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Homöopathie - ja, aber bitte beim Arzt!

Homöopathie - ja, aber bitte beim Arzt!

von
verfasst am 27.06.2012

"Viele Wege führen nach Rom." - Und viele Krankheiten lassen sich mit unterschiedlichen Methoden behandeln. Eine schonende und breit anwendbare alternative Heilmethode ist die Homöopathie mit ihren Globuli.

Akute Infekte wie Bronchitis, Erkältung, Halsentzündung oder Magen-Darmgrippe lassen sich oft gut mit Globuli behandeln. Das ist schonend, geht aber in der Regel doch schneller als die üblichen Hausmittel.

Aber auch viele chronische Krankheiten wie Allergien, Asthma oder Rheuma sind besonders im Anfangsstadium oft homöopathisch behandelbar. Das gleiche gilt für Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Kreuzschmerzen oder psychische Probleme.

Aber ganz besonders die sogenannten funktionellen Beschwerden wie Reizdarm oder ähnliches, für die die Schulmedizin überhaupt keine Behandlungsmöglichkeit besitzt (Standartsatz: "Das ist nichts schlimmes, damit müssen Sie leben"), sind ein Fall für die Kügelchen.

Aber wieso beim Arzt? Weil mt den Globuli letzlich Krankheiten behandelt werden. Es reicht also nicht nur die Homöopathie zu kennen, sondern auch die Krankheiten, die es zu behandeln gilt.

Das lässt sich allerdings nicht nur aus Büchern oder in Kursen lernen, sondern man braucht praktische Erfahrung. Bei einem Facharzt wie zum Beispiel beim Internist oder Allgemeinarzt sind Sie sicher, dass er nach sechsjährigem, überwiegend theoretischem Studium mindestens fünf Jahre praktisch in einer Praxis oder Klinik gearbeitet und anschließend eine Fachartprüfung absolviert hat.

Nur so können Sie sicher stellen, dass gefährliche Verläufe und die Grenzen der Methode auch wirklich erkannt werden. Also: Homöopathie ist eine tolle Methode - aber bitte beim Arzt.

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Kommentare zum Artikel (13)


26.03.2013 - 08:42 Uhr

Nachfolgend hat Herr Dr. Töpert ja schon richtig...

von Michael

... eingeschätzt: "Bei einem Facharzt wie zum Beispiel beim Internist oder Allgemeinarzt sind Sie sicher, dass er nach sechsjährigem, überwiegend theoretischem Studium mindestens fünf Jahre praktisch in einer Praxis oder Klinik gearbeitet und anschließend eine Fachartprüfung absolviert hat." Ich frage mich also, wo bitte der Schulmediziner im Rahmen seiner 12 Semester und anschließender praktischer Tätigkeit mit Homöopathie in Berührung kommt?! Es sei denn er macht eine Zusatzausbildung zum Arzt für Naturheilkunde. Ein RICHTIGER Naturheilkundler aber erhebt keinen Alleinstellungsstatus. Wenn sie hier noch mit GARANTIE -begrifflichkeiten versuchen eine Sonderstellung herauszukehren, kann ich garantieren, das viele Heilpraktiker und Biochemische Vereine gerade die Patienten auffangen und in vielen Fällen austherapiert sind. Ich möchte keine Gräben graben, aber wenn jeder vernüftige Arzt ihre Ansichten vertreten würde, dann wäre es um den Patienten schlecht bestellt. Sehr geehrter Herr Dr. Töpert, andere Berufsgruppen können mit der Materie genausogut umgehen. Lassen sie also bitte die Anfeindungen gegen Heilpraktiker. Meinen Blutdruck erhöht ihr Artikel und die Rechtfertigungen nicht, zeigt mir jedoch aus welcher Ecke sie kommen und wie sie aufgestellt sind. Ich wünsche ihnen viel Erfolg mit der Homöopathie zum Wohle der Patienten und zu letzt noch etwas vom Geiste Hahnemanns um in seinem Sinne als Helfer zu arbeiten.

14.02.2013 - 17:44 Uhr

Im Prinzip völlig richtig und eine lobenswerte...

von Dr. Mayer-Brix

... Einstellung ! Jedoch sind Patienten meist schon komplett durchuntersucht und ausbehandelt, bevor sie sich an einen Homöopathen wenden. Viele Kollegen, die ausser Homöopathie noch vieles andere anbieten sind in klassischer Homöopathie nicht so kompetent wie Heilpraktiker, die dies ausschliesslich betreiben. Ein seriöser Heilpraktiker wird immer eine Abklärung durch den Arzt verlangen. Daher kann ein optimaler Weg der Behandlung auch in guter ärztlicher medizinischer Diagnostik und dann sehr guter Homöopathie beim Heilpraktiker bestehen.

19.09.2012 - 20:37 Uhr

Das alles ist ja schön und gut, was ist aber mit...

von XXL Girl

... einem Allgemeinarzt der ein Zusatzdiplom in Naturheilkunde hat? Wie viele Stunden hat er in der Praxis oder war es nur ein kurzes Seminar? Inwiefern darf er Globulis und Homöopathisches etc verordnen oder gar Eigenblutbehandlungen. Da bin ich skeptisch.

13.08.2012 - 19:47 Uhr

Die Entscheidungen für Op´etc haben die wohl...

von alwine maslowsky

... schon nicht alleine getroffen. Aber manchmal bleibt für Entscheidungen auch nicht so viel Zeit, um auf die nächste Besprechung zu warten oder der Op- Plan abgearbeitet ist. Natürlich gabe es ein Gefüge von erfahrenen und weniger erfahrenen Mitarbeitern. Ich habe Studenten erlebt die nicht wußten wie eine Braunüle aussieht und wo sie die Medikamente zuspritzen konnten, was aber mit in den Zuständigkeitsbereich gehörte. Andere wiederum die nebenbei regelmäßig als Aushilfe in der Pflege arbeiteten waren größenteils sehr fit und gut angeleitet. Diese wurden aber in der Regel von Pflegenden angeleitet. Theroretisches Hintergrundwissen war meistens da, aber die Praxis fehlte. Ich sehe es auch so das viele Schulmediziner bei der Homöpathie eine zusätzliche Einnahmequelle sehen. Die Lobbie der Mediziener ist einfach zu stark. Pflege muß ja auch vom Arzt verordnet werden, obwohl er in der Regel nicht die nötige Kompetenz dazu hat. Soll doch jede Berufsgruppe ihrer Ausbildung entsprechend, verantwortungsvoll im ganzheitlichen Sinne und im Interesse des Patienten, am Heilungsprozeß beteiligt sein und nicht von der "Einsicht" des Schulmediziners abhängen.

09.08.2012 - 01:15 Uhr

Hr. Dr. Töpers, Ihre offentsichtlich guten...

von Alwine Maslowsky

... Erfahrungen bei Ihrer praktischen Ausbildung und Ihr persönliches Engagement habe ich persönlich eher selten erlebt. Ich war einige Jahre in einem großen Uni- Klinikum als Krankenschwester beschäftigt. Tatsächlich habe ich sehr viele Studenten, PJler und AIPLer erlebt und kennengelernt. Viele bemängelten die unzureichende praktische Ausbildung durch die erfahrenen Berufskollegen. Von wegen erst anschauen dann unter Anleitung durchführen, waren zumindest bei den i.v. , i.m. -Injektionen, Blutabnahmen et.c nicht üblich. Solche Fertigkeiten wurden vorrausgesetzt!! Vielleicht bildete diese große Uniklinik in Deutschland eine Ausnahme? Dass schlimmste war jedoch, dass sich viele auch nicht trauten die Anleitung bei ihren Vorgesetzten einzufordern und einfach loslegten. Nicht selten waren AiPLer alleine für die Stationen eingeteilt und der erfahrene Stationsarzt war nicht present. PJLer mußten in ihren Diensten auf den Stationen die i.v. Medikamente verabreichen etc. Sollte sich das in den letzten zehn Jahren geändert haben? Eine "10jährige Ausbildung" alleine, garantiert keine kompetente Behandlung. Aber ich möchte Ihren Berfufsstand nicht schlecht machen, wie schon gesagt, "schwarze Schafe" gibt es überall und in allen Berufsgruppen. Im Sinne der Patienten, wäre eine gegenseitige Akzeptanz und Anerkennung von Schulmedizinern und Heilpraktikern wünschenswert. Oft haben Heilpraktiker dann doch die größere Erfahrung und umfangreichere Ausbildungen in der Naturheilkunde. Je nach Diagnose, die ein Schulmediziner sicherlich besser stellen kann, sind schulmedizinische Behandlungen unerlässlig.

Antwort vom Autor am 13.08.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Wollen Sie allen Ernstes behaupten an Ihrer Uniklinik hat ein AIP einen Patienten mit Bauchschmerzen untersucht und die Therapie festgelegt, z. B. die Op-Indikation gestellt, ohne, daß ein erfahrener Kollege den Befund nochmals angeschaut hat? Oder der \"erfahrene Stationsarzt\", hat der seine Erfahrungen dadurch gesammelt, daß er einfach Patienten behandelte ohne Kontrolle durch andere? Wenn das wirklich so ist, sollten Sie Roß und Reiter nennen und nachdem Sie offenbar nicht mehr dort arbeiten, solche Mißstände auch anprangern. Die Fähigkeit eine Vene zu treffen sollte ein Arzt im Praktikum und auch ei PJ allerdings in seinen vorherigen Praktika schon erlernt haben.

25.07.2012 - 09:23 Uhr

.. also geht es eben doch nicht um Homöopathie...

von Bettina Christians

... sondern um andere Befindlichkeiten......

Antwort vom Autor am 26.07.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Wenn Sie als Laienhomöopath sich selbst, Ihre Kinder und Ihren Hund behandeln, geht es nicht um Homöopathie. Wenn Sie allerdings gewerbsmäßig fremde Menschen mit Krankheiten behandeln, geht es sehr wohl um Homöopathie.

20.07.2012 - 10:14 Uhr

Ich habe interessiert diesen Beitrag gelesen und...

von Bettina Christians

... ein bischen geschmunzelt. Geht es hier eigentlich um die medizinische Quailifikation eines Behandlers oder um die homöopathische? Oder ist hier womöglich gemeint: Homöopathie = Heilpraktiker ("Ich war auch schon beim HÄmiopathen..."). Ich stelle die Frage, weil irgendwann in dieser Diskussion von Spritze geben durch einen, möglicherweise nicht qualifizierten Heilpraktiker die Rede ist. Bei einer lediglich (klassisch) homöopathischen Behandlung hat eine Spritze eigentlich nichts zu suchen !? Worum geht es also? Das einzig Entscheidende bei einer qualifizierten homöopathischen Behandlung ist die Qualifikation in Sachen Homöopathie....... Und hier sollte vielleicht noch kurz eingefügt werden, dass ich hier von klassischer Einzelmittel- Homöopathie rede und nicht von Komplexhomöopathie. Letztere wird sowohl von Ärzten,als auch von Heilpraktern muntern benutzt, ohne jemals was von Hahnemann gehört zu haben. Ich habe in meiner Praxis oft innerlich die Augen gerollt, wenn Patienten mir von Behandlungen erzählten, die sie bei einem Arzt der "Naturheilverfahren" o.ä. auf seibnem Schild stehen hat, erfahren haben. Das hatte dann oft das Niveau, dass ich habe, wenn ich behaupten würde, Röngenbilder o.ä. interpretieren zu können. Also: nichts für Ungut - jeder der beiden hier aufgeführten Berufsgruppen hat seine Berechtigung - beides hat zunächst eine juristische Relevanz und dann stellt sich die Frage, in welche Fachrichtung man sich qualifiziert und die kann in Hinsicht auf Homöopathie bei beiden hervorragend sein. Da zu uns i.d.R. die austherapierten Fälle mit einem dicken Diagnose(n)ordner kommen, habe ich keine Befürchtung, ich könne etwas "übersehen". Meine Erfahrung geht eher in die Richtung von Frau Ratsak, sprich: auch Ärzte können manchmal "gefährlich" für den Patienten werden (wenn es hier smilys gäbe, stände hier jetzt einer mit Augenzwinkern)

Antwort vom Autor am 24.07.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Es geht letztlich um die Behandlung von Krankheiten. Homöopathie ist eine Methode zur Behandlung. Wer Krankheiten behandelt, sollte nicht nur seine Methode kennen, sondern auch die Krankheiten, die er behandelt. Nicht umsonst werden Ärzte nicht nach ihrer theoretischen Ausbildung (Studium) und den entsprechenden Prüfungen nicht einfach auf die Patienten losgelassen, sondern müssen mehrere Jahre unter Anleitung praktisch tätig sein, bevor sie selbständig behandeln dürfen. Ist das nach der Heilpraktikerprüfung auch so ? Wer Bauchschmerzen, mit welcher Methode auch immer, behandeln will, sollte wissen, wie sich ein akuter Bauch anfühlt. Das kann man aber nicht aus Büchern lernen, sondern nur am Krankenbett unter Anleitung eines Erfahrenen. Auch Menschen mit dicken Diagnoseordnern können plötzlich akut erkranken und eine Blinddarmentzündung, Herzinfarkt, oder eine Lungenentzündung haben. Ich kann mir nicht vorstellen, daß alle Heilpraktiker so viel intelligenter sind als Ärzte, daß sie in 3 Jahren Kurs das gleiche Rüstzeug bezüglich Krankheiten haben, wie ein Arzt nach 11 Jahren Ausbildung.

14.07.2012 - 17:08 Uhr

Die Heilpraktikerprüfung gliedert sich in...

von karin abt

... praktische, theoretische und schriftliche Überprüfung. Die Ausbildung ebenso. Sicherlich hat ein Arzt eine längere Ausbildungszeit. Nur ist es doch verwunderlich, dass die größte Anzahl von Menschen,welche meine Praxis aussuchen, die sogenannten " Austherapierten" sind. Oftmals werden sie allein gelassen von der " Schulmedizin". Auch meine Ausbildung umfasste eine 3 jährige Grundausbildung. Meine Homöopathieausbildung umfasste einige 100 Stunden mit jährlicher Weiterbildung. Wie auch meine Kollegen, schicke ich selbstverständlich die Menschen zur Abklärung zu Ärzten. Meist zu denen, von denen ich ausgehen kann, dass sie auch was "können". Es sind alle nur Menschen und können genau wie Heilpraktiker Fehler machen. WIe schon beschrieben, wäre es schön, wenn Heilpraktier und Ärzte zusammen arbeiten würden, was aber laut Heilpraktikergesetz von 1934, nicht erlaubt ist. So würde so manchen Menschen mehr geholfen, als es jetzt der Fall ist, außerdem wäre es für die Kassen günstiger, denn Homöopath ist eine preiswerte Heilmethode. Sicherlich haben Sie als Arzt eine ganze Reihe von Papierkrieg und Vorschriften. Ich hatte eine Ärztin in Behandlung, welcher mir ihr Leid klagte, dass sie nur noch von Behandlungszimmer zu Behandlungszimmer renne und das was sie eigentich will, nicht mehr kann. Wir sollten alles nicht pauschalisieren. Jeder hat recht auf seine Weise und ganz wichtig: WER HEILT HAT RECHT!

Antwort vom Autor am 18.07.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Sie verwenden den Begriff Schulmedizin und meinen damit aber Krankenkassenmedizin. Das ist auch das, worüber sich die Ärztin in Ihrem Beispiel beklagte. Die Krankenkasse bezahlt pro Monat für die hausärztliche Behandlung eines Patienten ca. 15 Euro, unabhängig davon, wie oft er kommt und wie schwer krank er ist. Dementsprechend bleibt für den einzelnen Patienten sehr wenig, meist zu wenig Zeit. Darunter leiden Patienten und Ärzte gleichermaßen. Die große Anzahl der Menschen, die sich vom Gesundheitswesen (nicht nur von den Ärzten) allein gelassen fühlen, liegt also, meine ich daran, daß man zu wenig Zeit für sie hat, nicht an der Behandlungsmethode Schulmedizin, Homöopathie, TCM oder anderes. Homöopathie mag eine \"preiswerte\" Methode sein, aber es ist auf jeden Fall gemessen an den o. g. 15 Euro eine extrem teure Methode. Das ist deswegen so, weil sie viel Zeit in Anspruch nimmt und die kostet Geld. So kann sich nur ein Teil der Menschen Homöopathie leisten. Sie behandeln also nicht nur die \"Austherapierten\", sondern vor allem die Besserverdienenden. Diese können jedoch auch genauso durch Homöopathie oder andere alternative Methoden vom Arzt behandelt werden, wenn sie oder ihre Krankenkasse (einzelne Kassen zahlen die Homöopathie, z. B. Barmer/GEK) die Arbeitszeit bezahlen.. Die Verzahnung zwischen Homöopathie und schulmedizinischer Abklärung (zu der sie ja auch schicken) ist eher besser, wenn sie von ein und derselben Person vorgenommen wird. Also, ich bleibe dabei: Homöopathie? Ja - aber beim Arzt.

08.07.2012 - 02:16 Uhr

Ich finde es bedauerlich, wenn sogenannte...

von Sylvio Lucke

... Schulmediziner ihren Privatpatientenanteil durch unlautere Wettbewerbsmaßnahmen erhöhen möchten. So ist es doch gerade die Schulmedizin die die Homöopathie in den vergangenen Jahren nicht akzeptieren wollte. Mit dem steigernden Zulauf der Öffentlichkeit zu diesem Verfahren findet plötzlich ein Sinneswandel statt?! Nunmehr schreien festgefahrene Schulmediziner nach diesen Kunden, weniger aus Überzeugung als mehr aus Profitgier. Und gerade diese meinen den ausgebildetet Homöopathen oder Heilpraktiker mit Fachgebiet Homöopathie madig machen zu müssen. Natürlich - haben diese doch ihren Zweck erfüllt und durch ihre praktischen Leistungen und erfolgreichen Verläufen dieses Verfahren gesellschaftstauglich gemacht. Es ist mir völlig unverständlich, wo ein Schulmediziner und wegen mir auch Facharzt diese komplexe Aus- und Fortbildung in seinem Medizinstudium im Verfahren der Homöopathie geleistet haben will. Ja und wo kommen denn dann die angebrachten jahrelangen Erfahrungen her? Sicherlich möge der Arzt aufgrund des Studiums und der FA aufgrund der Erfahrungen umfangreich im klinischen Bereich bewandelt sein. Aber so stellen doch 98% der Praxisarbeit eine schnell schnell Abfertigung des Patienten dar. Breitbandantibiotika und weitere Zaubermittel in Kooperation mit der Pharmaindustrie - das ist zumeist die heutige Schulmedizin. Und um auf das Pferd der Homöopathie setzen zu können, eignen sich diese Schulmediziner nun Wissen über Literatur an. Dies steht im völligen Gegensatz zu den gemachten Aussagen im Startartikel. Also weder praktisches Wissen noch fundierte Ausbildung in der Homöpathie kommen in der Schulmedizin zum tragen (Ausnahmen ausgeschlossen). Dies ist ja schon im Artikel festzustellen, wo von der Behandlung einer Krankheit gesprochen wird - gerade im chronischen Verlauf wird in der Homöopathie aber mehr als die Krankheit, sondern der Mensch mit seiner Lebensgeschichte gesehen - denn die Krankheit ist das Ergebnis eines Auslösers und gerade diesen gilt es festzustellen und mittels hömöopathischen Mitteln ins Gleichgewicht zu bringen. Nur mit klinischer Erfahrung, wie mehrfach in dem Startartikel vermerkt, ist es halt nicht gemacht! Zum Glück darf der Patient selbst entscheiden ob er den Heilpraktiker mit Fachgebiet Homöopathie oder den Facharzt für was auch immer mit Randgebiet Homöopathie wählt. Übrigens wird mit der Überprüfung zum Heilpraktiker eine intensive klinische Kompetenz geprüft und festgestellt, dass Heilpraktiker Abgrenzungen von Notfällen beherschen.

Antwort vom Autor am 10.07.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Ich gebe Ihnen Recht, daß viele Schulmediziner alternative Verfahren, wie die Homöopathie abgelehnt haben und auch heute noch ablehnen. Aber die Vorstellung nur Heilpraktiker hätten in den letzten Jahrzehnten die Homöopathie salonfähig gemacht, ist schlichtweg falsch. Ich darf hier die Namen zweier homöpathischer Vordenker in Deutschland nennen, die beide Ärzte waren: Willibald Gawlik, Jahrgang 1919 und Gerhard Köhler Jahrgang 1916. Beide haben eine Vielzahl von Publikationen gemacht und eine große Anzahl von ärztlichen Homöopathen ausgebildet. Homöopathie ist eine Heilmethode. Man muß also die Methode kennen und Erfahrung darin haben. Darin mögen sich Heilpraktiker und Ärzte (ich meine damit natürlich diejenigen Kollegen, die sich mit dieser Methode ernsthaft befassen) gleichen. Aber man muß eben auch das zu Heilende, also die Krankheiten kennen. Die Heilpraktikerprüfung ist eine theoretische, (oder täusche ich mich?) die Ausbildung ebenso. Klinische Kompetenz aber erwirbt man durch praktische Tätigkeit unter Anleitung durch einen Erfahrenen. Um die Grenzen seiner Heilmethode zu kennen und letzlich gefährliche Verläufe zu erkennen ist es notwendig, daß man sich in der Schulmedizin auskennt. Genau das aber kann die Heilpraktikerprüfung nicht garantieren.

06.07.2012 - 16:35 Uhr

Eine Ausbildungszeit mit 260 Stunden in...

von Verena Kilian

... Homöopathie erscheint mir viel zu gering. So kann man nicht gut behandeln. Meine Ausbildungszeit in Klass. Homöopathie betrug drei Jahre mit 576 Unterrichtsstunden. Weiterhin regelmäßige Fortbildungen, und kontinuierliche Supervision. Außerdem verfüge ich über eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester in einem großen Akutkrankenhaus und fünfjähriger klinischer Erfahrung. Zusätzlich über eine einjährige Ausbildung in einer Heilpraktikerschule mit dem Schwerpunkt Krankheitslehre und Untersuchungstechniken (Ein Jahr wegen der wirklich sehr guten medizinischen Ausbildung als Krankenschwester).Sehr schade finde ich die Vorurteile, die manche Ärzte gegen einen ganzen Berufsstand hegen. Wie Frau Ratsak sehr richtig bemerkt hat, gibt es überall schwarze Schafe. Jede Krankenschwester weiß, dass Ärzte auch nur Menschen sind. Außerdem schicken Heilpraktiker ihre Patienten selbstverständlich zur weiteren Diagnostik. In meiner Praxis erhebe ich nicht den Anspruch ein großer Diagnostiker zu sein. Dass Ärzte das besser können weiß ich sehr wohl. Sehr viele Patienten kommen allerdings unzufrieden, austherapiert, und menschlich enttäuscht vom Arzt. Mehr Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Heilpraktikern, Schulmedizin und Homöopathie wäre wünschenswert. Wie man aus diesen Kommentaren herauslesen kann, blockieren dies meist die Ärzte. Menschen mit wirklicher Größe haben es nicht nötig auf andere herabzusehen. So bestätigen Dr. Paul Herscu und Henny Heudens-Mast (Zwei wirklich begnadete Homöopathen), dass sowohl Heilpraktiker als auch Ärzte gute Behandler in Klassischer Homöopathie sein können. Die EUH setzt sich dafür ein, dass der Beruf Homöopath anerkannt wird Dort arbeiten Ärzte und Heilpraktiker zusammen. Es gibt also auch "Lichtblicke"

Antwort vom Autor am 06.07.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Ich bezweifle nicht, daß es völlig gleichgültig ist oder man Arzt ist oder nicht um sich gutes homöopathisches Wissen und Erfahrung anzueignen. Aber als Krankenschwester sollten Sie eigentlich verstehen, was ich meine, wenn es um schulmedizinische Erfahrung geht. Nehmen wir das Beispiel der i.m. Injektion. Die Technik haben Sie zunächst theoretisch gelernt. Haben Sie es dann einfach gemacht? Ich hoffe nein. Sie sind von jemand der es schon viele Male gemacht angelernt worden, indem er es Ihnen am Patienten gezeigt hat. Danach haben Sie es unter Anleitung gemacht und später selbständig. Möchten Sie sich eine i.m.Injektion geben lassen von jemand, der es nur theoretisch gelernt hat? Die 3 Punkte, die ich in meiner Antwort angeführt habe, sind der Minimalstandard, den der Patient auf dem Praxisschild eines Arztes erkennen kann. Selbstverständlich haben homöopathische Ärzte in der Regel weit mehr Aus-/WEiterbildungsstunden. Was ist die Mindeststundenzahl, die ein Heilpraktiker braucht um auf sein Schild Homöopathie zu schreiben? Ich denke hier fehlt eine Regelung. Das meine Berufsgruppe vor lauter Begeisterung über Computertomographie u. ä. leider vielfach die Bedürfnisse der Patienten aus den Augen verloren hat und diese darüber enttäuscht sind, sehe ich auch. Aber das denke ich ist ein anderes Thema.

05.07.2012 - 20:43 Uhr

Ich kann Ihre Bedenken gut nachvollziehen, da...

von Melany Ratsak

... natürlich die heilpraktische Ausbildung wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt, als ein Medizinstudium. Es ist leider tatsächlich so, das die Ausbildung zum Heilpraktier staatlich nicht festgelegt ist, die abschliessende Amtsarztprüfung setzt jedoch ein solides Fachwissen voraus und selbstverständlich ist es richtig und wichtig, Krankheitsbilder differenzieren zu können....andernfalls fällt das Ergebnis der Überprüfung negativ aus ;) Ich "oute" hier einfach mal meine persönliche Ausbildung: Ich habe eine 2jährige schulische Ausbildung genossen und mich dann mithilfe der Schule ein Jahr lang auf die Prüfung vorbereitet. Der Unterricht bestand an 3 Tagen der Woche aus Anatomie, Physiologie und Patholgie: Bewegungsapparat, Hämatologie, Herz-Kreislauf, innere Medizin, Endokrinologie, Onkologie, Pädiatrie, Geriatrie, Psychologie, Gesetzeskunde, Infektionskrankheiten, sowie praktischer Unterricht in Untersuchungsmethoden, Injektionslehre etc. 2 Tage der Woche wurden naturheilkundliche Themen unterrichtet. Klassische Ausleitungsverfahren, Manuelle Therapien, Naturheilkundl. Labor (Urinfunktionsdiagnostik) etc. Ich habe parralel zur schuldmedizinischen Ausbildung eine dreijährige Grundausbildung in Klassischer Homöopathie genossen mit 550 Unterrichtsstunden und abschliessender Prüfung. Ferner diverse klinische, wie auch insbesondere homöopathische Fachausbildungen bei namhaften Therapeuten (Ärzten, wie Heilpraktikern) Eines der wichtigsten und selbstverständlichsten Aufgaben des Heilpraktikers ist seine Sorgfaltspflicht. Keine Behandlung ohne Diagnose, das versteht sich von selbst. Sollte ich einmal unsicher sein, was die Diagnose betrifft, schicke ich die Patienten selbstverständlich zur weiterführenden Dioagnostik (Bildgebende Verfahren, Labor, etc.) Ich finde sehr schade, das es zwischen Ärzten und Heilpraktikern immer wieder Zwist gibt und leider die wenigsten Ärzte zur Zusammenarbeit geneigt. Es gibt jedoch glücklicherweise auch Ausnahmen. Davon abgesehen ist eine 10-oder längerfristige Ausbildungszeit kein Garant für eine qualitativ gute Behandlung. Ich denke es gibt in nahezu jedem Beruf schwarze Schafe und andersherum besonders gute Therapeuten. Mein erster Homöopath (seines Zeichens auch Arzt, der der Schulmedizin aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Anästhesist jedoch den Rücken kehrte) zog z.B. immer wieder gern Herrn Bönnighausens Literatur zu Rate, der wie Sie wahrscheinlich wissen auch "nur" Laienhomöopath war und kein Arzt. Ich denke nicht, das allein die Ausbildung hier ein Qualitätsmerkmal sein sollte, sondern die Erfahrung, wie Sie ja selbst geschrieben haben. Das eine Baucherkrankung erstmal mitnichten als harmlos einzustufen ist, das lernen auch Heilpraktiker während einer Ausbildung und ich habe innerhalb der Familie einen Fall, in dem ein gut ausgebildeter Arzt genau dieses nicht erkannt hat und einen Magen-Darm-Infekt diagnostizierte mit dem Erfolg, das meine Nichte 2 Std. später aufgrund einer Blinddarmperforation notoperiert werden mußte. Ich möchte hier ganz bestimmt niemandem zu Nahe treten, aber ich als Heilpraktikerin bin für einen sachlichen Erfahrungsaustausch offen und wünschte mir nichts lieber, als eine fruchtbare und synergene Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Heilpraktikern. Meine Patienten sind (bis auf die Kleinen) fast allesamt schulmedizinisch "austherapiert" und meist ohne Aussicht auf Heilung, geschweige denn Linderung. Ich bin froh, das die Homöopathie sich in diesen Fällen weniger um den Namen der Krankheit schert, sondern vielmehr den Menschen im Mittelpunkt sieht und zwar ganzheitlich. Und ich schätze mich glücklich, das ich diesen Menschen dank meiner Heilerlaubnis und mithilfe Hahnemanns Medizin wieder Lebensmut schenken kann Letzlich wollen wir doch alle -gleich ob Arzt oder Heilpraktiker- den Menschen helfen. "Primum non nocere" sollte dabei unser aller Leitspruch sein, den wir sehr ernst nehmen sollten Mit freundlichen Grüßen Melany Ratsak Heilpraktikerin :)

Antwort vom Autor am 06.07.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Vielen Dank für die offenen Worte. Es freut mich, daß auch Sie das Problem der fehlenden staatlichen Normierung der Heilpraktikerausbildung ansprechen. In einer Zeit in der ich als Arzt für jeden Handgriff einen Befähigungsnachweis, ein Qualitätsmanagementsystem, schriftliche Aufzeichnungen über meine Abfallentsorgung, die Temperatur in meinem Sterilisator, in meinem Kühlschrank uvm. brauche, halte ich das für nicht akzeptabel. Ich stimme auch zu, daß es hervorragende nichtärztliche Homöopathen gibt. Es geht ja das Gerücht um, der Arzt Hahnemann habe gesagt, wenn er sich homöopathisch behandeln lassen müßte, dann vom Juristen und Botaniker Bönninghausen. Die medizinische Wissenschaft ist natürlich seit dieser Zeit deutlich komplexer geworden. Damit braucht man mehr Zeit sich diese anzueignen. Aber auch in neuerer Zeit gibt es nichtärztliche Homöopathen, die auch solides schulmedizinisches Wissen besitzen. Trotzdem meine ich, daß der Patient ein Recht auf ausreichende staatliche Normierung und auf Transparenz hat. Diese Tranzparenz haben Sie für Ihre Person hergestellt. Das finde ich gut. Aber diese Transparenz ist nicht die Regel, so daß für den Patienten vor der Behandlung schwer ist schwarze Schafe zu erkennen.

05.07.2012 - 10:05 Uhr

Entscheidend für eine qualitativ sehr gute...

von Verena Kilian

... Behandlung in Klass. Homöopathie ist: eine professionelle Aus- bildung in Klass.Homöopathie nach den Regeln Samuel Hahnemanns, regelmäßige Fortbildungen bei Dozenten wie z.B. Henny Heuden-Mast, Dr. Herscu u. eine gute Schulmedizinische Ausbildung. Diese Vorraus- setzungen können sowohl Heilpraktiker als auch Ärzte erfüllen. Aufgabe des Patienten bleibt zu schauen arbeitet der Behandler wirklich mit Klass. Homöopathie, wie lange war die Ausbildungszeit. Wie regelmäßig werden Fortbildungen besucht. Entscheidend für einen Therapieerfolg in Klassischer Homöopathie ist die Erstanamnese, die bei einem wirklich guten Therapeuten zwei bis drei Stunden dauert. Nochmals Heilpraktiker und Ärzte können gute Behandler in Klassischer Homöopathie sein.

Antwort vom Autor am 06.07.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Sehr geehrte Frau Kilian, wie Sie in Ihrer Stellungnahme ganz richtig ausführen, ist eine professionelle Ausbildung sowohl in der Homöopathie, als auch in der Schulmedizin die Voraussetzung um Patienten zu behandeln. Wie man aus meinem Artikel entnehmen kann, hat der Patient, wenn er am Praxisschild \"Arzt für....\" liest, die Garantie, daß dieser mehr als zehn Jahre täglich mit Medizin befasst war und über viele Jahre praktisch am/mit Kranken (und nur so, nicht aus Büchern kann man Erfahrung sammeln) gearbeitet hat. Welche Garantie hat der Patient, wenn er am Praxisschild \"Heilpraktiker\" liest? Leider konnte ich Ihrem Kommentar nicht entnehmen, wie die schulmedizinische Ausbildung des Heilpraktikerberufes abläuft. Das könnten Sie ja vielleicht noch öffentlich machen, so daß jeder Leser selbst einen Vergleich ziehen kann.

03.07.2012 - 14:02 Uhr

Das unterschreibe ich sofort "...Homöopathie ist...

von Melany Ratsak

... eine tolle Methode - aber bitte beim Arzt...." ...oder beim Heilpraktiker :) Denn auch Heilpraktiker unterziehen sich einer Ausbildung und werden in Anatomie, Physiologie und Pathologie und der Differenzierung von Krankheitsbildern geschult und unterrichtet. Erst mit bestandener Amtsärztlicher Überprüfung erhalten Heilpraktiker eine Heilerlaubnis, die sie zur Ausübung der Heilkunde legitimiert. Die Klassische Homöopathie dürfen in Deutschland nur Ärzte, Heilpraktiker und Hebammen (beschränkt auf Schwangerschaft und Geburt) ausführen.

Antwort vom Autor am 05.07.2012
Dr. med. Eckhard Töpert

Mit der Behandlung durch Heilpraktiker habe ich als Arzt erwartungsgemäß Bedenken. Beim homöopathisch ausgebildeten Arzt hat der Patient eine GARANTIE auf folgende Ausbildung: 1. Mindestens 6-jähriges Studium,welches mit dem Staatsexamen abgeschlossen wird 2. Mindestens 5-jährige praktische Ausbildung in Klinik und Praxis, die mit einer Facharztprüfung bei der Ärztekammer abgeschlossen wird 3. Mindestens 260-stündige Homöopathieausbildung mit Krankheitsfällen unter Supervision eines erfahrenen Homöopathen und abschließender Prüfung bei der Ärztekammer. Da ich Arzt bin kenne ich die Ausbildungsvorschriften für Heilpraktiker nicht, hege aber Zweifel ob der Patient auch eine GARANTIE auf eine mehr als 10-jährige Ausbildung hat. Da mein Artikel ja besondere Resonanz bei Heilpraktikern findet, könnte einer von Ihnen die Ausbildungsvorschriften offenlegen, dann kann jeder vergleichen. Darüber hinaus handelt es sich bei der Homöopathie um eine Erfahrungsheilkunde. Ich bezweifle nicht, daß es Heilpraktiker gibt, die große Erfahrung in der Homöopathie besitzen. Es gibt ja durchaus einige große homöopathische Vordenker, die keine Ärzte sind bzw. waren. Aber man braucht auch Erfahrung mit Krankheiten. Heute mehr den je, denn seit Hahnemanns Zeiten hat sich auch die Medizin weiterentwickelt. Diese Erfahrung muß eine praktische sein, denn wie sich z.B. ein akuter Blinddarm anders als eine harmlose Baucherkrankung anfühlt, kann man nicht aus Büchern lernen, sondern nur am Krankenbett.


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