Gebärmutterentfernungen - in vielen Fällen vermeidbar

Prof. Dr. Kleine-Gunk

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© Dash - Fotolia.comIn Deutschland werden jedes Jahr etwa 100.000 Gebärmutterentfernungen vorgenommen. Etwa zehn bis 15 Prozent dieser Eingriffe erfolgen aufgrund bösartiger Tumore (Gebärmutterhals- oder Gebärmutterkörperkrebs). In diesen Fällen gibt es zur Operation in der Tat keine Alternative und der Eingriff sollte so schnell wie möglich vorgenommen werden, um die Prognose nicht zu verschlechtern.

Etwa 85 Prozent aller Gebärmutterentfernungen erfolgen allerdings aufgrund gutartiger Erkrankungen und sind damit zumindest prinzipiell vermeidbar. Hier lohnt es sich durchaus, auch einmal eine "Zweitmeinung" einzuholen. Inzwischen gibt es nämlich viele Möglichkeiten, eine Gebärmutterentfernung zu vermeiden.

Häufigster Grund für die sogenannte Totaloperation sind Myome, die zu Blutungsstörungen führen können oder gelegentlich auch durch ihre schiere Größe Beschwerden verursachen.
Allerdings muss in diesen Fällen durchaus nicht immer die gesamte Gebärmutter entfernt werden, sondern es besteht auch die Möglichkeit, die einzelnen Myome auszuschälen (Enukleation). Dies kann per Bauchschnitt, in vielen Fällen auch per Bauchspiegelung (Laparoskopie) beziehungsweise per Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) erfolgen. Der Eingriff bietet sich immer dann an, wenn nicht mehr als drei Myome vorliegen. Natürlich ist er auch immer dann zwingend, wenn noch Kinderwunsch besteht.

Eine nicht medikamentöse Therapie stellt die Myomembolisation dar. Auch mittels fokussiertem Ultraschall lassen sich einige Myome zum Schrumpfen bringen.

In vielen Fällen werden Gebärmutterentfernungen auch wegen starker Blutungen vorgenommen, die sich medikamentös nicht beherrschen lassen. Hier bietet sich eine sehr elegante Methode an, die allerdings in Deutschland bisher nur wenig Verbreitung gefunden hat. Bei der sogenannten Endometriumablation wird die Gebärmutterschleimhaut im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung abgetragen. Dies kann mit einer elektrischen Schlinge oder einem sogenannten Rollerball erfolgen. Technisch noch einfacher und sicherer ist die Anwendung von Netz- oder Ballonsystemen. In allen Fällen wird die Gebärmutterschleimhaut, die für die Blutung verantwortlich ist, bis in die tiefen Schichten verödet. Die Gebärmutter selbst bleibt erhalten und die Hormonproduktion wird nicht beeinflusst. Die Langzeitergebnisse dieser Methode sind hervorragend.

Seit Anfang 2012 steht auch eine neue medikamentöse Therapie zur Behandlung von Myomen zur Verfügung. Mit sogenannten selektiven Progesteronenrezeptormodulatoren (SRPN´s) lassen sich Myome gezielt verkleinern. Übermäßig starke Blutungen werden schnell unter Kontrolle gebracht. Zur Zeit ist das Medikament nur zur Vorbereitung auf einen chirurgischen Eingriff zugelassen. Da die Verminderung des Myomvolumens jedoch auch nach Absetzen der Medikamente anhält, zeichnet sich bereits jetzt ab, dass viele Frauen damit eine Gebärmutterentfernung eventuell auch ganz vermeiden können. Siehe hierzu auch den Artikel "Myome - neue medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten".

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Kommentare zum Artikel (28)


23.09.2016 - 19:54 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Kleine-Gunk, vor...

von Val B.

... 5 Jahren ist mein HB aufgrund von Myomen und starken Blutungen auf 6 runter gegangen. Ich bekam ein Medikament, welches ich sie aber nicht so gut vertrug. Ich konnte es dann im November 2015 absetzen, weil mein HB wieder normal war und die Myome eine Spur kleiner geworden waren. Leider sind meine Blutungen seit Beginn des Jahres wieder sehr stark und mein HB war im Mai wieder auf 8 gesunken. Ich nahm ein anderes Medikament 3 Monate lang ein. Dank 6 Eiseninfusionen + dem Wegbleiben der Blutungen durch das Medikament ist mein HB jetzt wieder auf 13,3. Aber kaum hatte ich das Medikament abgesetzt, sind die Blutungen wieder gekommen! Meine Frauenärztin ließ mir die freie Entscheidung zwischen Endometriumablation oder einer Hysterektomie. Besteht die Gefahr, dass die Schleimhaut schnell wieder anwächst wie nach dem Absetzen der Medikamente? Mit freundlichen Grüßen

13.09.2016 - 16:16 Uhr

Mein Frauenarzt rät mir, meine Gebärmutter...

von Corinna B.

... entfernen zu lassen. Ich habe sehr starke Blutungen. Eine Ausschabung hat nicht geklappt, weil mein Muttermund nur 3 cm auf geht. Mein Sohn ist vor 18 Jahren per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen, weil mein Muttermund nur 3 cm offen war. Ich bin so unsicher. Was raten Sie mir? Mit freundlichen Grüßen, Corinna B.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 14.09.2016
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, dies ist wieder einmal ein Fall, der sich auf Distanz und ohne eigene Untersuchung nur schwer beurteilen lässt. Letztendlich ist es sehr selten, dass eine Ausschabung nicht durchgeführt werden kann, weil sich der Muttermund nicht öffnet. Zum Einen kann man vor der Operation versuchen, durch die Vorlage von prostaglandinhaltigen Zäpfchen (Cytotec) den Gebärmutterhals so vorzubehandeln, dass eine Aufdehnung leichter möglich ist. Zum Anderen besteht in Narkose die Möglichkeit, durch bestimmte Instrumente den Muttermund nach und nach aufzudehnen. Vielleicht sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt noch einmal auf diese Möglichkeiten an. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

24.07.2016 - 11:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Kleine-Gunk, ich...

von Margitta

... habe nach zwei Jahren Menstruationpause aus heiterem Himmel Blutungen bekommen, bin dann sofort zu meinem Frauenarzt und die hat mir nun zu einer OP geraten. Es soll eine Ausschabung und Gewebeprobe aus dem Gebärmutterhals vorgenommen werden. Nun bin ich am überlegen, ob ich die OP durchführen lassen soll, oder gleich die Gebärmutter rausnehmen lassen soll. Ich bin 54 Jahre alt und verübe körperlich schwere Arbeit. Was wäre Ihre Meinung? Mit freundlichen Grüßen, Margitta

21.06.2016 - 09:30 Uhr

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

von Johanna

19.06.2016 - 18:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Kleine-Gunk, ich...

von Johanna

... (66 Jahre alt) habe einen Gebärmuttervorfall (bereits sicht- und spürbar). Ansonsten ist alles in Ordnung - ich habe keine weiteren Beschwerden. Raten Sie mir zu einer Gebärmutterentfernung oder zu einer Hebung z.B. mittels eines Netzes? Die möglichen Folgen einer Entfernung, wie vorzeitiger Wechseljahresbeginn oder sich nicht mehr als vollwertige Frau fühlen, spielen ja keine Rolle mehr. Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Johanna H.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 20.06.2016
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, in Ihrem Fall würde ich zu einer Entfernung der Gebärmutter raten. Die Operationsergebnisse sind danach langfristig gesehen besser. Und mit 66 Jahren ist - wie Sie selber richtig vermerken - der Gebärmuttererhalt nicht mehr so wichtig, wie bei einer jüngeren Frau, die eventuell sogar noch Kinderwunsch hat. Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

14.06.2016 - 22:23 Uhr

Hallo, ich habe eine vergrößerte Gebärmutter...

von Johanna

... (doppelt so groß als normal) aufgrund 3 Myome. Das größte ist ca. 8 cm. Meine Blutungen sind so stark, dass mein HB-Wert bei 4,8 war. Ich wurde mit Eiseninfusionen wieder aufgepuscht. Dann kam es jedoch wieder zu Blutungen, die mit Esmya gestoppt wurden. Aber Esmya verursacht Ödeme, was wiederum schlecht für mein Lipödem ist. Deswegen möchte ich es nicht mehr nehmen. Jetzt blute ich bereits wieder seit 8 Tagen. Zwei Ärzte raten mir zur Entfernung der Gebärmutter ohne Hals und ohne Eierstöcke - also nur den Körper. Ich habe von der Goldnetzmethode gelesen. Ist diese Methode bei mir anwendbar? Ich würde gerne meine Gebärmutter behalten. Ich habe übermorgen einen Termin zur Gebärmutterspiegelung und Ausschabung mit Gewebeentnahme als Vorbereitung für die Entfernung. Gibt es irgendeine Möglichkeit, meine Gebärmutter zu retten? Ich bin 51 Jahre alt. Eine Einschätzung würde mir sehr helfen. Vielen Dank!

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 15.06.2016
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, im Vordergrund Ihrer Beschwerden stehen ganz offensichtlich die starken Blutungen. Eine Verödung des Endometriums (die Goldnetzmethode) wäre daher eine Alternative zur Gebärmutterentfernung. Voraussetzung für den Eingriff ist allerdings, dass die Myome nicht zu weit in die Gebärmutterhöhle hineinragen. In diesem Fall lässt sich das Netz nicht vollständig entfalten und der Therapieerfolg würde ausbleiben. Falls Sie nun ein Gebärmutterspiegelung vornehmen lassen, kann der entsprechende Operateur die Gebärmutterhöhle genau einsehen und beurteilen, ob eine entsprechende Behandlung erfolgreich wäre. Weisen Sie ihn vor der Operation vielleicht noch einmal darauf hin. Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Prof. Dr. med Bernd Kleine-Gunk

13.01.2016 - 15:58 Uhr

Ich hatte am 12.01.2015 einen Termin zur...

von Andrea

... Kürettage und Hysteroskopie, da meine Frauenärztin ein Uterus Myomatosus und ein 2 x 2,7 cm großes intracavitäres Myom entdeckt hatte. Vorher hatte ich immer regelmäßig meine Menstruation, jetzt nicht mehr. Meine Frauenärztin meint, ich solle die Gebärmutter entfernen lassen. Was ich jedoch nicht möchte. Der Befund aus dem Krankenhaus lautet: Sh Hyperplasie, Hysteroskopisch faustgroßer Uterus (8 cm), nach links ausladend. Meine Frage lautet, ist dies ein Grund die Gebärmutter entfernen zu lassen? Welche Alternativen würden mir etwas bringen?

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 18.01.2016
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, wichtig in diesem Zusammenhang ist vor allem der histologische Befund. Handelt es sich bei der Hyperplasie um eine einfache Hyperplasie oder um eine Hyperplasie mit Atypien? Falls bei der histologischen Untersuchung keine Atypien nachgewiesen wurden, so besteht auch kein Grund, die Gebärmutter zu entfernen. In diesem Falle wäre z.B. eine Endometriumablation völlig ausreichend. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

24.12.2015 - 12:14 Uhr

Sehr geehrter Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk,...

von Celin

... vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Ich habe mich an Ihren Rat gehalten und mich schnellstmöglich operieren lassen. Also mein Martyrium begann schon bei der Ankunft letzte Woche am 17.12.2015 in der Uni in Mainz, da wollte mich eine Studentin über die OP aufklären. Da sagte ich aber, ich hätte gern den Chefarzt oder die Oberärztin, die mich bitte auch erst mal über das MRT aufklären solle. Ich musste mir übrigens selbst einen MRT- Termin besorgen. Naja, das geschah dann auch nach 2 Stunden Wartezeit. Dann kam die OP, eigentlich mit PDA plus Vollnarkose. Das war alles so mit dem Narkosearzt besprochen. Jedoch habe ich keine PDA bekommen, dafür aber eine Morphinspritze zum selber regulieren. Die OP hat der Chefarzt durch eine Bauchspiegelung gemacht. Beim Absetzen der Gebärmutter hat er leider die Blase angeritzt. Dieses Risiko war mir auch bekannt, jedoch musste der Urologe dazu kommen und die Blase nähen, weshalb ich 7 Tage einen Blasenkatheter gelegt bekommen habe.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 18.01.2016
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Celin, es tut mir natürlich sehr leid, dass es im Rahmen der Operation zu diesen Unannehmlichkeiten kam. Dennoch war die Entscheidung zu der Operation zweifellos richtig. Ich hoffe, Sie haben inzwischen alles gut überstanden. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

11.12.2015 - 18:03 Uhr

Verzweifelt! Befund vom 24.11.2015:...

von celin

... Portio-PE der Transformationszone mit einem gering differenzierten, gering verhornenden Plattenepithelkarzinom der Cervix uteri (G3), das auf dem Boden eines undifferenzierten Plattenepithellalen Carcinoma in situ (CIS) entstanden ist. Max.horizontale Tumorausdehnung 5,3mm, max. Strominvasion 2,5mm. Dysplasiefreie Endocervikalschleimhaut mit chroniche rezidivierender Cervizitis. TNM-Klassikation min.pT1a1, is, G3, L0, Pn0. FIGO-Stadium min.IA 1 Hatte am 07.12.2015 eine Ausschabung, dazu wollten sie noch eine Konisation machen, diese wäre jedoch nicht möglich gewesen da er schon zu weit eingewachsen sei. Ich verstehe nur noch Bahnhof, nun wollen sie am 16.12.2015 schon eine Hysterektomie vornehmen. Ich bin gerade mal 31 geworden und habe noch Kinderwunsch.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 14.12.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, Ihre Verzweiflung kann ich gut verstehen. Dennoch kann ich Ihnen nicht dazu raten, auf die Gebärmutterentfernung zu verzichten. In viele Fällen ist eine Hysterektomie vermeidbar. Bei Vorliegen eines Krebses sollte man jedoch keine Kompromisse machen. Ich würde auch den geplanten Op-Termin nicht verschieben. Ein solcher Tumor ist deshalb bösartig, weil er invasiv wächst und potenziell auch streuen kann. Je schneller also die notwendige Operation durchgeführt wird, umso besser. Verlieren Sie also bitte keine Zeit damit, weitere "Zweitmeinungen" einzuholen. Die Ihnen vorgeschlagene Operation ist die einzig richtige. Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit verbleibe ich Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

15.11.2015 - 11:52 Uhr

Sehr geehrter Professor, nachdem ein schnell...

von Ester

... gewachsenes Myom (von ca.7-15,6 cm in ca. 5-6 Monaten) diagnostiziert wurde, erhielt ich zwei sehr unterschiedliche Meinungen zur Behandlung und holte mir eine dritte. Die erste war, dass es verdächtig sei und auf jeden Fall eine Entfernung der GM mit Hals angebracht sei per Bauchschnitt. Die zweite Meinung (Klinik, in die ich wegen sehr starker Beinschmerzen und Schwellung von FA eingewiesen wurde), dass Bösartigkeit unwahrscheinlich sei und man mit 50/50 Prognose versuchen könne minimalinvasiv zu operieren (entfernend) oder auch mit Bauchschnitt erhaltend bzw. zumindest teilerhaltend. Von Embolisation wurde abgeraten wegen (wenn ich es richtig im Kopf habe) sehr starker Durchblutung und großen Blutgefäßen. Gefahr, dass Eileiter mitembolisiert würden. Da dies so unterschiedlich war, holte ich mir in einer anderen, leider weit entfernten, Klinik in der Myomsprechstunde noch eine Meinung. Dort würde man zunächst embolisieren und dann nach 14 Tagen mit Bauchschnitt operieren und versuchen, dies erhaltend zu tun. Diese Op wurde dort 20x gemacht, davon 18 gut verlaufend. Ich lege trotz 48 Jahren Wert auf Erhaltung sofern möglich. Der Befund lautet auf 2 Myome, davon das eine sehr groß ca. 15,7x12,3x10,1 cm (MRT) von der Hinterwand ausgehend. Verlagerung der Beckengefäße (mir tun die Beine weh, spritze Mono embolex), Verlagerung des corpus uteri (welcher angrenzend an das linke Leistenband situiert ist mit dortigen Nachweis eines zweiten subserösen Myoms ventrokaudal lks. lateral) und der Ovarien ventrolateral. Da steht natürlich noch mehr im Bericht :) Ansage: es soll so schnell wie möglich gemacht werden. Starke, 4 Wochen anhaltende Blutungen hatte ich das erste mal seit 2 Jahren. Nachdem ich nun versucht habe, mir über das Net eine Meinung zu bilden über Risken und Chancen bin ich nicht klar, wie ich mich entscheiden soll...Vielen Dank im Voraus, viele Grüße Ester

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 23.11.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, es ist immer schwierig, ohne eigene Untersuchung und Ultraschalldarstellung dezidierte Ratschläge zu geben. Aber nach dem, was Sie berichten, kann ich Ihnen allerdings folgendes mitteilen. Erstens: Lassen Sie sich nicht in Krebsangst versetzen. Falls es sich tatsächlich um Myome handelt, so ist auch ein rasches Wachstum kein Hinweis auf Bösartigkeit. Sie haben also auf jeden Fall Zeit, sich eine zweite oder auch dritte Meinung einzuholen. Zweitens: Zunächst eine Embolisation vorzunehmen, um dann eine Operation durchzuführen, halte ich für unsinnig. Die Embolisation ist ein relativ aufwendiger Eingriff, der mit einer hohen Strahlenbelastung und auch mit nicht unerheblichen Schmerzen verbunden ist. Dieses nur durchzuführen, damit bei der Operation das Myom etwas verkleinert ist, macht sicher keinen Sinn. Hierfür gibt es inzwischen im Übrigen auch medikamentöse Alternativen (z.B. Esmya). Drittens: Falls das Myom tatsächlich größer als 15 cm ist, wird eine laparoskopische Operation gegebenenfalls schwierig. Bei einem Bauchschnitt ist es für einen erfahrenen Operateur allerdings kein Problem, auch ein Myom dieser Größe Organ erhaltend zu entfernen, solange der Uterus nicht von vielen weiteren Myomen durchsetzt ist. In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Situationen weitergeholfen zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

10.09.2015 - 11:12 Uhr

Hallo, ich habe im Oktober 2014 eine Ausschabung...

von Silvia

... aufgrund ständiger Blutungen bekommen. Im März 2015 eine Endometriumablation mit Schlinge, leider ohne Erfolg. Im Juli 2015 bekam ich eine erneute Endometriumablation mit dem Rollerball. Nach 2 Monaten hatte ich erneut starke Blutungen. Nun wurde mir durch 2 Ärzte zu einer Gebärmutterentfernung geraten, da ich sonst keine Ruhe finde. Durch die dauerhaften Blutungen fühle ich mich ständig sehr müde und antriebslos. Hormone sollte ich nicht nehmen, da ich thrombosegefährdet bin. Was wäre Ihr Rat? Meine Operation wäre am 30.9.2015 LG Silvia

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 14.09.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, ein solches Versagen der Endometriumablation ist eigentlich selten. Falls die Ablation mit der Schlinge bzw. mit dem Rollerball durchgeführt wurde, so sollte eine Vorbehandlung des Endometriums erfolgen, da sonst die Eindringtiefe häufig nicht ausreicht. Insgesamt sind sowohl die Schlinge als auch der Rollerball auch eher die zweitbesten Methoden zur Endometriumablation. Sehr viel bessere Ergebnisse werden bei Anwendung des Goldnetzes erzielt. Diesbezüglich lohnt also ggf. tatsächlich noch einmal ein dritter Versuch mit dieser Methode. Anders sieht es jedoch aus, wenn zusätzliche Veränderungen vorliegen, welche für die Blutung veranwortlich sein könnten. Hier sind in erster Linie Myome zu nennen. Diese lassen sich mit keiner Technik der Endometriumablation behandeln. In diesem Fall halte ich ebenfalls die Entfernung der Gebärmutter für gerechtfertigt. Mit herzlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

01.09.2015 - 19:29 Uhr

Nach einem Herzinfarkt habe ich mehrere Stents...

von Anke

... bekommen und muss Ass 100 und Brilique nehmen. Ich habe im 3 wöchigen Rhythmus starke Regelblutungen, von einer Dauer von 7 Tagen. Bei mir wurde ein Myom festgestellt mit 3 cm Länge, die Blutungen können aber auch von der Gebärmutterschleimhaut herrühren. Welche Methode wäre da am sinnvollsten, eine Ablation oder die Gabe von Esmya? Ich würde die Gebärmutter gerne erhalten, habe auch Angst vor Blutungen bei einer OP. Ergänzend möchte ich erwähnen, dass mein HB Wert bei 5,0 liegt, ich zwei Bluttransfusionen bekommen habe. Jetzt liegt der Wert bei 8,5 , wird aber mit der nächsten Blutung wieder sinken . Danke

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 07.09.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, bei Ihrem extrem schlechten Hämoglobinwert ist es zunächst einmal wichtig, die Blutungen zu stoppen. Dies machen Sie am besten und unkomlpiziertesten mit Esmya. Unter der Einnahme dieses Medikamentes haben Sie normalerweise bereits nach 5 bis 10 Tagen eine absolute Blutungsfreiheit, die während der gesamten Dauer der Einnahme (3 Monate) auch anhält. In dieser Zeit kann sich Ihr Hb-Wert erholen. Ob dann eine Entfernung des Myomes oder ein Verödung der Gebärmutterschleimhaut die sinnvollere Maßnahme ist, läßt sich nur anhand einer Ultraschalluntersuchung entscheiden. Aber zunächst ist einmal wichtig: Ihr rotes Blutbild muss verbessert werden- und zwar ohne Bluttransfusion. In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben verbleibe ich mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

01.08.2015 - 03:35 Uhr

Guten Tag, ich 65 Jahre. Habe vor 2 Wochen eine...

von agnes

... Polypentfernung auf der Gebärmutter gehabt, soweit alles okay bis ich von meiner Ärztin erfuhr, dass im Polyp sich ein Karzinom verkapsel hat und bei den Hystologischen Untersuchung wurde das entdeckt. Meine Gynäkologin rät mir eine baldige Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke als Vorsichtsmaßnahme und sie sagte, dass ich großes Glück habe, dass alles so verkapselt ist. Ich muss auch sagen, ich hatte nie Blutungen als Hinweis. Ich bin natürlich geschockt und werde mich in der n.W. operieren lassen.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 10.08.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, in vielen Fällen gibt es zur Gebärmutterentfernung ja Alternativen. In einem Fall jedoch nicht: Beim dem Vorliegen eines Gebärmutterkrebses. Dies gilt auch für den Fall, dass dieser noch "verkapselt" in einem Polypen steckt. Ihre Entscheidung, sich operieren zu lassen ist also in jedem Fall richtig. Die Prognose ist bei derartigen Fällen im übrigen hervorragend. Mit der Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke dürfte das Thema erledigt sein. Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit verbleibe ich Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

15.06.2015 - 14:34 Uhr

Guten Tag eine Frage: bin 38 Jahre, bei mir wurde...

von Esti

... vor 1,5 Jahren Myome in der Gebärmutter entdeckt. Bei mir wurde damals eine Ausschabung gemacht, weil ich auch noch was in Gebärmutterhals hatte. Ich hatte ständig Blutungen, mal mehr mal weniger. Meine Frauenärztin riet mir zu einer Hormonspirale, um zu versuchen die Blutungen in den Griff zu bekommen und damit die Myome nicht weiterwachsen. Seitdem sind jetzt 1,5 Jahre vergangen. Die Myome sind gleich geblieben, aber mit Blutungen hab ich bis jetzt immer noch Probleme. Sie meint jetzt, dass mit mirena nichts ist und ich soll vielleicht über eine Gebärmutterentfernung nachdenken, da es keine andere Möglichkeit gibt. Ich habe viele Myome. Was meinen Sie dazu?

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 17.06.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, wenn die starken Blutungen bei Ihnen im Vordergrund stehen und die Myome selbst sonst keine Beschwerden machen besteht evtl. noch die Möglichkeit einer sogenannten Endometriumablation. Dabei wird die Schleimhaut in der Gebärmutterhöhle durch unterschiedliche Techniken (Netz, Ballon, etc.) hitzeverödet. Voraussetzung für diese Methode ist allerdings, dass die Gebärmutterhöhle sellbst frei ist von Myomen, da sonst nicht alle Bereiche der Gebärmutterhöhle erreicht werden können. Diese Fragestellung lässt sich relativ einfach über eine Ultraschalluntersuchug von der Scheide aus klären. Voraussetzung für die Durchführung des Verfahrens ist natürlich auch, dass kein Kinderwunsch mehr besteht. So wie ich Ihr Schreiben verstanden habe, ist dies bei Ihnen aber auch nicht mehr der Fall. Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit verbleibe ich Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

16.05.2015 - 15:39 Uhr

Ich bin 66 Jahre und hatte vor 2 Wochen einen...

von Marlies

... Gebärmuttervorfall mit Bandriss. Sie OP (vaginale Entfernung) ist in zwei Wochen. Leider habe ich bei den alternativen Möglichkeiten nichts gefunden, was ich auf meine Situation beziehen könnte! Gibt es Alternativen? Vielen Dank!

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 18.05.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, bei Senkungserkrankungen und Gebärmuttervorfall gibt es inzwischen eine große Bandbreite möglicher Operationen.Welche davon im jeweiligen Fall die günstigste ist hängt aber natürlich vom individuellen Befund ab. Wichtig ist auch die Frage, ob lediglich eine Senkung vorliegt oder ob diese mit einer Harninkontinenz (unwillkürlichen Urinverlust) verbunden ist. All dies lässt sich nur im Rahmen einer persönlichen Untersuchung abklären, sodass ich um Ihr Verständnis bitte, Ihnen auf diesem Wege keine dezidierte Therapieempfehlung zukommen lassen zu können. Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit verbleibe ich Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

24.04.2015 - 00:03 Uhr

Hallo, ich hoffe, dass Sie mir weiterhelfen...

von Kerstin

... können. Ich habe seit letzten Sommer ziemliche Beschwerden. Meine Periode kommt zyklisch zwar regelmäßig alle 28 Tage, doch wurden seitdem die Blutungen immer stärker und dauerten länger an - das ist bis dato so. Mein Frauenarzt überwies mich nun ans Neuwieder DRK Krankenhaus, da meine Gebärmutter vergrössert ist u. Myome entdeckt wurden. Gestern wurde eine Ausschabung durchgeführt, die laut Arztbrief zu folgendem Ergebnis führte: VU: Vulva u. Vagina mit regelrechtem Epithelüberzug. Fluor albus. Portio glatt. Uterus palpatorisch anteflektiert, mobil, indolent und vergrössert. Adnexbereich bds. unauffällig tastbar. Vag. Sono: Uterus anteflektiert 10,8 x 4,7 cm. Myom von 4,0 x 2,01 cm. Ovar rechts: 2,47 x 3,98 cm. Ovar links: 1,12 x 1,99 cm. Keine freie Flüssigkeit im Douglasraum. Ich leide seit letztem Sommer auch an einer chron. Eisenmangelanämie durch die starken Blutungen. Dadurch bin ich mittlerweile im Alltag deutlich eingeschränkt, immer sehr müde, mir ist schwindlig und übel, zudem machen mir gehäufte Gedächtnislücken schwer zu schaffen. Gestern nach der OP sagte mir der Oberarzt, dass man mir sehr viel Gebärmutterschleimhaut entfernt hat, die Gebärmutter vergrössert ist und Myome in der Gebärmutterinnenwand sitzen, die nicht operabel sind. Daher wurde mir zu einer Entfernung geraten. Ich möchte das noch nicht, da ich nach wie vor einen Kinderwunsch habe, auch wenn ich schon 44 bin. Ich habe zwar schon einen Sohn von 12 Jahren, aber dieser ist nicht von meinem Mann, sondern aus einer früheren Beziehung. Mein Mann ist eingeschränkt zeugungsfähig. Deswegen hatte ich schon 3 künstliche Befruchtungen, wo ich auch gleich bei der ersten schwanger wurde, aber eine FG hatte. Spontan war ich 2008 und 2014 schwanger von meinem Mann, aber auch da hatte ich FG. Ich bin total verzweifelt über die jetzige Diagnose, weil ich mich nicht wirklich operieren lassen möchte. Ich würde selbst eine längere Anreise auf mich nehmen, wenn ich wüßte, dass man mir helfen kann. Vielleicht gibt es ja noch Alternativen, damit ich meine Gebärmutter behalten kann. Ich hoffe auf Ihre Hilfe und eine baldige Rückantwort.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 27.04.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, zunächst einmal muss sicherlich darauf hingewiesen werden, dass die Chancen schwanger zu werden in Ihrem Lebensalter und mit der entsprechenden Vorgeschichte nur noch sehr gering sind. Dennoch gilt natürlich: So lange noch Kinderwunsch besteht, sollte alles unternommen werden, die Gebärmutter zu erhalten. Ob dies in Ihrem Fall möglich ist, läßt sich leider an Hand der von Ihnen gemachten Angaben nicht beantworten. Hierzu ist es tatsächlich notwendig, eine entsprechende Untersuchung (vor allem mittels transvaginalem Ultraschall) vorzunehmen. Eine schriftliche Beschreibung über Größe und Lage der Myome ist hierfür nicht ausreichend. Als Faustregel gilt allerdings: Bei Vorliegen von mehr als 8 Myomen ist ein organerhaltendes Vorgehen meistens nicht möglich bzw. auch nicht sinnvoll. Liegt die Myomzahl darunter, ist zumindest theoretisch ein Entfernen der Myome unter Erhalt der Gebärmutter möglich. In der Hoffnung Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

09.04.2015 - 10:40 Uhr

Ergänzung meiner Anfrage vom 30.03.2015 Die...

von Gabi

... Gewebeuntersuchung hat einen gutartigen Befund ergeben. Ist trotzdem eine vollständige Entfernung der Gebärmutter und des Eierstocks notwendig oder gibt es Alternativen?

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 12.04.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, falls die Gewebeuntersuchung einen gutartigen Befund ergeben hat, halte ich eine Entfernung der Gebärmutter für nicht erforderlich. Mit 53 Jahren ist abzusehen, dass in relativ kurzer Zeit die Wechseljahre eintreten werden. Dann sind die Blutungen kein Thema mehr und auch die Myome werden nicht weiter wachsen. Es gilt nun also im wesentlichen, diese kurze Zeit zu überbrücken. Bei evtl. Wiederauftreten von Blutungen können hier ggf.. Medikamente (z.B. Esmya) hilfreich sein. Bitte sprechen Sie diesbezüglich noch einmal mit Ihrem behandelnden Arzt. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

30.03.2015 - 11:33 Uhr

Ich bin 53 Jahre alt. Mein Hausarzt hat eine...

von Gabi

... starke Eisenmangelanemie festgestellt. Die Abrasio mit Cervixpolypabtragung haben einen deutlich vergrößerten Uterus (10x10cm) und einen 5cm großen Tumor am Adnex links ergeben. Die Gewebeuntersuchung steht noch aus. Sollte es sich nur um Myome handeln, ist dann eine vollständige Entfernung der Gebärmutter und des linken Eierstocks unumgänglich oder gibt es Alternativen? Im Vorfeld der Diagnosik hatte ich als Beschwerden nur starke Monatsblutungen aufzuweisen.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 31.03.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, um Ihre Frage zu beantworten benötige ich bitte zwei zusätzliche Informationen. Erstens: Was hat die Gewebeuntersuchung Ihrer Ausschabung ergeben? Zweitens: Handelt es sich bei dem 5cm großen Tumor tatsächlich um einen Tumor am Adnex (das wäre der Eierstock) oder um ein gestieltes Myom? Bitte wenden Sie sich mit diesen Fragen zunächst noch einmal an Ihren behandelnden Arzt. Danach kann ich Ihnen dann mehr sagen. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

23.03.2015 - 13:04 Uhr

Ich bin 52 Jahre und habe seit Spt. 2014 keine...

von Petra

... Regel mehr. Bei mir wurde ein Myom 2,3 cm am Rand der Gebärmutter diagnostiziert. Früher hatte ich immer sehr starke und schmerzhafte Regelschmerzen, seit 20 Jahren bin ich sterilisiert. 2006 hatte ich eine Endometeriose und ein Myom. Diese wurde über eine Bauchspiegelung gemacht.Da ich starke Lendenschmerzen habe, meinte meine Frauenärztin, dass ich mir die Gebärmutter entfernen lassen könnte. Nun weiß ich nicht, ob ich es machen lassen soll und wenn ja, mit welcher Methode. Könnten Sie mir eine Klinik in der Nähe von Ingolstadt empfehlen? Meine Ärztin macht keine OP's.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 24.03.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, in Ihrem Fall läßt sich die Antwort sehr eindeutig formulieren: Sie benötigen keine Operation. Myome entarten nicht. Aus diesem Grund muss kein Myom vorsorglich entfernt werden. Mit 2,3cm ist das Myom nicht sonderlich groß. Insofern kann es keine Druck auf Nachbarorgane machen. Das Thema Blutungen und Menstruationsschmerzen hat sich bei Ihnen mit dem Eintritt der Wechseljahre erledigt. Also: Vergessen Sie das Myom und vergessen Sie auch jegliche Operation. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

31.01.2015 - 20:48 Uhr

Hatte voriges Jahr im November ein Ausschabung und...

von Kati

... den linken Eierstock entnommen bekommen. Hatte danach am 23.12 eine Ausschabung ,habe jetzt schon wieder 2 Wochen meine Regelblutung. Jetzt weiss ich nicht mehr was ich machen soll. Denke über eine Totaloperation nach hatte auch vor zwei Jahren eine Endometeriose. Können sie mir einen Rat geben was ich machen soll. Dankeschön Kati

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 04.02.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, offensichtlich stehen bei Ihnen die starken und unregelmäßigen Blutungen im Vordergrund. Da muss nicht unbedingt eine Totaloperation durchgeführt werden. Ein sehr elegantes Verfahren ist z.B. die Endometriumablation, bei der lediglich die Gebärmutterschleimhaut verödet wird. Hierzu gibt es unterschiedliche Techniken, die in dem Artikel ja auch beschrieben werden. Bitte sprechen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin doch noch einmal auf die Möglichkeit der Endometriumablation an. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

22.01.2015 - 18:09 Uhr

Ich bin 50 Jahre alt, hatte im letzten Jahr nur...

von Melli

... imJuni und im September eine Regelblutung, Beschwerden und Schmerzen habe ich keine ,bei einer Routineuntersuchung riet mein Arzt mir zu einer Entfernung der Gebärmutter, da diese eine sehr dicke Schleimhaut mit wellenartigen Ausformungen gebildet hat. Was raten sie?

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 26.01.2015
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, von Ihrem Blutungsmuster her befinden Sie sich mitten in den Wechseljahren, was mit 50 Jahren ja auch zu erwarten ist. Während dieser Zeit sind die Blutungen häufig unregelmäßig. Es kann auch sein, dass sich über einen längeren Zeitraum vermehrt Schleimhaut in der Gebärmutter ansammelt. Keinesfalls ist dies ein Grund für eine Gebärmutterentfernung. In vielen Fällen kann man diese hoch aufgebaute Schleimhaut behandeln, indem man 10 Tage lang ein Gestagen (Gelbkörperhormon) gibt. Nach dieser Einnahme kommt es dann zumeist zu einer sogenannten Abbruchblutung. Sollten im Ultraschall Hinweise auf Bösartigkeit bestehen, so ist ggf. eine Ausschabung (Abrasio) zu erwägen. Auch in diesem Falle wäre die Gebärmutterentfernung definitiv nicht der erste Schritt. In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Erläuterungen weitergeholfen zu haben verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

04.08.2014 - 16:55 Uhr

Hallo, mein Frauenarzt hat festgestellt das ich...

von Stefanie

... eine vergrößerte Gebährmutter aufgrund eines Myoms genau in der Mitte der Gebährmutter habe. Meine starke Regelblutung war der Grund das ich es untersuchen lassen hatte. Er meine man soll ein halbes Jahr abwarten und dann kontrollieren ob es gewachsen ist. Bin darauf hin zu einem anderen Frauenarzt für eine Zweitmeinung gegangen. Dieser würde mir aber eher zu einer OP raten. was würden sie raten und gibt es da evtl doch Alternativen ?

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 15.08.2014
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, falls Sie bereit sind, ein wenig weiter zu fahren würde ich Ihnen Herrn Prof. Dr. med. Thomas Römer in Köln empfehlen. Die Anschrift lautet: Evangelisches Krankenhaus, Köln Weyertal 76, 50931 Köln. Telefon 0221/479-0. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

23.03.2014 - 22:30 Uhr

Ich bin 49 Jahre alt. Kinderwunsch ist...

von Juliana

... abgeschlossen. Mein Myom ist 7 cm groß. Mein Arzt rät mir die Gebährmutter zu entfernen. Meine Beschwerden sind oft Blasendruck und starke Blutung. Wie lange kann ich damit noch warten? Ich möchte keinen Bauchschnitt. Muss ich diese Operation so schnell wie möglich tun? Danke für die Antwort. Viele Grüße, Juliana

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 15.08.2014
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, prinzipiell ist es natürlich möglich, ein Myom zu beobachten und zum Beispiel nach einem halben Jahr zu kontrollieren, ob es gewachsen ist. Nicht warten sollte man allerdings, wenn das Myom stärkere klinische Beschwerden macht. Hierzu gehören auch starke Regelblutungen. Falls bei Ihren Blutwerten also bereits Anzeichen einer Anämie (Blutarmut) zu finden sind, würde ich bereits jetzt zu einer Therapie (operativ oder medikamentös) raten. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

06.09.2013 - 09:44 Uhr

...starke Blutung und Ferritinmangel Ferritin2...

von Inge

... Eisen 17 Transferinsättigung4 Hämoglobin8,7 da sich noch ein Myom in der Gebärmutter befindet soll ich mich Entscheiden ob ich mir die Gebärmutter Entfernen lasse.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 09.09.2013
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, die Werte zeigen, dass Sie eine ausgeprägte Eisenmangelanämie (Blutarmut) haben. Diese sollte auch unbedingt behandelt werden. Ob die Behandlung in einer Entfernung der Gebärmutter bestehen muss oder ob auch organerhaltende Verfahren (Endometriumablation etc) infrage kommen läßt sich allerdings ohne eine Untersuchung nicht sagen. Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit verbleibe ich Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

12.08.2013 - 16:50 Uhr

vor 3 Monaten hatte ich wegen immer wieder sehr...

von brigitte

... starken Blutungen und dadurch wiederkehrenden Ferritinmangel (müde....) eine sog Ausschabung. Dabei wurden in der Hystologie vorstufen von Gebährmutter-Karzinom gefunden. Nun sind die Blutungen wieder sehr stark und kräftezehrend. Noch ist das Ferritin ok. Der Vorschlag meiner FÄ ist, das Organ entfernen zu lasssen. Gibt es da auch andere Möglichkeiten? wenn allerdings bei der nächsten Kontrollausschabung im Oktober wieder Karzinomvorstufen vorhanden sind, habe ich wahrscheinlich kaum eine Wahl, oder? Ich bin 48J. und habe erwachsene Kinder. Über Rat und Ideen würde ich mich sehr freuen.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 14.08.2013
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, die Überschrift meines Artikels lautet: \"Gebärmutterentfernung - in vielen Fällen vermeidbar\". In manchen Fällen ist die Gebärmutterentfernung allerdings nicht vermeidbar - und zwar immer dann, wenn ein bösartiger Tumor vorliegt. Auch bei Vorstufen von Gebärmutterkörperkrebs sollte man sehr vorsichtig sein. Es gibt hier noch mehrere Abstufungen, sodass ich Ihren Fall nicht 100%ig beurteilen kann. Prinzipiell gilt jedoch, wenn bei der Kontrollausschabung im Oktober eine sogenannte Präkanzerose (eine Krebsvorstufe, die in einem hohen Prozentsatz in eine Krebserkrankung übergeht) gefunden wird, so ist die Gebärmutterentfernung in der Tat notwenig. Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit verbleibe ich Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

26.07.2013 - 16:10 Uhr

Mir wurde von 2 Frauenärzten eine...

von Renate

... Gebärmutterentfernung empfohlen, wegen Senkung der Gebärmutter. Ich habe keine Harninkontinenz, auch kein Myom. Ich bin 66 Jahre alt. Was soll ich tun? Vielen Dank und viele Grüße.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 29.07.2013
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, die Frage ist schwer zu beantworten, wenn man nicht selber den Befund gesehen hat. Prinzipiell gilt, dass eine Senkung nicht unbedingt operativ behandelt werden muss, solange keine klinischen Beschweren vorliegen. Dies scheint bei Ihnen nicht der Fall zu sein. Etwas anderes ist es, wenn die Senkung bereits so weit fortgeschritten ist, dass die Gebärmutter schon vor der Scheide liegt (man spricht dann auch von einem Vorfall). In diesem Fall ist eine Gebärmutterentfernung zumeist unumgänglich. In vielen anderen Fällen gibt es aber organerhaltende Alternativen. Was bei jeder Senkung empfohlen werden sollte, ist ein gezieltes Beckenbodentraining. Hier gibt es sehr viele Übungen, die einem weiteren Fortschreiten der Senkung und auch der Entwicklung einer Harninkontinenz effektiv vorbeugen können. Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

03.04.2013 - 08:36 Uhr

...ist es korrekt, dass diese Methode nur...

von Marianne

... angewandt werden kann, wenn sich keine angewachsenen Myome in der Gebärmutter befinden? Was halten Sie von der neuen Ultraschallmethode zur Rückbildung der Myome? Die starken Blutungen und krampfartige Schmerzen über mehrere Tage zwingen mich zu einer Entscheidung. Die vorgeschlagene Entfernung der Gebärmutter rückt leider in greifbare Nähe. Danke für Ihre Einschätzung

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 03.04.2013
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Sehr geehrte Patientin, die sogenannte Endometriumablation ist in der Tat nur durchführbar, wenn in der Gebärmutterhöhle selber keine Myome sind (sogenannte submuköse Myome). Die von Ihnen erwähnte Ultraschallmethode ist eine der neueren Techniken zur nicht-operativen Therapie von Myomen. Hierbei wird unter Durchleuchtung mittels eines Kernspintomographen (MRT) versucht, mittels therapeutischen Ultraschallwellen die Myome zum Schrumpfen zu bringen. Die Methode ist technisch und fianziell sehr aufwendig und auch nicht für alle Myome geeignet. Liegt das Myom z.B. nahe an der Bauchschlagader, so ist die Gefahr, dass diese mit verletzt wird groß. Ob in Ihrem speziellen Fall das Verfahren sinnvoll ist, läßt sich daher ohne entsprechende Untersuchung nicht beurteilen. Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ihr Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

03.08.2012 - 09:25 Uhr

Der Autor ist richtigerweise auf die...

von Dr. W. Hirsch

... Endometriumablation bei Blutungsstörungen eingegangen und hat dabei die Endometriumablation mit einem Netz erwähnt. Auch wir ( http://www.frauenaerzte-am-potsdamer-platz.de/ ) sind der Meinung. dass die Gebärmutter oft zu schnell entfernt wird. Deswegen möchte ich ergänzend zum Artikel auf die modernste und einfachste Form der Endometriumablation hinweisen, auf die Goldnetz - Novasure - Methode. Was ist die Goldnetz-Methode? Das Verfahren besteht in der dauerhaften Entfernung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) durch Hochfrequenzstrom, durch die zukünftige Blutungen reduziert bzw. beseitigt werden können. In Narkose wird durch den Arzt der Gebärmutterhals etwas erweitert und ein dünnes Gerät in die Gebärmutter eingeführt. Danach wird durch das Gerät ein dreieckiges Netz in der Gebärmutterhöhle entfaltet und die Grösse dem Innenraum der Gebärmutter angepasst. Durch eine Aktivierung von Hochfrequenzstrom für durchschnittlich ca. 90 Sekunden wird die Schleimhaut verschorft. Danach wird das Netz wieder in das Gerät eingezogen und aus dem Uterus heraus gezogen.

Prof. Dr. Kleine-Gunk

Antwort vom Autor am 06.08.2012
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk

Herzlichen Dank für diese Ergänzung. In einem Übersichtsartikel ist es natürlich nicht möglich, auf die einzelnen Methoden detailliert einzugehen. Das beschriebene Verfahren ist zur Zeit tatsächlich das schnellste und effektivste im Rahmen der vielfältigen Möglichkeiten der Endometriumablation. Insofern bin ich für diese Ergänzung sehr dankbar. Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk


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