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Hilfe bei Burnout durch Regenerative ...

Hilfe bei Burnout durch Regenerative Mitochondrien-Medizin

Dr. Mutschler

von
verfasst am 10.07.2012

© david harding - Fotolia.com
Wie sich Burnout anfühlt, wissen die Betroffenen nur zu gut. Das Gefühl, unentwegt gestresst und überfordert, aber dabei gleichzeitig antriebslos und wortwörtlich ausgebrannt zu sein, betrifft nicht nur die Seele, sondern zehrt auch an den körperlichen Kräften der an Burnout erkrankten Menschen und manifestiert sich in Beschwerden wie den folgenden:

  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelverspannungen, vor allem in Form von Rückenschmerzen
  • unspezifischem Schmerzempfinden
  • verändertem Blutdruck
  • Atemnot und Engegefühle
  • Libidoverlust
  • Zyklusstörungen
  • Suchtverhalten
  • atypischen Gewichtsveränderungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • neu aufgetretenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Hörsturz und Tinnitus

Zu allem Überfluss beobachten "ausgebrannte" Menschen bei sich häufig Störungen im Bereich der Denkleistung:

  • Konzentration
  • Wortfindung 
  • Koordination 
  • Kurzzeitgedächtnis

Der chronische Stress und Burnout

Der gemeinsame Nenner für die oben aufgelisteten Beispiele der Burnout-Beschwerden lautet: chronische Stressbelastung. Stress in normaler Dosis hat keine schädigende Wirkung auf Körper und Psyche. Ohne die Fähigkeit, eine Stressreaktion durchzuführen, wäre das Überleben in lebensgefährlichen Situationen schlicht unmöglich.

Im Gegensatz zum gesunden Stressempfinden ist der Dauerstress ein destruktiver Zustand für alle Wesen, ob Mensch oder Tier. Seine anhaltende Einwirkung greift die psychische Verfassung an und verursacht zudem Schäden auf der biologischen Ebene. Ein ausgebrannter Körper und eine ausgebrannte Seele sind zwei Gesichter von Burnout.

Biologische Burnout-Marker sind:

  • Störungen im Stresshormonhaushalt: v.a. Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin und im Neurotransmitterhaushalt: v.a. Serotonin, Dopamin, GABA, Melatonin
  • chronische Entzündung: gesteigerte inflammatorische Aktivität hervorgerufen durch proentzündliche Zytokine
  • Mitochondriopathie: infolge einer durch Dauerstress gestörten Energiegewinnung in den Mitochondrien

Diagnostik und Therapie bei Burnout im Sinne der Mitochondrien-Medizin: Ganzheitliche Diagnostik bei Burnout

Aus der mehrschichtigen Pathogenese des Burnouts entsteht der Anspruch an die Diagnostik, beim Verdacht auf eine Neurostress-bedingte Erkrankung ganzheitlich zu handeln. Im Sinne der Regenerativen Mitochondrien-Medizin werden bei den Patienten psychologische Faktoren (in einem ausführlichen Arzt-Patient-Gespräch) zusammen mit biologischen Parametern (im Bluttest) untersucht.

Der Bluttest bei Burnout ist ein standardisiertes, diagnostisches Verfahren. Das Blut des Patienten wird auf Enzyme, Coenzyme, Mikronährstoffe, Vitamine und Spurenelemente untersucht, die folgende Aufgaben im Körper erfüllen:

  • Mitochondrien ermöglichen die Herstellung ausreichender Energie (LDH-Isoenzyme, Coenzym Q10, Selen, Magnesium)
  • Verhinderung der Entstehung chronischer Entzündungen (Pyruvatkinase M2, Vitamin B2, Zink, Selen) 
  • Stärkung der Stressabwehr durch Bildung wichtiger Hormone (Vitamin D3, Vitamin B6, Zink)

Ganzheitliche Therapie bei Burnout: Mitochondrien-Medizin unterstützt durch Psychotherapie

Die diagnostizierten Mängel an Coenzym Q 10, Vitamin B2, B6 und D3, Zink, Selen, Magnesium, Carnitin und Vitamin D sowie veränderte Konzentrationen von Pyruvatkinase M2 und LDH-Isoenzymen sind mit hochwertigen und bioverfügbaren Stoffen der Mitochondrien-Medizin zu behandeln. Sie ermöglichen dem Organismus, seine durch Burnout ausgesetzten oder geschwächten Funktionen wieder aufzunehmen:

  • die Abwehr zu regulieren
  • Botenstoffe wie Schlaf- und Glückshormone zu bilden 
  • Regenerationskräfte zu aktivieren

Die Behandlung kann oral oder über Infusionstherapien erfolgen, je nach Ausmaß der Mängel, der klinischen Präsentation des Patienten sowie dem Zustand der Aufnahmefähigkeit der Darmflora.

Neben der Wiederherstellung der körperlichen und molekularen Funktionen benötigt die Aktivierung der Selbstheilungskräfte einen psychischen Aufbau, was durch eine Zusammenarbeit mit einem auf Burnout spezialisierten Psychotherapeuten geschieht. Während der Psychotherapie wird bei Stress bedingten Erkrankungen, wie dem Burnout-Syndrom, an psychischen Belastungsfaktoren gearbeitet mit dem Ziel, die individuelle Stresstoleranz auch für die Zukunft zu erhöhen, um wieder in einen Zustand der biologischen und seelischen Gleichgewicht zu gelangen.

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Kommentare zum Artikel (3)


26.03.2014 - 18:56 Uhr

Meine Freundin hat deutliche Zeichen eines...

von Egon

... Burnout..Überforderung..Familiäre Probleme, etc.. Ich stehe da etwas hilflos daneben..versuche, sie zu bestärken..was sie auch annimmt.. Aber, sie hat enorme Selbstzweifel und Versagensängte.. Was kann ich tun, um ihr zu helfen..?

Dr. Mutschler

Antwort vom Autor am 05.05.2014
Dr. med. Rainer Mutschler

Es wird ihr am besten geholfen sein, sie darin zu bestärken, dass sie professionelle Hilfe annimmt! Eine Folge gezielter psychotherapeutischer Gespräche ist viel besser, als Rückzug zu unterstützen. Weiterhin sollte im Blutlabor nachgesehen werden, dass keine organischen Ursachen bestehen,zb Schilddrüse, Entzündungen und dergleichen sind wichtig. Dann erst die Kriterien einer Mitochondrien-Dysfunktion prüfen lassen. Es gibt viele gute Behandlungsmöglichkeiten, es braucht aber die Akzeptanz und die Entscheidung der Betroffenen, etwas anzupacken, erste Schritte zu gehen.

30.08.2012 - 00:03 Uhr

Guter Bericht! Ich habe die Erfahrung gemacht,...

von Reinhilde Link

... dass es so ist.

Dr. Mutschler

Antwort vom Autor am 05.05.2014
Dr. med. Rainer Mutschler

Danke, alles Gute weiterhin

08.08.2012 - 19:40 Uhr

Viele Ärzte denken immer noch, bei einem Burnout...

von Heider Roman

... handle es sich um eine Depression. Das ist falsch. Die Depression kann Bestandteil des Burnouts sein, jedoch muss ein Burnout nicht unbedingt Depression enthalten. Je stärker ein Burnout ausgeprägt ist, desto mehr kann es auch zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen, die dann den Organismus zusätzlich schwächen. Bestimmte Stoffe wie z.B. Zink, Eiweis, Magnesium oder Calcium können dann eher schaden als unterstützen.

Dr. Mutschler

Antwort vom Autor am 05.05.2014
Dr. med. Rainer Mutschler

Grundsätzlich sollte immer eine Blut-Labor-Untersuchung gemacht werden, um organische Ursachen auszuschließen. Dann sollten im labor die Kriterien der gestörten Mitochondrien-Fehlfunktion geprüft werden,- aber bitte nicht mal so einfach im Internet Blut/Speichel/Urin eingeschickt, sondern bitte bei einem ausgewiesenen Experten.Die ganze Methode kommt in Verruf durch solche Internet-Angebote, die möglicherweise wenig Aussage-Wert haben und nur für Verwirrung und unnötige Kosten sorgen. Es wird mittlerweile an Universitäts-Curricula Ausbildung angeboten, Therapeuten mit dieser Ausbildung haben dann den wissenschaftlichen Hintergrund. Mehr dazu auch unter www.mito-medizin.de/ für Therapeuten oder www.burnout-therapie-kur.de/ für Patienten


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