Hilfe bei Burnout durch Regenerative Mitochondrien-Medizin
Wie sich Burnout anfühlt, wissen die Betroffenen nur zu gut. Das Gefühl, unentwegt gestresst und überfordert, aber dabei gleichzeitig antriebslos und wortwörtlich ausgebrannt zu sein, betrifft nicht nur die Seele, sondern zehrt auch an den körperlichen Kräften der an Burnout erkrankten Menschen und manifestiert sich in Beschwerden wie den folgenden:- Schlafstörungen
- Kopfschmerzen
- Muskelverspannungen, vor allem in Form von Rückenschmerzen
- unspezifischem Schmerzempfinden
- verändertem Blutdruck
- Atemnot und Engegefühle
- Libidoverlust
- Zyklusstörungen
- Suchtverhalten
- atypischen Gewichtsveränderungen
- Magen-Darm-Beschwerden
- neu aufgetretenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Hörsturz und Tinnitus
Zu allem Überfluss beobachten "ausgebrannte" Menschen bei sich häufig Störungen im Bereich der Denkleistung:
- Konzentration
- Wortfindung
- Koordination
- Kurzzeitgedächtnis
Der chronische Stress und Burnout
Der gemeinsame Nenner für die oben aufgelisteten Beispiele der Burnout-Beschwerden lautet: chronische Stressbelastung. Stress in normaler Dosis hat keine schädigende Wirkung auf Körper und Psyche. Ohne die Fähigkeit, eine Stressreaktion durchzuführen, wäre das Überleben in lebensgefährlichen Situationen schlicht unmöglich.
Im Gegensatz zum gesunden Stressempfinden ist der Dauerstress ein destruktiver Zustand für alle Wesen, ob Mensch oder Tier. Seine anhaltende Einwirkung greift die psychische Verfassung an und verursacht zudem Schäden auf der biologischen Ebene. Ein ausgebrannter Körper und eine ausgebrannte Seele sind zwei Gesichter von Burnout.
Biologische Burnout-Marker sind:
- Störungen im Stresshormonhaushalt: v.a. Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin und im Neurotransmitterhaushalt: v.a. Serotonin, Dopamin, GABA, Melatonin
- chronische Entzündung: gesteigerte inflammatorische Aktivität hervorgerufen durch proentzündliche Zytokine
- Mitochondriopathie: infolge einer durch Dauerstress gestörten Energiegewinnung in den Mitochondrien
Diagnostik und Therapie bei Burnout im Sinne der Mitochondrien-Medizin: Ganzheitliche Diagnostik bei Burnout
Aus der mehrschichtigen Pathogenese des Burnouts entsteht der Anspruch an die Diagnostik, beim Verdacht auf eine Neurostress-bedingte Erkrankung ganzheitlich zu handeln. Im Sinne der Regenerativen Mitochondrien-Medizin werden bei den Patienten psychologische Faktoren (in einem ausführlichen Arzt-Patient-Gespräch) zusammen mit biologischen Parametern (im Bluttest) untersucht.
Der Bluttest bei Burnout ist ein standardisiertes, diagnostisches Verfahren. Das Blut des Patienten wird auf Enzyme, Coenzyme, Mikronährstoffe, Vitamine und Spurenelemente untersucht, die folgende Aufgaben im Körper erfüllen:
- Mitochondrien ermöglichen die Herstellung ausreichender Energie (LDH-Isoenzyme, Coenzym Q10, Selen, Magnesium)
- Verhinderung der Entstehung chronischer Entzündungen (Pyruvatkinase M2, Vitamin B2, Zink, Selen)
- Stärkung der Stressabwehr durch Bildung wichtiger Hormone (Vitamin D3, Vitamin B6, Zink)
Ganzheitliche Therapie bei Burnout: Mitochondrien-Medizin unterstützt durch Psychotherapie
Die diagnostizierten Mängel an Coenzym Q 10, Vitamin B2, B6 und D3, Zink, Selen, Magnesium, Carnitin und Vitamin D sowie veränderte Konzentrationen von Pyruvatkinase M2 und LDH-Isoenzymen sind mit hochwertigen und bioverfügbaren Stoffen der Mitochondrien-Medizin zu behandeln. Sie ermöglichen dem Organismus, seine durch Burnout ausgesetzten oder geschwächten Funktionen wieder aufzunehmen:
- die Abwehr zu regulieren
- Botenstoffe wie Schlaf- und Glückshormone zu bilden
- Regenerationskräfte zu aktivieren
Die Behandlung kann oral oder über Infusionstherapien erfolgen, je nach Ausmaß der Mängel, der klinischen Präsentation des Patienten sowie dem Zustand der Aufnahmefähigkeit der Darmflora.
Neben der Wiederherstellung der körperlichen und molekularen Funktionen benötigt die Aktivierung der Selbstheilungskräfte einen psychischen Aufbau, was durch eine Zusammenarbeit mit einem auf Burnout spezialisierten Psychotherapeuten geschieht. Während der Psychotherapie wird bei Stress bedingten Erkrankungen, wie dem Burnout-Syndrom, an psychischen Belastungsfaktoren gearbeitet mit dem Ziel, die individuelle Stresstoleranz auch für die Zukunft zu erhöhen, um wieder in einen Zustand der biologischen und seelischen Gleichgewicht zu gelangen.
Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:
Kommentare zum Artikel (2)
08.08.2012 - 19:40 Uhr
Viele Ärzte denken immer noch, bei einem Burnout...
von Heider Roman
... handle es sich um eine Depression. Das ist falsch. Die Depression kann Bestandteil des Burnouts sein, jedoch muss ein Burnout nicht unbedingt Depression enthalten. Je stärker ein Burnout ausgeprägt ist, desto mehr kann es auch zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen, die dann den Organismus zusätzlich schwächen. Bestimmte Stoffe wie z.B. Zink, Eiweis, Magnesium oder Calcium können dann eher schaden als unterstützen.
30.08.2012 - 00:03 Uhr
Guter Bericht! Ich habe die Erfahrung gemacht,...
von Reinhilde Link
... dass es so ist.
Weitere Artikel zum Thema „Psyche & Nerven” von anderen Ärzten

Vaskuläre Demenz
Verfasst am 30.04.2013
von Dr. med. Boris Leithäuser

Lachen - Balsam für Körper und Seele
Verfasst am 29.04.2013
von Claudia Galler

Stress: eine der größten Herausforderungen der Neuzeit
Verfasst am 09.04.2013
von Dr. Lutz Knoche
Passende Ärzte zu diesem Themengebiet
- Psychotherapeuten & Psychologen
- Ärzte f. Psychiatrie & Psychotherapie
- Ärzte f. Psychosom. Med. & Psychotherapie
- Neurologen & Nervenheilkunde
Weitere Artikel von Dr. Mutschler

Asthma mit Vitamin D behandeln
Verfasst am 17.05.2013
von Dr. med. Rainer Mutschler

Regenerative Mitochondrien-Medizin
Verfasst am 26.10.2011
von Dr. med. Rainer Mutschler
Anmeldung zum jameda-Newsletter
Wir informieren Sie regelmäßig zu aktuellen und wichtigen Themen rund um Ihre Gesundheit



