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Ruptur (Abriss) der Supraspinatussehne - ...

Ruptur (Abriss) der Supraspinatussehne - Operation wann, wie, warum?

Dr. Hirt

von
verfasst am 11.09.2013

© Yanik Chauvin - Fotolia.com
Verletzungen (Einrisse) der sogenannten Rotatorenmanschette betreffen zumeist die Supraspinatussehne. Diese ist als oberer Anteil der Rotatorenmanschette besonders starken mechanischen Belastungen ausgesetzt. Akute Zug- und Scherbelastungen, z. B. im Rahmen schwerer Sturzereignisse können zu einem Abriss der Sehne vom Oberarmknochen führen. Wesentlich häufiger jedoch sind schrittweise Ablösungen der Supraspinatussehne durch chronische Überlastungen bei Arbeit und Freizeitsport. Dies ist besonders dann zu beobachten, wenn die individuelle Formgebung des Schultergelenkes anlagebedingt ungünstige Voraussetzungen mitbringt (Schulterdachsporn, Schulterdach-Enge) oder die Qualität des Sehnengewebes, z. B. durch Stoffwechselstörungen oder Medikamente beeinträchtigt ist.

Der Abriss der Sehne geschieht häufig unbemerkt, bisweilen wird das Rupturereignis als reißendes Gefühl in der Schulter wahrgenommen. Nach Abklingen der akuten Schmerzen verbleibt eine Kraftlosigkeit beim Anheben von Gegenständen und Überkopfarbeiten. Je nach Ausmaß der Ruptur kann sogar eine Unfähigkeit resultieren, den Arm gegen die Schwerkraft zu heben. Auch wenn es in vielen Fällen über Monate hinweg zu einer schrittweisen Besserung dieser Beschwerden kommt, wird die betroffene Schulter sich nie mehr vollständig erholen können. Die abgerissene Sehne kann selbst bei jungen Patienten nicht mehr am Knochen festheilen, da der permanente Muskelzug dies verhindert. Stattdessen kommt es im Laufe von Monaten und Jahren zu einem immer weiteren Fortschreiten der Rotatorenmanschettenruptur. Der Abriss greift dann auch auf die benachbarten Sehnen des Infraspinatus- und des Subscapularismuskels über. Am Ende dieses Prozesses kommt es in vielen Fällen zu einer Arthrose des Schultergelenks.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein Abriss der Supraspinatussehne, sei es unfallbedingt oder durch Schädigung der Sehne aufgrund chronischer Einklemmungserscheinungen (Impingement), ein ernstes Problem für die betroffenen Patienten darstellt. Eine Selbstheilung ist nicht möglich. Der Körper besitzt zwar die Fähigkeit, das Fehlen dieser wichtigen Sehne teilweise auszugleichen, eine vollständige Wiederherstellung der Schulterfunktion ist jedoch auf konservativem Weg nicht mehr möglich.

Deshalb wird nach heutigem Erkenntnisstand in allen Fällen eine operative Reparatur (Wiederanheftung) der Sehne empfohlen, in denen das Sehnengewebe eine ausreichende Festigkeit besitzt und noch keine wesentlichen Arthrosezeichen (Verschleiß) am Schultergelenk vorliegen. Selbstverständlich gibt es auch Konstellationen, in denen von einer OP eher Abstand genommen wird. Dazu zählen schwere Allgemeinerkrankungen, hohes Patientenalter (die Grenze liegt nach meiner persönlichen Einschätzung etwa beim 80. Lebensjahr) und sonstige Umstände, die eine Operation mit nachfolgender, mehrwöchiger Ruhigstellung des Armes unmöglich machen.

Wichtig ist es, in Grenzfällen zu der für den Patienten optimalen Entscheidung zu gelangen. Einige Ärzte tendieren bei großen, veralteten Rupturen (Rissbildungen, die bereits über Jahre bestehen) und bereits vorliegenden Arthrosezeichen eher zur konservativen (nicht operativen) Vorgehensweise. Bei aktiven Patienten mit noch guten Aussichten auf eine erfolgreiche Reparatur der Sehne (Rotatorenmanschette) wird definitiv zur OP geraten, da hier über viele Jahre hinweg sehr gute Heilungsergebnisse und hochzufriedene Patienten beobachtet werden konnten.
In Grenzfällen ist grundsätzlich die Einholung einer Zweitmeinung hinsichtlich einer möglichen Schulteroperation empfehlenswert. Dies kann in der Sprechstunde eines Schulterexperten oder auf entsprechenden Portalen auch online im Internet (ärztliche Zweitmeinung im Falle einer Schulteroperation) erfolgen.

Die Wahl der Operationstechnik obliegt dem jeweiligen Operateur. Einige halten die arthroskopische (minimal-invasive) Technik für die, im Vergleich zur offenen Technik, schonendere und sorgfältigere Methode. Die Wahl der Technik hat eindeutig nichts mit der Größe des Abrisses zu tun, auch wenn große Rissbildungen gerne als Argument für eine offene Technik angeführt werden. Alle Rissgrößen können genauso gut, wenn nicht besser, mit der endoskopischen Technik versorgt werden. Prinzipiell lassen sich allerdings auch mit der offenen Technik in vielen Fällen gute Ergebnisse erzielen. Deshalb sollte ein Operateur, der die endoskopische Technik nicht, oder nur unvollkommen beherrscht, lieber auf die offene Technik zurückgreifen.

Der richtige Zeitpunkt für eine Operation ist grundsätzlich der frühestmögliche. Dennoch kann bei Rotatorenmanschettenverletzungen häufig auch einige Wochen bis Monate zugewartet werden, ohne die Chancen auf ein gutes Reparaturergebnis wesentlich zu verschlechtern. Deshalb leitet man nicht selten als Erstmaßnahme eine Behandlung mit Krankengymnastik ein, um Beweglichkeit und Kraft des Armes zu verbessern. Sobald der Patient den Operationstermin mit seinen privaten und beruflichen Anforderungen in Einklang gebracht hat, erfolgt dann zeitversetzt die arthroskopische Operation.

Eine korrekt eingeheilte Supraspinatussehne besitzt in der Regel wieder die Festigkeit einer gesunden Rotatorenmanschette. Durch den Eingriff wird dem Patienten somit eine dauerhafte, annähernd normale Belastbarkeit des behandelten Schultergelenks ermöglicht.

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Kommentare zum Artikel (49)


25.08.2014 - 16:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich danke vielmals...

von Elke

... für Ihren Rat vom 23.08.14, den ich bereits in die Tat umgesetzt habe. Nunmehr erfolgt eine zweite ASK und ich hoffe, dass diese erfolgreicher verläuft, denn es kann nur besser werden. MRT ergab: ödematöse Austreibung SSPS und begleitende Bursitis subacromialis, Geröllzystenbildung am Infraspinatussehenansatz, gering verplumpter vorderer Labrumkapselkomplex, reaktive Verplumpunkg im Suscapolissehnenansatzbereich, geringe Tendinitis der langen Bizepssehe im intrakapsulären Verlauf (durch Fehlbelastung oder Überlastung?), ödematöse Verdickung des Ligamentum glenohumeralis superior, diskretes inverses Impingement durch Granulationsgewese mit minimal subchondralen Markraumödem an der Zirkumferenz des Humeruskopfes - Danke nochmals.

08.08.2014 - 16:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt! Wurde am 12.03.14...

von Hans-Jörg

... ambulant an der rechten Schulter operiert.Diagnose: Schulterimpingement intraarticulärer Synovialitis;TeilrupturSSP-Sehne 50% d.Sehnendicke; Bizepssehnen-Teilruptur,Luxation n.ventromedial; subacromialer Bursitis. Nach OP Krankengymnastik, Reha nur unter Schmerzen durchgeführt.Am 07.08.14 erneute MRT.Frage nach Reruptur bei Zustand nach Rotatorenmanschettennaht.Befund:postoperativ bedingte leichte Erweiterung d.akromioklavikulären Gelenksspaltes sowie juxtaartikuläres Spongioödem in der distalen Klavikula u.im Akromion. Die Supraspinatussehne weist eine zunehmende Defektbildung im vorderen und mittleren distalen Sehnenabschnitt auf im Sinne einer zunehmenden bursaseitig betonten Partialruptur. Zunehmende degenerative Veränderungen der langen Bizepssehne bei erhaltener Sehnenkontinuität. Vermehrte Flüssigkeit auf Höhe der Bursa subacromialis bals Ausdruck einer Reizung. Meine Frage an Sie: Ich möchte die nächste OP nicht mehr ambulant machen lassen, sondern stationär, da mein letzter Operateur diese OPs nur ambulant macht, besteht da die Möglichkeit eines anderen Orthopäde zu Rate zuziehen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Im Voraus dankend mit freudlichen Grüßen Hans-Jörg.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Lieber Patient, vielen Dank für diese aufschlussreiche Schilderung. Die beschriebene Situation ist ganz typisch für die Problematik der Teilrupturen der Supraspinatussehne. Es ist oft schwer - selbst anhand der MRT-Aufnahmen - das genaue Ausmass einer Rotatorenmanschetten-Teilruptur vor der Operation einzuschätzen. Oft zeigt sich erst beim endoskopischen Eingriff die genaue Ausdehnung der Teilruptur. Der Operateur sollte deshalb in einem bestimmten Rahmen die Entscheidungsfreiheit und Reaktionsmöglichkeit haben, um das Problem nachhaltig zu behandeln. In Ihrem Fall bedeutet dies, dass bei der wahrscheinlich erforderlichen Nachoperation nun die technischen und manuellen Voraussetzungen für eine stabile Reparatur der Supraspinatussehne gegeben sein müssen. Falls Ihr bisher behandelnder Arzt dies nicht sicherstellen kann, ist in Deutschland natürlich auch ein Arztwechsel jederzeit möglich (freie Arztwahl). Allerdings kennt Ihr behandelnder Arzt Ihre Schulter bereits von der ersten Operation, so dass ich hier auf jeden Fall empfehlen würde, nochmals ein Gespräch zu suchen. Auch könnten Sie mir Ihre Befunde auf Zweitmeinung-Schulteroperation zur individuellen Begutachtung vorlegen. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

07.08.2014 - 14:17 Uhr

neue transmurale Ruptur der suprasspinat -...

von jakobeit

... vollständige Ruptur der sehne m infraspinatus zunehmende ac gelenkarthrose sowie Bursitis subacromialis humeruskopfhochstand mit eineng auf 6 mm zeichen eines chronischen gelenkergusses mein alter 50 jahre mein linker arm ist amputiert was kann mann machen ? ICH WERDE JA DANN ZUM PFLEGEFALL MFG D:JAKOBEIT

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Lieber Patient, das ist eine sehr schwierige Situation. Da es sich um einen bereits fortgeschrittenen Befund zu handeln scheint, muss ganz exakt geklärt werden, wie groß die Aussicht auf eine erfolgreiche Reparatur der beschädigten Rotatorenmanschette ist. Ich würde Ihnen dringend raten, hierfür einen Schulterspezialisten in Ihrer Nähe aufzusuchen.

27.07.2014 - 18:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt! Bei meiner Anfrage...

von Tony

... vom 21.7.14 hat sich leider ein Fehler eingeschlichen: Es so Bizeps und nicht Deltamuskel heißen!! Sorry.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Lieber Patient, vielleicht noch ein kurzer Hinweis zu der von Ihnen angesprochenen Behaldlungsmethode (siehe unten). Ich würde aus meiner Sicht als Schulterspezialist - das bedeutet als Arzt, der seit ca. 15 Jahren nahezu ausschließlich Patienten mit Schultererkrankungen behandelt - Ihr Problem gerne auf die letztlich zentrale Frage reduzieren wollen: ist in Ihrem speziellen Fall (ausgedehnte Rotatorenmanschettenruptur der Supraspinatussehne) eine Operation sinnvoll und erforderlich oder nicht. Wenn wir uns gegen eine Operation entscheiden, bedeutet dies ein Vertrauen auf körpereigene Kompensationsmechanismen und letztlich die Entscheidung für ein Leben mit einer defekten Schulter. Alle Behandlungsmöglichkeiten dienen dann alleine dazu, das Leben mit diesem Defekt so erträglich wie möglich zu gestalten. Die Bandbreite an Maßnahmen reicht vom reinen Verdrängen der Beschwerden über medikamentöse Behandlung (Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente), gymnastische Eigenübungen oder Krankengymnastik bis hin zu dem nahezu unerschöpflichen Spektrum an mehr oder weniger alternativmedizinischen Therapieformen, zu denen ich auch das von ihnen erwähnte Behandlungskonzept zählen möchte. All diesen konservativen Behandlungsansätzen bei nachgewiesener Rotatorenmanschettenruptur ist es gemeinsam, dass bei streng statistischer Auswertung die Erfolgswahrscheinlichkeit sich etwa im Bereich einer Placebo-Behandlung bewegt. Das bedeutet, dass es den Patienten im Durchschnitt besser geht, als ohne Behandlung. Es ist aber unerheblich, welcher der vielen angebotenen Ansätze gewählt wird - sofern der Therapeut kompetent ist und Sie die Behandlung mit der erforderlichen Konsequenz verfolgen. Hoffentlich können Sie mit dieser recht offenen Antwort etwas anfangen. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

21.07.2014 - 18:49 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirth! Danke für die...

von Tony

... Info zu meiner Anfrage vom 17.6. Leider wurde nun bei einer MRT der komplette Riß der SSP festgestellt. Die Sehne ist über 4 cm auseinandergeklafft und nicht mehr nähbar. Mein "Vorteil" seitdem sind meine Schmerzen auf ca. 20 - 30 % gesunken. Nun habe ich eine OP-Empfehlung die die Durchtrennung des Deltamuskels (der angeblich eher unnütz ist), um eine weitere wesentliche Schmerzreduktion zu erfahren. Zufällig habe ich einen Physiotherpeuten (natürlich am Golfplatz) kennengelernt, der eher empfiehlt mittels Biokinematik-Behandlung hier einzugreifen und die OP zu vergessen. Bitte um Ihre Meinung

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Lieber Patient, Sie sprechen das Thema einer sogenannten palliativen Tenotomie der langen Bicepssehne bei einer ausgedehnten, irreparablen Ruptur der Rotatorenmanschette an. Diese Maßnahme ist sinnvoll in Verbindung mit einem sogenannten endoskopischen Debridement (Gelenkreiningung) und ggf. einer sparsamen Glättung des Schulterdachs (Acromioplastik, subacromiale Dekompression). Auch ich führe bei meinen Patienten diese Maßnahme durch, wenn trotz großer Rotatorenmanschettenruptur eine insgesamt gute Schulterfunktion vorliegt und in erster Linie störende (zumeist nächtliche) Entzündungsschmerzen bestehen. Ob diese Maßnahme bei Ihnen nötig ist, entscheidet alleine Ihr subjektives Empfinden. Wenn Sie im Moment gut zurecht kommen, und die Rotatorenmanschette definitiv nicht mehr reparabel sein sollte, besteht jedenfalls kein Zeitdruck für eine kurzfristige, operative Intervention. Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg. Dr. Hirt

18.07.2014 - 10:56 Uhr

Befund Schulter fortgeschrittene ACG-Arthrose mit...

von Solweig

... Gelenkerguss,moderates Osteoödem und subchrondalen Zysten vornehnlich der lateralen Klavikula. Fortgeschrittene Tendinose der anterioren Hälfte der Supraspinatussehne mit articularseitigen,subakromialen und bursaseitigen, insertionalen Teilrupturen. Was ist das und was kann man machen? Freundl. Gruß

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu deutsch liegt bei Ihnen laut MRT-Befund folgendes vor: ein Engpass-syndrom (Impingement) mit bereits bestehenden Teil-Einrissen der Supraspinatussehne (Rotatorenmanschettenteilruptur). Ausserdem beginnende Arthroseveränderungen (Verschleiss) des Schulter-Eckgelenks. Dies ist ein typischer MRT-Befund bei Patienten mit Schulterbeschwerden. Abhängig von der Intensität der Beschwerden und den bereits angewandten Behandlungsmethoden kann ein konservativer Therapieversuch gestartet, oder bereits über eine operative Maßnahme gesprochen werden (endoskopische Dekompression, ggf. Refixation der beschädigten Supraspinatussehne). Die entscheidung darüber sollte ein Schulterspezialist zusammen mit Ihnen treffen. Freundliche Grüße aus Freiburg Dr. Hirt

10.07.2014 - 21:04 Uhr

Sehr geehrter herr dr. Hirth, Ich hab bereits am...

von michaela

... 08.05, 2014 einen Beitrag an sie erstellt ( zust.n. op. Eines rotatorenmanschettenrisses mit weiterhin bestehenden Beschwerden und Bewegungseinschrankung). Aufgrund ihrer Antwort habe ich die Schultet nochmals kontrollieren lassen. Beim MRT kam folgender Befund: Filiforme Darstellung der Supraspinatussehne im mittleren Drittel, keine Kontinuität der Sehne im operierten dorsalen Drittel erkennbar. Der Musculus supraspinatus ist nur leicht atrophiert.keine Retraktion.fehlende darstellung der langen Bizepssehne im intraartikularen Verlauf als moglicher Hinweis auf eine stattgehabte Ruptur bei diesbezuglich etwas eingeschrankter Beurteilbarkeit durch die postoperativen Veränderungen und den fehlenden Gelenkerguss, passend zu einer stattgehabten Ruptur der langen Bizepssehne leichter Humeruskopfhochstand. Jetzt meine Frage. Was soll ich tun? Beschwerden, kraftlosigkeit und Bewegungseinschrankung bestehen weiterhin. Nochmalige Operation? Bin etwas verzweifelt. Bittte helfen sie mir. Mfg Michaela

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, an Ihrem MRT-Befund sind 2 Aspekte von Bedeutung: die fehlende Kontinuität der Sehne legt nahe, dass die Supraspinatussehne wieder abgerissen ist. Die noch nicht stark fortgeschrittene Atrophie des Supraspinatusmuskels zeigt, dass eine nochmalige Reparatur zumindest im Bereich des Möglichen liegen könnte. Diese Befunde sollten Sie mit einem Schulterexperten besprechen und dann die Entscheidung für oder gegen eine nochmalige Operation treffen. Ich hoffe, dass Ihnen diese Rückmeldung etwas weiter hilft. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

07.07.2014 - 11:22 Uhr

Sehr geehrter Dr. Hirth.Bei meinem Freud wurde der...

von Sabine

... Abriss der Suptraspinarussehne erst nach vier Monaten nach Abriss operiert und eine künstliche Sehne eingebaut. Nach vier Jahren hat er immernoch starke schmerzen. Jetzt interessiert mich ob man erkennen kann ob eine Vorverletzung der Sehne bestand da es mit der Versicherung immer noch Unklarheiten gibt oder ob das schlechte Sehnenmaterial wie im op Bericht steht von den vier Monaten kommen kann. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Mit besten dank Sabine

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Sabine, leider gehen die subjektiven Eindrücke der Patienten und die versicherungsrechtlichen Aspekte einer Rotatorenmanschettenverletzung weit auseinander. Auch wenn ein Patient vor einer Sehnenverletzung nie Schulterbeschwerden hatte, werden bei über 45-jährigen Supraspinatussehnenverletzungen von Unfallversicherungen in aller Regel nicht als unfallbedinngt anerkannt. Meine persönliche Einstellung dazu ist die, dass ich meine langjährige Ausbildung und Erfahrung dazu nutzen möchte, die medizinischen Probleme meiner Patienten zu lösen. Über die versicherungsrechtlichen Aspekte sollen sich Gutachter und Fachanwälte Gedanken machen. Ich kann Ihnen aus meiner Erfahrung lediglich sagen, dass nach einer Verletzung der Rotatorenmanschette (Supraspinatussehne) in 4 Monaten üblicherweise noch keine nennenswerte Muskelatrophie eintritt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Hirt

03.07.2014 - 17:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, aufgrund folgenden...

von Elke

... Befundes (fortgeschrittene Ruptur Supraspinatussehne i. d. kritischen Zone, Sehene insgesamt ödematös verdickt und aufgelockert, Tendinitis sowie Peritendinits, kBusitis suabcromialis-subdeltoidea/SLAP-Läsion Grad IV n. Snyder, Bizepssehne beim Eintritt i. d. Sulcus intertubercularis verdickt und aufgrund Schädigung des pullet-Stems gering nach antromedial subluxiert,Erguss i. d. Sehnenscheide im weiteren Verlauf, antero-superiore Synovialitis) OP erfolgte am 12.05.14: Labrum- u. Synoviaglättung, subacromiale Dekompression mit Bursektomie Nun meine Frage: Ist es normal, dass ich die gleichen Schmerzen wie vor der OP ertragen muss, ebenso die Bewegungseinschränkungen? Hätte man nicht auch die SSPS annähen sollen? Langsam bin ich am verzweifeln - Schmerzen ständig, auch im Ruhezustand, da sogar noch mehr. Was sollte ich jetzt wohl tun? Für Ihren Rat wäre ich sehr dankbar und freue mich auch eine Antwort - Elke (58 Jahre)

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, die von Ihnen geschilderten OP-Schritte legen nahe, dass im Rahmen des Eingriffs evtl. zwei mögliche Problembereiche noch nicht behandelt wurden (Supraspinatussehne und lange Bicepssehne). Sofern die Beschwerden weiterhin nicht abklingen sollten, würde ich Ihnen in dieser Situation dazu raten, nochmals mit dem Operateur oder einem anderen Schulterspezialisten in Ihrer Gegend zu sprechen. Ggf. müssten auch nochmals aktuelle MRT-Bilder angefertigt werden. Freundliche Grüße aus Freiburg Dr. Hubertus Hirt

25.06.2014 - 09:24 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, vielen Dank für...

von Anja

... Ihre Antwort, leider sind Sie nur auf einen Punkt eingegangen. Wielang sollte man den Arm schonen bzw. Nicht arbeiten ? Und wielang kann man sich Zeit lassen bzgl. Einer op ? Ich bin jetzt 1 1/2 Wochen nicht arbeiten gegangen reicht dass aus oder sollte man noch länger aussetzen da ich ja auch starke Schmerzmittel einnehme 3xtaegl. Novaminsulfon +diclofenac 3xtaegl und abend Vimovo vor dem Schlafen. Fuer eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.08.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, bitte haben Sie Verständnis, dass ich ohne genaue Kenntins Ihrer Befunde und Lebenssituation keine solch konkreten Fragen beantworten kann. Bitte besprechen Sie diese wichtigen Themen mit Ihrem behandelnden Arzt oder suchen einen Schulterspezialisten in Ihrer Gegend auf. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

22.06.2014 - 12:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich bin 41 jahre alt...

von Anja

... und habe ein impignentsyndrom der rechten Schulter sowie durch ein Mrt gesicherten Supraspinatussehnenanriss re. Sowie einen Schultersporn und eine Bursitis re. Ich werde seit dem 15.5. von meinem Orthopaeden behandelt mit Krankengymnastik und 5 teufelskrallenspritzen sowie 1 Kortison spritze in die Schulter. Ich habe weiterhin Schmerzen und kann nachts kaum oder nur schlecht schlafen. Ich hab bis vor 5 Tagen normal gearbeitet seit Montag bin ich nun krankgeschrieben. Mein Arzt rät von einer Op ab und ich bin ratlos. Was würden Sie mir raten kann die Sehne mit genug Schonung von allein wieder zusammen wachsen. Wie lange wartet man mit einer Op bzw. Wie lange sollte man nicht arbeiten? Ich brauche Ihren fachmännischen Rat bin ich mit 41 zu alt für eine Op oder muss ich einfach lernen mit den Schmerzen zu leben? Vielen Dank

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 25.06.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, da ich Ihre genauen Befunde nicht kenne, ist nur eine allgemeine Antwort auf Ihre Frage möglich. Ich setze die Altersgrenze für eine minimal-invasive Reparatur der Supraspinatussehne bei 80 Jahren an. Insofern kann bei einer 41-jährigen eine Operation auf jeden Fall empfohlen werden, wenn der Befund an der Sehne und die sonstigen Voraussetzungen dafür sprechen. Wenn Sie dies wünschen, können Sie mir Ihre Befunde über mein Zweitmeinungsportal vorlegen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

17.06.2014 - 12:16 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt! Ich bin 68 Jahre,...

von Tony

... leidenschaftlicher Golfer (HCP13) und Wohnmobilfahrer. Vor 14 Tagen wurde mittels Röntgenaufnahme ein vier Jahre alter Teilriss von 50% der SSP bestätigt und von einer OP abgeraten. Heute erhielt ich den Befund des gestern durchgeführten MRT der linken Schulter mit dem Ergebnis "Komplettruptur der Suprspinatussehne mit retrahiertem Sehnenstumpf, deutlicher Humeruskopfhochstand mäßige AC-Arthrosezeichen. Neben einigen Golfturnieren stehe ich unmittelbar vor einer dreiwöchigen Urlaubsreise nach DK. Natürlich möchte ich hier richtig handeln und würde natürlich auch entsprechend umdisponieren. Sollte eine OP unbedingt erforderlich sein, so wäre ein Termin im Herbst natürlich ideal sofern man nicht sofort behandeln soll. Meine Bewegungseinschränkung ist minimal, lediglich das Erfassen des Sicherheitsgurtes (li. Arm nach hinten und dabei Handfläche nach oben drehen) sowie das Schlafen auf der li. Schulterbereiten zurzeit Schmerzen. Bitte um Ihre fachliche Meinung

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.06.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für Ihre Rückfrage zu meinem Artikel und die Frage zum Thema Rotatorenmanschette und Golf. Da ich Ihre genauen Befunde nicht kenne, ist hier nur eine generelle Einschätzung möglich. Bei Sehnenabrissen am Schultergelenk hat der Betroffene im Gegensatz zu Sehnenverletzungen anderer Körperregionen in der Regel viel Zeit, den Reparatureingriff zu planen. Besonders die mit der Schulter-OP und der langwierigen Nachbehandlung einhergehenden Einschränkungen des täglichen Lebens sollten in Betracht gezogen und vorausschauend organisiert werden. Selbstversorgung, Körperpflege, Ernährung und kleinere häusliche Arbeiten sind bereits wenige Tage nach der OP wieder sehr gut möglich. Die Mobilität ist jedoch sehr eingeschränkt (das Führen eines PKW ist erst nach 6-8 Wochen wieder erlaubt), zu körperlichen Arbeiten und schulterbelastenden Sportarten (in Ihrem Fall der schöne Golfsport) sind die Patienten frühestens nach 10-12 Wochen wieder zunehmend in der Lage. Ich gebe meinen Patienten also grundsätzlich die Empfehlung, den Eingriff so zu legen, dass die nötige Ruhephase im Anschluss gewährleistet ist. Lieber sollte der Eingriff zeitlich etwas später stattfinden, wenn dann sichergestellt werden kann, dass das Einheilen der Supraspinatussehne nicht durch unnötige Überlastungen und externe Stressfaktoren gefährdet wird. Dann sollten Sie spätestens im Frühjahr auch wieder auf der Driving Range üben und Ihr ausgezeichnetes Handicap bald wieder spielen können. Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

10.06.2014 - 13:57 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, am 30.07.2013 wurde...

von Dorle

... bei mir eine SSP-Naht rechts durchgeführt. Heute bekam ich die Beurteilung eines erneuten Kernspins. Nachweis eines Bohrlochdefekts sowie Schraube im Humeruskopf, subchondrale, zystische Läsionen an den gelenkbildenden Flächen. Partialriss der Supraspinatussehne, Fokaler Defekt a.e. der OP-Zugang über die gesamte Dicke der Sehne. Beschwerdebild von mir, häufiges Schnappen der Sehne, zum Teil schmerzhaft ab und zu am seitlichen Oberarm, bei größer Belastung ab ca. 4 - 5 Stunden, schmerzt es aber im Bizepssmuskel, ich habe manchmal das Gefühl, die Sehne rutscht. Was mich an der Beurteilung irritiert, dass der Arm voll beweglich auch nach hinten ist. Ich kann auf der rechten Seite gut schlafen, am 23.06. wird die linke Schulter operiert, die sehr schmerzt, vielleicht empfinde ich deshalb den Schmerz der rechten Schulter nicht so schlimm. Als ich am 30.07. die OP hatte, war der Arm sehr unbeweglich, im Gegensatz zu jetzt. Muss diese Schulter noch einmal operiert werden, oder kann man den Zustand so lassen? Was mir lieber wäre......... Vielen Dank für Ihre Antwort. Einen schönen Tag. Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.06.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, leider sind MRT-Aufnahmen nach Schulter-Operationen oft schwer zu interpretieren. Dies zeigt sich in Ihrem Fall bei der Formulierung: fokaler Defekt a. e. der OP-Zugang. Sie zeigt auf, dass der befundende Radiologe sich schwer tut, aus der Vielzahl postoperativer Veränderungen und Störsignale eine schlüssige Diagnose zu erheben. Zu Ihrer Frage: es gilt immer der Grundsatz, dass nicht das Röntgen- (oder MRT-) Bild, sondern der Patient operiert wird. Das bedeutet, dass Bildbefunde und das subjektive Empfinden des Patienten miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Ich selbst operiere nie beschwerdefreie Patienten bei Sehnenproblemen an der Schulter - auch wenn sich im MRT mögliche Sehnenschäden zeigen. In Ihrem Fall müsste ein Schulterexperte die Befunde, insbesondere die MRT-Aufnahmen einer genauen Prüfung unterziehen, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

04.06.2014 - 14:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, seit einem Jahr habe...

von Anke

... ich Schmerzen in der rechten Schulter, wurde seit Oktober letzten Jahres regelmäßig mit KG versorgt. Es gab aber keine Verbesserung. Jetzt war ich im MRT : Subakromialraum wird durch nach caudal ragende Akromionosteophyten mäßiggradig eingeengt. Die Supraspinatussehne zeigt ansatznah deutliche Auftreibung und Signalanhebung im Sinne einer ausgeprägten Paritalruptur. Einen Termin bei meinem Arzt habe ich auf Grund von meinem und seinen Urlaub erst Mitte Juli. Ist bei der Diagnose eine OP angeraten? Ich leite einen Ambulanten Pflegedienst und müsste mich halt bei einem längeren Ausfall vorbereiten können. Danke für Ihre Antwort

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 25.06.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin. Eine hochgradige Partialruptur ist in vielen Fällen durch eine minimal-invasive OP sinnvoll zu behandeln. Ich kann allerdings auf die Ferne und ohne Kenntnis Ihrer MRT-Bilder nicht sagen, ob dies bei Ihnen so zutrifft. Wenn Sie sich bei Ihrer Tätigkeit auf reine Verwaltungsaufgaben beschränken können, wäre unter normalen Umständen eine Wiederaufnahme der Arbeit nach 4-6 Wochen denkbar. Allerdings müsste Sie dann anfangs jemand zur Arbeit fahren, da Sie noch nicht selbst autofahren sollten. Im Durchschnitt sind meine Patienten nach Rotatorenmanschetten OP etwa 2,5 Monate krankgeschrieben. Allerdings befinden sich darunter auch sehr viele körperlich arbeitende Menschen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

03.06.2014 - 00:22 Uhr

Nachdem diverse physiotherapeutische Massnahmen,...

von rolf spörl

... Spritzen, Elektro- und Stosswellentherapien keinen Erfolg brachten, entschloss ich mich im Jahr 2004 die Supraspinata und der Subscapularismuskel operativ behandeln zu lassen. Alter damals 63 Jahre. Nach 3-monatiger Schonung wurde mit Bewegungsübungen steigernd begonnen. 6 Monate nach der Operation war meine Schulter 99%ig belastbar und ist sie hiute, 10 Jahre später noch.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.06.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Lieber Herr Spörl, ich freue mich über Ihren sehr positiven Kommentar zur Frage der operativen Behandlung von Einrissen der Rotatorenmanschette. Ihre individuelle Erfahrung deckt sich mit meinen Beobachtungen aus den vielen zurückliegenden Jahren operativer Tätigkeit am Schultergelenk. In nahezu allen Fällen, in denen die Sehnen nach der OP solide einheilen, kann eine dauerhafte Beschwerdefreiheit und annähernd normale Schulterfunktion erreicht werden. Auch die Ausübung von schulterbelastenden Sportarten (Tennis, Golf, Schwimmsport) ist auf Dauer wieder möglich. Vielen Dank für Ihren positiven Kommentar, der auch anderen Betroffenen die Sorge vor einem solchen, minimal-invasiven Eingriff nehmen kann.

23.05.2014 - 13:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, mein Unfallhergang:...

von Inge

... ich bin während der Arbeitszeit 3x auf die li. Schulter gestürzt. Der Klinikbefund lautete: linke Schulter mäßige subacromiale Krepitation, Abtuktion 180 Grad, dabei Scvhnapphänomen, Flexion 160 Grad, ARO 70 Grad, IRO Daumen TH 12 deutliche Schwäche im Jobe-Test links, Rotation gegen Widerstand ohne Kraftdefizit, Schmerzen mit Projektion auf die Bursa subdeltoidea. MRT- FA linkes Schultergelenk. Ausgedehnte, 24 mm breite Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion des Sehnenstumpfes bis auf Höhe der Apex humeri im Sinne Patte Stadium II. Keine wesentlichen Atrophiezeichen und keine wesentliche fettige Degeneration des Muskelbauches, jedoch intramuskuläre, 12 mm messende, degenerative Zystenbildung. Tendinopathie der Infraspinatussehne. Ausgedehnter Erguss im linken Schultergelenk sowie ausgedehnte Bursitis subdeltoidea. Mäßige Gelenkarthrose. Der Eingriff: es bestand eine Läsion der Supraspinatussehne mit begleitender Bizepstendinose. Arthroskopisch wurden eine Bizepstenodese sowie eine Rekonstruktion der Supra- und Infraspinatussehne mittels 3 knotenloser Nahtanker durchgeführt. Ich bin zwar 73 Jahre, aber noch sehr agil und Bewegungsaktiv. Meine Frage: Ist nach der oben angegebenen Diagnose und OP der 3malige Sturz nur als Prellung zu bewerten ? (laut der Berufsgenossenschaft BG ETEM) Riss, Einriss oder ähnliche Verletzungen an der Schulter sind doch nicht durch eine Prellung hervorgerufen oder irre ich mich so gewaltig ? Bitte klären Sie mich auf, denn ich verstehe es nicht, eine OP als Prellung abzutun. Ich würde gerne Ihre Meinung und Auslegung meines Unfalles hören. Ihrer geschätzten Antwort entgegensehend Inge

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.06.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, Ihr Kommentar zielt auf die Frage ab, unter welchen Bedingungen ein Abriss der Rotatorenmanschette (Supraspinatus) als unfallbedingt angesehen werden kann. Akten zu diesem Thema füllen ganze Archive bei Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften und Sozialgerichten. Letztlich obliegt die Entscheidung darüber in jedem Einzelfall einem Gutachter, der viele Einzelaspekte zusammenfassen und sich ein Urteil bilden muss. Als Faustregel gilt: je älter der Patient, je deutlicher Atrophie- und Abnutzungszeichen und je geringer das auslösende Unfallereignis, desto niedriger ist der Unfallanteil an der Sehnenruptur. Das führt dazu, dass Sehnenrisse an der Rotatorenmanschette, insbesondere an der Supraspinatussehne, bei Patienten über 45 Jahren in den allermeisten Fällen nicht als Unfallfolge anerkannt werden. Die Schulterprellung als solche wird als Unfallereignis anerkannt. Die Folgen jedoch, nämlich der Sehenabriss, werden in den allermeisten Fällen der bereits vorbestehenden Brüchigkeit der Sehne angelastet und sind nach geltender Rechtssprechung sozusagen Eigenverschulden des Verunfallten. Ich selbst erstelle wegen dieser eher problematischen Rechtslage auf meiner Zweitmeinungsseite im Internet Gutachten ausschließlich zu medizinischen Fragestellungen, nicht aber zu rechtlichen Aspekten. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

13.05.2014 - 15:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, seit mindestens...

von Angelika

... acht Monaten habe ich Schmerzen in der rechten Schulter. Möglicherweise sind diese durch einen Sturz oder durch Sporttätigkeiten hervorgerufen worden. Die Röntgenaufnahme hat keinen Befund ergeben, Spritzen brachten keinen Erfolg, ebenso führten Ultraschall und Reizstrom zu keiner Besserung. Vor einigen Wochen wurde dann ein MRT angefertigt. Es liegt eine „Teilruptur der Subscapularissehne vor. Einzelne Faserbündel sind noch kontinuierlich abgrenzbar – keine komplette Ruptur. Ansatznahe Signalanhebung sowohl der Subscapularis- als auch der Infraspinatussehne im Sinne einer Trendopathie. Unauffällige Abbildung der Teresminor-Sehne …“ Am 01.07. soll eine OP durchgeführt werden. Ist diese notwendig? Mein Orthopäde und die Ärztin im Krankenhaus haben das bejaht, obwohl ich nicht 100%ig davon überzeugt bin. Konservative Therapiemöglichkeiten wurden mit mir nicht besprochen. Ich bin 61 Jahre und nicht mehr berufstätig. Über Ihre Meinung hierzu würde ich mich sehr freuen.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.05.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, sie stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Bei den meisten Schultereingriffen handelt es sich um sogenannte Elektiv-Eingriffe. Das bedeutet, dass es sich um lebensverbessernde, nicht aber um lebensnotwendige Operationen handelt. Ich beherzige deshalb in den allermeisten Situationen den Grundsatz, keine asymptomatischen (schmerzfreien) Schultern zu operieren. Seltene Ausnahmen bilden hier unfallbedingte Instabilitäten bei sehr jungen Menschen. Weiterhin verfolge ich den Grundsatz, eine konservative Therapie abzuwarten oder dem Patienten zumindest zu erläutern und anzubieten. Ausnahme ist hier eine komplette Ruptur der Rotatorenmanschette, insbesondere ein transmuraler (vollschichtiger) Abriss der Supraspinatussehne. In diesen Situationen rate ich, wie in meinem Artikel dargestellt, zumeist zu einer operativen Versorgung (Sehnenreparatur). Nachdem Sie nun seit 8 Monaten unter Schmerzen leiden, ist es berechtigt, Ihnen die Möglichkeit einer OP anzubieten. Allerdings muss sichergestellt werden, dass die anscheinend betroffene Sehne tatsächlich das Hauptproblem ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Ihre Beschwerden durch den Eingriff nicht geheilt werden. Gerne können Sie mir Ihre Befunde auf meiner Onlineplattform Zweitmeinung-Schulteroperation zur Begutachtung vorlegen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

10.05.2014 - 12:37 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, mir wurde, ohne eine...

von Manfred

... denkbare Sturzverletzung oder sonstigem Unfall, bei plötzlich auftretenden Oberarmschmerzen folgend Diagnose gestellt (MRT) Befund und Beurteilung: 1. Ausreichend weiter Subacrominalraum aber hypertrophe ACG Arthrose mit Gelenkerguss 2. Ruptur der langen Bicepssehne in Höhe des Scheitelpunktes des Humeruskopfes, mit Retraktion nach distal bis zum Eingang des Sulcus bicipitales mit hier fraglichen Restfasern. Keine überzeugende SLAP- Lasion. 3. Frische komplette Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion. 4. Aktivierte Tendinosen im Ansatz der Subscapularrissehne und noch ausgepragter distal in der Infraspinatussehne 5. Ausgeprägte reaktive Bursitis aller Bursen 6. Ausreichend erhaltene Knorpelschicht humeroglenoidal und kein Hinweis auf eine Labrumläsion Ich bin knapp 77 Jahre alt und nun völlig verzweifelt, vielleicht meiner Tätigkeit am Computer nicht mehr nachgehen zu können. Ich mache ziemich professionell Videofilme, schreibe Bücher (Humor und Satire) und bin Cartoon-Zeichner, außerdem ehrenamtlich in der Gewerkschafts-Seniorenarbeit tätig. Nur sehr schwerlich könnte ich mich zu einer Operation entschließen, darin wurde ich vom Chirurgen (bezüglich meines Alters) noch bestärkt. Eine dauerhafte Schmerzmitteleinnahme, vom Arzt empfohlen, ist wegen meiner chronischen Magen-Gastritis nur sehr schwer machbar. Wie lange die Zeit der Schmerzen dauern könnte, würde mich interessieren. Immerhin könnte ich mir, meine Arbeit am PC ausgenommen, eine Zukunft ohne schwere Körperliche Betätigung (Garten besitze ich nicht) durchaus vorstellen. Gibt es die Möglichkeit einer konventionellen Behandlung - oder sind die Aussichten in meinem Fall rabenschwarz ? Über eine Antwort von Ihnen, Herr Dr. Hirth, würde ich mich sehr freuen. Mit einem freundlichen Gruß Manfred

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.05.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für diese umfassende Schilderung. Ich sehe zwei sehr wichtige Punkte in Ihrer Auflistung: zum einen die frische Ruptur der Supraspinatussehne. Zum anderen die anscheinend gut erhaltene Knorpelschicht im Schultergelenk (also besteht noch keine Schulterarthrose). Die Kombination dieser beiden Befunde würde bei einem 76-jährigen und ansonsten günstigen gesundheitlichen Voraussetzungen an eine operative Sehnenreparatur denken lassen. Sollten Sie sich für den ebenfalls möglichen konservativen Weg entscheiden, also das Leben mit dem Defekt, so kann in absehbarer Zeit (Monate bis Jahre) eine Beschwerdebesserung eintreten. Allerdings wird sich die Schulterfunktion - im Gegensatz zum Ergebnis einer gelungenen Operation (endoskopische Naht/ Rekonstruktion der Supraspinatussehne) - nie völlig normalisieren können. Ich hoffe, dass Ihnen dies bei der Entscheidungsfindung ein wenig weiter helfen kann.

08.05.2014 - 16:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirth, Bei mir wurde im...

von michaela

... august 2013 eine arthroskopische subaromialraumvregrosserung gemacht. Bei der op. Wurde festgestellt dass die rotatorenmanschette eingerissen war 6 wochen später erfolgte eine grosse offene operation mit u.a.auch einsetzen einer schraube. Musste 8 wochen abduktionskeil tragen. Jetzt 7 monate spater ist die Schulter noch deutlich eingeschränkt. Abduktion bis max 70 moglich. Aussenrotation auch stark behindert. Wie lange kann es noch dauern bis sie frei beweglich ist ? Gehe weiterhin zweimal wöchentlich zur krankengymnastik. Muss die schraube wieder raus? Mfg P.s.bin 50 jahre

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.05.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, eine solche Einschränkung nach 7 Monaten kann durchaus noch normal sein. Allerdings wäre es bei einer so jungen Frau sicherlich angezeigt, jetzt nochmals einen Schulterpezialisten aufzusuchen und nötigenfalls weiterführende Untersuchungen vornehmen zu lassen (körperliche Untersuchung, Ultraschall/ Sonografie, Röntgen, MRT). Dieser kann dann entscheiden, ob es sich nur um einen etwas zögerlichen Heilungsverlauf handelt, oder ob doch ein grundlegendes Problem besteht.

28.04.2014 - 08:52 Uhr

Ich bin 75 Jahre und habe mich gegen eine OP....

von Franz

... entschieden. Wie lange dauert die Schmerzphase. Kann schmerzstillend gespritzt werden? Zur Zeit nehme ich Schmerztabletten. Was mich belastet sind die Schmerzen. Gibt es unterschiedliche Dosierungen bei Injektionen ?

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.05.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Lieber Patient, ich verabreiche bei Sehnenverletzungen sehr ungerne Spritzen (Cortison). Es ist nämlich bekannt, dass Cortison den Sehnenstoffwechsel der Rotatorenmanschette (Supraspinatussehne) unter bestimmten Umständen beeinträchtigen kann. Somit kann eine solche Spritze zwar kurzfristig zu einer Besserung führen - langfristig könnten dadurch aber sogar mehr Probleme entstehen. Ich greife deshalb hier hin und wieder auf Cortison-Tabletten zurück, sofern keine Nebenerkrankungen dagegen sprechen. Dies sollten Sie aber mit Ihrem behandelnden Arzt erörtern. Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hirt

25.04.2014 - 12:46 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Hirt, ich bin 74 Jahre alt...

von Bruno

... und aktiver Golfer. Nach Schmerzen an beiden Schultern habe ich ein MRTfür eine Schulter anfertigen lassen. Bewertender Befund: Hypertrophe AC-Gelenksarthrose, relativ großer transmuraler Defekt lateral ansatznahe bei transmuraler Ruptur der Supraspinatussehne mit Reizerguss an der Bursa subacromialis u. subdeltoidea.Initiale laterale Tendinose der Subscalpularis sehne. OP , oder konventionell - ist hier die Frage

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.05.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, mit Interesse habe ich Ihre Frage gelesen - zumal ich selbst auch ab und zu gerne den Golfschläger zur Hand nehme. Der Golfsport verträgt sich zumeist recht gut mit Schulterleiden - selbst mit einer beschädigten Supraspinatrussehne - sofern der Schwungablauf korrekt ausgeführt wird. Ich habe allerdings bei meinen Patienten die Erfahrung gemacht, dass eine gelungene Sehnenreparatur in aller Regel die Freude am Golfspiel deutlich erhöht und das Handycap spürbar gesenkt hat.

23.04.2014 - 22:51 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich bin 50 Jahre alt...

von Jacqueline

... und habe seit ca. 1 Jahr starke Schmerzen in der Schulter mit Bewegungseinschränkung. Mehrere Röntgen und Ultraschall wurden gemacht jedoch war immer alles in Ordnung. Jetzt wurde ein MRT gemacht.. Beurteilung: Gelenksnaher Einriss der Supraspinatussehne. Ödematöse Verenderungen der Subscapularissehne ohne eindeutige Rissbildung. Mäßiges Impingement bei lateral deszendierendem Acromion. Bitte um kurze Erklärung und weitere Schritte. mfg Jacqueline

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 24.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, auch in Ihrem jungen Alter kann es - zumeist auf dem Boden eines bereits längere Zeit bestehenden Impingement - zum schrittweisen Abriss der Supraspinatussehne kommen. Die begleitende Bewegungseinschränkung könnte aber auch auf eine Frozen Shoulder zurückgehen - eine schmerzhafte Kapselentzündung, die zu einer zunehmenden Einsteifung der Schulter führt. In diesem Fall könnten die Hauptbeschwerden in absehbarer Zeit wieder abklingen, ohne dass eine Operation erforderlich wäre. Für eine genaue Einschätzung Ihrer Situation müsste ich die MRT-Bilder sehen. Dies könnte im Rahmen einer sogenannten Zweitmeinung zu Ihrem Schulterproblem über mein Internetportal erfolgen.

23.04.2014 - 17:19 Uhr

Mit 66 Jahren SSP Riss von 70% mit vorhandener...

von Anna-Maria

... AC-Gelenkarthrose. Rechts. Rechtshänderin. Seit 4 Monaten konservative Physiotherapie. Allgemeine Beweglichkeit sehr gut. Mittlerweile weniger Kraft. Schmerzen verkraftbar. Trotzdem operieren?

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 24.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, 70% der Sehne kommen einem Komplett-Abriss der Supraspinatussehne (SSP) bereits nahe. Um entscheiden zu können, ob eine Operation tatsächlich die beste Lösung für Ihr Schulterproblem darstellt, müsste man verschiedene Begleitumstände kennen. Dazu zählt auch Ihr allgemeiner Gesundheitszustand sowie der Grad der Einschränkung Ihrer alltäglichen Aktivitäten und die Frage nach nächtlichen Schmerzen. Ein wesentliches Kriterium ist jedoch auch der Zustand der Supraspinatus-Muskulatur. Eine Rekonstruktion der Supraspinatussehne ist nämlich nur dann sinnvoll, wenn die Qualität der abgerissenen Sehne und des zugehörigen Muskels noch ausreichend ist, um eine Einheilung zu gewährleisten. Dies kann zumeist auf den MRT-Bildern der Schulter gut eingeschätzt werden. Herzliche Grüße, Dr. Hubertus Hirt

19.04.2014 - 03:17 Uhr

Hallo. Ich bin 21 jahre alt. Ich hatte im märz...

von patricia

... 2011 einen ski unfall dabei habe ich mir die schulter ausgekugelt. Ich hatte 6 wochen einen gilgrist. Danach ging ich in die therapie. Beckamm dann immer stärkere schmerzen vorne mittig der kugel. Nach dem mrt wurde festgestellt das die supraspinatus sehne em ansatz des oberarmknochen ein riss hatte und der musksel oberarm abwerts ein loch auch am ansatz. Liesslich habe ich 2mal kortison ins gelenk gespritzt. Aber es wurde nur schlimmer mit den schmerzen. Ich konnte mein arm nicht mehr anheben. Also operierte ich januar 2013 die rechte schulter. 8 wochen gilgrist tag und nacht und danach eine einfache schlinge. Therapie hatte ich seit der 1 woch nach der op. Alles lief alles gut. August wurden die schmerzen wieder schlimmer. Das mrt zeigte einen erneuten riss in der supraspinatussehne am anstatz und wieder ein loch im unteren muskel arm abwärts und de grosse muskel oberhalb auch arm abwärts war gerissen. Januar 2014 habe ich das 2 mal operiert. Mittlerweile bekommen ich schon wieder schmerzen wie ein stechende nater vorne seite und hinten manchmal auch am ansatz des schlüsselbeins halsmittig. Wollte eine das eine richtige kontrolle durgefürt wurd. Soll aber nicht nötig sein. 16.4. 2014 machte mir ein arzt zwei spritzrn vorne unter die haut was meine schulter ca 8 stunden beteuben soll. 30 minuten nach den spritzen fingen die schmerzen erst richtig an nicht mehr erträglich zu werden. Als wäre meine schulter aufgeblasen mit ständigem stechen. 18.4.2014 konnte ich meinen arm nicht mehr über den kopf strecken und die schmerzen sind nicht besser. Was soll ich noch tun. Währe da nicht ein weiteres MRT nötig? Bitte hilf mir Lg patricia

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 24.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, das ist natürlich ein sehr unschöner Verlauf bei einer so jungen Frau. Leider kann ich aus der Ferne in Ihrer doch sehr schwierigen Situation keine verbindliche Hilfe leisten. Sie sollten sich in einem Schulterzentrum in Ihrer Nähe vorstellen, am besten mit aktuellen MRT-Bildern. Dann muss ein Kollege vor Ort versuchen, die Ursache Ihrer massiven Beschwerden herauszufinden. Es kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht, die sorgfältig überprüft werden müssen. Eine Rotatorenmanschettenverletzung im Rahmen einer Schulterluxation ist bei jungen Menschen übrigens eher selten, und dann um so schwerwiegender einzustufen. Ich hoffe, dass es sich bei Ihrem aktuellen Problem doch nur um einen vorübergehenden Reizzustand bei einer ansonsten gelungenen Sehnenrekonstruktion handelt. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hirt

12.04.2014 - 10:21 Uhr

Rückfrage: Ich bin 76 Jahre. Ist in dem Alter...

von Franz

... von einer OP abzusehen ? Wann ist die Schmerzphase vorbei ? Ich spiele aktiv Golf. Wäre mit einer Einschränkung der Leistung einverstanden. Ich bitte um ihre Meinung.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 24.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, ich sehe das vollendete 80ste Lebensjahr sozusagen als biologische Schallmauer für meine endoskopischen Schultereingriffe an. In einzelnen Fällen operiere ich jedoch auch Patienten, die schon älter als 80 sind. Die Sehnenqualität der Supraspinatussehne lässt im Allgemeinen in der 9ten Lebensdekade langsam nach, so dass Sehnenrekonstruktionen sich schwierig gestalten können und der Heilungserfolg nicht mehr sicher vorauszusagen ist. Bei unter 80-jährigen müssen Beschwerdeausprägung, internistische Begleiterkrankungen, Aktivitätsniveau (Golf!) und vor allem der tatsächliche Zustand des Sehnengewebes und der Rotatorenmanschettenmuskulatur (Supraspinatusmuskel) genau geprüft und gegeneinander abgewogen werden. Hier ist eine Begutachtung der MRT-Bilder essentiell (Zweitmeinung). Gerne können sie mir Ihre Bilder auf meinem Onlineportal zur kostenpflichtigen Begutachtung vorlegen, wenn Sie eine konkrete Einschätzung zu Ihrer individuellen Situation erhalten möchten. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

11.04.2014 - 13:18 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, mit großem...

von H.

... Interesse habe ich Ihre Stellungnahmen und Bewertungen der jeweiligen Fälle gelesen und hoffe auf eine Hilfestellung Ihrerseits bei meinem Problem. Halten Sie konservative Methoden im meinem Fall für sinnvoll? Mein Befund: größere Teilruptur der Ansatzsehne des Musculus subscapularis am Oberarmkopf sowie kleinere Läsionen der Ansatzsehne des Musculus subscapularis. Leichte Einengung des Subakromialraumes bei Arthrose im Akromioklavikularglenk, Meine Beschwerden sind noch als gering einzustufen. Danke für Ihre Antwort und freundliche Grüße H.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 24.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für Ihre anfrage und für Ihr Vertrauen. Sie haben das Thema der Subscapularisverletzungen angesprochen. Diese haben durch den Umstand der engen Lagebeziehung zur langen Bicepssehne eine besondere Komplexität. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass bei einer eher unkomplizierten Teilruptur des Anastzes der Subscapularissehne das sogenannte Pulley (Pulleykomplex, Pulleysystem), nämlich die ringförmige Bandeinfassung der Bicepssehne, beschädigt ist. Dies führt dazu, dass die Bicepssehne immer wieder aus der Bicepsrinne luxiert (herausspringt) und schlagartig einschießende Schmerzen mit Ausstrahlung in den Oberarm verursacht. Diesem Zustand könnte tatsächlich nur mit einer Operation (Biceptenotomie, Bicepstenodese) abgeholfen werden. Im Rahmen des Eingriffs würde dann die Bicepssehne durchtrennt und verlagert werden. Gleichzeitig würde man auch die Subscapularissehne wieder am ursprünglichen Ansatzpunkt am Oberarmkopf befestigen. Leider kann ich natürlich auf die Ferne nicht beurteilen, ob eine solche Maßnahme in Ihrem Fall sinnvoll oder gar notwendig wäre. Vielleicht hilft Ihnen meine Ausführung dennoch ein wenig weiter. Mit freundlichen Grüßen. Dr. Hubertus Hirt

04.04.2014 - 13:16 Uhr

S.g. Herr Dr. Hirt ! Ich bin von den bisher...

von Hardy

... eingebrachten Fragen anderer Patienten und Ihren darauf abzielenden Kommentaren sehr positiv überrascht. Aufgrund völliger Überlastung von Therapiezentren darf ich mich mit folgender Frage an Sie wenden: Ich hatte vor ca. 2 Wochen eine OP betr. Supraspinatussehne und Rotationsmanschetten ruptur - vor wenigen Tagen wurden die Nähte entfernt - re. Arm weitere 4 Wochen in Armschlinge stabilisiert ruhig gestellt halten. Leider sind für die Zeit nach dieser Ruhigstellung keine REHA-/Therapie Freiplätze zu bekommen. Ist es möglich und sinnvoll selbst nach diesen 4 Wochen mit einfachen Übungen zu starten und diese langsam zu steigern oder würde man durch Überehrgeiz der operierten Schulter eher Schaden als nutzen? Was tun sprach schon Zeus ? Selbsthilfe unmittelbar oder Wochen/Monate langes Warten auf einen Therapieplatz ? Danke vorab für ihre geschätzte Zeit und Rückantwort.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 07.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, ich freue mich über Ihr Vertrauen. Mit dieser Frage haben Sie ein ganz heißes Eisen angepackt. Es hat nämlich jeder Operateur seine ganz eigene Vorstellung von der richtigen Nachbehandlung bei seinen Patienten. Auch hängt dies in entscheidendem Maße von der jeweiligen Ausgangssituation ab. Schulteroperationen sind wie Kunstwerke, jeder Eingriff ist individuell und einzigartig - genau wie der Mensch, um dessen Schulter es sich handelt. Ich kann Ihnen daher nur den Ratschlag geben, in den ersten 6-8 Wochen insgesamt eher vorsichtig zu sein. Es gibt inzwischen Schulterexperten, die Ihren Patienten in den ersten 2 Monaten überhaupt keine Krankengymnastik verschreiben - nicht aus Sparsamkeit, sondern um Schäden an der Schulter durch zu frühe Belastung zu vermeiden. Für eine genaue Anweisung sollten Sie auf jeden Fall Ihren Operateur konsultieren - diese Fragen kann er selbst am besten beantworten. Herzliche Grüße aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

02.04.2014 - 16:23 Uhr

hallo, seit 3 Wochen habe ich schmerzen in der...

von Sabine

... linken schulter, letzten donnerstag wurde beim mrt festgestellt : kleiner knochenseitiger einriss in der supraspinatussene, ca. 1 cm vom Ansatz.(kein verschleiß) könnten sie mir vielleicht erklären, wie lange so etwas dauert, bzw. welche behandlung empfehlenswert ist. mit freundlichen grüßen sabine

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 07.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Hallo Sabine, danke für Ihr Vertrauen und für Ihre Anfrage zum Thema Rotatorenmanschetten-Teilruptur (Teilriss oder Anriss der Supraspinatussehne). Ich kann natürlich keine konkrete Auskunft zu Ihrer Situation geben, da ich Ihre Aufnahmen nicht gesehen habe. Interessanterweise kann sich hinter einer solchen MRT-Diagnose eine ganze Bandbreite von Beschwerdeursachen des Schultergelenks verbergen. Je nach befundendem Arzt (Radiologe, Unfallchirurg, Orthopäde) oder Physiotherapeuten kommen ganz unterschiedliche Ansichten und Diagnosen heraus. Entsprechend breitgefächert präsentieren sich dann auch die daraus abgeleiteten Behandlungsempfehlungen. Ich selbst bin der Auffassung, dass Teil-Einrisse der Rotatorenmanschette (Partialruptur, Teilruptur der Supraspinatussehne) durchaus zuerst einmal abwartend behandelt werden können. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass ein echter Teileinriss der Supraspinatussehne (manchmal stellt sich ein solcher bei fachkundiger Begutachtung der MRT-Bilder als harmloser Aufnahmefehler/ Artefakt oder auch als bereits kompletter Abriss der Sehne heraus) nicht wieder verheilen kann. Es gelingt dem Körper allerdings in einigen Fällen, die geschädigten Sehnenabschnitte durch Aufbau anderer Muskelgruppen zu entlasten und durch Veränderung der Bewegungsmuster zu einem Abklingen der Schulterschmerzen und zu einer Gewöhnung an den Defekt-Zustand beizutragen. Dadurch können Patienten manchmal trotz des Sehnenschadens wieder beschwerdefrei werden. Eine Partialruptur sollte regelmäßig nachuntersucht werden, zumindest wenn weiterhin Beschwerden bestehen. Dadurch kann nach Möglichkeit vermieden werden, den Zeitpunkt zu verpassen, an dem eine operative Behandlung (arthroskopische Rekonstruktion der Rotatorenmanschette) dann doch erforderlich würde. Ich hoffe, dass Ihnen diese Auskunft ein wenig weiter hilft. Ihr Dr. Hubertus Hirt

28.03.2014 - 22:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich hatte vor ca....

von Sandra

... 6 Wochen auf der Arbeit einen Unfall, ich arbeite in der Wäscheverteilung im örtlichen Krankenhaus und dort werden von mir, mit Wäsche voll beladenen, Container durchs Krankenhaus gefahren. Beim zusammensetzten und sortieren dieser Container, gab es in einer seitlichen Streckbewegungen einen Riss in meiner Schulter und sofort einen stechenden Schmerz, der Arm viel mir buchstäblich runter und es war fast keine Bewegung mehr möglich, nur noch den Unterarm konnte ich bewegen, sobald die Schulter sich bewegte, gabs einen stechenden Schmerz. Es wurde sofort eine Röntgenaufnahme gemacht, dort war allerdings alles in Ordnung. Mit Schmerzmittel und einer Krankmeldung wurde ich nach Hause geschickt, kühlen, schonen und ca 1 Woche abwarten, wenn Schmerzen noch da, zum MRT. Nach ca. 4-5 Tagen wurde der akute Schmerz besser, die Bewegungseinschränkung war auch nicht mehr so schlimm. Seit ca. 2 Wochen wird es allerdings wieder schlimmer.....Nachts kann ich nicht richtig schlafen, kann den Arm nur ca 30° zur Seite heben, Hand hinter den Kopf geht gar nicht....beim Besuch bei meinem Hausarzt am Dienstag, war seine Diagnose nach diversen Tests, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit, ein Riss der Supraspinatussehne....gestern habe ich versucht einen Müllbeutel aus dem Eimer zu ziehen, mit großen Schmerzen verbunden. Unterarm Bewegungen sind relativ ok, jedoch Arm nach hinten, z.B. Tshirt in die Hose oder BH schließen, seitlich hoch heben, zum Jacke anziehen ect, oder Arm nach oben, zum Teller aus dem Schrank nehmen, ist alles mit Schmerzen verbunden. Mein Hausarzt sagt, Gewissheit bringt nur ein MRT, allerdings sind hier die Wartezeiten mit 6-12 Wochen schon der Hammer, hab zwar jetzt schon einen Termin am 11.04. aber die Wartezeit und die Schmerzen machen mich kirre. Habe eine behinderte Tochter zu versorgen und mein Hausarzt sagt, da könne nur eine OP helfen, wenn sich sein Verdacht ( 50 Jahre Berufserfahrung) bestätigt. Da müsste natürlich einiges organisiet werden, deshalb würde mich Ihre Meinung zu meinem Fall interessieren.....natürlich weiß ich, das Sie keine Ferndiagnosen stellen können, aber eine grobe Einschätzung würde mir ja schon mal weiterhelfen. Vielen Dank schonmal und ein schönes Wochenende

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 07.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patienten, vielen Dank für die sehr ausführliche Schilderung. Im wesentlichen muss ich Ihrem Hausarzt beipflichten. Sollte sich die Diagnose so bestätigen, müsste eine operative Reparatur der abgerissenen Rotatorenmmnaschette (Supraspinatussehne) in Betracht gezogen werden. Dabei spielen für den Patienten natürlich seine persönlichen Lebensumstände eine sehr wichtige Rolle. Nach einer Rekonstruktion der Rotatorenmanschette fällt ein Patient üblicherweise für zumindest 8 Wochen vollständig für körperliche Arbeiten aus. In Ihrem Beruf müssten Sie nach meiner Erfahrung mit einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3-4 Monaten rechnen. Auch die Pflege Ihrer Tochter wäre über lange Zeit nicht im gewohnten Umfang möglich. Ich würde aber auf jeden Fall erst einmal die MRT-Untersuchung abwarten. Manchmal findet sich überraschenderweise doch eine intakte Rotatorenmanschette und die Schmerzen gehen von einer Gelenkkapsel-Entzündung der Schulter (Frozen shoulder) oder von einem geplatzten Kalkdepot aus (Kalkschulter, Tendinosis calcarea). In diesem Fall bestünde doch eine gute Chance auf Ausheilung der Beschwerden ohne die Notwendigkeit einer Schulteroperation. Viele Grüße und gute Besserung, Dr. Hubertus Hirt

18.03.2014 - 07:04 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr...

von Horst

... Dr. Hirt, zunächst herzlichsten Dank, dass sie überhaupt hier diese Möglichkeit geschaffen haben. Ich habe einen Abriss der Supraspinata im linken Schultergelenk. Letztlich verursacht durch einen Überdehnung des Armes im September 2013. Nun soll ich mich im Juni operieren lassen, was aber aus terminlichen (Hausumbau) und beruflichen Grünen sehr schlecht wäre. Sehen Sie Bedenken, diese OP auf Oktober zu verschieben, dann wäre die Verletzung aber bereits ein Jahr alt. Meine Schmerzen sind durchaus erträglich und nur dann stark, wenn ich den Arm über Kopfhöhe anhebe oder stark nach hinten richte. Natürlich sind alle schnellen Bewegungen ebenfalls sehr schmerzhaft. Könnte ich aus Ihrer Sicht den Termin bis Oktober hinauszögern? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Mit freundlichen Grü0en HORST

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 07.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema "wie frühzeitig sollte ein Abriss der Supraspinatussehne operativ versorgt werden (Rotatorenmanchettenrekonstruktion)". Dazu möchte ich gerne auch auf meinen Artikel zum Thema verweisen. Grundsätzlich gilt die Regel: je früher, desto besser. Dennoch lässt ein Sehnenriss an der Schulter den Betroffenen üblicherweise Zeit, alle privaten und beruflichen Belange so einzurichten, dass die entsprechende Ausfallzeit nach der OP einigermaßen abgefedert werden kann. Für eine genauere Einschätzung ist es erforderlich, aktuelle MRT-Aufnahmen und Informationen über Alter, Gesundheitszustand und Lebenssituation des Patienten zu erhalten. Dies kann durch einen Schulterspezialisten in Ihrer Nähe geschehen, oder über das Internet auf meinem Patientenportal Zweitmeinung-Schulteroperation. Herzliche Grüße, Dr. Hubertus Hirt

17.03.2014 - 08:26 Uhr

Grüß Gott, ich bin an beiden Schultern mit...

von Isabella

... abgerissenen Sehnen betroffen. Li. ca. 9, re. c. 6 Jahre. Die rechte Schulter ist etwa schlechter dran. Die Schmerzen sind unerträglich und in der Nacht am schlimmsten. Trotz der furchtbaren Schmerzen, ist die Bewegung vorhanden. Ich bin im Begriff starke Schmerzmittel zu nehmen weil ich es nicht mehr aushalten kann. Mit freundlichen Grüßen Isabella

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 07.04.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, 9 Jahre seit dem Abriss-Ereignis sind auch bei Schultersehnen ein recht langer Zeitraum. Es könnte sein, dass sich bereits eine Schulterarthrose (Omarthrose) entwickelt hat. Dies merkt man als Patient daran, dass die Beweglichkeit der Gelenke stark abnimmt. So ist es im fortgeschrittenen Stadium der Schulterarthrose oft nicht mehr möglich, mit dem betroffenen Arm einen Gegenstand vom Autorücksitz nach vorn zu holen, oder eine Schürze hinter dem Körper zu binden. Eine Röntgenaufnahme könnte hier weitere Klarheit bringen. Ultraschall der Schulter oder MRT-Aufnahmen würden uns Informationen über das Ausmaß der Sehnenschäden und den Zustand der Rotatorenmanschetten-Muskulatur (Supraspinatus, Infraspinatus, Subscapularis) geben.

07.03.2014 - 18:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, Nach 2...

von Frank

... Leterunfällen habe ich einen Anriss des M suraspinatus. Die BG verweigert die Anerkennung und argumentiert mit degenerativer Ursache durch Abnutzung. Da im MRT keine Kalkablagerungen zu sehen sind, halte ich das für unwahrscheinlich. Ich bin sicher, dass der erste Leiterunfall zu einer Vorschädigung geführt hat und durch Belastung (als Elektriker) es zu einer Alterung kam, wo ein inadäquates Trauma durch den 2 Leiterunfall die subtotale Ruptur akut werde ließ. Das die Verletzung vorliegt, ist unbestritten. Allerdings verweigert die BG die Anerkennung als Arbeitsunfall. Beim 1. Unfall bin ich aus 3m abgestürzt und Prellungen und Weichteilquetschungen im Unterarm zugezogen und beim 2.Unfall aus 1-2m.i habe ich mir eine Calacaneus-Trümmerfaktuir zugezogen. Die BG bestreitet jeglichen Zusammenhang zwischen den Unfällen und der subtotalen Ruptur des Supraspinatus.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 09.03.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, Ihr Bericht ist ganz typisch für den Leidensweg eines Patienten mit einer unfallbedingten Verletzung der Rotatorenmanschette. Man hat nicht nur mit den medizinischen Folgen des Problems zu kämpfen. Erschwerend kommt nämlich hinzu, dass die BG oder auch sonstige Unfallversicherungen einen sehr strengen Kurs fahren und den Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Sehnenverletzung ablehnen. Die Rechtslage ist hier nicht ganz eindeutig, oft entscheidet das Urteil eines Gutachters. Grundsätzlich ist es sehr schwer, in dieser Lage als Patient zu seinem Recht zu kommen, selbst wenn man vor dem Unfall nie Beschwerden an der Schulter hatte. Wenn die MRT-Aufnahme direkt nach dem Sehnenriss keine wesentliche Atrophie des Supraspinatusmuskels zeigt, bestehen gewisse Chancen, bei der Unfallversicherung evtl. doch noch eine Anerkennung zu erreichen.

26.02.2014 - 08:01 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, ich habe den...

von Inge

... Befund, AC-Gelenkarthrose, Supraspinatussehne distal aufgelockert plus Verkalkung in der distalen Supraspinatussehne. Superiores Labrum erhalten. Akromion horizontal verlaufend. Ventrales und dorsales Labrum regelrecht. Infraspinatus und Subscapularissehne erhalten. Zystiche Veränderungen am ventralen Labrum. Bizepssehne im Verlauf regelrecht. ACund CC Band erhalten. Rotatorenmanschette sonst intakt. OP oder Alternativ? Ich habe starke Schmerzen. Über einen Rat würde ich mich sehr freuen.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 09.03.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, die wesentliche Frage bei Ihnen ist folgende: handelt es sich um eine Kalkschulter, so wäre möglicherweise eine konservative Therapie möglich (Stoßwellentherapie, siehe mein Artikel zum Thema hier bei Jameda). Liegt dagegen eine höhergradige Teilruptur der Supraspinatussehne vor, so müsste evtl. doch eine OP in Betracht gezogen werden. Eine weitergehende Analyse könnte ich jedoch nur durchführen, wenn mir die aktuellen MRT-Aufnahmen vorlägen, ggf. müsste auch eine nochmalige Untersuchung Ihrer Schulter durch einen Spezialisten erfolgen. Viele Grüße, Dr. Hirt

25.02.2014 - 14:26 Uhr

Guten Tag, bei mir wurden vor knapp drei Wochen...

von Jutta

... folgende Diagnosen gestellt: 1. Degenerative Veränderungen des rechten Schultergelenks mit Verkalkungen im Ansatzbereich der Supraspinatussehne 2. Komplette transmurale Ruptur der Supraspinatussehne im distalen Anteil 3. AC-Gelenksarthrose sowie Akromion Typ 3 nach Bigliani mit Einengung des Subakromialraums 4. Dezente Zeichen einer Bursitis subacromialis In Absprache mit meinem Orthopäden habe ich mich gegen eine OP der Sehnenruptur entschieden. Die Schmerzen sind mittlerweile auch gebessert, wobei es natürlich nach wie vor Einschränkungen in der Beweglichkeit gibt. Hauptsächlich bestehen diese mitunter ziemlich schmerzhaften Einschränkungen in einer Art Blockade an der Vorderseite des rechten Schultergelenks sowie Schmerzen bis in den rechten Oberarm ziehend. Können das auch Folgen der Ruptur sein oder weist das eher auf ein Impigementsyndrom der Schulter hin ? Dann würde mich noch interessieren, ob Sie eher zu einer operativen Versorgung der Ruptur raten.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 10.03.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Jutta, mein Artikel nimmt schon vorweg, dass ich bei einer jungen, aktiven Patientin mit transmuraler Ruptur der Supraspinatussehne grundsätzlich eine OP-Indikation prüfe. Ob dies in Ihrem speziellen Fall auch zutrifft, könnte ich nur nach genauem Studium Ihrer Unterlagen, insbesondere der MRT-Aufnahmen und ggf. einer persönlichen Untersuchung sagen. Falls Sie dies wünschen, können Sie mir Ihre MRT-Bilder auf zweitmeinung-schulteroperation zur Begutachtung vorlegen. Viele Grüße, Dr. Hubertus Hirt

19.02.2014 - 16:32 Uhr

Werter Herr Doktor! Nach einem Unfall wurde bei...

von Sigrid

... mir eine Teilprothese (Hum.-Kopf ) implantiert,seitdem habe ich immer stärkere Bewegungseinschränkungen nach vorne und zur Seite über Schulterhöhe, Supraspinatus-Ruptur wird vermutet,konnte nicht eindeutig bei einer Sono festgestellt werden. Was kann ich tun?

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.02.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, vielen Dank für Ihr Vertrauen. Leider ist dies eine sehr problematische Situation. Wenn es nach Einbau einer Fraktur-Endoprothese zu einer zunehmenden Verschlechterung der Schulterfunktion kommt, ist eine Abhilfe oft schwierig. Hier sollten Sie sich in einem größeren Zentrum vorstellen, um mit einem Schulterexperten den Umstieg auf eine sogenannte Inverse Endoprothese auszuloten. Viele Grüße und alles Gute, Hubertus Hirt

16.02.2014 - 10:46 Uhr

Sehr gehrter Dr.Hirt, Ich bin 66J.alt, Rentner....

von S

... Seit ca. 3mt. Schulter schmerzt rechts ist aber mit Diclo.auszuhalten, nachts schwierig. Folgender MRT.Befund: Ausgepraegte Bursitis subacromialis/subdeltoidea. Tendinose der Supraspinatussehne mit Partiallaesionen unmittelbar am Ansatz sowie bursaseit.ig subacromial. Zeichen eines Impingements (ACG-Hyperplasie, Acromionform). Keine wesentliche Tendinitis/Peritendinitis der Bicepssehne. Gruss und vielen Dank

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.02.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Lieber Patient, vielen Dank für Ihre detaillierte Schilderung. Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass sich hinter der Diagnose einer Partialläsion der Rotatorenmanschette alles verbergen kann - von einer oberflächlichen Aufrauhung der Sehne bis hin zu einem vollschichtigen Abriss. Ich würde Ihnen daher empfehlen, die Bilder durch einen Schulterspezialisten gegenprüfen zu lassen. Eine solche Zweitmeinung mit der Frage der Notwendigkeit einer Schulter OP können Sie sich auch online einholen auf meinem Zweitmeinungsportal zweitmeinung-schulteroperation. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Hubertus Hirt

06.02.2014 - 12:24 Uhr

Guten Tag Herr Doktor, Habe eine Frage bei mir...

von Angelika

... wurde durch MRT festgestellt,das ich ein deutliche Partialruptur de Supraspinatussehne unterflächenseitig ohne Sehnendistraktion ausserdem noch eine kleine Gröllzyste im Ansatzbereich.Die Infraspinatussehne zeigt ebenfalls eine geringe zentrale mukoide Degeneration anstznah. Nun möchte ich gerne Wissen , ob man das operieren muss oder ob nicht.Meie Ärztin hat gemeint das müsste man nicht operieren.Doch meine Schmerzen sind so schlimm, das man sie kaum aushalten kann.Nun warte ich auf Ihre Antwort. Vielen Dank im voraus Mfg A.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.02.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, auch in Ihrem Fall ist festzuhalten, dass der Begriff Partialruptur von vielen Radiologen verwendet wird, so lange noch einige wenige Sehnenfasern der eingerissenen Supraspinatussehne Verbindung zum Oberarmknochen (Humeruskopf) besitzen. Faktisch und funktional kann dieser Befund jedoch bereits die gleichen Auswirkungen haben, wie ein vollständiger Abriss der Supraspinatussehne. Ich würde Ihnen daher raten, sich eine Zweitmeinung einzuholen. Dies kann durch einen Schulterexperten in Ihrer Nähe geschehen, oder aber online über das Internet (zweitmeinung-schulteroperation.de). Viele Grüße aus Freiburg, Dr. Hubertus Hirt

02.02.2014 - 15:44 Uhr

Meine Schulterschmerzen haben sich im letzten 1/2...

von Angelika

... Jahr so verschlimmert, dass ich bereits beim Anziehen im Rücken Hilfe brauche. Nachts und auch im Ruhezustand sind die Schmerzen fast nicht auszuhalten. Nach sportlichen Bewegungen wie auch Schwimmen sind die Schmerzen ohne Schmerzmittel nicht auszuhalten.Mein Orthopäde hat beide Schultern und Nacken angespritzt, aber einige Stunden danach waren die Schmerzen wieder besonders schlimm. Demnächst wird ein MRT gemacht, aber der Termin ist noch weit weg. ich möchte einfach nur wissen, was zu diesen Schmerzen führt und was ich tun kann ohne operieren zu müssen. Ich habe schon sehr viel Operationen über mich ergehen lassen und möchte hier die OP umgehen.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 23.02.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr gehrte Patientin, Ihre Situation ist im Moment wirklich sehr belastend. Sofern noch keine Arthrose des Gelenks vorliegt (und dies ist an der Schulter zum Glück eher selten), besteht aber Hoffnung darauf, dass diese Beschwerden wieder ausheilen können. Warte Sie die MRT-Untersuchung der Schulter ab. Sollten Sehnenschäden in höherem Ausmaß vorliegen (Rotatorenmanschettenruptur, Einriss der Supraspinatussehne), müsste eventuell doch über einen heilenden Eingriff nachgedacht werden. Es gibt jedoch auch Krankheitsbilder, wie z. B. die Kalkschulter oder die Frozen shoulder, die konservativ (ohne Schulter-OP) zu bessern sind. In diesem Fall könnten Sie auf eine Ausheilung der Schulterschmerzen hoffen. Mit freundlichen Grüßen Dr, Hubertus Hirt

22.01.2014 - 14:55 Uhr

Mir wurde nach der MRT in Regensburg von einem...

von Rotraut

... Schulterspezialisten gesagt, dass die Sehne so ausgefranst sei, dass eine OP unsinnig ist. Mein Arm ist überraschend beweglich, auch über Kopf, tut aber im mittleren Bereich sehr weh. Kann man in meinem Fall wirklich gar nichts mehr machen? Danke im Voraus für Ihre Antwort.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 22.01.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, die geschilderte Situation ist für eine Rotatorenmanschettenruptur (Supraspinatus) durchaus typisch. Wenn die Sehne über Jahre hinweg Stück für Stück einreißt, kann der Körper den schleichenden Funktionsverlust durch Einsatz anderer Muskelgruppen und Trickbewegungen ausgleichen. Der Arm kann dann durchaus auch über die Horizontale bewegt werden, es treten jedoch die typischen Schmerzbeschwerden im mittleren Bereich auf (Painful arc). Der Grad der Auffaserung der Supraspinatussehne ist sicherlich ein Kriterium für die Frage, ob eine Reparatur noch möglich ist. Andererseits ist die Frage der Muskelatrophie (Degeneration des Musculus Supraspinatus und Infraspinatus) ein ebenso entscheidendes Maß für die Einschätzung der Behandlungschancen. Die Einteilung erfolgt zumeist nach Goutallier. Bis zu einem Stadium II ist eine Reparatur (endoskopische Rekonstruktion der Supraspinatussehne) zumeist noch aussichtsreich.

18.01.2014 - 16:14 Uhr

Guten Tag HErr Dr. Hirt, meine Tochter stürzte...

von Silke

... beim Skifahren und kann nun den Arm nicht mehr vom Körper abheben. Das MRT steht noch aus, aber es wird eine Rupptur der Supraspinatussehne vermutet. Da dies sehr warscheinlich eine OP zur Folge hat frage ich mich, wie ich einen guten Operateur finden kann. Wir wohnen in der Nähe von Stuttgart in Plochingen und können leider nicht nach Freiburg kommen. Da wir zum Glück noch keine OP Erfahrungen haben wäre ich für einen Hinweis oder Rat sehr dankbar!! Vielen Dank

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.01.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Silke, vielen Dank für Ihr Vertrauen. Es tut mir leid zu hören, das Ihre Tochter sich so unglücklich verletzt hat. Leider darf ich Ihnen hier in diesem Forum keine konkreten Empfehlungen übermitteln und würde Sie bitten, ggf. über die Homepage Kontakt aufzunehmen. Viele Grüße, Dr. Hubertus Hirt

10.01.2014 - 12:59 Uhr

bitte um Info vom kompetenter klinik zwecks der Op...

von Wilma

... an der supraspinatussehne in Dortmund oder Umgebung, vielen Dank

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.01.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Wilma, leider kann ich hier über dieses Forum keine verbindliche Information zur Frage einer Operation der Rotatorenmanschette in Ihrem besonderen Fall abgeben. Auch ist es mir nicht möglich, einen Operateur für eine solche endoskopische Schulter OP in Dortmund namentlich zu benennen. Ich würde Ihnen daher empfehlen, das Internet als Suchmedium zu nutzen. So sollte sich ein geeigneter Schulterspezialist für Ihr Schulterproblem finden lassen. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie vor der OP noch einen anderen Kollegen zur Zweitmeinung aufsuchen, oder sich eine solche online erstellen lassen (Zweitmeinung-Schulteroperation). Viele Grüße, Dr. Hubertus Hirt

08.01.2014 - 14:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, bei mri wurde am...

von Karin

... 17.12.2013 folgender Befund festgestellt: Einengung des subacromialen Raumes bis auf ca. 0,5 cm durch einen schräg nach caudal verlaufenden Acromion. Diskrete aktivierte ACG-Arthrose. Inhomogene Signale im Bereich der distalen Supraspinatussehne mit partieller Diskontinuität des Ligaments. Flüssigkeitsvermehrung in der Bursa subacromiale und diskret auch in der Bursa subdeltoidea. Verdacht auf kleinste Verkalkung im Ansatzbereich der Infraspinatussehne. Regelrecht verlaufende Bizspssehne mit Flüssigkeitsvermehrung im Sehnenscheidenfach. Labrumstrukturen intakt. Für den 28.01.2014 ist nun eine ambulate OP geplant. Die Schmerzen sind in der linken Schulter und dauern schon länger ( über 1 Jahr ) an und das MRT vom 17.12.2013 brachte diese Erkenntnisse. Magnetfeldtherapie und Reizstrom brachten keine Besserung. Über Ihre Rückmeldung freue ich mich.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 19.01.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Karin, vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema der Rotatorenmanschettenruptur. Mit der etwas kryptischen Formulierung einer partiellen Diskontinuität des Ligaments meint der Radiologe vermutlich eine Teilruptur (Teilabriss) der Supraspinatussehne (Suprasinatussehnenruptur). Je nach Erfahrung und Einschätzung des Radiologen kann sie hinter einer solchen Diagnose die ganze Bandbreite an möglichen Sehnenschäden der Rotatorenmanschette verbergen - von einer entzündlichen Aufrauhung der Sehnenoberfläche bis hin zum durchgreifenden Abriss der Sehne mit noch wenigen, erhaltenen Sehnenfasern. Ich würde Ihnen daher raten, sich gegebenenfalls doch eine Zweitmeinung einzuholen, sei es bei einem anderen Schulterexperten in Ihrer Region oder im Internet, z. B. unter Zweitmeinung-Schulteroperation.

20.12.2013 - 16:54 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, bei mir wurde am...

von WALTER

... 19/12/13 folgender Befund festgestellt:"A).. Jetzt Komplettrupture der Sehne des Musculus supraspinatus mit weiter Retraktion des AC-Gelenks mit deutlicher Auffaserung und ödematösen Einlagerungen des M.supraspinatus.Keine relevante Degeneration oder Athrophie abgrenzbar.Sehnenlücke insg. ca.5 cm. B)Die restliche Rotationsmanschette ist intakt.Zystenbildung mit posterolateralen Humeruskopf um den Ansatz der Sehne des Musculus infraspinatus bis zu 9 mm Durchmesser. C)Abhebung des Bizepssehnenanker am Tuberculum supraglenoidale mit flüssigkeitsisointensiven Spalt( z.B. Bild 7-Bild 11,semikoronal).Die Bizepssehne ansonsten intakt D)Fokaler Defekt zwischen dem glenoidalen Gelenkknorpel im anterioren, inferioren Quadranten und dem Labrum glenoidale mit diskreter Abhebung. E)Mässige Omarthrose.Angedeutet Humeruskopfhochstand. Hypertrophe AC Gelenkarthrose. Subakromial vermehrte Sklerosierung und Akromiosporn. F)Kein relevanter Gelenkerguss.Der vormals im inferioren Gelenkrezessus nachweisbare Fremdkörper ist aktuell nicht abgrenzbar. Flüssigkeitsaustritt in die Bursa subacromialis/subdeltoidea und suboracoidea. G)Kein Frakturnachweis.Kein Os acromiale. Bin Bergsportler und schon aus diesen Gründen ist mir eine Expertise hinsichtlich einer Operation oder nicht wichtig. Mein behandelnder ist offenbar gegen eine Operation( Bin 70 Jahre aber körperlich sehr gut beieinander) Beste Grüsse und Erwartung Ihrer Antwort. Walter

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 22.01.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Lieber Patient, vielen Dank für die detaillierte Schilderung Ihrer medizinischen Befunde. Entscheidend ist die Formulierung des Radiologen, es sei noch keine relevante Atrophie der Supraspinatusmuskulatur abgrenzbar. Es würde sich also auf jeden Fall lohnen, hier bei einem Schulterexperten vorstellig zu werden, um die Möglichkeiten einer Reparatur der Sehnen (Rotatorenmanschettenrekonstruktion) prüfen zu lassen. Alternativ könnten Sie sich online eine Zweitmeinung zum Thema Schulteroperation einholen, z. B. unter Zweitmeinung-Schulteroperation.

14.11.2013 - 14:39 Uhr

Gerne würde ich wissen was die Abkürzung ASK...

von Barbara

... bedeutet. ich kann es mir zwar denken, bin mir aber nicht sicher.Wird bei einer Spiegelung der Schulter auch gleich operiert? Danke für Ihre Mühe

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 16.11.2013
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, die Abkürzung ASK steht für Arthroskopie (= Endoskopie eines Gelenks), zu deutsch Gelenkspiegelung. Dieser historische Begriff geht auf die Ursprünge der Endoskopie zurück. Das erste Endoskop wurde vor etwa 150 Jahren durch einen französischen Arzt namens Desormeaux vorgestellt. Für viele gilt er als Vater der Endoskopie. Seine Instrumente bestanden aus einem System von Spiegeln und Linsen mit einer offenen Flamme als Lichtquelle. Aus dieser Vorrichtung leitet sich der Name Spiegelung für die Untersuchung von innerhalb des Körpers liegenden Organen ab. Heutzutage werden starre, stabförmige oder flexible Optiken verwendet, die in den Körper eingeführt werden können. Durch die im Inneren der Optik enthaltenen Glasfasern wird heutzutage mithilfe einer Halogen-Lichtquelle und einer Kameraeinheit ein Bild aus dem Körperinneren in HD-Qualität und Echtzeit auf Flatscreen-Monitore im Operationsaal übertragen. Der Operateur kann somit unter direkter optischer Kontrolle Untersuchungen und auch komplexe Operationsschritte in Gelenken, der Wirbelsäule, dem Bauchraum oder Magen-Darmtrakt, ja selbst im HNO-Bereich oder sogar im Auge durchführen. Eine rein diagnostische Arthroskopie des Schultergelenkes wird heutzutage nur noch selten durchgeführt, da es durch die Anwendung von Röntgen- und MRT-Untersuchungen möglich ist, nahezu alle wichtigen Anteile des Schultergelenks ohne invasive Verfahren genau zu untersuchen. Somit dient die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) des Schultergelenks heute in erster Linie der operativen Behandlung von Schulterproblemen. Dazu zählt die Entfernung von Kalkdepots bei der sogenannten Kalkschulter, das Abtragen eines Schulterdachsporns beim Impingement, die Reparatur der Rotatorenmanschetten-Sehnen bei einer Ruptur der Rotatorenmanschette (Supraspinatus) sowie die Stabilisation von Schultergelenken nach Luxationen (Schulterinstabilität). Es würde mich freuen, wenn Ihnen meine Antwort ein wenig weitergeholfen hat.

27.10.2013 - 09:08 Uhr

Ich möchte Sie um Ihre Beurteilung zu meinem...

von Erika

... Befund bitten. Bei mir ergab ein am 26.9.13 durchgeführtes MRT folgende Beurteilung: Vollständige Ruptur der Supraspinatussehne mit Retraktion Grad III nach Patte.Keine Vollumenminderung oder Verfettung. Ausgeprägter Reizzzustand der Bursa Subacromialis/subdeltoidea, Bursa subacromialis und der Schulterkapsel. Aktivierte AC-Glenkarthrose mit auch bursaseitigen Osteohyten (hinging spur) Akromiontyp Bigliani I. Mein Orthopäde übewies mich an das Orthopädische Zentrum w/ O.P: Hier wurde mir jedoch von 2 Orthopäden von einer O.P: abgeraten. Nach 10 Wochen hatte sich die Sehne zurück gezogen. Ich bekomme derzeit Spritzen ind die Schuler Predni 25 mg Lichtenstein N in Abständen von 14 Tagen und geräteunterstützende Krankengymnastik. Auslösender Moment meiner Beschwerden war Ende Juli eine Kraftanstreckung (Festschrauben einer Schraube) gewesen. Ich habe in den ersten 14 Tagen dein Arm eingerieben und mit Kälte behandelt. In der Ort. - Praxis wurde erst ein Tennisarm vermutet, als nach 14 Tagen keine Besserung eintrat wurd ein MRT veranlasst. Auf den Termin musste ich weitere 4 Wochen warten.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 28.10.2013
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, vielen Dank für Ihre exakte Schilderung. Um eine genaue Einschätzung zu Ihrer Situation abgeben zu können, sollte ich die Schulter untersuchen und die aktuellen MRT-Aufnahmen persönlich sehen. Gerne können Sie einen Sprechstundentermin bei mir in Freiburg vereinbaren oder über mein Patientenportal Zweitmeinung-Schulteroperation meine konkrete Einschätzung zu Ihrem Schulterproblem erhalten.

22.10.2013 - 09:43 Uhr

Guten Tag, ich hatte im Januar 11 einen Sturz...

von Gabriele

... linksseitig, bei im rechten Winkel gestrecktem Arm - Diagnosen: MRT April 11 --> 1) SLAP Läsion des oberen ventralen Labrum mit Einbezug des Bicepssankers bei sonst unauffälliger LBS 2) Z.n. Zerrung / Anriß des inf.glen.hum.Lig.am Humerus 3) in erster Linie intraossäre reaktionslose Zyste im dorsalen unteren Glenoid 4) geringer Tiefstand des lat. Acromion mit Impingement der SSPp. Sehne mit mäßiger Ansatzendinitis und Bursitis subavrom dieser Befund hat sich nicht im wesentlichen bis heut verändert. 1) das ACG zeigt einen geringen Tiefstand des Acronomion auf mit engem subacromialen Raum 2) Imperment der Ssp. - und Infrasp Sehne mit geringer Tendenitits beider Sehnen mit mittelmäßiger Bursitis 3) unter dem tub. majus Ansatz könnte zudem eine kleine Verkalkung vorliegen 4) kleine randsklerosierende Zyste im unteren Scapulahals 5) übrige RM mit Glenoid und Labrum sonst unauffällig. Kann ich bis April 14 bezüglich einer OP abwarten? Mfg Gabriele Pötsch

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 28.10.2013
Dr. med. Hubertus Hirt

Liebe Patientin, vielen Dank für diese detaillierte Übermittlung Ihrer Befunde. Diese Konstellation treffe ich in meiner Praxis sehr häufig bei Patienten nach einem Sturzereignis an. Leider ist es mir aus rechtlichen Gründen nicht möglich, Ihnen an dieser Stelle eine konkrete Auskunft zu erteilen. Ich lade Sie herzlich ein, bei mir in Freiburg einen Sprechstundentermin zu vereinbaren. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, über mein Patientenportal Zweitmeinung-Schulteroperation online meine konkrete Einschätzung zu Ihrem Schultergelenk erhalten (ärztliche Zweitmeinung im Falle eines Schulterproblems).

12.10.2013 - 22:01 Uhr

Ich habe seit ca. 5 Monaten eine Teilruptur der...

von Maria

... Supraspinatus und Infraspinatussehne der rechten Schulter. Ich bin 32 Jahre alt und habe mich gegen einen operativen Eingriff entschieden. Seit drei Monaten gehe ich intensiv zur Physiotherapie und kann fast zu 80% meine Schulter benutzen ohne die Höllen Qualen. Alle Chirurgen haben zur Op geraten ..aber was erwartet man von einem Operateur? Es wäre ireal zu denken das ein Chirurg von einer OP abraten würde! Klares Statement : Sehnen vernarben auch ohne OP :)

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 14.10.2013
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, definitionsgemäss kann eine Rotatorenmanschettensehne, deren Fasern gerissen sind, nicht von alleine heilen. Dies verhindert der permanente Muskelzug der Rotatorenmanschettenmuskulatur. Bei Teilrupturen ist bisweilen ein konservativer Therapieansatz (also letztlich die Entscheidung, mit einem leichten Defekt in der Schulter zu leben) möglich. Um dies zu beurteilen, sollte man die Schulter untersuchen und aktuelle MRT-Aufnahmen sehen. Gerne können Sie einen Sprechstundentermin bei mir in Freiburg vereinbaren oder über mein Patientenportal Zweitmeinung-Schulteroperation meine konkrete Einschätzung zu Ihrem Schultergelenk erhalten.

07.10.2013 - 19:41 Uhr

beurteilung:Therapie Komplette Ruptur der...

von Manuela

... Supraspinatussehne mit Retraktion bin in Höhe des Gelenkspalts,sowie deutliche Einrisse der partiell erhaltenen Infraspinatussehne. operativ oder alternativ Behandlung

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 14.10.2013
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, gerne können Sie einen Termin in meiner Sprechstunde vereinbaren, um Ihre Befunde gemeinsam anzusehen. Dann kann ich Ihnen sicherlich eine konkrete Therapieempfehlung geben.

18.09.2013 - 11:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Hirt, vielen Dank für...

von Charlotte

... den sehr guten Beitrag, der mit meinem derzeitigem Gesundheitszustand im Einklang steht. Vor 2 Jahren zeigte das MRT bei mir ein Impignement des rechten Schultergelenks ohne Ruptur. Ich habe 2 Mal in der Woche an einer medizinischen Trainingstherapie zur Stärkung der Muskulatur sowie Physiotherapie teilgenommen. Vor 3 Wochen war ich erneut im Kernspin und das MRT zeigt das die Supraspinatussehne durchgerissen ist. Ich bin nun auf der Suche nach einem Spezialisten der mich operiert. Können Sie mir bitte mitteilen, in welchem Zustand ich mich nach der Operation befinden werde? Ich mache mir hier ernste Sorgen, denn ich lebe allein in einer Wohnung im 4. Stock. Ist eine Anschlussheilbehandlung direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt möglich? Mit freundlichen Grüßen Charlotte

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 18.09.2013
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrte Patientin, leider zeigt sich bei Ihnen ein typischer Verlauf der \"Rotatorenmanschettenkrankheit\". Aus einem chronischen Impingement wird nach einigen Jahren eine Rotatorenmanschettenruptur (Abriss der Supraspinatussehne). Sofern noch keine Arthrose vorliegt, sollte eine OP in Betracht gezogen werden. Gerne können Sie einen Sprechstundentermin bei mir in Freiburg vereinbaren oder über mein Patientenportal Zweitmeinung-Schulteroperation meine konkrete Einschätzung zu Ihrem Schultergelenk erhalten.


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