Kann Training Osteoporose verhindern oder mindern?
Osteoporose, das geht doch nur die "Alten" etwas an. So oder ähnlich denken viele Jüngere über die Krankheit, die auch als Knochenschwund bekannt ist. Durch übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz findet eine Abnahme der Knochendichte statt. Diese Abnahme der Knochenmasse führt dazu, dass die Knochen an Stabilität verlieren. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Knochen so porös, dass bereits kleine Stürze, aber auch alltägliche Handgriffe, wie das Heben einer schweren Einkaufstüte, zu einem Knochenbruch führen können. In Deutschland leiden etwa 7 Millionen Menschen an Osteoporose. Diese Zahl zeigt: Es geht also doch uns alle an!Zwar ist es richtig, dass Osteoporose die häufigste Knochenerkrankung im hohen Lebensalter ist. Dennoch sind rund 80 Prozent aller an Osteoporose Leidenden, Frauen in den Wechseljahren. 30% aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose.
Wie kann Frau gegen Osteoporose vorbeugen?
Wie bei vielen anderen ernsthaften Erkrankungen gilt auch für die Osteoporose: Ein bewusster, gesunder Lebenswandel mit ausreichender Bewegung und ausgewogener Ernährung kann helfen, das Auftreten der unangenehmen Symptome zu verzögern oder ganz zu verhindern.
Die Antwort lautet also vorbeugen! Regelmäßiges Krafttraining kann die Knochendichte sowie den Mineralgehalt in den Knochen erhöhen. Krafttraining ist ein zentraler Faktor in der Osteoporose-Prävention und -Rehabilitation. Der Knochenabbau kann dadurch gebremst und auch im Alter noch zusätzliche Knochenmasse aufgebaut werden. Körperliche Belastung zeigt vielfältige Wirkung auf das Frakturrisiko: Neben einer Reduktion der Sturzhäufigkeit zeigen einige Studien positive Effekte eines körperlichen Trainings auf die Knochendichte bei Männern und Frauen unterschiedlichen Alters. (Vgl: Kemmler, Stengel, Weinecke, Engelke: 2003). Auch bei der Studie von FRANCK/HOHMANN (2001) wurden 442 Osteoporose-Patienten auf die Effekte eines kraftorientierten Bewegungsprogramms untersucht. Ergebnis dieser Studie war, dass das Ausmaß der körperlichen Beschwerden deutlich sank. Erst durch das Bewegungsprogramm erreichten die Patienten ein altersentsprechendes Leistungsniveau.
Mein persönlicher Tipp:
Lasst es gar nicht erst zu Osteoporose kommen! Beugt mit regelmäßigem und ausgewogenem Krafttraining (mindestens 2 Mal pro Woche) und einer eiweißreichen Ernährung vor, um das Risiko zu minimieren.
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