Die homöopathische Hausapotheke

Für die akute homöopathische Behandlung ist es hilfreich, zuhause ein kleines Ledermäppchen mit den wichtigsten homöopathischen Mitteln zu haben. Meinen Patienten empfehle ich dies in der Potenz C 200.
Mit ca. 60 Mitteln in kleinen Glasröhrchen, geschützt im Lederetui, sind sie für die meisten „Notfälle“ gerüstet. Seien es plötzlich auftretende Krankheiten wie zum Beispiel Ohrenschmerzen, fieberhafte Infekte oder Durchfälle, seien es Verletzungen, Sportunfälle oder Operationen, mit denen niemand gerechnet hat.
Somit erübrigt es sich, die notwendigen homöopathischen Mittel erst zu bestellen und auf sie zu warten – man hat sie gleich zur Hand.
Ebenso vorteilhaft ist die kleine homöopathische Apotheke auf Reisen. Von jedem Land aus kann der behandelnde Homöopath angerufen und um homöopathischen Rat gefragt werden.
Eltern empfehle ich, ihren größeren Kindern die homöopathische Hausapotheke auf Klassenfahrten oder dergleichen mitzugeben. Sie lernen, ihre Symptome zu beschreiben und verantwortungsvoll mit ihren plötzlich auftretenden Krankheiten umzugehen. Ängste werden abgebaut, Selbstvertrauen gestärkt. Die homöopathische Lehre schließt als Heilweise den ganzen Menschen ein, sein Denken, sein Handeln, sein Bewusstsein.
Die homöopathischen Mittel stärken Körper, Seele und Geist. Wir bedürfen heute dringend des bewussten Umganges mit uns, mit unseren Nächsten, mit unserem Umfeld, mit der Natur und mit den Lebewesen darin. Durch die homöopathische Hausapotheke werden wir unabhängig und lernen, vertrauensvoll mit unseren Unpässlichkeiten umzugehen.
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Blog-Beiträge als RSS-Feed
Am 7. Oktober 2009 um 01:01 Uhr
Hallo Frau Bobrik,
ich teile Ihre Aussage, eine homöopathische Hausapotheke gehört in jeden Haushalt. Jedoch mit der Potenzmittelwahl gehe ich nicht konform. Gerade die Hausapotheke für Nicht-Homöopathen sollte höchstens mit C30 Potenzen ausagestattet sein. Vor dem Gebrauch von homöopathischen Arztneien empfiehlt es sich ein Kurzseminar “die homöopathische Hausapotheke” zu besuchen. Oft wird das direkt von Ihrer Apotheke angeboten.
Nichts für ungut, MFG
Am 7. Oktober 2009 um 20:43 Uhr
Sehr geehrte/r “anonymous”
Danke für Ihren Beitrag. Dazu möchte ich sagen, dass ich geschrieben habe: ich empfehle die hom. Apotheke meinen Patienten. Das bedeutet, sie sind nicht damit alleinegelassen, finden immer einen Ansprechpartner in mir. So soll es auch sein. Ein Homöopath im Hintergrund, der die Mittel heraussucht. Es ist nur wichtig, diese Mittel schon bereit zu haben, sei es zuhause oder unterwegs. Wegen der Potenz C 200: das ist vollkommen in Ordnung, man muss 1. damit umgehen können (das tue ich), 2. keine Angst vor den verschiedenen Potenzen haben (dann sollte man die Finger davon lassen), 3. sich nach Dr. Hahnemann`s Prinzipien richten. C 30 geht auch als Hausapotheke. Die Erfahrung zeigt, dass die C 200 in Akutfällen schneller greift. Ein Kurzseminar in Apotheken verleitet die Patienten, die Mittel selbst herauszusuchen, weil sie meinen, die Homöopathie jetzt verstanden zu haben. Aber dafür ist ja der Therapeut da! Wichtig ist mir, dass sie ein Gefühl für die Wirkung der Mittel erhalten und die Symptome schildern können. Die hom. Behandlung ist doch sehr unterschiedlich zur schulmedizinischen und benötigt Zeit und Erfahrung.
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bobrik
Am 23. November 2009 um 15:49 Uhr
Sehr geehrte Frau Bobrik,
nachdem ich Ihren Beitrag gelesen hatte, habe ich mich gleich in unserer Apotheke auf Suche nach einer solche “homöopathische Hausapotheke” gemacht. Leider wurde ich enttäuscht und habe nicht derartiges gefunden. Ich finde diese Idee gut und vielleicht finde ich ja woanders eine soche Zusammenstellung der wichtigsten homöopathischen Mitteln. Vielen Dank für diesen Artikel.
Am 30. November 2009 um 17:42 Uhr
Sehr geehrter “Homöopathie Freund”
Da ich nicht weiss, ob ich hier Apotheken nennen darf, die solche hom. Hausapotheken anbieten, können Sie mir gerne eine mail schreibern und ich nenne Ihnen Adressen. wo sie diese bekommen. Hier geht es mir nicht um “Werbung”, sondern um die Verbreitung, den richtigern Umgang mit der Homöopathie.
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bobrik
Am 28. Januar 2010 um 19:29 Uhr
Widerspricht eine solche Homöopathische Hausapotheke nicht der von Samuel Hahnemann postulierten homöopathischen Arbeitsweise? Wo ist hier die Anamnese und die individuelle Wahl des passenden Mittels? So eine rein mechanistische Herangehensweise an die Homöopathie wäre wohl selbst von Hahnemann als Verrat an der “echten Heilkunst” angesehen worden.
Am 28. Januar 2010 um 21:32 Uhr
Sehr geehrter Herr”Adromir”
Sie haben natürlich Recht, für eine konstitutionelle Behandlung ist eine ausführliche Anamnese unumgäglich. In meinem Beitrag spreche ich von Akutfällen. Dies bedeutet, das hier keine Anamnese gemacht wird, sondern schnell gehandelt werden muß. Dr. Hahnemann schrieb in seinem Gesetzestext, dem Organon unter
§ 1: “einzige Aufgabe des Arztes ist Heilung des kranken Menschen”.
§ 2: “das Ideal der Heilung ist schnell, sanft, dauerhaft”.
In der Regel sind die Besitzer einer hom. Hausapotheke bei einem Homöopathen. Hier geht es um schnelle, sanfte und trotzdem wirksame Hilfe. Und da ist die Homöopathie mehr als segensreich.
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bobrik
Am 29. Januar 2010 um 10:08 Uhr
Zitat: Und da ist die Homöopathie mehr als segensreich.
Und diese Aussage ist seid über 170 Jahren unbewiesen. Wie sie hier ja indirekt zugeben, ist eine individuelle Wahl des Mittels in der Homöopathie nicht immer notwendig, von daher sollten sich entsprechende Aussagen der Homöopathie zur Wirksamkeit über methodisch korrekt durchgeführte Studien erfassen lassen.
Am 29. Januar 2010 um 18:28 Uhr
Dieses Forum dient dazu, Erfahrungen und Wissen zu vermitteln. Anzuregen.
Da Sie davon keinen Gebrauch machen wollen, werde ich diese ungute und unfruchtbare Auseinandersetzung mit Ihnen abbrechen. Da Sie das Gesagte des Anderen in den Dreck ziehen, ist es nicht konstruktiv und hier fehl am Platze.
Claudia Bobrik