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Hashimoto Thyreoiditis

Hashimoto Thyreoiditis

Herr Breitenberger

von
verfasst am 12.12.2010

Was ist das für eine Erkrankung?
Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu einer meist schmerzlosen, chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Die Erkrankung verläuft in Schüben. Unbehandelt ist dieser Verlauf lebenslang und laut Schulmedizin unheilbar. Ursache der Erkrankung ist ein fehlgeleiteter Prozess im Immunsystem. In der Folge kommt es entweder zu einer Vergrößerung (Ersatz der Drüsenzellen durch Bindegewebe) oder Verkleinerung (Zerstörung der Drüsenzellen) der Schilddrüse. In beiden Fällen schwinden
hormonproduzierende Zellen und es kommt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse mit zahlreichen negativen Folgen für den Organismus.

Vorkommen und Häufigkeit
Eine Erkrankung mit fremdartigen Namen, benannt nach dem japanischen Arzt Dr. H. Hashimoto, der sie 1912 zum ersten Mal beschrieben hat. Entgegen dem exotischen Namen ist sie die häufigste Ursache für eine chronische Entzündung und primäre Unterfunktion der Schilddrüse. In der größten bevölkerungsbasierten Verlaufsstudie zu dieser Erkrankung, der Wickham-Studie, konnte Folgendes gezeigt werden:

    • Bei 10% der Gesamtbevölkerung lassen sich erhöhte Auto-Antikörperwerte im Blut feststellen
    • Bei 7.5% der Bevölkerung ist zudem der (basale)TSH-Wert erhöht bei normalen Schilddrüsenhormon-Werten (subklinische Hypothyreose)
    • 1.9% der Bevölkerung haben eine manifeste Unterfunktion der Schilddrüse, d.h. der bTSH ist erhöht und die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 sind erniedrigt


Betroffen sind insbesondere Frauen im 3. - 6. Lebensjahrzehnt, davon 8% aller Frauen vor und 16% aller Frauen nach der Menopause. Insgesamt leiden Frauen an einer AIT etwa 10mal häufiger als Männer. Es besteht eine familiäre Veranlagung zu Hashimoto-Thyreoiditis. Kinder von Eltern mit AIT haben eine Wahrscheinlichkeit von 25%, dass sie auch eine AIT entwickeln.

Begleiterkrankungen
Gehäuft tritt eine Hashimoto-Thyreoiditis gemeinsam mit anderen Autoimmunerkrankungen als ‚polyglanduläres Autoimmunsyndrom Typ II/III’ auf, wie: perniziöse Anämie (45%), rheumatoide Arthritis (25%), atrophische Gastritis, Morbus Addison, Alopezie.

Auslöser
In der naturwissenschaftlichen Medizin gelten als gesicherte Faktoren, die zu einem Entstehen einer Hashimoto-Thyreoiditis führen:

    • genetische Vorbelastung
      Anm.: Interessanter als diese Tatsache wäre aber zu untersuchen, warum manche Menschen nicht erkranken, obwohl sie diese Veranlagung haben
    • Zufuhr hoher Dosen von Jod: jodhaltige Kontrastmittel, jodhaltige Medikamente
      Frage: zu hohe Jod-Dosierung in der Schwangerschaft?
    • verschiedene immunstimulierende Medikamente: Interferon-α, Interleukin-2 Frage: Impfungen?


Aus meiner Erfahrung treten einige Faktoren gehäuft vor Ausbruch einer Autoimmunerkrankung auf:

    • hormonelle Situation (meist mit hohen Östrogen- aber niedrigen Progesteronspiegel): Pubertät, polyzystisches Ovarsyndrom (Frauen mit diesem Syndrom erkranken 4mal häufiger an einer AIT), Schwangerschaft, Stillzeit, Pilleneinnahme, Prämenopause, Hormonsubstitution in Menopause
    • Infekte
    • Stress (Beziehung, Familie, Arbeit, Geld u.a.)
    • persönliche Krisen


Diagnostik
Die Diagnose erfolgt meist als Zufallsdiagnose in frühen Krankheitsstadien oder bei fortgeschrittener Erkrankung durch gezielte Untersuchung, weil Symptome der Schilddrüsenunterfunktion (Kälteintoleranz, Abgeschlagenheit, langsamer Puls, leichte Gewichtszunahme, trockene Haut etc.) oder einer initialen Schilddrüsenüberfunktion (Wärmeintoleranz, Unruhe etc.) Anlaß dazu gegeben haben.

Sonographie:
Eine echoarme Schilddrüse, die entweder diffus vergrößert / verkleinert / mit vielen kleinen Infiltraten versehen ist, ist mit einer Sensitivität von 95% beweisend für das Vorliegen einer Hashimoto-Thyreoiditis (auch ohne den Nachweis von Auto-Antikörpern).

Blutuntersuchung:

    • bTSH (nur morgens entnehmen wegen zirkadianen Schwankungen) ist ausreichend zur Bestimmung einer Funktionsstörung der Schilddrüse. Sehr verwirrend für Patienten sind die, je nach Quelle variierenden, Referenzbereiche für den bTSH-Wert. Danach richten sich die Empfehlungen für eine L-Thyroxinsubstitution. Eine Substitution mit L- Thyroxin bis zu einem bTSH von 4.0 – 6.0 mU/l ist optional (n. Prof. R. Gärtner, endokrinologische Abteilung LMU, München). Ausnahme bilden Personen mit ausgeprägten Symptomen, Frauen mit Kinderwunsch, Personen über 65 Jahre und Personen mit Fettstoffwechselstörungen. Hier sollte man einen bTSH unter 4.0 mU/l anstreben.
    • TPO-Antikörper (=TPO-AK) in 95% erhöht
    • TG-Antikörper (=TG-Ak) in 70% erhöht
      Die Antikörper-Konzentrationen schwanken im Krankheitsverlauf stark in Abhängigkeit von der Aktivität des Immunsystems. Eine Verlaufsbeobachtung ist daher nicht notwendig, wenn einmal die Diagnose gestellt wurde.
    • Die freien Schilddrüsenhormone fT4 und fT3 werden bestimmt zur Unterscheidung einer manifesten oder subklinischen Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse
    • zusätzlich sollte Eisen (Hb, Ferritin) und Vitamin B12 kontrolliert und ggf. substituiert werden. Die Schilddrüsen-Hormone T3 und T4 sind wichtig für die Vitamin B12- Aufnahme und den Knochenmarkstoffwechsel. Wenn die Schilddrüsen-Hormone reduziert sind und zusätzlich durch Verminderung der Parietalzellen im Magen bei perniziöser Anämie, werden auch weniger Vitamin B12 und Eisen aufgenommen. Bei einem Ferritin-Wert (zeigt Eisenspeicher in Leber und Knochenmark) von weniger als 20 μg/l kann Jod nicht in die Schilddrüse eingebaut werden und damit werden noch weniger Hormone produziert.


Die Schilddrüsen-Szintigraphie ist, außer in Fällen mit sonographisch nachweisbaren Knoten, nicht weiter diagnostisch hilfreich. Die Feinnadel-Punktion ist beweisend für den Nachweis einer lymphozytären Thyreoiditis. Seit der Anwendung hochauflösender Sonographien ist sie aber nicht notwendig.


Welche anderen Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden?

    • Drüsenschwellung (Struma) mit anderer Ursache, v.a.: Struma maligna
    • Andere Immunthyreoiditiden:
      - Post-partum-Thyreoiditis (PPT)


Eine PPT entwickelt sich bei ca. 4% der Frauen, typischerweise 4 - 6 Monate nach der Entbindung, als vorübergehende Schilddrüsenfunktionsstörung. Sie tritt auch ohne Anstieg von Auto-Antikörpern auf. Häufiger Beginn mit einer Schilddrüsen-Überfunktion, die in die Unterfunktion übergeht. Eine
Normalisierung wird nach ca. einem Jahr beobachtet. Oft wird die PPT der Hashimoto-Thyreoiditis gleichgesetzt und dadurch unnötig und meist lebenslang behandelt.

Zwei Ursachen werden diskutiert:

a) In der Schwangerschaft, der Stillzeit und bei hormoneller Verhütung nehmen Östrogene zu, die einen Anstieg von TBG (Thyroxin-bindendes-Globulin) zur Folge haben. Dadurch wird die Wirkung von Thyroxin (Schilddrüsenhormon) vermindert.

b) Die PPT entsteht als sogenanntes ‚Reboundphänomen’ nach Immunsuppression in der Schwangerschaft.
- Morbus Basedow

Häufiger geht eine autoimmune Überfunktion in eine Unterfunktion der Schilddrüse über (selten umgekehrt).

Symptome
Anfangs können Symptome einer leichten Überfunktion (Wärmeintoleranz, Nervosität, Schweißneigung etc.) auftreten. Die sich dann einstellende Schilddrüsen-Unterfunktion tritt häufig mit kaum beeinträchtigten
Allgemeinbefinden auf. Spezifischstes Symptom ist die Kälteintoleranz. Mögliche andere Symptome sind z.B.: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Verstopfung, Libidoverlust, Haarausfall. Bei subklinischer Unterfunktion werden klimakterische Beschwerden verschleiert; Symptome treten dann
nach Thyroxin-Substitution auf und werden häufig als Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion fehlgedeutet.

Therapie schulmedizinisch:
Da hier keine kausale Therapie möglich ist, werden nur die Symptome behandelt. Es herrscht Einigkeit, dass bei manifester  Schilddrüsenunterfunktion, d.h. erhöhtem bTSH und erniedrigtem fT4, eine Hormon- Substitution mit L-Thyroxin selbstverständlich ist.

Viel häufiger ist aber die subklinische Unterfunktion mit erhöhtem bTSH und normalen fT4 und fT3. Hier herrscht große Uneinigkeit bei Ärzten und Verwirrung bei Patienten, ab welchem bTSH-Wert eine Hormonbehandlung erfolgen sollte. Nach meiner Erfahrung kann diese Entscheidung nur unter
Berücksichtigung der individuellen Situation der Patientin / des Patienten getroffen werden.

Verschiedene Faktoren müssen beachtet werden:

    • Wie lange besteht die Erkrankung schon?
    • Ist die Schilddrüse größenverändert?
    • Liegen Begleiterkrankungen vor?
    • Wie alt ist die Patientin / der Patient? Patienten über 65 Jahre mit subklinischer Schilddrüsen-Unterfunktion haben eine 3fach höhere Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken.
    • Liegt ein Kinderwunsch vor? Frauen mit einer AIT haben eine 3mal höhere Frühabortrate als gesunde Frauen.
    • Wie ist das subjektive Wohlbefinden?


Wenn Hormone gegeben werden, müssen diese einschleichend mit 50 Mikrogramm (μg) begonnen werden. Steigerung alle 2 Wochen um 25 μg bis auf 100 μg. Das subjektive Wohlbefinden sollte hier immer Vorrang haben vor der schnellen Normalisierung des bTSH. Bei Überdosierung erfolgt eine ‚Hyperthreosis factitia’, d.h. künstlich erzeugte Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion. Allergien können auftreten (Durchfall etc.) durch Zusatzstoffe in L-Thyroxin-Präparaten. Die Wirkung von Insulin wird abgeschwächt und dieWirkung von Antikoagulantien wird verstärkt (Quick-Kontrolle nötig). Das bTSH wird zwischen 0.5 - 1.5 mU/l im unteren Normalbereich eingestellt. Dies wird meist mit einer LThyroxindosis von 1.5 μg/kg Körpergewicht erreicht. L-Thyroxin muß morgens mindestens eine halbe Stunde vor der Mahlzeit nüchtern eingenommen werden. Eine Jod-Subtitution ist bei Hashimoto-Thyreoiditis nicht sinnvoll. Die Fähigkeit zur Jodaufnahme ist bei AIT vermindert bis ganz aufgehoben und zudem verstärken höhere Joddosen den Entzündungsprozeß. Ebenfalls sind Immunsuppressiva (Chemotherapeutika) und Stereoide (Cortison) nutzlos. Kontraindikationen für L-Thyroxinsubstitution sind funktionelle Autonomie (durch Szintigramm feststellbar) und Herzerkrankungen.

Therapie integrativ:
Ein integrativer Therapieansatz berücksichtigt die Möglichkeiten verschiedener medizinischer Disziplinen und Ansätze zum Wohle des Patienten. Ziel ist, eine individuell passende Behandlung zu entwerfen, die ein Maximum an Heilwirkung bei einem Minimum an Nebenwirkung und Medikamenten-Abhängigkeit zur Folge hat. Bei Autoimmunerkrankungen haben sich in meiner Praxis die Anwendung folgender Therapierichtungen, als Mono- oder Simultanbehandlung, als sehr hilfreich erwiesen:

Naturwissenschaftliche Medizin, klassische Homöopathie, Phytotherapie, Psychotherapie und Selbsterfahrung. Unterschiedliche Menschen werden von unterschiedlichen Richtungen angesprochen und erreicht. Folgende Schemata haben sich als heilsam erwiesen, sind aber jederzeit zu verändern oder zu ergänzen, wenn es Laborwerte, Ultraschalldiagnostik oder subjektives Befinden erfordern:

    • Wenn nur Auto-Antikörper erhöht sind:
    • Wenn nur bTSH und Auto-Antikörper erhöht sind (subklinische Hypothyreose):
      Homöopathische Konstitutionsbehandlung + Selen (200μg pro Tag);
      evt. Hormonsubstitution, wenn bei Frauen mit Kinderwunsch oder Frauen über 65 Jahren ein bTSH von mehr als 4.0 mU/l sich über mehr als ein halbes Jahr als therapieresistent erweist, oder wenn andere
      zwingende Gründe Anlaß dazu geben.
    • Wenn bTSH und Auto-Antikörper erhöht sind und fT4 erniedrigt ist (manifeste Hypothyreose): Homöopathische Konstitutionsbehandlung + Selen (200μg pro Tag) + Hormonsubstitution
    • Bei subklinischer oder manifester Schilddrüsen-Überfunktion im Rahmen einer AIT, d.h. wenn bTSH erniedrigt und fT3 und fT4 normal oder erhöht sind, muß eine Therapie einsetzen, um Vorhofflimmern und neuropsychiatrische Erkrankungen zu verhindern:
      Homöopathische Konstitutionsbehandlung + L-Carnitin (2-4 g pro Tag); evt. medikamentöse antithyreoidale Therapie (Carbimazol o.ä.), wenn der bTSH binnen 3 Monate nicht ansteigt, oder wenn andere zwingende Gründe Anlaß dazu geben.



Behandlungs-Beispiel

Schulmedizin (organotrop):

    • Der Patient wird bei typischer Symptomatik vom Hausarzt zum Endokrinologen (Facharzt für hormonelle Erkrankungen) überwiesen.
    • Der Arzt fokussiert nur die Hormondrüsen, nämlich Hypophyse und Schilddrüse. Das ursächliche Zentrum der Erkrankung, das Immunsystem, wird nicht behandelt.
    • Nach Laboruntersuchung, Ultraschall und in der Regel zehnminütigen Gespräch verordnet er Medikamente zur lebenslangen Einnahme. Therapeutische Alternativen werden meist als unverantwortlich abgelehnt.
    • Der Schilddrüse wird es abgenommen, Hormone selbst zu produzieren, weil sie durch die Medikamente von außen zugeführt werden. In der Folge stellt das potentiell noch produktionsfähige Gewebe die Herstellung von Hormonen ein.
    • Bei richtiger Dosierung normalisieren sich die Laborwerte und werden jährlich überprüft (die richtige individuelle Dosierung ist häufig sehr schwierig zu ermitteln, und es können sogenannte iatrogene’, d.h. durch ärztliche Einwirkung entstandene, Krankheiten, wie z.B. ‚Hyperthyreosis factitia’ entstehen)
    • Für den Endokrinologen ist der Patient damit geheilt.
    • Sollte sich eine weitere Schwächung des Organismus an einem anderen Organ zeigen (polyglanduläres Autoimmunsyndrom), sucht der Patient den nächsten Facharzt auf, der ebenfalls wieder nur einen Teil-Ausschnitt dieses Menschen berücksichtigt. Das Zentrum der Erkrankung, das Immunsystem, bleibt unbehandelt.


Homöopathie (personotrop):

    • Der Patient kommt vom Allgemeinarzt oder Endokrinologen auf der Suche nach Alternativen zu einer lebenslangen Medikamenten-Einnahme.
    • Es wurden Laborwerte und Ultraschall bzw. Szintigramm für Diagnose, Prognose und Verlaufsbeurteilung bestimmt.
    • Wenn die erhobenen klinischen Daten es erlauben, wählt der Homöopath einen Behandlungsweg, auf dem der Organismus durch ein homöopathisches Arzneimittel zur Selbstregulation angeregt wird.
    • In der homöopathischen Anamnese wird versucht zu verstehen, wodurch es zu einer solchen Entgleisung des Immunsystems gekommen ist.
    • Die Behandlung zielt darauf ab, den Menschen zu heilen. Das Immunsystem soll von einer weiteren Zerstörung körpereigenen Gewebes abgehalten werden.
    • Nach Rückgang der Symptome und Normalisierung der Laborwerte, bewirkt die homöopathische Therapie, dass die Krankheit nicht wiederholt auftritt oder sich in eine andere (Autoimmun-) Krankheit wandelt.
    • Eine Simultanbehandlung von Homöopathie und Schulmedizin wird dann durchgeführt, wenn schon soviel Schilddrüsen-Gewebe durch die Entzündung zerstört ist, dass eine selbstständige Hormon-Versorgung nicht mehr möglich ist. Es wird nur die zur Deckung des Hormondefizits nötige Hormonmenge zugeführt. Durch homöopathische Behandlung wird die Fähigkeit zur Hormonproduktion aktiviert, und das noch funktionstüchtige Gewebe wird durch Selen geschützt. Auch wenn der Patient sich subjektiv wieder wohler fühlt, werden weiterhin jährlich die nötigen
      Laborparameter bestimmt, die Schilddrüse mit Ultraschall untersucht und eine homöopathische Anamnese durchgeführt, um die Dauerhaftigkeit der Heilung zu gewährleisten.


Aus der Praxis
Hashimoto-Thyreoiditis kann mit der sogenannten Schulmedizin nicht geheilt werden. Leider darf für viele Mediziner/Innen nicht sein, was nicht sein kann: Menschen, die von dieser Autoimmunerkrankung geheilt sind. Was bedeutet Heilung in diesem Zusammenhang? Wenn über einen Beobachtungszeitraum von mindestens einem Jahr der bTSH-Wert und die Hormonwerte im Normbereich sind, die Schilddrüse sich weder weiter verkleinert noch vergrößert und das subjektive Wohlbefinden in Ordnung ist, dann nenne ich das Heilung (die TPO-Antikörper sind meist Folge, nicht Ursache der Erkrankung und deren Werte sind nicht maßgeblich für den Heilungsprozeß). Diese Situation durfte ich mit Patienten in der Praxis Dutzende Male erleben (auch bei bTSH von 86 mU/l zu Beginn der Behandlung). Dies soll kein Heilversprechen sein, sondern betroffenen Menschen Hoffnung geben auf ihrem oft schwierigen Weg.

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Kommentare zum Artikel (2)


26.03.2012 - 21:35 Uhr

Hallo Ich leide an hashimoto. Leider nimmt sich...

von Stephanie

... mein neuer Arzt keine zeit für die Einstellung der Medikament. Ich schwanke zwischen unterzubringen - perfekt - übetfunktion. Kann mir jeman Einen Spezialisten im Raum baden-baden, Karlsruhe, Offenburg nennen? Vielen dank!!!!

01.02.2011 - 10:00 Uhr

Auf vielfachen Wunsch werde ich in diesem Jahr...

von markus breitenberger

... auch eine Gruppe für Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis anbieten, die nicht in München wohnen und trotzdem von dem von mir entwickelten Behandlungskonzept profitieren möchten: http://www.praxis-breitenberger.de/seminare/hashimoto-gruppe/


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