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Histamin-Intoleranz. Eine Störung mit vielen ...

Histamin-Intoleranz. Eine Störung mit vielen Gesichtern!

Herr Petrak

von
verfasst am 10.10.2012

© Friday - Fotolia.com
Viele Menschen leiden heute unter verschiedenen Unverträglichkeitsreaktionen auf allerlei Lebensmittel. Die ausgesprochenen Diagnosen reichen von Laktose-Intoleranz über Fruktose-Malabsorption und Allergien, über Enzymdefekte bis hin zur Histamin-Intoleranz (HIT) oder auch Histaminose.

Die Histamin-Intoleranz ist allerdings bei weitem die komplexeste Störung dieser Liste, denn die Substanz Histamin befindet sich einerseits in vielen Nahrungsmitteln, andererseits wird sie auch durch Bakterien in unserem Darm und von unserem Organismus selbst produziert.

Histamin wirkt an ganz verschiedenen Stellen des Körpers in ganz unterschiedlicher Art und Weise. So kann Histamin bekannterweise Krämpfe im Magen-Darm-Trakt und Durchfälle hervorrufen, aber auch chronisch verstopfte Nase und Blutdruckschwankungen auslösen, die Magensäureproduktion hochschnellen lassen oder Nesselsucht auf der Haut bedingen. Auch Kopfschmerzen und unklare Übelkeit fallen häufig auf das Konto der Histamin-Wirkung.

Da also das Krankheitsbild sehr von Patient zu Patient variieren kann, ist es außerordentlich wichtig zu analysieren, woher beim betroffenen Menschen das Histamin herrührt. Die Histamin-Quelle aus Lebensmitteln ist dabei nur eine der möglichen Ursprünge. Deswegen ist auch die alleinige Strategie der Vermeidung von Histamin aus der Nahrung häufig zur Beseitigung des Beschwerdebildes nicht ausreichend. Die Patienten sind schnell frustriert, wenn als einzige Therapieoption eine histaminarme Diät empfohlen wird, da die Beschwerden dann sehr oft weiterhin bestehen können.

Die individuelle Erfassung aller möglichen Histaminquellen ist für eine erfolgreiche Therapiestrategie von maßgeblicher Bedeutung. Hierbei kommen spezielle Stuhlanalysen und Blutuntersuchungen zum Tragen, die im Anschluss daran eine optimale therapeutische Versorgung ermöglichen.

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Kommentare zum Artikel (2)


10.10.2012 - 11:59 Uhr

wo gibt es denn noch Ärzte, die diese...

von Marille

... aufwändigen Untersuchungen vornehmen? Oh jeh, das arme Budget!! Da bleibt dem armen Histamingeplagten nur, diese alle aus eigener Tasche zu bezahlen, damit er am Ende weiß, was er noch essen darf und was nicht, denn eine Therapiemöglichkeit gibt es meines Wissens nach nicht! Gruß Marille

Herr Petrak

Antwort vom Autor am 10.10.2012
Daniel Petrak

Zunächst: die Untersuchungen sind nicht aufwändiger, als herkömmliche Untersuchungen. Eine Blutentnahme und eine bis zwei Stuhlproben reichen aus. Was das Budget angeht: meines Erachtens könnten die Ärzte sehr wohl diese Analysen durchführen, wenn sie sich die Zeit nehmen würden, den Patienten aufzuklären und gegebenfalls darauf hinweisen, dass manche Laborkosten vom Patienten selbst getragen werden müssen. Ich habe es schon so oft erlebt, dass Patienten eine Odyssee an Arztbesuchen und (teils unnötigen) Untersuchungen über sich ergehen haben lassen, ohne Erfolg....Ist der Leidensdruck sehr groß, sind die Menschen durchaus bereit Laborkosten selbst zu tragen. Zum Schluss: das Histamin aus der Nahrung stellt nur eine Quelle für das Histamin dar. Wesentlicher ist häufig die im Körper selbst anfallenden Histaminmengen. Wird dies therapeutisch berücksichtigt, senkt sich die Gesamthistaminkonzentration und der Patient toleriert dann auch wieder Histamine aus der Nahrung! Liebe Grüße aus Mainz, Daniel Petrak

22.10.2012 - 05:55 Uhr

Ich leide unter einer Histaminintoleranz. Bestehen...

von Silke

... Bedenken gegenüber eine Grippeschutzimpfung???

Herr Petrak

Antwort vom Autor am 22.10.2012
Daniel Petrak

Hallo Silke, bezüglich einer Histaminintoleranz können Impfungen eine kurzfristige Verschlechterung hervorrufen. Grundsätzlich sind aber Grippeschutzimpfungen nur bei Patienten mit Vorerkrankungen (z.B. chronischer Bronchitits, u.a.) oder bei alten Menschen sinnvoll. Junge (gesunde) Menschen sollten die Finger davon lassen. Liebe Grüße aus Mainz, Daniel Petrak


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