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Schamlippenverkleinerung muss kein Tabu-Thema ...

Schamlippenverkleinerung muss kein Tabu-Thema sein!

Dr. von Lukowicz

von
verfasst am 27.07.2012

© Amir Kaljikovic - Fotolia.com
Vor kurzem hörte ich bei einem Beratungsgespräch: "Ich fühlte mich so alleine mit meinem Problem und habe es nicht einmal gewagt, mit meinem Partner darüber zu sprechen." Diese und ähnliche Aussagen bei Beschwerden im Intimbereich sind sehr häufig. Betroffene haben bei Sportarten wie Reiten oder Radfahren oft seit Jahren Schmerzen und zusätzlich Probleme beim Geschlechtsverkehr.

Reißerische Artikel in der Presse verpönen den "neuen Schönheitswahn", vor dem selbst die Intimzone nicht mehr sicher sei. Dass es aber durchaus eine medizinische Indikation für eine Labienplastik - wie man die Schamlippenverkleinerung auch nennt - gibt, wissen die wenigsten dieser Kritiker.

Tatsache ist, dass die Nachfrage nach Korrekturen im Intimbereich stetig wächst. Meiner Meinung nach hängt das aber nicht mit einem neuen Trend oder einem zu weit getriebenen Schönheitsideal zusammen, sondern mit einem wachsenden Bewusstsein: für Problemfälle kann Abhilfe geschaffen werden und die Lebensqualität der Betroffenen kann sich damit merklich verbessern.

Wozu dient eine Labienplastik?

Die häufigste Form der Schamlippenkorrektur ist die Verkleinerung der inneren Schamlippen, wenn diese weit aus den äußeren Schamlippen hervorstehen. Es kann dadurch zu starken Irritationen und sogar zu Entzündungen kommen. Beim Geschlechtsverkehr können übergroße Schamlippen nach innen stülpen und funktionale Schwierigkeiten bereiten. Eine Labienreduzierung kann hier helfen.

Wie sieht die Operation aus?

Beim Wunsch nach einer Schamlippenverkleinerung ist, wie vor einem jeden Eingriff, zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt und eine Untersuchung notwendig. Dabei werden die Vorstellungen der Patientin und die möglichen Ergebnisse eingehend besprochen. Mir ist es besonders wichtig, die Bedürfnisse einer Patientin anzuhören und sie genauestens über alle Aspekte der Operation aufzuklären. Nur mit ihr zusammen kann die für sie individuell richtige Behandlung gefunden werden.

Manchmal ist eine Reduktion der inneren Schamlippen unterhalb der Klitoris ausreichend, um die Beschwerden verschwinden zu lassen. In den meisten Fällen sollte aber auch der Klitorismantel gestrafft werden, um ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen. Die Klitoris selbst bleibt dabei unberührt. Wir haben Korrekturen mit eigenem Fettgewebe und andere spezielle Techniken zur Verfügung, die zum Ziel haben, die inneren und äußeren Schamlippen eine Einheit bilden und funktionell und optisch die besten Resultate entstehen zu lassen.

Entscheidungsfindung durch Aufklärung

Alle Aspekte zum Thema, seien es nun medizinische oder ästhetische, müssen offen besprochen werden. Viel Zeit, besonders beim Erstgespräch, und natürlich auch während des Eingriffs sowie in der Nachsorge sind das A und O für das Gelingen der Operation und die Zufriedenheit der Patientin. Aufklärung über Risiken und die realistisch zu erzielenden Ergebnisse sind das Wichtigste für die Entscheidungsfindung.

Die Freiheit, sich heute einem ästhetischen Eingriff zu unterziehen, ist größer als noch vor einigen Jahren. Es ist nicht die Aufgabe eines Plastischen oder Ästhetischen Chirurgen, ein moralisches oder ethisches Urteil zu fällen. Seine Aufgabe ist aber, die Patientin eingehend, offen und verständnisvoll zu beraten. Dabei kann er auch herausfinden, ob sie unter einer Falschwahrnehmung leidet und dies offen ansprechen. Diese Offenheit zwischen Arzt und Patientin ist wichtiger Bestandteil der Beratung, gerade weil die Intimzone der Frau so lange tabuisiert wurde.

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