f&#252;r jeden sichtbar, so Dr. Michael Kremer. Im Rahmen der Nachkontrollen m&#252;ssen Patienten sp&#228;testens nach 6 Monaten dann im Fragebogen angeben, ob das erzielte Ergebnis mit dem vorher gemeinsam erarbeiteten Simulationsbild &#252;bereinstimmen w&#252;rde. Dann werden die Daten gegen&#252;bergestellt und ausgewertet.</p>
<p>&#8220;Weil wir uns gemeinsam auf etwas geeinigt haben, kommt es in meiner bisherigen Beobachtung &#252;ber 2 Jahre nicht vor, dass man nach der Operation &#252;ber Missverst&#228;ndnisse, falsche Vorstellungen oder gar Fehler und Vers&#228;umnisse diskutieren muss. Beide Seiten wissen, was sie erwartet, was ver&#228;ndert werden muss, was eventuell. sein kann und was nicht geht&#8221;. Dr. Kremer sieht die Computersimulation als nicht mehr weg zu denkendes Hilfsmittel bei kosmetischen Nasenoperationen an, welches aber nur in absolut erfahrene H&#228;nde geh&#246;rt.</p>
<p>&#8220;Kann ein Arzt die demonstrierten Ver&#228;nderungen nicht zuverl&#228;ssig umsetzen oder zeigt er nur mittelm&#228;&#223;ige Ergebnisse, weil er sich nicht festlegen will, so hat Morphing keine oder sogar negative Auswirkungen auf das Verh&#228;ltnis Arzt-Patient&#8221;. Die g&#228;ngigen Computerprogramme seien nicht mit &#252;blicher Photo-Software zu vergleichen, mit der so mancher Patient schon mit selbst ‚gemorphten&#8217; Bildern zur Beratung k&#228;me. Solche Eigenarbeiten seien &#228;u&#223;erst unrealistisch, weil damit gemachte anatomische Ver&#228;nderungen anders als bei der Spezialsoftware nicht automatisch auf die Gesamtform der Nase hochgerechnet und dargestellt w&#252;rden.</p>
<p>&#8220;Das sch&#246;ne an dieser modernen Computertechnik ist, dass ich genau wei&#223;, was der Patient will - und wie soll ich es sonst wissen, wenn man sonst nur &#252;ber Operationstechnik, Narkose und Nachbetreuung spricht?&#8221; Gefragt nach der gro&#223;en Verantwortung und Verpflichtung, in die man sich als Behandler begibt, gibt Dr. Kremer zu verstehen &#8220;nat&#252;rlich sind Nasenoperationen &#8220;nach Ma&#223;&#8221; diffizil und sollten nur von sehr spezialisierten &#196;rzten durchgef&#252;hrt werden, aber als Arzt muss ich einfach Verantwortung &#252;bernehmen und kann diese nicht auf mein Patienten abw&#228;lzen. Ich garantiere zwar nichts, sage meinen Patienten aber, dass ich sicherlich zu 90% an das, was wir erarbeitet haben, heran komme, und das beruhigt gerade Nasenpatienten im Vorfeld sehr&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Oralchirurgie / Gesichtschirurgie - Nat&#252;rliche Sch&#246;nheit erhalten und entfalten</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/zahnmedizin/zahnaesthetik-gesichtschirurgie/</link>
		<comments>http://www.jameda.de/blog/zahnmedizin/zahnaesthetik-gesichtschirurgie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 20:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Peter Prechtel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zahnmedizin]]></category>

		<category><![CDATA[oralchirurgie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jameda.de/blog/?p=2338</guid>
		<description><![CDATA[Better aging und Zufriedenheit mit dem eigenen Spiegelbild - ein ganz normaler Wunsch, den sich heute immer mehr Menschen mit den M&#246;glichkeiten der Implantologie, Oralchirurgie und &#228;sthetischen Gesichtschirurgie erf&#252;llen.
Einfachen Faltenbehandlungen &#252;ber Lippenauff&#252;llungen bis hin zu Narbenkorrekturen spielen neben Zahnimplantologie mit Membrantechniken, sinus liftings, Knochentransplantationen (lateral –and vertical bone grafting) eine Rolle.
Ziel ist es, Disharmonien des Profils [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2339" title="© Kurhan - Fotolia.com" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/beauty-zaehne.jpg" alt="" width="251" height="171" />Better aging und Zufriedenheit mit dem eigenen Spiegelbild - ein ganz normaler Wunsch, den sich heute immer mehr Menschen mit den M&#246;glichkeiten der Implantologie, Oralchirurgie und &#228;sthetischen Gesichtschirurgie erf&#252;llen.</p>
<p>Einfachen <a href="http://www.jameda.de/blog/schoenheitschirurgie/faltenbehandlung-welche-moeglichkeiten-gibt-es/" target="_self">Faltenbehandlungen</a> &#252;ber Lippenauff&#252;llungen bis hin zu Narbenkorrekturen spielen neben Zahnimplantologie mit Membrantechniken, sinus liftings, Knochentransplantationen (lateral –and vertical bone grafting) eine Rolle.</p>
<p>Ziel ist es, Disharmonien des Profils und Alterszeichen durch gezielten Auf- und Umbau des Hart- und Weichgewebes zu korrigieren. Das Gesicht wird auf besonders nat&#252;rlich wirkende Weise harmonisiert. Wichtige Knochenkonturen bleiben durch Implantate dauerhaft erhalten. Dem Einfallen gerade von Wangen- Nasen- und Lippenbereich wird positiv entgegengewirkt. Nat&#252;rliche Mimik und Individualit&#228;t, das was ein Gesicht unverwechselbar macht, bleiben erhalten.</p>
<p><strong>Faltenunterspritzung  - Kleiner Eingriff, gro&#223;er Effekt</strong><br />
Auch die <a href="http://www.jameda.de/blog/schoenheitschirurgie/faltenunterspritzung/" target="_self">Faltenunterspritzung</a> ist Sache des Oral- oder MKG-Chirurgen. Er ist mit den Weichgeweben des Gesichtes speziell im Mund- Nasenbereich bestens vertraut und wei&#223; zum Beispiel den Verlauf von Muskeln, Nerven und Blutgef&#228;&#223;en genau abzusch&#228;tzen. Gerade in der Traumatologie (Mittelgesichtsfrakturen, Untertkieferfraktur, Weichgewebsverletzungen perioral u.a.) sammelt der Spezialist w&#228;hrend seiner Facharztausbildung (4 Jahre postgraduate zus&#228;tzlich zum Studium) wichtige Erfahrungen.</p>
<p>Und – was ebenso wichtig ist – er kann das Behandlungsergebnis genau beurteilen und unerw&#252;nschte Effekte mit hoher Sicherheit vermeiden. Wichtig ist der Sinn f&#252;r sch&#246;ne Lippen. Unterspritzungsmaterial kommen in der Regel abbaubare F&#252;llmaterialien zur Anwendung, die &#228;u&#223;erst gewebevertr&#228;glich sind. Speziell die Mimikfalten im oberen Gesichtsdrittel sprechen ausgezeichnet auf eine Behandlung mit Botulinumtoxin an. Die faltenverursachende Muskulatur wird gezielt entspannt und dadurch eine Gl&#228;ttung der Haut erreicht. Oft werden die beschriebenen Techniken im Rahmen eines Gesamtkonzeptes kombiniert und regelm&#228;&#223;ig wiederholt. Sie k&#246;nnen so die &#228;u&#223;eren Anzeichen des Alterungsprozesses um viele Jahre hinausz&#246;gern.</p>
<p><strong>Zahn-Implantologie - Neue Zahnwurzeln aus Expertenhand</strong><br />
Bei Zahnverlusten gibt es heute verschiedenste M&#246;glichkeiten, die entstandene Zahnl&#252;cke zu schlie&#223;en. Implantate sind jedoch ohne Frage die beste und sicherste L&#246;sung. Sie werden als Ersatz f&#252;r die fehlende Zahnwurzel in den Kieferknochen gesetzt. Nach der Heilung kann der <a href="http://www.jameda.de/zahnaerzte/gruppe/" target="_self">Zahnarzt</a> darauf einzelne weisse Vollkeramikkrone, Br&#252;cken oder sogar eine ganze Zahnreihe befestigen. Die implantatgetragenen Zahnnachbildungen sitzen genauso fest wie die nat&#252;rlichen. Nichts st&#246;rt und es m&#252;ssen auch keine gesunden Z&#228;hne zur Befestigung des Zahnersatzes abgeschliffen werden.</p>
<p>Die dentale Implantologie ist bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil des Leistungsspektrums der Oralchirurgen und <a href="http://www.jameda.de/aerzte/mund-kiefer-gesichtschirurgen/fachgebiet/" target="_self">Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie</a>. Zahnimplantate werden immer beliebter. Und aktuell werden bereits mehr als 50 % aller Dentalimplantate von Facharzt f&#252;r Oral-/ MKG-Chirurgen gesetzt.<br />
Beim Oralchirurgen kommt dem Patienten die &#8220;zahn&#228;rztliche Sichtweise&#8221; sowie die Kombination von zahnmedizinischer und chirurgischer Kompetenz zugute.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jameda.de/blog/zahnmedizin/zahnaesthetik-gesichtschirurgie/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Was sind H&#228;morrhoiden oder was tun, wenn es am After juckt?</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/schmerzen/haemorrhoiden-behandlung/</link>
		<comments>http://www.jameda.de/blog/schmerzen/haemorrhoiden-behandlung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 08:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. med. Ulrich Tappe</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[schmerzen]]></category>

		<category><![CDATA[Gummibandligatur]]></category>

		<category><![CDATA[Hämorrhoiden]]></category>

		<category><![CDATA[kortison]]></category>

		<category><![CDATA[zinkpaste]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jameda.de/blog/?p=2336</guid>
		<description><![CDATA[Der sogenannte Plexus h&#228;morrhoidalis ist ein Teil des nat&#252;rlichen Verschlussmechanismus des Darms. Drei gut durchblutete Gef&#228;&#223;konvolute bilden zusammen ein Kissen, dass sich von Innen in die Anal&#246;ffnung legt und so den Analkanal abdichtet ohne dass der Schlie&#223;muskel sich zusammen ziehen muss. Damit wird verhindert, dass ungewollt Fl&#252;ssigkeiten aus dem After tropfen.
Das, was gemeinhin als &#8220;H&#228;morrhoiden&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2337" title="@ Fotolia.com" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/haemorrhoiden.jpg" alt="" width="251" height="171" />Der sogenannte <em>Plexus h&#228;morrhoidalis</em> ist ein Teil des nat&#252;rlichen Verschlussmechanismus des Darms. Drei gut durchblutete Gef&#228;&#223;konvolute bilden zusammen ein Kissen, dass sich von Innen in die Anal&#246;ffnung legt und so den Analkanal abdichtet ohne dass der Schlie&#223;muskel sich zusammen ziehen muss. Damit wird verhindert, dass ungewollt Fl&#252;ssigkeiten aus dem After tropfen.</p>
<p>Das, was gemeinhin als &#8220;<a href="http://www.jameda.de/gesundheits-tipps/tabuthema-haemorrhoiden/" target="_self">H&#228;morrhoiden</a>&#8221; bezeichnet wird, ist medizinisch korrekt ausgedr&#252;ckt ein H&#228;morrhoidalleiden.</p>
<p><strong>Das H&#228;morrhoidalleiden<br />
</strong>Unter H&#228;morrhoidenbeschwerden leiden viele Menschen. Man vermutet, dass in Deutschland mindestens jeder Zweite &#252;ber 30 Jahren mit H&#228;morrhoidalbeschwerden zu tun gehabt hat oder noch darunter leidet. Typisch sind hellrote Blutungen beim Stuhlgang <em>(H&#228;matochezie = hellrotes Blut beim Stuhlgang)</em>, Blut in der Unterw&#228;sche oder am Toilettenpapier, aber auch Brennen, N&#228;ssen und unstillbarer Juckreiz (<a href="http://www.jameda.de/gesundheits-lexikon/pruritus/" target="_self">Pruritus</a>) im Afterbereich gefolgt von einem Hautausschlag (Ekzem) k&#246;nnen Symptome des H&#228;morrhoidalleidens sein. Gelegentlich kann auch ein Stuhlschmieren oder das Gef&#252;hl der unvollst&#228;ndigen Stuhlentleerung (<a href="http://www.jameda.de/gesundheits-lexikon/inkontinenz/" target="_self">Inkontinenz</a>) ein H&#228;morrhoidalleiden charakterisieren.</p>
<p>Sind die H&#228;morrhoiden nur gering ausgepr&#228;gt so kommt es h&#228;ufig nur zu vor&#252;bergehenden, geringen Blutungen, insbesondere bei hartem Stuhlgang. In fortgeschritteneren Stadien sind aber Schmerzen und Blutabg&#228;nge h&#228;ufig. Und nicht selten kommt neben N&#228;ssen dann auch ein qu&#228;lender Juckreiz am After hinzu. Je gr&#246;&#223;er die H&#228;morrhoidalpolster sind, umso mehr Beschwerden sind zu erwarten.</p>
<p>Bew&#228;hrt hat sich folgende Schweregradeinteilungen der H&#228;morrhoidenvergr&#246;&#223;erungen :</p>
<ul>
<li>Stadium I Innen liegende H&#228;morrhoiden, sie &#252;berschreiten die Schleimhautgrenze auch bei starkem Pressen nicht und k&#246;nnen nicht getastet werden. Hier kann nur eine proktologische Untersuchung die Diagnose stellen.</li>
<li>Stadium II Die H&#228;morrhoiden-Knoten fallen beim Pressen in den Analkanal vor, ziehen sich aber nach kurzer Zeit von selbst wieder zur&#252;ck.</li>
<li>Stadium III: Die H&#228;morrhoiden sind nach dem Pressen au&#223;enliegend und m&#252;ssen aktiv mit dem Finger in den After zur&#252;ckgeschoben werden.</li>
<li>Stadium IV: Die H&#228;morrhoiden lassen sich nicht mehr zur&#252;ckschieben und verbleiben dauerhaft au&#223;erhalb des Afters.</li>
</ul>
<p><strong>Behandlung von H&#228;morrhoiden</strong><br />
Da das H&#228;morrhoidalleiden mit anderen Erkrankungen verwechselt werden kann ist eine Selbstbehandlung mit Salben (insbesondere Kortison haltigen Salben, die im Dauereinsatz oft mehr Schaden als Nutzen) nur bei sporadischen und kurzanhaltenden Beschwerden anzuraten. Bei dauerhaften, sich wiederholenden Problemen ist eine Untersuchung durch einen in diesem Gebiet erfahrenen Arzt (z.B. einem Proktologen) unbedingt zu empfehlen.</p>
<p><strong>Allgemeine Verhaltensregeln<br />
</strong>In jedem Fall sollten Betroffene in allen H&#228;morrhoiden-Stadien darauf achten, dass der Stuhl weich ist und ohne &#252;berm&#228;&#223;iges Pressen entleert werden kann. Verstopfung oder <a href="http://www.jameda.de/gesundheits-tipps/durchfall:-symptom-mit-vielen-ursachen/" target="_self">Durchfall</a> verst&#228;rken Probleme am After. Dabei kann eine Ern&#228;hrungsumstellung auf eine ballaststoffreiche Kost eine Besserung erzielen. Vor&#252;bergehend kann dabei auch der Einsatz von additiven Ballaststoffen <em>(z.B. der indische Flohsamen – Plantago ovalis)</em> zur Stuhlregulierung hilfreich sein.</p>
<p>Bei der Toilettenhygiene sollten Duftstoffe und eine zu starke mechanische Beanspruchung des Anus durch Reiben vermieden werden. Wasser (Bidet oder Dusche) und ein weiches Handtuch sollten f&#252;r die Toilettenhygiene ausreichen. Gelegentlich hilft auch d&#252;nn aufgetragene Zinkpaste, um die empfindliche Haut um den Anus gegen &#228;u&#223;ere Einfl&#252;sse zu sch&#252;tzen.</p>
<p><strong>Operative Ma&#223;nahmen<br />
</strong>Alle Verfahren zielen darauf den <em>Plexus h&#228;morrhoidalis</em> zu verkleinern.</p>
<p>Das einfachste Verfahren ist die Ver&#246;dung (Sklerosierung nach Blond oder Blanchard) bei der eine Gewebe zerst&#246;rende Fl&#252;ssigkeit in die Schleimhaut eingespritzt wird und so die H&#228;morrhoiden schrumpfen l&#228;sst.</p>
<p>Die Infrarotbehandlung (Infrarotkoagulation) kommt heute nur noch selten zum Einsatz. Hier wird mit W&#228;rme an mehreren Stellen das Gewebe stark erhitzt und verschorft.</p>
<p>Sehr h&#228;ufig wird die Gummibandligatur (auch Gummiligatur nach Barron) durchgef&#252;hrt, bei welcher der vergr&#246;&#223;erte H&#228;morrhoidal-Knoten durch ein dar&#252;ber gest&#252;lptes Gummiband abgeklemmt (Ligatur) wird. Nach einigen Tagen f&#228;llt das nicht mehr durchblutete Gewebe ab.</p>
<p>Die Ver&#246;dung, die Infrarotbehandlung und die Gummibandligatur werden h&#228;ufig mehrmals im Abstand von 2-6 Wochen wiederholt bis sich ein hinreichender Erfolg einstellt. Der Vorteil liegt in der ambulanten Durchf&#252;hrbarkeit und in dem geringen Aufwand.</p>
<p>K&#246;nnen diese minimal invasiven Verfahren nicht mehr zur Anwendung kommen sind chirurgische Ma&#223;nahmen erforderlich z.B. in der klassischen Operation von H&#228;morrhoiden nach Milligan-Morgan.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sanfte Sch&#246;nheit - Unterspritzungen liegen im Trend</title>
		<link>http://www.jameda.de/blog/schoenheitschirurgie/faltenunterspritzung/</link>
		<comments>http://www.jameda.de/blog/schoenheitschirurgie/faltenunterspritzung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 20:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. med. Michael Kremer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Plastische und Ästhetische Chirurgie]]></category>

		<category><![CDATA[Botox]]></category>

		<category><![CDATA[facelifting]]></category>

		<category><![CDATA[faltenbehandlung]]></category>

		<category><![CDATA[faltenunterspritzung]]></category>

		<category><![CDATA[nasenkorrekturen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jameda.de/blog/?p=2333</guid>
		<description><![CDATA[Herr Dr. Kremer, k&#246;nnen Sie aus Ihrer Praxis best&#228;tigen, dass es einen Trend weg vom radikalen Lifting hin zur sanften Beautyspritze gibt?
Dr. Kremer: Ich bin Mitglied der Amerikanischen Gesellschaft der
Plastischen Chirurgen (ASPS) und kenne diese Statistiken daher sehr
gut. Ich kann aus meiner Praxis best&#228;tigen, dass die Nachfrage
nach minimal-invasiven Behandlungen hier in Deutschland in den letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2334" title="© Valua Vitaly - Fotolia.com" src="http://www.jameda.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/schoenheitsoperation_unterspritzung.jpg" alt="" width="251" height="171" /><em>Herr Dr. Kremer, k&#246;nnen Sie aus Ihrer Praxis best&#228;tigen, dass es einen Trend weg vom radikalen Lifting hin zur sanften Beautyspritze gibt?</em></p>
<p><em>Dr. Kremer:</em> Ich bin Mitglied der Amerikanischen Gesellschaft der<br />
Plastischen Chirurgen (ASPS) und kenne diese Statistiken daher sehr<br />
gut. Ich kann aus meiner Praxis best&#228;tigen, dass die Nachfrage<br />
nach minimal-invasiven Behandlungen hier in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen hat, wenn ich selbst auch in meiner Praxis keinen R&#252;ckgang bei den g&#228;ngigen Sch&#246;nheitsoperationen wie Nasenkorrekturen, Lidkorrekturen oder &#228;sthetischen Brustoperationen bemerkt habe, im Gegenteil. Ich selbst habe das Konzept der altersbegleitenden, minimal-invasiven, sanften Gesichtsverj&#252;ngung immer schon meinen Patienten empfohlen und bin der Meinung, dass in Deutschland allgemein zu fr&#252;h und zu radikal geliftet wird. Alterbegleitende, sanfte Behandlungen werden leider meist gar nicht gen&#252;gend ausgesch&#246;pft.</p>
<p><em>Ist ein Lifting also heutzutage eher abzulehnen?</em></p>
<p><em>Dr. Kremer:</em> Das kann man so nat&#252;rlich nicht sagen: ein Facelifting hat bei einem ganz speziellen Patientenkreis mit stark erschlaffter Gesichts- und Halshaut bzw. -muskulatur nat&#252;rlich seine Berechtigung. Hier helfen z.B. kleine Unterspritzungen nicht bzw. sind aus meiner pers&#246;nlichen Sicht Geldverschwendung, weil der Effekt so minimal ist und die Hamsterbacken, der schlaffe Hals und die abgesunkenen Wangen keine wirkliche Verbesserung erfahren. Das Problem ist eher, dass zu junge Patienten geliftet werden<br />
anstatt eine Verj&#252;ngung durch andere, aus meiner Sicht ganz wichtige Behandlungsoptionen zu erreichen.</p>
<p><em>K&#246;nnen Sie uns das bitte n&#228;her erl&#228;utern?</em></p>
<p><em>Dr. Kremer:</em> Eine altersbegleitende Verj&#252;ngung des Gesichts beinhaltet f&#252;r mich drei Grundprinzipien: die Verbesserung der Hautqualit&#228;t, die Korrektur des altersbedingten Volumenverlusts sowie die Reduzierung unvorteilhafter Mimikfalten. Je nach individueller Situation werden diese Behandlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder aber auch in Kombination zur Steigerung des allgemeinen Verj&#252;ngungseffekts angewendet.</p>
<p><em>Sie sprechen also z.B. Botox und Hautpeelings an?</em></p>
<p><em>Dr. Kremer:</em> Genau. Es ist mir wichtig meinen Patienten eine gewisse Systematik verst&#228;ndlich zu machen, damit sie verstehen, warum ich welche Therapie bei welchen gew&#252;nschten Verbesserungen an ihrem Gesicht verwende. Beispiel: Patienten, die sich an kleinen F&#228;ltchen um den Mund herum, an einem allgemeinen Elastizit&#228;tsverlust der Haut sowie an Pigmentst&#246;rungen bzw. Sonnenschaden st&#246;ren, hilft eine grundlegende Hauterneuerung durch wirksame Peelingverfahren, angefangen vom sehr schonenden Salzpeeling &#252;ber die zu Hause &#252;ber mehrere Monate selbst durchf&#252;hrbare Behandlung auf Vitamin-A-S&#228;ure Basis bis hin zum chemischen Peeling, mit dem sehr eindrucksvolle Hautverj&#252;ngungen erzielt werden k&#246;nnen. Eine Botoxspritze kann das alles nicht erreichen. Diese verbessert ausschlie&#223;lich sog. dynamische Falten, Mimikfalten, vor allem im Bereich der sog. Zornesfalte, der queren Stirnfalten und der Lachf&#228;ltchen an den seitlichen Augenr&#228;ndern. Daf&#252;r ist sie sozusagen die Therapie der Wahl. Man kann beide Behandlungen nat&#252;rlich sequentiell kombinieren, wenn beide Probleme vorliegen, was h&#228;ufig der Fall ist. Durch regelm&#228;&#223;ige Botoxbehandlungen wird dem Entstehen statischer, tiefer Falten im Bereich der typischen Mimikfalten vorgebeugt.</p>
<p><em>Wie verh&#228;lt es sich denn mit Faltenunterspritzungen, die Vielfalt der Pr&#228;parate ist doch schon etwas verwirrend?</em></p>
<p><em>Dr. Kremer:</em> Als dritte Behandlungsoption sind volumengebende Unterspritzungen anzuf&#252;hren. Hier sind – um wieder mal etwas Systematik hinein zu bringen - tempor&#228;re von dauerhaften Unterspritzungssubstanzen zu unterscheiden. Bei manchen Falten oder aber auch bei unsicheren Patienten empfehle ich erst einmal eine ca. ein halbes Jahr vorhaltende Unterspritzung mit z.B. Hyalurons&#228;ure vorzunehmen, um zu sehen, wie einem das Ergebnis gef&#228;llt. Bei anderen Patienten sind die Falten so tief oder das Gewebevolumen so stark ausged&#252;nnt, dass eine zeitweise Verbesserung hinaus geschmissenes Geld ist, weil mehr Volumen in solchen F&#228;llen praktisch immer besser aussieht. Was will man mit selbst aufl&#246;senden Substanzen hier erst einmal ausprobieren? Sie sehen, alles ist sehr individuell zu betrachten, ich k&#246;nnten noch Stunden &#252;ber diese Behandlungen sprechen.</p>
<p><em>Man merkt schon, dass man sich am besten einen Experten wenden sollte.</em></p>
<p><em>Dr. Kremer:</em> Es ist immer klug sich an einen Facharzt f&#252;r <a href="http://www.jameda.de/aerzte/plastische-u-aesthetische-chirurgen/fachgebiet/" target="_self">Plastische und &#196;sthetische Chirurgie</a> zu wenden, denn dieser hat im allgemeinen Kenntnisse &#252;ber alle Formen der <a href="http://www.jameda.de/blog/schoenheitschirurgie/faltenbehandlung-welche-moeglichkeiten-gibt-es/" target="_self">Faltenbehandlung</a> und Gesichtsverj&#252;ngung. Bei &#196;rzten anderer Fachrichtungen, die sog. &#8220;&#228;sthetische Medizin&#8221; nebenberuflich als z.B. <a href="http://www.jameda.de/aerzte/allgemein-u-hausaerzte/fachgebiet/" target="_self">Allgemeinarzt</a> betreiben, besteht objektiv das Risiko, dass jahrelang z.B. kostenintensive, resorbierbare F&#252;llmaterialien im Drei-Monats-Rhythmus ohne &#228;sthetisches Gesamtkonzept verwendet werden, anstatt dauerhafte L&#246;sungen zu finden, sei es durch Volumenaufbau oder durch eine Operation. Wie gesagt, die Materie ist komplexer als mancher glaubt. Der Schl&#252;ssel zu optimalen &#196;sthetik gr&#252;ndet sich auf fundiertes Fachwissen und Erfahrung mit allen verf&#252;gbaren Behandlungsmodalit&#228;ten.</p>
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