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Fragen rund um die saisonale Grippeschutzimpfung

Fragen rund um die saisonale Grippeschutzimpfung

Claudia Galler

von
verfasst am 01.10.2012

© Emeraldphoto - Fotolia.com
Jeden Herbst, wenn die jährliche Erkältungswelle droht, stellt sich wieder die Frage: „Soll ich mich gegen Grippe impfen lassen?“ Die jameda Gesundheitsredaktion gibt in ihrem jameda Gesundheitstipp Antworten auf die wichtigsten Fragen zur saisonalen Grippeschutzimpfung.

Was ist die „echte Grippe“?
Die echte Grippe (Influenza) ist eine schwere Erkrankung, sie wird durch Influenza-Viren vom Typ A und B ausgelöst. Betroffene leiden unter schlagartigem Schwächegefühl, hohem Fieber, trockenem Husten sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Nach ein bis zwei Wochen klingt die Infektion ab, bis zur endgültigen Erholung können Monate vergehen. Doch eine Grippe endet oft auch tödlich, in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 10.000 Menschen daran.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung für alle Personen über 60 Jahren, Schwangere, Personen mit Grunderkrankungen (z. B. Diabetes, HIV, chronische Erkrankungen der Atmungsorgane) und Personen, die z. B. in medizinischen Einrichtungen arbeiten.

Impfen trotz Schnupfnase?
Eine banale Erkältung mit leichter Temperatur unter 38, 5°C ist kein Grund, die Impfung gegen die saisonale Grippe zu verschieben.

Wer darf sich nicht impfen lassen?
Hat man einen Infekt mit Fieber (38,5°C und höher) oder eine schwere akute Infektionskrankheit, darf man nicht gegen Influenza geimpft werden. Für Personen, die auf Hühnereiweiß allergisch reagieren, müssen spezielle hühnereiweiß-freie Grippeimpfstoffe verwendet werden.

Was enthält der Impfstoff?
Der Impfstoff enthält Bestandteile derjenigen drei Virenstämme, die aktuell am häufigsten kursieren. Diese Bestandteile (Antigene) regen das Immunsystem an, Abwehrzellen gegen die Influenzaviren zu bilden. Wirkverstärker (Adjuvantien) sind nur in Impfstoffen enthalten, die für Personen ab 65 Jahren zugelassen sind.

Kann man durch die Impfung an Grippe erkranken?
Der Impfstoff enthält keine lebenden Viren, sondern nur tote Virenbestandteile, die das Immunsystem als Fremdstoffe erkennt. Aus diesem Grund kann ein Impfstoff keine Influenza-Erkrankung auslösen.

Ab wann ist man vollständig geschützt?
10 bis 14 Tage nach der Impfung hat sich der Schutz gegen die Influenzaviren aufgebaut, er hält ein Jahr. Da die Grippe-Welle meist im Januar durch Deutschland rollt, sollte man sich im Herbst des Vorjahres impfen lassen, um rechtzeitig geschützt zu sein.

Welche Nebenwirkungen hat die Impfung?
Im Allgemeinen ist der Impfstoff gut verträglich. An der Einstichstelle kann es zu Rötung, Schwellung und leichten Schmerzen kommen. Manchmal treten ein bis zwei Tage nach der Impfung leichtes Fieber und Erkältungssymptome auf – ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet.

Schützt die Impfung auch vor banalen Erkältungen?
Der Impfstoff gegen die saisonale Grippe schützt nur gegen Influenzaviren. Gegen Erkältungen, also grippale Infekte, schützt er nicht, ebenso wenig wie gegen Viren, die andere Grippearten auslösen, wie etwa die Vogelgrippe.

Warum muss man sich jedes Jahr wieder neu impfen lassen?
Influenzaviren sind sehr wandlungsfähig und können in kurzer Zeit verschiedene Subtypen bilden. Deshalb wird der Impfstoff jedes Jahr auf die aktuell kursierenden Virenstämme eingestellt, was eine jährliche Impfung nötig macht.


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