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Liebe - Risiken und Nebenwirkungen

Liebe - Risiken und Nebenwirkungen

Petra Müller

von
verfasst am 01.05.2009

© ©detailblick-Fotolia
Liebe ist gut fürs Herz. Sie bringt es nicht nur zum Klopfen, sondern schützt es laut einer Studie sogar vor einem Infarkt. Zumindest gilt das für männliche Herzen. Doch das schönste Gefühl der Welt hat noch weitere gesundheitliche Nebenwirkungen.

Ärzte empfehlen: Küssen und Händchenhalten

Schlagen kleine Kinder sich das Knie auf, leistet Mama erste Hilfe: Pusten und küssen. Schon geht's besser und man kann weiterspielen. Dass Küsse auch im Erwachsenenalter heilende Wirkung haben, zeigt eine Studie der Wiener Uniklinik: Demnach senkt ein leidenschaftlicher Kuss Blutdruck und LDL-Cholesterinwerte. Und Heuschnupfengeplagte verspüren nach einer 30 Minuten langen Knutscherei deutliche Besserungen ihrer Symptome. Ebenso gut: Händchenhalten. Amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass schon zehn Minuten Händchenhalten Blutdruck und Pulsanstieg verringert und damit das Herzkreislaufsystem stärkt. Auch unser Immunsystem wird durch Streicheleinheiten resistenter. „Körperliche Berührungen streicheln auch unsere Seele", sagt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von der Online-Partnervermittlung ElitePartner.de. „Durch Köperkontakt schütten wir das Bindungshormon Oxytocin aus, das beruhigend wirkt und Wohlgefühle erzeugt."

Verheiratete Männer sind gesünder

Verschreibungspflichtig ist die Ehe zwar nicht, aber ihre positive Wirkung ist bewiesen: In den westlichen Industrienationen leben verheiratete Männer etwa acht Jahre länger als Junggesellen. Witwer und geschiedene Männer haben zudem mehr Entzündungen in den Herzkranzgefäßen und dadurch ein erhöhtes Infarktrisiko. Bei Frauen konnte die positive Wirkung allerdings nicht nachgewiesen werden.

Herzen können brechen

Migräne, Depressionen, Gewichtsverlust oder erhöhte Infektanfälligkeit - die Symptome bei Liebeskummer sind vielfältig. Eine Studie zeigt, dass wir sogar an gebrochenem Herzen sterben können. Zwölf Jahre lang wurden 9.000 Personen zu negativen Beziehungserlebnissen befragt. Das Ergebnis: Je konfliktreicher die Partnerschaft, desto höher das Infarktrisiko. „Wer durch seinen Partner ständigem Streit und negativer Kritik ausgesetzt ist, leidet darunter nicht nur psychisch", fasst Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner.de zusammen. „Ein negatives Beziehungsklima erzeugt erheblichen Stress, der sich auch auf körperlicher Ebene mit entsprechenden Symptomen bemerkbar macht."

Frisch Verliebte sind wahnsinnig

Nicht nur, dass sich ein Rudel Schmetterlinge im Bauch tummelt - Verliebte kennen noch andere Symptome: „In der ersten Phase des Verliebtseins können wir uns auf nichts anderes konzentrieren als den geliebten Menschen, unser Hungergefühl geht deutlich zurück und die begleitende Euphorie lässt uns zuweilen irrational verhalten", fasst Psychologin Lisa Fischbach zusammen. Schuld daran sind die Hormone. Die werden ordentlich durcheinander gewirbelt, wenn wir unser Herz verlieren. Der Mix aus Adrenalin, Endorphinen und Dopamin lässt uns permanent glücklich sein. Zudem ist der Spiegel des Botenstoffes Serotonin bei Verliebten auf dem gleichen Niveau wie bei psychisch Kranken oder Zwangsgestörten. Der Körper würde solche Zustände nicht länger als ein paar Monate aushalten, deshalb pendelt sich die Verliebtheit nach dieser Zeit auf ein normales Niveau ein. „Nach dieser Zeit können wir beginnen, eine ganz normale, alltägliche Beziehung zu führen", so die ElitePartner.de-Psychologin.

 


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