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EHEC - Tipps zur Vermeidung einer Infektion

EHEC - Tipps zur Vermeidung einer Infektion

jameda

von
verfasst am 06.06.2011

1. Verzichten Sie weiterhin auf den Verzehr von rohen Lebensmitteln

Nach wie vor besteht der Verdacht, dass die aktuellen Erkrankungsfälle auf den Verzehr von rohem Gemüse zurückzuführen sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt derzeit weiterhin vorsorglich Tomaten, Salatgurken und Blattsalate nicht roh zu verzehren. Aber auch andere Lebensmittel, wie Rohmilch, nicht durchgegartes Fleisch oder unpasteurisierter Apfelsaft, können EHEC übertragen. Wir empfehlen ebenso, Waren die (z. B. im Einkaufskorb oder im Kühlschrank) mit den verdächtigen Produkten in Kontakt gekommen sind, nicht roh zu essen.   

2. Waschen Sie Obst gründlich

Wer auf Obst nicht verzichten möchte, sollte es vor dem Verzehr gründlich unter fließendem warmem Wasser waschen und - wenn möglich - schälen. Die Bakterien werden so nicht komplett beseitigt, aber deutlich verringert.

3. Sorgen Sie für eine umfassende Hygiene in der Küche

EHEC-Bakterien können bei der der Zubereitung von Speisen von einem Lebensmittel auf das andere übertragen werden, z. B. über das Schneidebrett oder durch die Verwendung des gleichen Messers. Berücksichtigen Sie daher folgende Empfehlungen:

  • Reinigen Sie zwischen den Arbeitsschritten alle Küchenutensilien, die mit rohen Lebensmitteln in Kontakt gekommen sind (Schneidebretter, Besteck, Arbeitsflächen, etc.) gründlich mit Spülmittel und heißem Wasser.
     
  • Verzichten Sie idealerweise auf Holzbrettchen, da Holz schlecht gereinigt werden kann und Wasser speichert. Bevorzugen Sie Schneideunterlagen aus gut waschbaren Materialien wie Hartplastik oder Glas.
     
  • Waschen Sie Ihre Hände vor und zwischen den Arbeitsschritten mit Seife und heißem Wasser.
     
  • Achten Sie schon beim Einkauf darauf, dass die unterschiedlichen Lebensmittel nicht gegenseitig in Kontakt kommen und lagern Sie die Waren voneinander getrennt.
     
  • Achten Sie auf eine produktgerechte, idealerweise gekühlte Lagerung der Lebensmittel.
     
  • Waschen Sie Schwämme, Lappen und Küchen-Handtücher häufig bei mind. 60°C.  
     

4. Erhitzen Sie alle Lebensmittel auf 70°C

Um die EHEC-Erreger abzutöten sollten Sie alle Lebensmittel für 10 Minuten auf mind. 70°C erhitzen. Achtung: Kälte schadet diesen Bakterien in der Regel nicht.
 

5. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände

EHEC kann auch über die sog. Schmierinfektion verbreitet werden, also durch Berühren eines kontaminierten Gegenstandes. Durch das Verschmieren infizierter Körpersekrete wie Speichel, Stuhl oder Urin werden die Krankheitserreger übertragen. Waschen Sie sich daher mehrmals täglich gründlich, d. h. mindestens 30 Sekunden mit Seife und heißem Wasser, die Hände. Bakterienansammlungen finden sich vor allem an

  • Griffen von Einkaufwagen
     
  • Haltestangen von öffentlichen Verkehrsmitteln
     
  • Handläufen in öffentlichen Treppenhäusern und Rolltreppen
     
  • Türgriffen
     
  • Computer-Mäusen 


6. Vorsicht beim Kontakt mit Tieren

Da die Bakterien durch Tiere übertragen werden, ist derzeit beim Kontakt mit Tieren Vorsicht geboten. Achten Sie vor allem darauf, nicht mit Tier-Fäkalien in Berührung zu kommen und waschen Sie sich und Ihren Kindern nach dem Streicheln, z. B. im Zoo oder auf dem Bauernhof, gründlich die Hände.

7. Reinigen Sie regelmäßig Toiletten und Waschbecken und verwenden Sie dabei Gummihandschuhe


 

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Kommentare zum Artikel (10)


22.06.2011 - 11:40 Uhr

Alle diese Tipps sind sicherlich nicht falsch. Das...

von Beratung ist angesagt!

... kann ich als Gesundheitsberaterin so sagen. Aber vielleicht sollte sich jeder mal Gedanken dazu machen, warum unsere Körper denn seit Jahren äußerst anfällig sind, das Immunsystem Körper regelrecht im Keller ist und in den Lebensmitteln wie Obst und Gemüse schon lange die Nährstoffe und Vitamine nicht mehr zu finden sind wie z.b. vor 15-20 Jahren. Der logische Menschenverstand gibt uns hierzu die Antwort. Als Alternative sehe ich nur, mit Behandlungen nach den Grundlagen der O. Medizin den Körper gegen solche Viren- und Bakterienangriffe zu stärken und zu schützen. Warum gibt es heute so viele Allergien, Unverträglichkeiten? Mal drüber nachgedacht, dass die heutigen Lebensmittel auch krank machen können?

10.06.2011 - 11:24 Uhr

Hallo zusammen, vielen Dank für Ihre...

von jameda Gesundheitsredaktion

... vielfältigen Anregungen und Meinungen. Natürlich muss jeder für sich entscheiden, wie er mit den aktuellen EHEC Meldungen umgeht. Und für all diejenigen, die besonders vorsichtig sein möchten, sind unsere Tipps gedacht. Bleiben Sie gesund, viele Grüße! Ihre jameda Gesundheitsredaktion

09.06.2011 - 21:09 Uhr

Ich hatte gerade noch mal die Tipps durchgelesen...

von Sandra

... und zu einem Ganzen gefasst: Man nehme einen riesigen Topf mit kochend heißem Wasser, hinein mit Erdbeeren, Kirschen, Gurken, Tomaten, diversen Salatblätter und weiteren (wohlmöglich!) infizierten Lebensmittel..., alles gründlich waschen und möglichst mit vorher desinfezierten Händen gründlich aus dem Topf entnehmen und Voíla... - Vitamine PUR!!! Dafür aber 0% Keime oder Erreger vorhanden! Lang lebe Robert-Koch-Institut und seine Wissenschaftler!!^^

09.06.2011 - 20:56 Uhr

Liebe Mit_Esser und Mitleser! Jeder von Ihnen hat...

von Sandra

... sicherlich irgendwo Recht, was dieses Thema anbelangt. Also... wird jeder von uns das tun und verzehren, was ihm/ihr am sichersten zusagt. Habe gestern in unserem "Supermarkt" vor dem Regal frischer, knackigen Gurken gestanden (wahrscheinlich made in Spanien!) und die waren VOLL! Ein Regal tiefer lagen die heißgeliebten BIO-Gurken, made in Germany versteht sich...- leider nur noch 2 Stück. Da wir so gerne diese essen, musste ich gnadenlos zugreifen und beide nehmen. Nicht nur weil ich bei den anderen Bedenken hätte, sondern, weil ich Bio-Gurken allgemein bevorzuge. Lasst uns doch nicht gegenseitig verrückt machen wegen weiteren paar Keime, wir müssen uns doch eh schon in vielen Sachen unterdrücken und jegliche Diäten halten. Ausserdem denkt doch nur an die armen Veganer und Vegitarier, wenn es so weiter geht - sterben die noch aus!! Fakt ist: Wir wissen alle, wie man sich die Hände waschen muss und was Desinfektionsmittel gibt es schon lange in der Apotheke zu kaufen!!! Bleibt gesund und Munter.

08.06.2011 - 21:31 Uhr

Man darf dies nicht essen, man darf das nicht...

von Egal

... essen. Und man darf es nicht roh essen. Im sommer hat man keine Lust auf die zusätzliche Hitze am Herd, da isst man die Erdbeeren, Tomaten oder gurken gerne roh. Ich selbst bin nicht solch ein fleischesser, mag nun mal lieber Gemüse. Hier ist jemand gestorben, da hat sich wer infiziert. Klar ist das bestimmt tragisch für die, die sich nun infiziert haben, aber das ist genau so eine Sache wie SchweineGrippe, Vogelgrippe.

08.06.2011 - 00:08 Uhr

Erst war es die Rinderseuche. Dann kam die...

von keinkommentar

... Vogelgrippe, dann fiel den "experten" erstmal Jahrelang nichts neues ein also hat man die Vogelgrippe nochmal angehoben, dann kam wieder Schweinegrippe, dann kommt jetzt EHEC. Ich bin gespannt was es nächstes Jahr ist. Warum nicht gleich die komplette Verallgemeinung dass alle Tiere Gefährlich für uns sind, sodass jeder vor einem harmlosen Dackel davonrennt der in wirklichkeit völlig gesund ist und nur nießt weil er Staub in der Nase hatte. " OMG Der Hund ist bestimmt INFIZIERT!" - Ist dass die Vorstellung der Experten wie wir uns verhalten sollen? *kopfschüttelt* Solange man sich zurück erinnern kann waren die echten Grippevieren immer die gleichen. Husten,Schnupfen,Heiserkeit,Kopfschmerzen,Halsweh, und so weiter... und Mums hat sicher auch schon jeder gehabt, und ne nieren und Lungenentzündung bestimmt auch schon. Keiner hat Angst davor! Ich will nicht wissen was OP-Werkzeuge eigentlich für Bazillen mit sich rumschleifen und wie sauber sie wirklich gemacht werden, da mache ich mir bei Obst , Fleisch, und Getränke weit weniger Sorgen...

07.06.2011 - 18:30 Uhr

Da der neue EHEC-Erreger zuerst im Norden...

von Nilson Helmut und Angelika Schulz

... aufgetreten ist,müsste man noch einmal von Anfang bis heute eine neue Anlyse vornehmen.Kann nicht auch die Mőglichkeit in betracht gezogen werden,dass es ein indirekter Anschlag war?

07.06.2011 - 13:51 Uhr

Seltsam. Seltsam. Nach den sehr langen...

von Sagt wie´s ist

... Trockenperioden und Meldungen dass diese schlecht für die Ernte seien, erscheinen auf einmal Meldungen, dass die Erzeugnisse der Bauern vergiftet wären. Vielleicht ist dies auch nur eine Vertuschungsaktion, um zu vermeiden, dass keiner zugeben muss, dass in dem Industrieland Deutschland die Nahrungsmittel knapp werden. Das wäre gar nicht gut für das Ansehen und die Wirtschaftskraft. Deshalb wird gesundes Gemüse kurzerhand für gefährlich erklärt. Gefährlich - ein Begriff, den jeder Deutsche in der übertriebenen Medienlandschaft noch beachtet. Hoffentlich kommt nun nicht Monsaxxx hinterher und will uns seinen Chemie-Dünger verkaufen, mit dem das alles natürlich nicht passiert wäre. PS. Vielleicht hilft gegen den EHEC-Erreger der Impfstoff der Schweinegrippe? Da haben wir noch massig davon über, oder?

07.06.2011 - 07:39 Uhr

Guten Tag, ich moechte zu den hier verbreiteten...

von juergen helmerichs

... Tips zur Vermeidung einer EHEC Infektion ein paar Gedanken bzw. konstruktive Vorschlaege ergaenzen: Die gefaehrlichen EHEC Infektionen sollten den Verbraucher dazu veranlassen, seine Lebensgewohnheiten einmal grundsaetzlich zu ueberdenken. Ich denke, mit Hygienemassnahmen allein ist es nicht getan. Man kann es auch uebertreiben! Von einer Uebertragung durch Schmierinfektion ist nach unserem ganz normalen Reinigungsverhalten z.B. schon mal fast gar nicht auszugehen. Auf den Verzehr von rohen Lebensmitteln ganz zu verzichten, halte ich auch fuer bedenklich, denn wenn ich genau weiss, woher ich eine Gurke oder Tomate beziehe, dann kann ich mich evtl. auch dazu entscheiden, sie zu essen, wenn sie z.B. von einem Bauern meines Vertrauens oder gar aus eigenem Anbau direkt auf meinem Tisch landet. In diesem Zusammenhang ist allerdings jeder gefordert, der Herkunft der Nahrungsangebote genauer nachzugehen. In laendlichen Bereichen ist es jedem sogar frei gestellt, einen Erzeuger einmal aufzusuchen, um sich ueber Anbau, Duengung etc.pp mal informieren zu lassen. Fazit: Anstatt sich immer wieder die Haende zu waschen, sich besser mal ueber die Produktion unserer Lebensmittel moeglichst vor Ort oder auf einem Markt bzw. auch im Supermarkt genau informieren, sich um eine gute Wahl bemuehen und sich evtl. dafuer entscheiden! Ich moechte meine Anregungen noch mit einem Vergleich unermauern: Wenn sie sich z.B. ein neues Auto kaufen, dann werden sie sich auch sehr umfassend informieren, beraten lassen etc.pp. Warum also nicht genau so bei den Nahrungsangeboten..?..Nur die Probefahrt ist bei Nahrungsmitteln nun mal leider nicht moeglich, wenn sie verstehen, wie ich das meine. Vielen Dank! Pete J. probe

07.06.2011 - 00:09 Uhr

Wenn die Übertragung der EHEC-Bakterien durch die...

von Franz Ogrisek

... Sprossen bzw. deren Nährboden bereits vor Jahren auftrat, warum hat man das nicht von Anfang an in dieser Richtung verfolgt. Da wurde im Wochentakt oder noch kürzer stets eine neue Sau durch´s Dorf getrieben: Erst die spanischen Gurken, dann Tomaten und Salate, dann in Lübeck eine Gaststätte und nun die Sprossen, was man bereits durch Vorfälle, die Jahre her sind wusste. Im Fernsehen wird alles in leuchtendsten Farben gezeigt, wie sich das EHEC-Bakterium verbreitet mit den mitunter tödlichen HUS-Fällen, aber unsere Forscher - für viel Geld angestellt - bspw. im Robert-Koch-Institut in Berlin sind ohnmächtig, ein wirksames Gegenmittel zu entwickeln in deren High-Tech-Laboren. Das Schlimmste allerdings ist die Kakofonie, insbesondere zwischen Aigner, Bahr und allen Experten aus den Unikliniken sowie den Möchte-gern-Experten in den Landesämtern der einzelnen Bundesländer. Alle wissen alles und nichts und tragen somit nur zur Verwirrung der Allgemeinheit bei. Es muss ein Endemie-Management gebildet werden, was alle Fäden in der Hand hält und dafür sorgt, dass nicht ständig Panik-Mache-Infos herausgegeben werden, sondern nur den waren stand der Forschungserfolge auf diesem Gebiet.


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