Inhaltssuche

Suche im Experten-Ratgeber, Lexika und Medikamenten
FSME - Zecken und die ...

FSME - Zecken und die Frühsommer-Meningoenzephalitis

von
verfasst am 16.05.2010

Wie jedes Jahr beginnt mit den warmen Frühjahrstemperaturen nicht nur die Aktivität der Zecken, sondern auch die Diskussion über die FSME, einer entzündlichen Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute. Spekulationen über eine möglicherweise wachsende Gefahr durch Zecken und die Notwendigkeit einer Impfung gegen die FSME, stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin (Bundesinstitut für Krankheitsüberwachung und –prävention) empfiehlt die FSME-Impfung für alle Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und verhaltensbedingt durch Berufsausübung oder Freizeitaktivitäten zeckenexponiert sind. Wie immer, wenn eine Impfung öffentlich empfohlen wird, erscheinen in den Medien dazu Berichte mit teilweise verzerrten und polemisierten Informationen. Darüber hinaus wurde 2007 fast ganz Süddeutschland zum Risikogebiet erklärt und viele Menschen sind dadurch verunsichert.

Folgende Fragen werden häufig gestellt:

    • Steigt die Zahl der Erkrankungen wirklich an?
    • Wie kann ich mich mit dem FSME-Virus infizieren?
    • Wie gefährlich ist diese Erkrankung für mich?
    • Wie erkenne ich frühzeitig eine Infektion?
    • Muss ich mich impfen lassen?

Der vorliegende Artikel möchte Wissenswertes zur FSME vermitteln auf der Basis von Informationen des Robert-Koch-Instituts (Quellen: Epidemiologisches Bulletin 14,15,17/2007) und eigenen Erfahrungen mit den Themen Gesundheit, Krankheit und Impfung.

Allgemein
Zecken können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen. In Deutschland sind dies vor allem die Lyme-Borreliose, die landesweit vorkommt, und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die hauptsächlich in Süd- und Ostdeutschland übertragen wird.

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa und tritt wesentlich häufiger auf als die FSME. 5-35% der Zecken können mit Borrelia burgdorferi, dem Erreger der Borreliose befallen sein. Die Wahrscheinlichkeit einer manifesten Erkrankung liegt zwischen 0.3–1.4% und steigt mit der Dauer des Saugaktes. Die Krankheit ist derzeit in den meisten Fällen noch erfolgreich mit Antibiotika zu behandeln. Gegen die Lyme-Borreliose gibt es keine Impfung – das mag auch der Grund sein, dass sie in der Öffentlichkeit weniger erwähnt wird.

Übertragung
Die Krankheit ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Übertragung der FSME auf den Menschen erfolgt in Europa im Wesentlichen durch die mit einem Virus infizierte Zecke, den ‚Holzbockʼ (lat.: Ixodes ricinus; Ixodes persulcatus). Sehr selten findet eine Übertragung durch Rohmilch (-produkte) v.a. in Osteuropa statt. In den FSME-Endemiegebieten Deutschlands sind 0.1-5% der Zecken mit dem Virus infiziert. Durch einen Zeckenstich gelangen die Viren sofort aus den Speicheldrüsen der Zecke in die Blutbahn des Menschen und können die Krankheit auslösen. Die Wahrscheinlichkeit nach einem Zeckenstich
zu erkranken liegt zwischen ca. 1:10.000 (Zeckendurchseuchung ca. 0.1%) und 1:300 (Zeckendurchseuchung ca. 3.5%). In sogenannten Naturherden zirkulieren die Erreger zwischen den Zecken und ihren Wirte (Nagetiere wie v.a. Mäuse, Rehe, Rotwild, Vögel). Typische Lebensräume für Zecken sind loses Laub, hohes Gras, lichte Wälder, insbesondere Laubwälder und Gebüsch, in denen sie von Blättern und Zweigen von ihren Wirten abgestreift werden. Die FSME übertragenden Zecken sind bei der Wirtssuche passiv und lassen sich nur beim direkten Kontakt abstreifen.

Anm.: die nach Deutschland importierte Auwaldzecke, lat.: dermacentor reticulatus, eine sogenannte ‚Laufzeckeʼ, zeigt ein aktives Beuteverhalten und bewegt sich dabei in einem Umkreis von einem Meter auf den Wirt zu. Die Übertragung von FSME und Borreliose durch diese Zeckenart spielen aber eine untergeordnete Rolle]

Damit sich der Erreger über die Zecken verbreiten kann, ist eine Mindesttemperatur von 8° C erforderlich (i.d.R. März bis November). Warme Winter und feuchte Sommer begünstigen die Zeckenpopulation. In Höhen über 1000 m halten sich keine Zecken auf.

Krankheitsbild
Nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt zu einer Infektion. Bei der FSME wird von einem hohen Teil (ca. 70%) subklinischer Infektionen ausgegangen, d.h. nach erfolgter Infektion treten nur bei ca. 30% der Infizierten Krankheitserscheinungen auf. Dabei wird ersichtlich, dass nicht nur der Erreger das Ausmaß der Krankheit bestimmt, sondern die Widerstandsressourcen des Menschen, und deren Unterstützung und Förderung, von entscheidender Bedeutung im Krankheitsgeschehen sind. Diese Tatsache findet in der heutigen Medizin noch zu wenig Beachtung. Der Krankheitsverlauf ist biphasisch (zweigipflig). 30% der Infizierten sind nur von Stadium 1 betroffen und 10% der Infizierten von Stadium 1+2 (v.a. ältere Personen):

Stadium 1 (30%):
Nach einer Inkubationszeit von 1-2 Wochen (selten bis 4 Wochen) kommt es zu grippeähnlichen Symptomen (mäßiges Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel).

Stadium 2 (10%):
Nach einem fieberfreien Intervall von einer, selten bis zu drei Wochen, entwickelt sich das Bild der klassischen FSME: plötzlicher hoher Fieberanstieg, Erbrechen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe. Bei einem Drittel der im 2. Stadium erkrankten Personen kommt es im Anschluss an die akute Infektion zu monatelangen Konzentrationsstörungen, emotionaler Labilität, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Lähmungen (seltenes Symptom bei älteren Menschen, die zusätzlich eine Muskelentzündung entwickelt hatten). Bei 1% der Betroffenen mit Beteiligung des zentralen Nervensystems (Stadium 2) führt die Krankheit zum Tod.

Risikoeinschätzung
Über eines sind sich die Experten im Moment sicher: niemand kann bislang verlässlich sagen, ob in diesem Jahr eine größere Gefahr von Zecken ausgehen wird. Seit der 2001 eingeführten Meldepflicht wurden in sechs Jahren bundesweit 1685 Erkrankungsfälle gemeldet. Die Krankheitssymptome reichten dabei von allgemeinen Unwohlsein bis zu Fällen mit der gefährlichen Gehirn- oder Hirnhautentzündung. Bleibende neurologische Schäden sind bei Kindern eine „Rarität“, stellt das Paul-Ehrlich-Institut fest. In der deutschsprachigen Literatur findet sich nur ein Bericht einer neurologischen Dauerschädigung bei einem ungeimpften Kind. Bei Kindern bis zum 14. Lebensjahr verläuft die Krankheit fast immer ‚blandʼ, d.h. mild und ohne dauerhafte Schädigung.

Die meisten Erkrankten sind zwischen 40 und 70 Jahre alt. Schwere Krankheitsfälle werden beinahe ausnahmslos bei Erwachsenen beobachtet. Klinische Erfahrungswerte zeigen, dass es auch hier, selbst in schweren Fällen, häufig zur Heilung kommen kann.

Schwer zu verstehen ist jedoch, warum gerade Kinder häufiger geimpft sind (lt. einer 2005 durchgeführten Studie) als ältere Menschen, die weitaus stärker gefährdet sind. Nicht selten wird durch überprotektives Verhalten mehr Schaden für die Zukunft angerichtet als uns heute bewusst ist.

Laut Aussage der Ärzte der STIKO (Ständige Impfkommission) ist das „Erkrankungsrisiko nach einem Zeckenstich im Individualfall sehr niedrig“. Woher kommt also die allgemein zunehmende Verunsicherung und Angst? In den fünf Jahren, die seit der Meldepflicht vergangen sind, war ein Anstieg der gemeldeten Erkrankungszahlen zu erkennen. Wurden von 2001-2004 im Mittel 262 Erkrankungen gemeldet, waren es 2005 schon 432 und 2006 bereits 547 Meldungen.

Aber haben sich in diesem Zeitraum wirklich mehr Menschen mit dem FSME-Virus infiziert, oder stiegen die Erkrankungszahlen, weil ein erhöhtes Bewusstsein bei Ärzten und Laien zu einem motivierteren Meldeverhalten geführt hat? Die genauen Gründe für einen Anstieg der Erkrankungszahlen sind nicht bekannt. Vermutlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

Zunehmende Freizeitaktivitäten in Freien, sich verändernde klimatische Bedingungen und Veränderungen der Wirtspopulation (in den Jahren 2004-2005 wurde ein Anstieg der Nagerpopulation in Bayern beobachtet), werden die Erkrankungszahlen sicherlich steigen lassen.

Die aktuelle Karte der FSME-Risikogebiete trägt nicht dazu bei, die Verwirrung über die vermeintliche Zeckengefahr aufzulösen. Es wurden 2007 auf einen Schlag bundesweit 33 Landund Stadt-Kreise mehr zum Risikogebiet erklärt (129 Kreise insg.) als 2006. Dies suggeriert vorerst eine größere Gefahr. Die Zunahme der Risikogebiete beruht aber allein an einem neuen Definitionsansatz des Robert-Koch-Instituts. Entschied früher die absolute Zahl der Erkrankungsfälle darüber, ob eine Region zum Risikogebiet erklärt wurde, ist nun die Zahl der Erkrankungen auf die Einwohnerzahl einer Region bezogen worden. Seit diesem Jahr gilt eine Region als Risikogebiet, wenn in einem Kreis oder der Kreisregion (bestehend aus dem betreffenden Kreis sowie allen angrenzenden Kreisen) binnen fünf Jahren 1 Erkrankungsfall pro 100.000 Einwohner gemeldet wurde. So kommt es, dass 51 Kreise zum sogenannten Risikogebiet erklärt wurden, obwohl nur in den angrenzenden Kreisen die Grenze von einem Erkrankungsfall pro 100.000 Einwohner erreicht wurde.
Diese Risikoeinschätzung wird selbst von der Ständigen Impfkommission als sehr vorsichtig bewertet.

Tatsache ist aber, dass ein Anstieg des Risikos, wenn möglicherweise auch als statistisches Artefakt, die Nachfrage an Impfstoffen erhöht. Im Mai dieses Jahres wurden die ersten Lieferschwierigkeiten der Impfstoffhersteller bekannt.

Impfung
Nach Ausbruch der Krankheit ist die FSME nur symptomatisch zu behandeln. Aus diesem Grund soll eine aktive Immunisierung mit inaktivierten FSME-Viren einen vorsorglichen Schutz bieten. Eine passive Immunisierung, die nach einem Zeckenstich das Infektionsrisiko mindern soll, ist seit 2003 nicht mehr erhältlich, weil viele Nebenwirkungen und schwere Krankheitsverläufe im Anschluss daran beobachtet wurden. Für einen ausreichenden prophylaktischen Impfschutz sind drei Impfdosen nötig. Die Schutzdauer wird mit drei bis fünf Jahren angegeben, aber für eine Bestätigung dieser Wirkung fehlen noch verlässliche Erfahrungswerte. Ein zeitlich begrenzter Impfschutz (z.B. für Urlauber in Endemiegebieten) erfordert mindestens zwei Gaben des Impfstoffs. Die von der Ständigen Impfkommission empfohlene Impfung ist ab dem 1. Lebensjahr zugelassen. Geimpft werden darf nur in zeitlichem Abstand von mindestens zwei Wochen zu einer akuten Erkrankung (Erkältung etc.). Günstiger Zeitpunkt für eine FSME-Impfung sind die Monate Dezember und Januar, um bis zur beginnenden Zeckensaison im Frühjahr einen ausreichenden Schutz sicherzustellen. Häufige, sofort auftretende Nebenwirkung der Impfung sind Magen-Darm-Beschwerden, Entzündungsreaktionen an der Einstichstelle, grippeartige Beschwerden (Fieber, Gliederschmerzen etc.), Muskel- und Gelenkbeschwerden. Seltener treten Nervenentzündungen auf, die unterschiedlich schwer verlaufen können. Wie bei allen aktiven Impfungen sind mittel- und langfristige Impfreaktionen bzw. Impfschäden häufig sehr schwer in ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung zu bringen, nicht zuletzt, weil es an unabhängigen Kontrollgremien dafür fehlt. Zulassungs- und Überwachungsbehörde für Impfstoffe sind in einer Institution zusammengelegt. Auch wird die Forschung an Impfstoffen immer noch ausschließlich im industriellen, nicht im universitären Bereich durchgeführt und ist damit eng an wirtschaftliche Interessen gekoppelt. Eine objektive Beurteilung von Langzeitwirkungen der Impfungen auf die Gesundheit der Bevölkerung ist davon nicht zu erwarten.

Viele Menschen sind der aktiven Impfung gegenüber misstrauisch. Schon einmal wurde ein Impfstoff (‚Ticovacʼ) gegen die FSME als wirksamster und sehr gut verträglicher Schutz empfohlen. Über 1500 Meldungen von Ärzten über schwerwiegende Nebenwirkungen der Impfung v.a. bei Kindern (rascher Temperaturanstieg über 40°C, Fieberkrämpfe etc.) lagen dem Paul-Ehrlich-Institut mindestens ein Jahr vor, bevor der unzureichend geprüfte Impfstoff 2001 viel zu spät vom Markt genommen wurde. Wieder einmal wurde deutlich, dass das Risikomanagement der Impfstoffhersteller und der überwachenden Bundesinstitute langsam und unkritisch ist und das Prinzip des vorbeugenden Verbraucherschutzes ignoriert. Der heute verwendete Impfstoff soll deutlich verträglicher sein. Aber auch hier werden gerade bei Kindern häufig fieberhafte Reaktionen beobachtet, besonders im Alter von ein bis drei Jahren und nach der ersten Impfung. Der Wirksamkeitsanspruch der Impfung basiert nicht auf kontrollierten Studien mit klinischen Parametern, in denen Komplikationen bei Geimpften und Erkrankungen Nichtgeimpfter erfasst werden. Einzig wird die Wirksamkeit der Impfung bemessen anhand eines ansteigenden Antikörpertiters.

Prävention
Ein wichtiger Grundsatz der Prävention der FSME (und auch der Borreliose) ist, Zeckenstiche nach Möglichkeit zu vermeiden (Expositionsprophylaxe).

Folgende Maßnahmen können dabei helfen:

    • Möglichst wenig Wanderungen durch Unterholz, Strauchwerk und hohes Gras; auf festen Wegen bleiben
    • Helle Kleidung (um Zecken darauf zu erkennen), die möglichst viel Körperoberfläche bedeckt; Kopfbedeckung
    • Nach Aufenthalt im Freien in zeckengefährdeten Gebieten den nackten Körper nach Zecken absuchen. Vor allem bevorzugte Saugstellen der Zecken (Bereiche mit dünner Haut) untersuchen: Kopfhaut, hinter den Ohren, Hals, Achselhöhlen, Genitalbereich, zwischen den Beinen, Kniekehlen
    • Repellents zum Auftragen auf Kleidung und Haut (z.B. ‚Mosquitoʼ, ‚Autanʼ etc.) bieten nur einen zeitlich begrenzten Schutz für einige Stunden
    • Zeckenhalsband für Haustiere

Bei Zeckenbefall soll die Zecke umgehend entfernt werden. Dabei greifen Sie die Zecke möglichst körpernah, ohne sie zu drücken, mit einer Zeckenpinzette oder mit den Fingerspitzen und ziehen sie heraus. Keinesfalls irgendwelche Substanzen davor auf die Zecke aufbringen. Auch ein Drehen beim Herausziehen ist nicht nötig.

Vorkommen
Die FSME kommt in Deutschland vor allem in Süd- und Ostdeutschland vor. Im Folgenden werden die 2006 gemeldeten Fälle nach Infektionsort gegliedert:

    • 52.6% (269 Fälle) Baden-Württemberg
    • 35.6% (182 Fälle) Bayern
    • 10.8% (55 Fälle) Hessen
    • 0.6% (3 Fälle) Rheinland-Pfalz
    • 0.6% (3 Fälle) Brandenburg
    • 0.6% (3 Fälle) Sachsen
    • 0.4% (2 Fälle) Thüringen
    • 0.2% (1 Fall) Mecklenburg-Vorpommern

Weiterhin kommen den FSME-Virus übertragende Zecken in Asien und vielen europäischen Ländern vor. Von marginaler Bedeutung sind Frankreich, Italien, Griechenland. Kein FSME-Risiko besteht auf der iberischen Halbinsel, Großbritannien, den Benelux-Ländern und Dänemark (mit Ausnahme von Einzelfällen auf Bornholm).

Zusammenfassung
Insgesamt 90% aller FSME-Infizierten entwickeln keine bzw. schlimmstenfalls grippale Symptome. Ausgehend von 547 mit dem FSME-Virus infizierten Personen im vergangenen Jahr, empfiehlt die Ständige Impfkommission für ca. 30 Millionen Menschen (v.a. in Süd- und Ostdeutschland) eine FSME-Impfung, um ca. 55 Menschen (mit meist vorgeschwächtem Immunsystem) vor schwereren Krankheitsverläufen zu schützen und dabei einen Todesfall in zwei Jahren zu vermeiden.

Möge ein jeder sich selbst Gedanken zu dieser Verhältnismäßigkeit machen. Um der derzeit bestehenden Wahrscheinlichkeit, an einer FSME-Infektion schwer zu erkranken, angemessen zu begegnen, könnte eine alternative Impfempfehlung folgendermaßen aussehen:

    • Impfung für Personen über 50 Jahre mit chronischen Erkrankungen, d.h. schon vorgeschwächtem Immunsystem, die sich dauerhaft in Risikogebieten aufhalten und dort häufig zeckenexponiert sind.
    • Impfung auch für jüngere und gesunde Personen in Risikogebieten, wenn die Zahl der FSME-Infektionen in den nächsten Jahren stark ansteigen sollte, oder zunehmend komplikationsreiche Krankheitsverläufe beobachtet würden.

Insgesamt sollte die Expositionsprophylaxe als vorrangige Prävention betrachtet werden. Eine Impfung gegen die FSME könnte zu der Täuschung führen, man hätte damit umfassenden Schutz und Sicherheit vor den, durch Zecken übertragenen, Infektionskrankheiten. Wenn dadurch ein nachlässigeres Verhalten im Umgang mit Zecken gefördert wird, werden die Erkrankungszahlen, der jetzt schon viel häufiger auftretenden Lyme-Borreliose, weiterzunehmen.


Weitere Artikel zum Thema „Infektionen & Viren” von anderen Ärzten

Alle Artikel (28) anzeigen

Weitere Artikel von Herr Breitenberger

Alle Artikel (7) anzeigen

Anmeldung zum jameda-Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig zu aktuellen und wichtigen Themen rund um Ihre Gesundheit

Medikamenten- und Lexikon-Suche

Arzneimittel und Generika finden und bestellen

Das jameda Lexikon

Häufig gesuchte Medikamente zum Thema "Infektionen, Viren":

Über Krankheiten und Symptome informieren

Das jameda Lexikon

Häufig gesucht zum Thema "Infektionen, Viren":