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Sport trotz Periode? - Die (sportlichen) Tage

Sport trotz Periode? - Die (sportlichen) Tage

Leonie Awad

von
verfasst am 29.03.2011

Der untere Teil des Bauches ist gewölbt und aufgebläht, die enge Jeans kneift und die Stimmung ist im Keller! Ganz Klar: Es kündigt sich die Periode an. Was hilft gegen die Nebenwirkungen der Menstruation und vor allem sollte man während den Tagen Sport treiben oder eher pausieren?

Fast jede Frau kennt das ziehen und kneifen im Unterleib, die plötzlich auftauchende Gereiztheit, Blässe und Kopfschmerzen als Begleiterscheinungen der Periode. Schon in der Pubertät kann die Periode anfangen das Leben junger Mädchen zu stören, die Reihe der Mädchen die beim Sportunterricht auf der Bank sitzen und sich den Bauch halten ist in der Pubertät meistens lang. Während sich der Sportlehrer im stillen fragt ob das nur die Ausreden der faulen jungen Mädchen sind, fragen sich auch die Mütter der Mädchen was man der eigenen Tochter zwecks Periode und Sport raten sollte. Wie gehe ich selbst mit der Periode um, Sportverbot oder erst recht viel Sport machen, was empfehlen die Ärzte und gibt es überhaupt richtig und falsch in dieser Angelegenheit?

Wie stark die körperlichen Beschwerden oder psychischen Auswirkungen auftreten ist sehr individuell und vielfältig. Aktuelle Studien haben ergeben das Mutter und Töchter oft über die gleichen Beschwerden klagen.

Wie kommt es zu den Schmerzen im Körper?
Die Versorgung der Blutgefäße in der Gebärmutter Schleimhaut nimmt ab und es kommt zur Freisetzung von hormonähnlichen Stoffen. Die Gebärmutter löst Kontraktionen aus, um das Blut und die Reste und Schleimhautreste loszuwerden. Die Gebärmutter zieht sich dabei zusammen wie bei einer Geburt um sich ihres Inhaltes zu entledigen, dies kann Schmerzen verursachen.

Prämenstruelles Syndrom
Viele Frauen haben keine Probleme während den Tagen, sondern werden von Beschwerden geplagt die vor den Tagen eintreten. Die Ursachen für das so genannte Prämenstruelle Syndrom sind weitgehend ungeklärt. 85% aller Frauen kennen die Symptome die beim PMS auftreten können aber nur bei 3-8 % sind die Symptome so stark ausgeprägt, dass sie die Lebensqualität beeinflussen. Einige typische Symptome sind Nervosität, seelische Verstimmtheit, Schwellung der Brust, Völlegefühl, Verdauungsbeschwerden, Hitzewallungen, Hautunreinheiten, Gewichtszunahme und Gelenkschwellungen. Es gibt zahlreiche Erklärungsmodelle die psychologische (z. B.: unterbewusster Kinderwunsch) sowie hormonelle Abläufe (z.B.: Gelbkörperschwäche) als Ursache diskutieren.

Sport als Therapie?
Die medizinische Empfehlung der Frauenheilkunde im 18. und 19. Jahrhundert empfahl den Leidenden sich zu schonen: Tanzen und Reiten war untersagt und es wurden Wickel und eine bestimmte Diät verordnet. Aktuelle Studien und Forschungsergebnisse lassen uns heutzutage andere Empfehlungen formulieren. Was den Sport betrifft so fördert dieser die Durchblutung und auch das psychosoziale Befinden. Die DGSP (Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V.) empfiehlt den Schülerinnen regelmäßig auch während den Tagen den Sportunterricht zu besuchen, es fördert die psychische und körperliche Ausgeglichenheit und ebnet den Weg in eine angenehmere Regelzeit auch nach der Pubertät. Es gibt heute keine Verbote mehr, Schwimmen ist empfehlenswert und mit Tampon auch hygienisch gut machbar.

Was hilft:

    1. Moderater Sport: Die Durchblutung wird verbessert und das Unwohlsein wird weniger wahrgenommen, die Stimmung verbessert sich und auch auf den Stoffwechsel kann der Sport positive Effekte haben.
    2. Wärme: Wärmflasche auf den Bauch und Rücken legen gegen die Schmerzen, das entspannt und entkrampft.
    3. Mönchspfeffer: Er regt die Bildung des Gelbkörperhormons (Progesteron) an und vermindert somit das PMS.
    4. Trinken: Viel Wasser und entwässernde Kräutertees (Brennessel, Löwenzahn) diese helfen gegen die Wassereinlagerungen beim PMS. Fenchel, Anis und Kümmel helfen gegen Blähungen und Völlegefühl.
    5. Magnesium: Magnesium wirkt krampflösend und kann Bauchkrämpfe und Migräne lindern.
    6. Weniger Kaffee kann Blutdruck und Stressempfindlichkeit steigern, folglich verschlechtert Koffein die PMS-Beschwerden.
    7. Bestimmte Medikamente gegen Regelschmerzen wirken krampflösend und verhindern den Schmerz.
    8. Entspannen: Entspannen und Stress vermeiden!


Mein persönlicher Tipp
Ganz normal weiter Sport treiben und sich nicht von der Regel abschrecken lassen! Moderaten Sport steht nichts im Weg. Mein privates Hausmittel: Gegen Regelschmerzen hilft es Mandeln zu essen, Schwimmen zu gehen und ein moderates Ausdauertraining zu absolvieren!

Eure Leonie
My Sportlady Trainingsleitung und Personal Training
Dipl. Sportwissenschaftlerin / Medien und Kommunikation

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Kommentare zum Artikel (2)


24.02.2013 - 21:33 Uhr

aber was ist wenn die periode in die hose geht und...

von larissa

... man hat weiße sachen an?

18.04.2011 - 12:36 Uhr

ich fühl mich dabei so schlimm das ich sogar...

von mandy

... nichts esse .ist das schlimm


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