Vom Alltag ins All
Bald ging es weiter nach Karaganda. Hier sprach ich mit Alexander Poleschuk, der auf insgesamt 174 Tage in der MIR- Raumstation zurückblickt, und einigen Raumfahrtmedizinern. Morgens um eins ging es los Richtung kasachische Steppe; nach acht Stunden Jeepfahrt erreichten wir den Zielort zusammen mit vier Amphibienfahrzeugen. Pünktlich um 12.45 erschien eine Rauchfahne am blauen Himmel, und kurz danach entfaltete sich ein Fallschirm. In wilder Hast rasten wir mit den Jeeps über die Steppe. Kurz nach dem Aufprall erreichten wir die Kapsel, noch vor dem NASA- Kamerateam; von 12 Helikoptern waren nur zwei schneller als wir. Die Bergung der Kosmonauten war wie eine spannende Geburt; wie froh waren wir, als sie strahlend erschienen!
Nach ihrer medizinischen Versorgung und einer Pressekonferenz am Flughafen reisten sie mit uns in der Tupolew zurück nach Moskau. Dort interviewte ich im Sternenstädtchen Rustem Kapranskji, den Vizechef der „medizinischen Abteilung für Lebenswissenschaften“, und schaute mir mit den anderen die Trainingsmöglichkeiten der Kosmonauten an. Nichts für Leute wie mich, denen schon im Karussell schlecht wird…
Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:
Kommentare zum Artikel (3)
29.04.2009 - 01:59 Uhr
Hallo Frauke, wenn man Dich vor 3 Monaten gefragt...
von Andreas
... hätte, ob Du Deine Landarztpraxis tatsächlich in der Kasachischen Steppe aufgeschlagen hätte, hättest Du wahrscheinlich mit dem Kopf geschüttelt und gesagt: "Wo bitte ist hier der nächste Arzt?":) Ich denke, es war ein sehr erfahrungsreicher Trip für Dich. Spaciger Gruss, per aspera ad astra, Andreas
29.04.2009 - 11:04 Uhr
Moin Andreas, Du irrst Dich! Ich bin auch im...
von Frauke Höllering
... afrikanischen Urwald ohne Nachbarpraxen ausgekommen. Ich hätte nur ein Problem mit Unterforderung bei den 2 Leuten, die in Kasachstan auf einen km2 kommen ;-) Viele Grüße, Frauke
01.05.2009 - 17:10 Uhr
Moin zurück, nunja, das wussten wir natürlich...
von Andreas
... nicht, dass Du unterfordert warst. Beim nächsten Mal werden wir ein "Steppenhospital" einrichten, die gesamte Landbevölkerung des Landegebiets schon einige Monate vorher informieren. Damit soetwas nie wieder vor kommt :) Beste Grüsse, Andreas
Weitere Artikel zum Thema „Medikamente” von anderen Ärzten

Impfungen - Halten Sie Ihren Impfplan ein?
Verfasst am 11.03.2013
von Claudia Galler

Nebenwirkungen bei Medikamenten
Verfasst am 16.12.2012
von Claus-Dieter Marowsky

Wie gefährlich ist Schlafwandeln?
Verfasst am 19.11.2012
von Claudia Galler
Passende Ärzte zu diesem Themengebiet
- Allgemein- & Hausärzte
- Internisten (Fachärzte für innere Medizin)
- Frauenärzte
- Hautärzte (Dermatologen)
- HNO-Ärzte
Anmeldung zum jameda-Newsletter
Wir informieren Sie regelmäßig zu aktuellen und wichtigen Themen rund um Ihre Gesundheit



