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Kieferbehandlung besiegt Rückenschmerz: Craniomandibuläre Dysfunktion

Dr. Verbeck

von
verfasst am 12.10.2012

© chris-m - fotolia.com
Schon mal davon gehört, dass ein Zahnarzt jemanden von seinem Rückenleiden befreit hat? Nein, noch nicht? Dann ist Ihnen eine kleine Revolution entgangen, denn die Zahnheilkunde hat sich zur Gesundheitsmedizin gemausert und kümmert sich neuerdings um den gesamten Organismus, nicht mehr nur um die Mundhöhle. 

Gesundheit und Wohlbefinden hängen ganz wesentlich davon ab, dass Zähne, Kaumuskeln und Kiefergelenke harmonisch so zusammenwirken, wie die Natur es vorsieht. Ist die Balance gestört, können durch eine Art Kettenreaktion chronische Schmerzzustände im gesamten Wirbelsäulenbereich die Folge sein. Ein Zusammenhang, mit dem sich allerdings häufig nur Zahnärzte auskennen, die sich auf das Krankheitsbild „Craniomandibuläre Dysfunktion“, kurz CMD, spezialisiert haben.

Was ist CMD?

Im optimalen Zustand treffen obere und untere Zahnreihe gleichmäßig aufeinander. Kaumuskulatur, Gelenke und Zähne befinden sich dann in Harmonie. Bei einem Fehlbiss werden die Zähne nicht mehr gleichmäßig senkrecht belastet. Die Kaukraft wird ungleichmäßig verteilt und führt zur Disharmonie.

Wenn dieses System also gestört ist, kann es zu zahlreichen Beschwerden kommen, weil die gesamte Harmonie der Körperstatik aus dem Gleichgewicht gerät. So kann eine fehlerhafte Bissstellung z. B. infolge eines Zahnverlustes über die Kiefergelenke auf Kopfhaltung und Wirbelsäulenstellung wirken. Konkret bedeutet dies, dass Probleme wie Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Rückenschmerzen, aber auch viele neurologische Störungen in Fehlfunktionen der Kiefergelenke bzw. Fehlstellungen der Kiefer als Folge falscher Verzahnung begründet sein können.

Zahnverlust und nächtliches Zähneknirschen bewirken oft einen Fehlbiss. Daraufhin kann die gesamte Körperstatik aus dem Lot geraten. Dann sollten die Beziehung (Okklusion) der Zähne, die Stellung der Kiefergelenke, die Druckempfindlichkeit der Kaumuskeln sowie die Auswirkung auf die Körperhaltung eingehend untersucht werden.
Ein Kausimulator hilft, die Befunde in Beziehung zu bringen. Hieraus folgt eine effektive Bisskorrektur mittels passgenau hergestellter Aufbissschiene. Um den Therapieerfolg zu sichern, ist eine fachübergreifende Zusammenarbeit - mit Physiotherapeuten und Osteopathen - häufig sinnvoll.

 

 

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