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Die besten Hausmittel und pflanzlichen Medikamente bei Erkältung

Dr. Iris Hinneburg

von
verfasst am 02.11.2009

Laufende Nase, kratzender Hals, bellender Husten - die Symptome einer Erkältung sind vielfältig. Umso besser zu wissen, dass gegen viele Beschwerden „ein Kraut gewachsen ist": Bei Erkältung kann man sich oft mit pflanzlichen Arzneimitteln und Tricks aus Großmutters Schürzentasche behelfen.

Bei Schnupfen bewirkt eine Nasenspülung, dass die Nasenschleimhaut abschwillt. Am besten gelingt das mit einer speziellen Nasenspülkanne und einer Salzlösung (beides erhältlich in Apotheken und Drogeriemärkten). Wer die Salzlösung selbst herstellen will, sollte etwa 9 g Kochsalz auf einen Liter Wasser verwenden - diese Konzentration entspricht auch der Salzkonzentration im Gewebe. Ist die Schleimhaut sehr stark angeschwollen, kann es auch helfen, ein feuchtes Tuch oder ein Cold-pack auf die Nase zu legen - die Kälte führt dazu, dass die Blutgefäße in der Nase sich zusammenziehen und die Schleimhaut abschwillt. Auch Inhalieren tut gut - in der Apotheke erhalten Sie spezielle ätherische Öle, die zum Inhalieren geeignet sind. Statt des klassischen Handtuchs über dem Kopf wird heute ein kleines Inhalationsgerät empfohlen, das den Wasserdampf gezielt in die Atemwege leitet.

Bei Halsschmerzen kann Salbeitee helfen. Salbei enthält Gerbstoffe, die beim Gurgeln die Halsschmerzen lindern und für ein Abklingen der Entzündung sorgen. Lutschpastillen mit Salbei fördern außerdem den Speichelfluss, was ebenfalls die Halsschmerzen mildern kann.

Bei Hibiscus- oder Malventee legen sich die Schleimstoffe wie ein Film auf die entzündete Schleimhaut des Rachens und helfen gegen die Reizung. Den meisten Menschen hilft Wärme bei Halsschmerzen - auch hier hatte Großmutter recht, wenn sie einen warmen Schal empfahl.

Husten- und Bronchialtees können Hustenbeschwerden verbessern. Hier muss man unterscheiden, ob es sich eher um einen Reizhusten handelt oder ob die Beschwerden mit einer vermehrten Schleimbildung einhergehen. Bei Reizhusten können Hibiscus, Malve oder Isländisch Moos als Tees eingesetzt werden. Die Schleimstoffe wirken - ähnlich wie bei Halsschmerzen - reizlindernd. Ähnlich wirkt auch Spitzwegerich. Sitzt dagegen fester Schleim auf den Bronchien, sollte man zu schleimlösenden Tees greifen. Dazu gehören etwa Thymian und Fenchelfrüchte. Lassen Sie sich beim nächsten Erkältungshusten doch einmal in der Apotheke einen Hustentee aus 20 Teilen Thymiankraut, 10 Teilen Spitzwegerichkraut und 10 Teilen Fenchelfrüchten mischen. Übergießen Sie von der Mischung ein bis zwei Teelöffel mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 5-8 Minuten ziehen. Am einfachsten geht die Teezubereitung mit Teefiltern, in die Sie die Teemischung geben. Alternativ können Sie den fertigen Tee auch durch ein Teesieb abgießen.

Gelegentlich kommt zu einer Erkältung auch Fieber hinzu. In der ersten Phase fröstelt man, während man in der eigentlichen Fieberphase schwitzt. Gegen die Kälte hilft ein Erkältungsbad mit ätherischen Ölen. Baden Sie aber nicht zu lange und nicht zu heiß, damit der Kreislauf nicht zu stark belastet wird. Mit einem heißen Tee aus Lindenblüten und Holunderblüten lässt sich das Schwitzen unterstützen.

 

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