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Sport treiben - aber richtig!

Sport treiben - aber richtig!

Dr. Renate Haaß

von
verfasst am 05.11.2010

Bewegung und Sport halten fit, beugen Erkrankungen vor und sind inzwischen bei vielen Krankheiten sogar als Therapie angezeigt. Und nicht zu vergessen: Spaß machen soll Sport auch, denn nur dann treibt man ihn regelmäßig!

Soweit können sich Patient und Arzt sicher noch verständigen. Aber dann wird es schon schwieriger: "Sie müssen sich mehr bewegen, treiben Sie Sport!" - Ja, aber welchen denn? Welcher Sport ist gesund? Da bleibt mancher Patient und Sportwillige ratlos.

Deshalb möchte ich hier die Sportarten einmal nach der motorischen Beanspruchungsform vorstellen. Dieser Ausdruck aus der Sportmedizin beschreibt, was der Körper zu leisten hat, wie er bei der jeweiligen Bewegung beansprucht wird. Die Folgen dieser Beanspruchung sind teils sehr unterschiedlich. Man teilt ein nach

    • Ausdauer
    • Kraft
    • Koordination
    • Flexibilität
    • Schnelligkeit


Ausdauer:
z. B. Gehen, Laufen, Radfahren, Schwimmen über einen längeren Zeitraum. Unter gesundheitlichem Aspekt steht Ausdauersport ganz obenan,weil er gut dosierbar ist und eine Fülle positiver Auswirkungen im Körper hat (aber das wäre schon wieder ein Artikel für sich!).

Kraft:
gewinnt im Gesundheitssport zunehmend an Bedeutung und verliert zum Glück sein negatives Image. Gemeint ist ja nicht nur Gewichtheben, sondern auch Kräftigung sübungen zum Erhalt oder sogar Aufbau der Muskulatur. Für alte Menschen kann dies für ihre Mobilität sehr wichtig sein. Ein sinnvolles Krafttraining kann z. B. mit dem Theraband durchgeführt werden.

Koordination:
ist bei vielen Ballsportarten gefragt, aber auch z. B. als Sturzprophylaxe im Gesundheitssport. Es gibt eine Fülle gymnastischer Übungen, hier können Sitzball und Wackelbrett zum Einsatz kommen.

Flexibilität:
hier geht es um die Verbesserung der Beweglichkeit und Erhalt der Gelenkfunktionen. Viele gymnastische Übungen aus diesem Bereich werden in der Wirbelsäulengymnastik durchgeführt.

Schnelligkeit:
z. B. schnelle Läufe über kurze Distanzen. Im Gesundheitssport sind solche Übungen nachrangig. Das ideale Bewegungsprogramm sollte immer eine Ausdauerkomponente enthalten, dazu eine individuelle Mischung aus Kraft-, Koordinations- und Flexibilitätsübungen. Natürlich werden auch Änderungen bei Verletzungen oder Überlastungen vorkommen. Akute Infekte sind übrigens einer der wenigen Gründe für ein absolutes Sportverbot!

Ich hoffe, dass ich mit dieser sehr vereinfachten Darstellung Ihnen ein bißchen die Unterschiede bei veschiedenen Sportarten klar machen konnte. Vor allem aber möchte ich Ihr Interesse an Sport und Bewegung wecken, alles Gute und viel Spaß dabei!

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