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Kälteeinbruch in Deutschland: Die fünf ...

Kälteeinbruch in Deutschland: Die fünf größten Erkältungsmythen

jameda

von
verfasst am 03.11.2010

Pünktlich zum Einbruch der Kälte schnieft und hustet halb Deutschland. Und jedes Mal ist man wieder ratlos: Hilft Vitamin C bei Erkältung? Und stimmt es, dass man bis zum letzten Tag der Erkältung ansteckend ist? Unsere Gesundheitsredaktion hat deshalb Erkältungsmythen unter die Lupe genommen und deckt die fünf größten Irrtümer rund um Erkältung, Grippe und Co. auf.

Mythos 1: Eine Erkältung ist nur am Anfang ansteckend!
Schon einige Tage bevor sich die Erkältung bemerkbar macht, haben sich Krankheitserreger eingenistet. Auch am Ende, wenn die Symptome gänzlich abgeflaut sind, können wir unserem Umfeld noch einen Schnupfen bescheren. Am größten ist die Ansteckungsgefahr jedoch in den ersten Tagen nach Ausbruch der Erkältung.

Mythos 2: Vitamin C - Klassiker gegen Schnupfen 
Einer Studie der Australian National University zufolge hilft die Einnahme von Vitamin C keineswegs gegen Erkältung. Demnach kann die Erkältungsdauer höchstens um acht Prozent verkürzt werden.

Mythos 3: Beim Niesen die Hand vor die Nase halten schützt vor Ansteckung
Es gehört zum guten Ton, beim Niesen die Hand vor die Nase zu halten. Doch diese Umgangsform schadet mehr als sie nützt, denn die Viren bleiben an den Händen kleben. Und gerade beim Händeschütteln werden viele Krankheitserreger übertragen. Am besten benutzt man Papiertaschentücher.

Mythos 4: Antibiotika helfen bei Erkältung!
Antibiotika töten Bakterien. Eine Erkältung entsteht jedoch, weil Viren die Schleimhäute befallen. Gegen Viren sind Antibiotika machtlos. Das bedeutet: Bakterien-tötende Arzneimittel sind bei einer
einfachen Erkältung die falsche Wahl.

Mythos 5: Grippe und grippaler Infekt sind dasselbe!
Ein grippaler Infekt verläuft normalerweise recht mild mit den bekannten Erkältungssymptomen. Ein plötzlich einsetzendes schweres Krankheitsgefühl und hohes Fieber deuten dagegen auf die echte Grippe (Influenza) hin. Man kann sich durch Impfung gegen Grippeerreger schützen, gegen Erkältungsviren nicht.

Was hilft nun wirklich bei Erkältung?
Eine Erkältung kann man nicht ursächlich behandeln, es lassen sich lediglich die Symptome mit (pflanzlichen) Medikamenten oder Tricks aus "Großmutters Schürzentasche" mildern. Um niemanden anzustecken, sollte man bei einer schweren Erkältung lieber zu Hause bleiben.

Oft beginnt eine Erkältung mit Halsschmerzen. Zur lokalen Schmerzlinderung können Lutschtabletten eingesetzt werden. Vielen hilft auch schon Salbeitee oder ein warmer Schal. Trockener Reizhusten lässt sich sehr gut mit Hustenstillern (Bsp. Dextromethorphan) unterdrücken, um beispielsweise einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Bei verschleimtem Husten hingegen erleichtern Schleimlöser das Abhusten. Hier werden sowohl pflanzliche Präparate als auch Arzneistoffe wie Ambroxol oder Acetylcystein eingesetzt. Viel trinken unterstützt den Schleimlöseprozess.

Bei Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen schaffen schmerzlindernde Arzneistoffe wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Paracetamol Abhilfe. Ist die Nase verstopft, lindern Schnupfensprays (Bsp. Xylometazolin) oder Nasenspülungen die Beschwerden. Sie bewirken, dass die Schleimhaut abschwillt und das Atmen erleichtert wird.

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Kommentare zum Artikel (13)


14.11.2011 - 08:48 Uhr

Meine Erfahrung mit Vitamin C bei Schnupfen ist...

von Michael Urban

... seit knapp einem halben Jahrhundert die: Ist die Nase voll am Laufen, nützt eine Dosis-Erhöhung per Pulver oder Tablette zusätzlich zur Zufuhr durch tägliche Nahrung nicht einmal die 8%, die die australische Studie einräumt. Aber eingesetzt beim Auftreten der ersten Symptome - bei mir ein Anflug von Stickgefühl im Hals und/oder sich ungewohnt wiederholende Niessalven - bremst es voll aus, auch ohne alle anderen Oma-Tips (Bäder, Schwitzen, Wickel, Echinacea etc.).

13.11.2011 - 09:55 Uhr

Letztes Jahr bekam ich eine sehr gute Empfehlung,...

von Helga

... die ich gerne weiter geben möchte: Cystus Tee. Da ich schon seit meiner Kindheit ein sehr schwaches Immunsystem habe bin ich mehrmals im Jahr vom Grippalen Infekt betroffen. Deshalb meine Empfehlung: Gleich bei den ersten Anzeichen eines Infekts (die können ja individuell unterschiedlich sein) Kratzen im Hals, Niesen, Frösteln usw. Cystus Tee. 1 TL auf 1/4 Wasser so heiß wie es eben verträglich ist trinken. Alle 2-3 Stunden. Auch wenn es einen schon erwischt hat, hilft es. Unbedingt mindestens einen Tag zu Hause bleiben und sich ausruhen und viel schlafen, warm halten (Wärmflasche). Keine Anstrengungen und auf alle Fälle keinen Sport. Überhaupt viel (Heisses) trinken, Wasser, diverse andere Kräutertees. Dazu Zink und Vitamin C - in der Apotheke beraten lassen. Möchte hier keine Werbung für Arzneimittelfirmen betreiben. Dampfbäder, nur 1 mal täglich mit Zusätzen, die man verträgt (Kamille, Minze, was man gerne mag. Lutschtabletten, -Bonbons mit Honig, Ingwer, Salbei je nach Gusto. Auch ist es vorteilhaft "seine Medikation" immer vorrätig zu haben, wenn der Infekt über Nacht oder am Wochenende kommt. Gute Besserung und viel Erfolg :)

11.11.2011 - 13:18 Uhr

Mythos 3: so nicht richtig ! ! ! Auch beim...

von ducia

... Niesen in ein Papiertaschentuch werden noch reichlich Viren in die umgebende Luft abgegeben und können andere anstecken. Nach neuestem Stand sollte man in die Armbeuge niesen und auch husten. Bei dieser Form werden die meisten Viren abgehalten, in die Luft gepustet zu werden. Die Viren bleiben an der Kleidung in der Armbeuge hängen und man kann weiterhin gefahrlos Hände schütteln und Türklingen berühren. Dieser Test wurde vor einigen Wochen bei DAX gesendet.

02.02.2011 - 09:52 Uhr

Ein altes Hausmittel meiner Oma: Um nachts besser...

von E. Radtke

... schlafen zu können und Husteinreiz und verstopfter Nase Einhalt zu gebieten sollte man ein kaltes, feuchtes Tuch um den Hals wickeln und einen Schal darüber. Dauert nur kurze Zeit und die Nase ist für die Nacht frei und der Husten läßt - auch nur für die Nacht leider! - nach. Gut ist es auch, einen feuchten Lappen auf die Brust zu legen und eine Wärmflasche - nicht zu heiß! - darauf. Löst den Husten. Gute Besserung!

08.01.2011 - 20:22 Uhr

Ich muss sagen, dass ich eigentlich kein Freund...

von Karina

... der Tabletten bin, wenn ich das so sagen darf und ich bevorzuge, wie ihr alle, Oma's-rezepte, aber die haben bei mir leider nicht mehr gewirkt! Ich muss dazu sagen, dass ich regelmäßig Sport treibe und mich eigentlich ganz gesund ernähre! Das Problem ist aber der Stress, den ich letzte Zeit habe. Deswegen hat mir meine Apothekerin Allergosan Kapseln vorgeschlagen. Mal sehen wie die wirken....

01.12.2010 - 11:16 Uhr

Hallo, auch ich habe ein Oma- Rezept: bei...

von henn Conny

... Halsschmerzen frische Zitrone in Scheiben schneiden, auf ein Küchentuch legen, die zwei Enden der Zirtrone nehmen und darauf ausdrücken, und den provosorischen Schal rund um den Hals legen, irgendwie befestigen. Es kühlt und ist frisch duftend. Öfters wechseln! Bitte nur tagüber, nachts eher wieder den Hals warm halten. Bei mir hilft es bei den kleinsten Anzeichen von Halskratzen bis hin zu Halsschmerzen.

30.11.2010 - 17:10 Uhr

Ich nehme um die Jahreszeit immer Immun Kapseln...

von Ziggy Stardust

... (das ist kein Produktname) auf probiotischer Basis aus der Apotheke. Nicht zu verwechseln mit irgendeinem Kram aus dem Drogerie Markt, sondern von einem österreichischen Institut hergestellt. Ich hab echt ein grottiges Immunsystem?seitdem werde ich nicht mehr so oft krank, bilde ich mir ein :D

12.11.2010 - 06:08 Uhr

Bei mir beginnt eine Erkältung regelmäßig in...

von G. Reissenberger

... der Nase, dann kommen schnell der Kehlkopf und die Stimmbänder an die Reihe und schließlich endet das Ganz in den Bronchien. Die erste Phase läßt sich bei mir abkürzen mit Einführen des Hausmittels meiner Oma in die beiden Nasenlöcher: jeweils einer schmalen Scheibe KNOBLAUCH ! Dies provoziert einen enorm verstärkten Ausfluss (die Augen tränen mit!), den man am Besten in ein Papiertaschentuch entleert, das anschließend in der Toilette entsorgt wird. Anschließend Hände waschen!

10.11.2010 - 12:19 Uhr

Hallo Karin, danke für Ihren Hinweis! Sie...

von jameda Gesundheitsredaktion

... haben natürlich recht, dass man dann die Hand vor die Nase halten kann, wenn man kein Taschentuch zur Hand hat. Wir haben in unserem Artikel ja auch den Idealfall aufgezeigt, weil beim in die Hand niesen immer wieder Viren übertragen werden, wenn man nicht sofort die Hände wäscht. Wir haben darüber hinaus keine Präparatenamen in unserem Artikel erwähnt, lediglich Wirkstoffe!

06.11.2010 - 15:58 Uhr

Hallo, zunächst einmal fällt mir unangenehm auf,...

von Karin Mast

... dass die Redaktion selbst Produkte beim Namen nennt, die Empfehlung von Herrn Tomm-Bub jedoch löscht - also entweder oder! Wenn das Niesen so überraschend kommt, dass man so schnell kein Papiertaschentuch zur Hand hat, kann man auch die Hand vor den Mund halten, mit der man weder Türklinken anfasst noch anderen Leuten die Hand gibt.

05.11.2010 - 16:41 Uhr

Hallo zusammen, danke für Euren hilfreichen...

von jameda Gesundheitsredaktion

... Input! Das ist natürlich richtig, dass wir in diesem Artikel nur die wichtigsten Tipps zur Bekämpfung einer Erkältung aufgeführt haben, denn es geht hier ja primär um Erkältungsmythen, also um Dinge, die nicht bei einer Erkältung helfen. Zu allen anderen genannten Themen, wie beispielsweise ?Tipps bei Erkältung? und auch ?richtige Anwendung von Nasensprays?, gibt es bereit ausführliche Artikel in unserem Gesundheitsratgeber, im Bereich Grippe und Erkältung. @Burkhard: Wir bitten daher um Verständnis, dass wir bei unseren Artikeln den Fokus immer nur auf ein Thema legen!

05.11.2010 - 16:13 Uhr

Guten Tag. Ja, ein wenig oberflächlich, das...

von Burkhard Tomm-Bub, M.A. / BukTom Bloch (SL)

... Ganze. "Vitamine, frische Luft und viel Flüssigkeit trinken" hätte nun wirklich noch zu: "Was hilft nun wirklich bei Erkältung?" gehört. Bedenklich: ein Warnhinweis, dass die Nase sich schnell an abschwellende Mittel gewöhnen kann (mit unangenehmen Folgen!), fehlt völlig! Bei trockner Nase hilft dann z.B. Meerwasserspray. Pflanzliche Mittel wie (Präparatenamen von Redaktion gelöscht) helfen in der Tat ebenso! MfG BTB

05.11.2010 - 08:39 Uhr

Es gibt mit Sicherheit noch eine Reihe...

von Heckner

... pflanzlicher Mittel, mit denen die Folgen einer Erkältung o.ä. deutlich gemildert und der Krankheiktsverlauf verkürzt werden können. Das hätte nun wirklich von Interesse.


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