Artikel 05/07/2011

Der Menopause auf natürliche Weise entgegentreten

Team jameda
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Die ersten Anzeichen der Menopause treten meistens zwischen dem 40 und 50 Lebensjahr in Erscheinung. In der naturheilkundlichen Behandlung von Wechseljahrbeschwerden haben sich vor allem die traditionelle Pflanzenheilkunde, die klassische Homöopathie, die begleitendende Gesprächstherapie sowie eine individuell abgestimmte Ernährungsumstellung bewehrt.

Die Frauen merken vor allem, dass sich ihre Monatsblutung verändert. Die Zyklusabstände werden unregelmäßig, verlängern sich, bis die Menstruation schließlich ganz ausbleibt. Man kann diesen Vorgang durch den sinkenden Östrogenspiegel erklären. Dadurch reifen immer weniger Eizellen und es kommt seltener zum Eisprung. Auch die Stärke der Blutung verändert sich. Wenn kein Eisprung stattgefunden hat, reift auch kein Gelbkörper, der normalerweise einen Gelbkörperhormon produziert. Dieses Hormon ist ein natürlicher Gegenspieler vom Östrogen und verhindert , dass sich die Gebärmutterschleimhaut während des Zyklus übermäßig aufbaut . Wenn aber das Progesteron fehlt , wird am Zyklusende die Blutung stärker und länger ausfallen.

Um den Zyklus zu regulieren und die Hormonumstellung auf dem natürlichen Weg zu unterstützen kann man folgende Pflanzen anwenden:

Mönchspfeffer - (als Tee oder Fertigpräparate) regt den Gelbkörper zu vermehrter Ausschüttung vom Progesteron. Dadurch wird das Gleichgewicht zwischen dem Östrogen und Progesteron wieder hergestellt.

Frauenmantel - (als Tee oder Tinktur) regt den Eisprung an, kräftigt die Gebärmutter und verbessert die Gelbkörperhormonproduktion.

Rotklee Präparate- enthalten pflanzliche Östrogene sogenannte Isoflavone, die die natürliche Hormonumstellung unterstützten.

Auch die Homöopathie kann bei den Zyklusbeschwerden behilflich sein. Dabei sollte auch das gesamte Bild der Patientin betrachtet werden, nicht nur die Blutungen, aber auch die Psyche und die Essgewohnheiten. Häufig verordnete Mittel sind : Pulsatilla, Sepia, Lachesis, Sabina, Calcium carbonicum, Cimicifuga u.v.m.

Um die Menstruationsbeschwerden zu lindern und das Gleichgewicht im Hormonhaushalt wieder herzustellen, kann man auch die Akupressur anwenden. Behandelt werden vor allem Konzeptionsgefäße, die Nieren und Blasenmeridiane.

Die Hitzewallungen und Schweißausbrüche gehören ebenfalls zu den bekannten Erscheinungen der Wechseljahre und viele Frauen empfinden sie als sehr störend.

Mit einer individuell abgestimmten Ernährungsumstellung kann in der Naturheilpraxis positiv dagegen gesteuert werden. Die betroffenen Frauen sollten vor allem auf blutgefäßerweiternde Getränke wie Kaffee, Alkohol, wie auch auf stark gewürzte Speisen die die Schweißproduktion erhöhen verzichten. Der Konsum von Produkten Soja und Linsen die pflanzliche Östrogene beinhalten sollte hingegen erhöht werden.

In der Pflanzenheilkunde setzt man zur Linderung von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen auf eine Therapie mit unterschiedlichen Teemischungen. Vor allem mit Salbei, die eine schweißhemmende Wirkung besitzt aber ebenso mit Melisse und Baldrian die zur Beruhigung des gesamten Organismus führen.

Die am häufigsten verschriebenen homöopathischen Mitteln bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen sind: Lachesis, Sepia , Sulfur, Pulsatilla, Sanguinaria canadensis.

Wechseljahre bedeuten auch eine erhöhte Gefahr an einer Osteoporose zu erkranken. Frauen weisen von Haus aus eine niedrigere Konchenmasse als Männer auf, die in der Menopause noch deutlich abnimmt. Die ersten Anzeichen dafür können Rückenschmerzen sein, die Abnahme der Körpergröße und spontane Knochenbrüche.

Die Osteoporose wird besonders begünstigt wenn:

  • die Menopause noch vor dem 45 Lebensjahr anfangen, da die aufbauende Wirkung des Östrogens auf die Konchenmasse vermindert ist.
  • man die Gebärmutter und Eierstöcke entfernt hat.
  • eine genetische Disposition in der Familie der Mutter vorliegt.
  • Frauen ein niedriges Gewicht aufweisen (im Fettpolster werden auch geringe Östrogenmengen bis ins hohe Alter produziert) .

In der Heilpraxis empfiehlt man v.a. die Bewegungstherapie. Tanzen, Yoga, Spazieren, Radfahren fördern die Einlagerung von Kalzium in die Knochen.

Auch eine Ernährungsumstellung führt zu positiven Effekten. Deswegen sollte man auf säurebildende Produkte wie Zucker, Alkohol, Kaffee verzichten. Um diese zu neutralisieren muss der Körper basische Stoffe wie Kalzium verwenden. Der größte menschliche Kalziumspender sind eben die Knochen, aus denen im Notfall Kalzium ausgelagert wird. Um dagegen zu steuern wird der Verzehr von Milchprodukten, Brokkoli, Grünkohl, kalziumhaltiges Mineralwasser und Fisch empfohlen.

Bei einer homöopathischen Therapie wird zur Linderung von Beschwerden in Folge der Osteoporose z. B. Calcium Phosphoricum verabreicht.

Ein weiteres Begleitsymptom der Wechseljahre ist die mögliche Veränderung in der Psyche der Frau. Die betroffenen klagen oft über erhöhte Reizbarkeit, depressive Verstimmung oder Konzentrationsschwierigkeiten. Sie fühlen sich von ihrem Körper im Stich gelassen und brauchen Zeit um die Veränderungen zu akzeptieren.

Die Naturheilkunde sorgt für den seelischen Ausgleich mit Pflanzen wie der Passionsblume, Baldrian, Johanniskraut, Melisse oder homöopathischen Mitteln wie z.B. Natrium muriaticum. Auch die Wirkung der Gesprächstherapie ist nicht zu unterschätzen, ob beim Therapeuten oder bei einer guten Freundin. Es kann helfen, wenn man sich die Last von der Seele spricht.

Mit den Wechseljahren tritt jede Frau in eine neue Lebensphase ein. Man sollte die Veränderungen akzeptieren und sich mutig den Herausforderungen stellen.

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