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Pränatale Ultraschalldiagnostik

Pränatale Ultraschalldiagnostik

Hille Franke

von Hille Franke
verfasst am 01.04.2009

Seit etwa 25 Jahren werden Ultraschalluntersuchungen routinemäßig bei der Schwangerenbetreuung durchgeführt. In dieser Zeit gab es eine rasante technische Entwicklung und die Möglichkeiten der pränatalen Ultraschalldiagnostik sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken.

Im Rahmen der allgemeinen Mutterschaftsvorsorge sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Viele gynäkologische Arztpraxen bieten darüber hinaus noch weitere Untersuchungen an.

Zu den wichtigsten Methoden der pränatalen Ultraschalldiagnostik zählen hierbei:

  • Das Ersttrimester-Screening zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche mit einem frühen Organultraschall und einer Nackentransparenz-Messung zur Risikoberechnung einer Chromosomenstörung,

  • der feindiagnostische Organ-Ultraschall zwischen der 20. und 21. Schwangerschaftswoche

  • und die Doppler-Sonographie ab der 27. Schwangerschaftswoche zur Messung der kindlichen Blutflüsse.


Welche Untersuchungsmethode eingesetzt wird, richtet sich nach

  • der Schwangerschaftswoche

  • und der speziellen Fragestellung (Alter der Schwangeren, familiäre Vorbelastung, auffälliger Vorbefund etc.)


In den meisten Fällen trägt eine pränatale Untersuchung dazu bei, dass die werdenden Eltern den weiteren Schwangerschaftsverlauf beruhigt und erleichtert erleben können. Manchmal resultieren aber aus einem Untersuchungsergebnis neue Fragestellungen und Konflikte – insbesondere, wenn eine kindliche Fehlbildung oder Behinderung diagnostiziert wurde.

Ob die werdenden Eltern eine solche Untersuchung vornehmen lassen wollen oder nicht, ist unter Umständen eine schwierige Entscheidung. Folgende Überlegungen können dabei hilfreich sein:

  • Welches Risiko sind wir bereit durch die Untersuchung einzugehen?

  • Was würde es für uns bedeuten, von einer Erkrankung oder Behinderung meines Kindes zu erfahren?

  • Welche Konsequenzen würden wir aus einem auffälligen Befund ziehen?


Werdende Mütter und Väter sollten sich von ihrem Arzt ausführlich beraten lassen und den medizinischen Nutzen und die Grenzen der verschiedenen Untersuchungsmethoden kennen. Bei weitergehenden Fragen und Konflikten im Zusammenhang mit der pränatalen Diagnostik können sie sich auch an eine Beratungsstelle wenden.

Bitte bedenken Sie:
Mit Hilfe der modernen Untersuchungsmethoden werden viele Erkrankungen oder Fehlbildungen des Ungeborenen frühzeitig erkannt. All diese Untersuchungen können jedoch nie für ein vollkommen gesundes Kind garantieren.

Nützlicher Link zum Errechnen der Schwangerschaftswoche:
http://dostal-gyn.de/ssw-rechner

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