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Medizinische Zweitmeinung im Falle einer ...

Medizinische Zweitmeinung im Falle einer Schulteroperation

Dr. Hirt

von
verfasst am 27.02.2013

© WavebreakmediaMicro - Fotolia.com
Die Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung von Schulterbeschwerden wurden durch den zunehmenden Einsatz der MR-Tomografie (Kernspin) und die rasante Entwicklung arthroskopischer (kameragestützter, minimal-invasiver) Operationstechniken in den vergangen 20 Jahren geradezu revolutioniert.

Ausgedehnte Sehnenschäden (Rotatorenmanschette) und knöcherne Engpass-Situationen (Impingement), Knorpelschäden und Schulterinstabilitäten (Luxationen) können heutzutage im MRT exakt beurteilt und beim Schulterspezialisten durch einen endoskopischen Eingriff elegant und gewebeschonend behandelt werden.

Um derartige Eingriffe mit der notwendigen Sicherheit und Routine anbieten zu können, ist jedoch eine jahrelange, intensive Ausbildung erforderlich. Kliniken haben in vielen Fällen keine Kapazitäten, um die zeitraubende, kostenintensive Ausbildung der Ärzte in diesem Bereich zu fördern. Somit bleibt es oft der Initiative des einzelnen überlassen, den langen und schwierigen Ausbildungsweg zum endoskopischen Schulterchirurgen erfolgreich zu beschreiten. Dies führt dazu, dass es deutschlandweit nur eine begrenzte Zahl von Experten gibt, die sich ausschließlich der Behandlung von Schulterproblemen widmen. Von diesen wiederum sind viele in Privatkliniken tätig, so dass es für Patienten mit Schulterbeschwerden häufig mit langen Wartezeiten und weiter Anreise verbunden ist, wenn sie von einem Spezialisten untersucht werden möchten.

Als Schulterexperte erhalte ich immer wieder E-Mail-Anfragen von Patienten aus weit entfernten Regionen mit dem Wunsch, ihre MRT-Aufnahmen zu beurteilen und Ihnen eine Therapieempfehlung zu geben. Oftmals schildern die Betroffenen eine große Unsicherheit. Es wurden Eingriffe empfohlen, die Patienten haben jedoch die Hoffnung, dass das Problem auch ohne Eingriff zu bessern sein könnte. Oder die konservative Therapie hat nicht weitergeholfen, der behandelnde Arzt rät aber dennoch von einer OP ab. Nicht selten werde ich auch von Patienten angeschrieben, bei denen ein Eingriff in veralteter Technik nicht den gewünschten Heilungserfolg gebracht hat.

Leider ist es rechtlich nicht ohne weiteres möglich, auf solche Anfragen verbindlich zu antworten. Dazu müssen bestimmte Rahmenbedingungen vorhanden sein, insbesondere in Hinblick auf Datensicherheit, Datenschutz und technische Voraussetzungen zur Übermittlung der Bild-Daten in der notwendigen Beurteilungsqualität. Außerdem muss der Patient auf jeden Fall bereits ärztlich voruntersucht sein, da eine reine Bewertung der übermittelten Befunde eine persönliche Untersuchung nie vollständig ersetzen kann.

Grundsätzlich ist diese Art der Begutachtung jedoch sehr sinnvoll, um Patienten die Möglichkeit zu geben, ohne aufwändige Anreise und Zeitverlust eine fachkompetente Zweitmeinung zu ihrem Schulterproblem zu erhalten. Eine medizinische Zweitmeinung wird daher auch von einigen Krankenkassen finanziell unterstützt bzw. durch kasseneigene Ärzte vorgehalten.

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Kommentare zum Artikel (2)


12.12.2013 - 12:14 Uhr

Betr. Zweitmeinung. Habe heut versucht, den...

von Bernhard

... Inhalt der MRT-DVD mit der Zweitmeinungsanforderung zu übermitteln. Leider hat das Nicht geklappt. Ich hoffe, Sie sind damit einverstanden, wenn ich Ihnen alle mir zur Verfügung stehenden Unterlagen per Post zusende. Rückporto lege ich bei. M.f.G. B.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 22.01.2014
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für die Übermittlung der Daten. Die Erstellung der gutachterlichen Zweitmeinung zur Frage einer Schulter-OP sollte in Ihrem Fall auch durch die postalische Übermittlung der Vorbefunde möglich sein.

10.12.2013 - 13:38 Uhr

Hallo Herr Dr. Hirt, wenn ich Ihnen die MRT-...

von Bernhard

... Bilder mit DVD zusende, können Sie mir dann mitteilen, ob eine OP sinnvoll und wahrscheinlich erfolgreich sein wird?Ich würde dann gerne die weite Reise von 52351 Düren zu Ihnen, nach tel. Rücksprache mit Ihnen, antreten. Herzlichen Gruß B.

Dr. Hirt

Antwort vom Autor am 10.12.2013
Dr. med. Hubertus Hirt

Sehr geehrter Patient, vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider ist es Ärzten aus rechtlichen Gründen nicht möglich, eine Therapieempfehlung allein aufgrund von elektronisch oder per Post übermittelten Daten abzugeben. Ich würde Sie daher bitten, einen Termin in meiner Sprechstunde in Freiburg zu vereinbaren. Alternativ kann ich Ihnen anbieten, sich auf meinen Online-Zweitmeinungsportal anzumelden. Sie können mir dann Ihre Arztberichte und Ihre CD mit MRT-Bildern zur Befundung auf einfache Weise hochladen. Ich werde Ihnen dann innerhalb kurzer Zeit ein fundiertes Zweitmeinungsgutachten zu Ihrem Schulterproblem/ Rotatorenmanschettenriss/ Supraspinatus Schaden erstellen. Dieses Gutachten kann Sie dabei unterstützen, Ihre Therapiewahl zur Heilung der Schulterbeschwerden zu treffen.


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