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Keine Entfernung der Gebärmutter bei Senkung ...

Keine Entfernung der Gebärmutter bei Senkung oder Vorfall!

von
verfasst am 17.01.2012

© detailblick - Fotolia.com
Jährlich wird bei 160.000 Frauen die Gebärmutter entfernt, oft weil sich Scheide und Gebärmutter gesenkt haben oder vorgefallen sind.

Frage: Ist das sinnvoll? Antwort: Nein! Wenn die Gebärmutter nicht erkrankt ist, ist eine Gebärmutterentfernung bei einer korrigierenden Operation im Beckenbodenbereich keinesfalls notwendig, sondern von Nachteil.

Die Begründung, die Gebärmutter möglichst zu belassen, ist einfach zu verstehen: Der Beckenboden der Frau ähnelt der Kuppel einer Kathedrale. In der Mitte dieser Kuppel liegt die Gebärmutter. Die Gebärmutter, zu der nahezu alle Befestigungsbänder des Beckenbodens ziehen, ist zentral im Beckenboden verankert und bildet den "Schlüsselstein" der Konstruktion (siehe Abbildung). Hier laufen Nerven, Gefäße, Bindegewebe und glatte Muskulatur zusammen.

Eine Kirchen-Kuppel kann nur dann ihre Form und Stabilität behalten, wenn jeder einzelne Stein an der richtigen Stelle sitzt. Wird ein Stein oder ein tragendes Teil entfernt, fällt die Kuppel in sich zusammen. Wenn nun die komplizierte Architektur des Beckenbodens durch die Entfernung der Gebärmutter verändert wird, tritt hier eine vergleichbare Schwächung auf.
Insofern ist es also von großem Vorteil, die Gebärmutter zu belassen. Bei einer Gebärmutterentfernung wird nämlich der obere Scheidenteil geschwächt, so dass Blase und Darm oft nicht mehr ausreichend unterstützt werden können. Verkürzungen der Scheide bei einer Gebärmutterentfernung mit Verlust von Scheidenhaut, Narbenbildung, veränderter Nervenversorgung und Durchblutung werden dafür verantwortlich gemacht, dass Blasen- und Darmprobleme, aber auch sexuelle Probleme nach einer Gebärmutterentfernung häufiger vorkommen.

Wenn man die Gebärmutter entfernt, schafft man eine schwache Stelle im Beckenboden. Dadurch kommt es in einem hohen Prozentsatz zum Rezidiv in Form eines Scheidenvorfalls mit entsprechenden erneuten Blasen- und Darmbeschwerden.

Aus diesem Grunde wurde eine OP-Methode entwickelt, bei der die Gebärmutter erhalten werden kann. Die gesamte OP erfolgt von der Scheide aus. Die Langzeitergebnisse sind erheblich besser als nach herkömmlichen chirurgischen Eingriffen.

Kommentare zum Artikel (27)


03.08.2014 - 21:59 Uhr

Ich habe vor 10 Jahren die Gebärmutter entfernt...

von Monika

... bekommen, nach dem mir die Blaseaufhängung zerstört war. Dieses war innerhalb von einem halben Jahr operiert. Aber damals wurde noch eine Plastik gemacht damit dieser Darm nicht nachrutschen kann. Aber die letzten zwei Jahren verändert sich mein Körper. Ich merke die Senkung vor allem am Darmausgang hat sich ein Sack gebildet, es ist schmerzhaft und blutet häufig. Darmspiegelung wurde auch gemacht, auch aus dem Grund, weil ich des öfteren fast Darmverschluss hatte, nur durch Kontrastmittel konnte es gelöst werden.Ich kann den Sack auch mit dem Spiegel sehen.Aber auch beim Sex macht es mir Probleme. Was soll ich nun tun?

05.06.2014 - 07:20 Uhr

Sehr geehrter Prof. Dr. med. Klaus Goeschen, auch...

von Andrea

... mir wird oft geraten, mir die Gebärmutter entfernen zu lassen wegen Senkung. Ich würde gern wissen, wie die neue OP-Methode heißt, bei der die Gebärmutter erhalten werden kann und wo dieser Eingriff vorgenommen wird.

04.05.2014 - 09:54 Uhr

Sehr geehrter Dr.Goeschen, ich werde 64 Jahre,...

von Petra

... Ich habe eine Blasensenkung 3. Grad, bin nicht inkontinent. Ich kann meine Blase nicht mehr vollständig entleeren, behalte ständigen Restharn. Da ich schon viel mitgemacht habe (Brustkrebs,2013 und viele Jahre Asthma), suche ich eine schonende OP mit Erhalt der Gebährmutter. Können Sie mir eine gute Klinik raten ?

11.04.2014 - 21:53 Uhr

Ich werde nächsten Monat 40 ! Bei der...

von K

... Krebsvorsorge wurde bei mir festgestellt das meine Gebärmutter 1 bis. 2 Grad sich gesenkt hat ! Meine Gebärmutterscheidenvorwand. ist schon weit unten direkt am Scheiden Ausgang ! Ich habe Schmerzen bei der Regel so wie beim Radfahren ,lange sitzen und gehen und beim Geschlechtsverkehr ! Meine Gebärmutterscheidenwand ist auch nicht mehr so wie sie sein sollte und durch die Senkung ist meine Blase. abgeknickt ( ich habe eine beginnende Stressinkontinenz ) Meine Gebärmutter liegt auch im 90 Grad Winkel nach hinten ! Ich hatte 2 Fehlgeburten und 3 Normal Geburten. ei der letzten hatte ich 790 Milliliter Blut verloren ! Jetzt wurde mit nahe gelegt die Gebärmutter entfernen zu lassen ! Ehrlich gesagt habe ich große Angst vor dieser OP ! Was können Sie mir da zu raten soll ich es machen lassen ? Mit Freundlichen Gruß K

21.03.2014 - 11:10 Uhr

Herzlichen Dank für Ihren aufschlußreichen...

von S.

... Artikel bzgl der Bedeutung einer Gebärmutterentfernung! Mir wurde ebenfalls die Entfernung der Gebärmutter im Rahmen meiner Blasen und Gebärmuttersenkung empfohlen. Da ich meine Gebärmutter unbedingt behalten möchte, meine Fragen: 1. Können Sie mir die Bezeichnung der OP-Methode nennen, bei der die Gebärmutter erhalten werden kann? 2. Welche Kliniken bieten das an, bzw. haben Sie eine, die Sie favorisieren würden? Herzlichen Dank für Ihre Rückinfo und freundliche Grüße S.

20.01.2014 - 17:03 Uhr

Ich habe da mal eine Frage, bei mir wurde eine...

von Bärbel

... Senkung der Scheidenwand festgestellt und ich habe dadurch Probleme mit der Blase, kann das Wasser schlecht halten. Was kann man da tuen oder empfehlen. Freundliche Grüße

14.01.2014 - 11:45 Uhr

Mir wurde Letztes Jahr im August die Gebärmutter...

von Petra

... entfernt. Habe seitdem das Gefühl das mein Gewicht immer mehr wird. Kann das sein????? Ich geh regelmässig zum Sport aber trosdem wird es nicht weniger. Welchen Tipp können sie mir geben. Würde mich über eine Antwort freuen . Mit freundlichen Grüssen

14.12.2013 - 23:29 Uhr

bei mir wurde eine OP durchgeführt ,da es leider...

von madritista

... bösartig war. Wie der Arzt hier beschrieben hat ist es ein Unterschied ob man nach der OP noch bestrahlt wird. Denn ich leide ab Herbst ständig unter Blasen und Pilzentzündungen.Dadurch ist die Haut sehr angegriffen. Nun bin ich nach langem leiden zu einem Heilpraktiker gegangen. ich kann jeder Frau nur Raten 2 mal im Jahr zu Vorsorge zu gehen ab dem 40 Lebensjahr. Eine Tumorerkrankung zerstört von heute auf morgen das ganze Leben.

13.11.2013 - 18:12 Uhr

mir wurde im november12 vaginal die gebärmutter...

von carina

... entfernt.seitdem habe ich immer nach dem sex starke kolikartige schmerzen ,die ohne schmerzmittel nicht auszuhalten sind.gynäkologisch ist wohl alles in ordnung ,keine auffälligkeiten.auch bei der darmspiegelung war alles in ordnung.mittlerweile bin ich 36 wirklich verzweifelt und fühl mich nicht wirklich ernst genommen .

01.06.2013 - 15:20 Uhr

Sehr geehrter Dr.Goeschen, Ich bin 57 Jahre...

von Marion

... u.habe 1984 u1987 Söhne geboren,d beide über 4000g(1984-4500g) Gewicht hatten.Ich nutze seit ca.15 Jahren unser Fitnessstudio u.trainiere auch meinen Beckenboden.Leider habe ich nun e.Beckenbodensenkung 3.Grades,die zwar unangenehm ,zbsp. beim schnellen Rennen zum Bus,ist,mich aber kaum stört,weil ich viel Fahrrad fahre u. nicht weiter laufe.Nun hatte ich eine Untersuchung im Krankenhaus (Ultraschall) und ich soll mir überlegen,ob ich meine Gebärmutter rausoperieren lassen will bis Jahresende u. soll mich wieder melden.Gelobt wurde Beckenboden u. auch die gute Entleerung der Blase.Doch das könnte sich mit jedem jahr versclechtern,ich würde ja immer älter!Was empfehlen Sie? Danke

19.03.2013 - 13:11 Uhr

Sehr geehrter Dr Goeschen, mir wurde vor 15 Jahren...

von Tsam

... die Gebärmutter herrausgenommen ich hatte Krebs. es wurde mir gesagt entweder Nakose alle 3 Monate u scheibchenweise die Gebärmutter entfernen weil man nicht wußte wie fortgeschritten der Krebs war oder komplett raus.Ich hatte mich dafür entschieden komplett raus nun hab ich ein Blasenproblem keine Senkung nur bei Körperlicher Schwerstarbeit verliere ich mein Wasser. Jetzt wurde mir vorgeschlagen mit einem Bändchen die Blase festzunähen. Ich hab furchtbare Angst davor das das schief geht u ich mein Lebenlang mein Wasser verliere. Was hätte man da noch für ne Auswahl?

Antwort vom Autor am 22.03.2013
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Frau Tsam, Sie sollten zunächst eine Beckenbodengymnastik in Kombination mit einer Elektrostimulation durchführen. Wenn das nicht hilft und Sie unter dem Urinverlust leiden, führt eine Operation in 95% zum Erfolg. Näheres erfahren Sie auf meine Internetseite unter www.carpe-vitam.info. MfG Prof. Goeschen

03.03.2013 - 19:47 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Goeschen,ich habe...

von Lilaj Huber

... Brustkrebst,wurde im Jahr 2010 operiert,hatte Chemo.,und Bestralung,und jetzt mein Arzt empfielt mir GM entfernung,wegen GM vergröserung,was soll ich tun? vielen Dank und freundliche Grüse Lilaj Huber

24.02.2013 - 16:30 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Goeschen, gibt es bei...

von Marie Wesche

... einer Hysteroskopie mit zusätzlicher Ausschabung (dieser eingriff steht mir bevor) auch negative Auswirkungen auf hormoneller und sexueller Ebene? der eingriff soll schon in drei Tagen stattfinden, für eine Antwort bedanke ich mich im Vorraus Mit freundlichem Gruss, Marie Wesche

19.02.2013 - 20:32 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Goeschen, seit meiner...

von P. Brühwiler

... zweiten Geburt habe ich eine Darm- und Blasenseknung und deren folgen immer neue Blasenentzündungen. Seit ich Pessar benütze und Blasenphysio gemacht habe, habe ich auch keine Blasenentzündungen mehr. Nun bin ich dann bald 32 Jahre. Für mich ist es aber keine Zukunft immer Pessars zu benützen (morgens rein abends raus), keine Lebensqualität. Nun schlägt mein Arzt vor dass ich entweder meine GM "rauf binde" und sich somit alle Organe anheben oder ich entscheide mich die GM zu entfernen und die Organe hoch zu binden... weiss nun nicht was sinnvoller ist?! Familienplanung ist abgeschlossen. Freundliche Grüsse

Antwort vom Autor am 20.02.2013
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Frau Brühwiler, da bei Ihnen eine Blasen- und Darmsenkung vorliegt, wird weder eine bloße Anhebung, noch eine Entfernung der Gebärmutter Ihr Problem lösen. Die Blasen- und Darmsenkung muss korrigiert werden, damit ihre Blasenentzündungen nicht wieder auftreten, wenn Sie verständlicherweise nicht lebenslang ein Pessar benutzen wollen. Wie aus meinem Artikel hervorgeht, zeigen große Studien, dass es nach einer Gebärmutterentfernung dreimal häufiger zu nachfolgenden Darm- und Blasenproblemen kommt. Das spricht klar gegen eine Gebärmutterentfernung. Mit freundlichen Grüßen Prof. Goeschen

11.02.2013 - 15:37 Uhr

Mir wurde im Oktober 2012 die Gebärmutter...

von Birgit Gothe

... entfernt. Obwohl mein Frauenarzt auf die Einweisung die Entfernung per Bauchschnitt, aufgrund der Größe der Gebärmutter (Gewicht war 230gr), eingetragen. Doch die Chefärztin im Krankenhaus meinte, dass Ultraschallbilder täuschen könnten und die Gebärmutter vaginal entfernt. Die Operation hat über vier Stunden gedauert. Kurz danach stellten sich bei mir Rückenschmerzen ein, die trotz Tabletten und Krankengymnastik bis jetzt nicht besser geworden sind. Ich war inzwischen bei vier verschiedenen Ärzten und sie sind sich alle einig, dass die lange Lagerzeit während der OP für meine Rückenschmerzen verantwortlich ist. Wie ist Ihre Meinung dazu bei einer derart großen Gebärmutter? War es richtig von der Chefärztin über die Entscheidung meines Frauenarztes hinweg zu gehen? Vielen Dank und freundliche Grüße Birgit Gothe

Antwort vom Autor am 20.02.2013
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Frau Gothe, nach einer Entfernung der Gebärmutter von vaginal gibt es in aller Regel weniger Beschwerden als von einem Bauchschnitt aus. Es führt daher nicht weiter, darüber nachzudenken, was wäre wenn. Da die Operation erst vor 4 Monaten durchgeführt wurde, sollten sie Geduld haben. Dass die Lagerung für Ihre Schmerzen verantwortlich ist, halte ich nach 4 Monaten eher für unwahrscheinlich. Folgende Erklärung scheint mir logischer: Bei der Entfernung der Gebärmutter, von vaginal, einem Bauchschnitt oder einer Bauchspiegelung aus, werden die Haltebänder und die sie versorgenden Gefäße durchtrennt. Infolge der Minderversorgung kann es zu einem Nachlassen der Bindegewebsspannung in den hinteren Bändern kommen. In den Bändern verlaufen Nerven, die bei Bauchdruck nicht mehr vor Zug geschützt werden. Dadurch können Schmerzen im Becken auftreten: Ziehen tief im Unterleib, beim Sex in der Tiefe der Scheide, im unteren Steißbereich. Beim Hinlegen bessern sich die Schmerzen oft. Eine Elektrostimulationsbehandlung verbessert die Situation zumeist erheblich. Wenn das nicht hilft, kann man die Bänder operativ erneuern. Mit freundlichen Grüßen Prof. Goeschen

01.02.2013 - 09:27 Uhr

Ganz herzlichen Dank für Ihre Bemühungen und die...

von A. M.

... Antwort auf meine Frage. Das hat mir sehr geholfen und die Unsicherheit genommen.

29.01.2013 - 15:46 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Goeschen, ist eine große...

von Annika Meyer

... GM und Senkungsbeschwerden Grund für eine Entfernung? Ich muß mich bald entscheiden und bin verunsichert. Viele Dank und freundliche Grüße A. Meyer

Antwort vom Autor am 31.01.2013
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Frau Meyer, wenn Sie unter Senkungsbeschwerden leiden und ansonsten keine Probleme mit der Gebärmutter haben, ist es eher von Nachteil, wenn die Gebärmutter entfernt wird. Eine vergrößerte Gebärmutter kann schlechter heruntersinken als eine kleine, weil sie im kleinen Becken abgestützt wird. Dadurch werden die Scheidenwände ebenfalls in Position gehalten. Wir haben es oft gesehen, dass nach Entfernung der Gebärmutter dieser Mechanismus nicht mehr funktioniert und es zu einer verstärkten Senkung der Scheidenwände kommt. Daher sollte, wenn es keine klare Indikation für eine Gebärmuitterentfernung gibt, darauf verzichtet werden. MfG Prof. Goeschen

19.01.2013 - 22:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Prof.Dr.Goeschen,bei mir wurde...

von Bechtold

... die Gebärmutter vor einigen Jahren schon entfernt,jetzt habe ich ständige Blasenentzündungen,das ständige Antibiotika wirkt schon nicht mehr,was raten Sie mir? mit freundl.Gruß

Antwort vom Autor am 29.01.2013
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Wenn Antibiotika nicht wirksam sind, sollten Sie überprüfen lassen, ob Ihre Blasenprobleme wirklich durch Keime bedingt sind. Das geht nur mit Katheter-Urin. Es gibt zahlreiche andere Ursachen, die Beschwerden wie bei einer Blasenentzündung hervorrufen können. MfG Prof. Goeschen

30.10.2012 - 15:34 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Goeschen, bei mir wurde eine...

von S. Rossmann

... 1-2gradige Gebärmuttersenkung festgestellt. Bisher habe ich aber keinerlei Probleme. Nun frage ich höflichst an, kann ich denn noch Trampolin springen? Für die Beantwortung vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen S.Rossmann

Antwort vom Autor am 30.10.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Frau Rossmann, Sie dürfen gerne Trampolin springen. Beim Trampolinspringen werden neben anderen, vor allem auch die Beckenbodenmuskeln angespannt und trainiert. Insofern handelt es sich hierbei um eine spezielle Form des Beckenbodentrainings. Durch Zug der Muskeln auf die Haltebänder des Beckenbodens werden auch diese eher in Form gehalten als überdehnt. Trampolinspringen wird also eher eine Zunahme der Senkung hinauszögern. MfG Prof. Goeschen

28.09.2012 - 12:28 Uhr

Sehr geehrter Dr. Goeschen, wie alle andere...

von Azizaj

... Körperteile, gehört die GM auch zum Körper. Heutzutage ist leider wie ein Trend geworden, die Empfehlung der Frauenärzte, einfach GM zu entfernen. Ich kenne viele, sehr viele Frauen die GM enftert wurde und die es noch sich überlegen. Es kann doch nicht wahr sein, dass jede 2. Frau GM entfernen lassen muss. Haben Sie eine Antwort auf mein Komentar? Vielen Dank und viel Erfolg bei der Rettung der GM !

Antwort vom Autor am 30.09.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Frau Azizaj, es gibt klare Indikationen, wann eine Gebärmutter entfernt werden sollte und wann nicht. Wenn die Gebärmutter erkrankt ist und es keine Alternative gibt, bleibt in der Regel nur die Gebärmutterentfernung. Oft werden aber Argumente von Ärzten angeführt warum die Gebärmutter entfernt werden soll, die die meisten Frauen nicht überzeugen., wie z.B: Schutz vor Krebs, Empfängnisverhütung, keine Blutungen mehr usw. Eine Gebärmutterentfernung stellt einen operativen Eingriff dar, der verschiedene Komplikationen und Probleme nach sich ziehen kann. Diese, wie jede andere Operation, bedarf daher einer klaren Indikation. MfG Prof. Goeschen

28.06.2012 - 11:31 Uhr

Hallo Leute, ich würde jedem, der Probleme mit...

von Helga

... der Periode hat, (Schmerzen, starke Blutung), Leberwickel empfehlen! Das ist der Hammer (war auf jeden Fall bei mir so). Keine schmerzen mehr und kurze Blutung. Habe über 30 Jahre jeden Monat tabletten gegen die Schmerzen nehmen müssen und war trotzdem am ersten Tag völlig erledigt, bis ich auf eine Heilpraktikerin traf, die mir die Leberwickel empfahl. Habs ausprobiert und ich sag Euch, ein Wunder ist passiert. Merke nicht mal mehr wenn es anfängt. Eine Wärmeflasche mit richtig heissem Wasser füllen, ein nasses Geschirrhandtuch, dieses auf Handflächengröße falten, auf die Leber, diese sitzt unter dem rechten Rippenbogen legen und die Wärmeflasche drauf. Und dies ein paar Tage bevor die Periode beginnt durchführen. Immer ca. 30 Min. Viel Erfolg!! Liebe Grüße an Alle

Antwort vom Autor am 03.07.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Es geht in meinem Beitrag nicht darum, welche Möglichkeiten es gibt, eine starke oder schmerzhafte Periodenblutung zu behandeln. Dazu gibt es zahlreiche Kommentare. Vielmehr soll mein Artikel Frauen, die unter einer Beckenbodensenkung leiden, Argumente liefern, warum die Gebärmutter nicht entfernt werden muss.

22.06.2012 - 14:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Goeschen, ich soll im...

von Renate Kirmes

... August in Mainz operiert werden wegen Gebärmutter- und Blasensenkung. Hierbei wurde mir empfohlen, die Gebärmutter entfernen zu lassen, da mein Kinderwunsch abgeschlossen ist. Der Gebärmutterhals soll stehen blieben, damit man dort zwei Punkte annähen kann und einer an der Blase und dies alles soll dann mit zwei Schrauben an die Wirbelsäule geschraubt werden. Ist dies eine gute Technik. Was soll ich tun. Die zwei Schrauben an der Wirbelsäule stören mich sehr, da ich große Angst haben vor Komplikationen. lg Renate

Antwort vom Autor am 27.06.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Frau Kirmes, mit der Ihnen vorgeschlagenen OP wird die Anatomie nicht so wieder hergestellt, wie die Natur es vorgesehen hat. Ich führe diese OP daher nicht mehr durch und rate meinen Patientinnen von einer Gebärmutterentfernung ab, wie aus dem Artikel hervorgeht. Sie sollten sich nochmals von einem anderen Arzt beraten lassen. MfG Prof. Goeschen

18.06.2012 - 11:56 Uhr

Sehr geehrte Dr. Goeschen, Meiner Frau (48) wurde...

von Sahiti, Isuf

... von Frauenärztin geraten, die GM zu entfernen. Grund: Eksistenz eines Myoms ca 3-4cm Groß. Sie hat aber bis jetzt keine Beschwerden und gar nicht gemerckt. Ist es sinnvoll? MfG Sahiti, Isuf

Antwort vom Autor am 19.06.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrter Herr Sahiti, wenn Ihre Frau keine Beschwerden hat, sollte sie sich nicht operieren lassen. Über Myome erhalten Sie gute Informationen unter endogyn.com. MfG Prof. Goeschen

09.05.2012 - 09:12 Uhr

Nicht nur bei Gebärmuttersenkungen, auch bei...

von Dr. W. Hirsch

... rezidivierenden starken Blutungen wird leider viel zu oft eine Gebärmutterentfernung durchgeführt, obwohl moderne Methoden der Endometriumablation zur Verfügung stehen, dabei das modernste Verfahren - die Novasure - Methode.

Antwort vom Autor am 09.05.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrter Herr Kollege Hirsch, herzlichen Dank für Ihren wichtigen Kommentar. Heute gibt es hervorragende Möglichkeiten, bei Blutungsstörungen eine Gebärmutterentfernung zu vermeiden. Die von Ihnen angesprochenen modernen Verfahren sind sehr schonend und effektiv. MfG Prof. Goeschen

04.05.2012 - 16:35 Uhr

Mir wurde im Alter von 32 Jahren die Gebärmutter...

von manuela

... entfernt, da ich unter starken Schmerzen bei der Regel und einer sehr starken und lange anhaltenden Regelblutung litt. bis heute, 14 Jahre später, habe ich diesen Schritt nie bereut. ich leide nicht unter Blasen- oder Darmproblemen und habe auf keinen Fall Probleme beim Sex. Einen Vorfall von Blase und Scheide habe ich noch nie bemerkt, mir geht es nach der Gebärmutterentfernung besser als jemals zuvor.

Antwort vom Autor am 07.05.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Manuela, herzlichen Dank für Ihren positiven Kommentar, mit dem Sie allen Frauen Mut machen, die ihre Gebärmutter entfernen lassen mussten oder müssen. Es gibt nach wie vor klare Indikationen, wann eine Gebärmutter entfernt werden sollte und wann nicht. Wenn die Gebärmutter erkrankt ist und es keine Alternative gibt, bleibt in der Regel nur die Gebärmutterentfernung. Viele dieser Frauen sind nach der Operation glücklich, weil ihre durch die erkrankte Gebärmutter bedingten Beschwerden geheilt wurden. Das ist wunderbar und soll auch so bleiben. Wenn aber eine Frau unter einer Senkung oder einem Vorfall leidet, ist das ein Bindegewebsproblem. Die Stütz- und Haltebänder haben infolge der Bindegewebsschwäche nachgegeben und und können daher die Beckenorgane - Scheide, Gebärmutter, Blase, Darm - nicht mehr ausreichend abstützen. Je nachdem, welche Haltestrukturen betroffen sind, werden sich ein oder mehre Beckenorgane senken. Scheide, Gebärmutter, Blase, Darm sind aber selbst nicht erkrankt. Ihre Funktion kann sich allerdings verändern, weil sie sich nicht mehr in der richtigen Position befinden. Harn-, Stuhlinkontinenz, ständiger Harndrang, Blasenentzündungen sind typische Beschwerden. Es wird in dieser Situation wohl kaum jemand auf die Idee kommen, die Scheide, die Blase oder den Darm zu entfernen, nur weil sich diese Organe gesenkt haben. Vielmehr wird man, wie bei einem Knochenbruch, alles wieder zu richten versuchen, so dass die Organe wieder normal arbeiten können. Auch die Gebärmutter ist bei einer Senkung in der Regel gesund. Warum soll nun ausgerechnet dieses gesunde Organ entfernt werden, wenn es keine Indikation dafür gibt? Aus medizinischen Sicht ist eine Gebärmutterentfernung im Rahmen einer Senkungsoperation sogar von Nachteil, wie neue wissenschaftliche Arbeiten zeigen: Nach Gebärmutterentfernung entwickeln Frauen dreimal häufiger Blasen- und Darmprobleme. Umso mehr muss sich also der Arzt bei einer Senkungsoperation fragen, ob eine Entfernung der Gebärmutter indiziert ist. MfG Prof. Goeschen

23.04.2012 - 22:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Goeschen, ihr Artikel...

von A. Fröhlich

... bestätigt die Erfahrungen vieler Frauen, danke vielmals für die Erklärungen. - Dennoch würde mich interessieren, wo oben genannte Op´s durchgeführt werden, herzlichen Dank, viele Grüße.

Antwort vom Autor am 24.04.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrte Frau Fröhlich, Herzlichen Dank für Ihr Interesse. Diese spezielle Technik wird von mir und im Krankenhaius in Würselen durchgeführt. Nähere Informationen erhalten Sie auf meiner Internetseite unter carpe-vitam.info. MfG Prof. Goeschen

21.04.2012 - 08:13 Uhr

Leider wurde meiner Frau ohne jegliche Beratung...

von H Schuster

... die völlig gesunde GM entfernt.Leider hat Sie auf mich nicht gehört,ich hatte mich im vorfeld informiert und wuste das die OP Probleme bringen würde.Nicht nur das sie nach der OP fast gestorben wäre,jetzt hat sie erst richtig Probleme mit der Blase,sie ragt jetzt in voller Größe in die Scheide hinein.Normalerweise müsste mann die Frauenärztin und den Operateur verklagen.

Antwort vom Autor am 24.04.2012
Prof. Dr. med. Klaus Goeschen

Sehr geehrter Herr Schuster, Leider kommt es nach Entfernung der Gebärmutter bei Senkung nicht selten zu dem von Ihnen geschilderten Problem. Blutungen und eine erneute Senkung können vorkommen. Auch aus diesen Gründen sollte bei einer Senkung auf eine Gebärmutterentfernung verzichtet werden. MfG Prof. Goeschen


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