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Biologisches Implantieren - Niedertouriges Bohren ohne Kühlung nach Dr. E. Anitua

Dr. Dirr

von
verfasst am 14.12.2010

© Yuri Arcurs - Fotolia.com
Beim herkömmlichen Vorgehen zur Präparation des Implantatbettes erfolgt die Bohrung hochtourig mit ca. 1800. Umdrehungen/Min. unter ständiger Kühlung mit physiologischer Kochsalzlösung. Der dabei anfallende Knochen wird entweder abgesaugt und geht verloren oder mittels einer Knochenfalle aufgefangen.

Nach Untersuchungen von Dr. E. Anitua enthält dieses aufgefangene Knochenmaterial keinerlei vitale Zellen mehr. Das Material ist minderwertig, in der Regel infiziert und für den Knochenaufbau nur sehr eingeschränkt verwendbar.

Eine schonende Alternative hierzu ist das niedertourige Bohren ohne Kühlung. Als erster Schritt erfolgt die Durchdringung der äußeren kompakten Knochenschicht hochtourig und unter Kühlung mit einem dünnen Spezialbohrer um Richtung und Länge der Bohrung vorzugeben. Diese kann nach Überprüfung gegebenenfalls leicht korrigiert werden. Als Nächstes wird mit Bohrer aufsteigenden Durchmessers das Implantatbett mit nur 50 Umdrehungen/Min. ohne Kühlung aufbereitet. Hierzu sind extrem scharfe Bohrer erforderlich. Durch dieses schonende Vorgehen erfolgt keinerlei Überhitzung des Lagerknochens. Vielmehr werden erstaunlich große Mengen von Knochen mit vitalen Zellkernen in optimaler Qualität erhalten. Diese werden in aus Eigenblut gewonnenen Wachstumsfaktoren gelagert (PRGF-Verfahren nach Anitua) und können auf vielfältige Weise zum Auffüllen von Defekten um Implantate bzw. Zähne verwendet werden. Das durch den Bohrvorgang gesetzte Trauma für den Lagerknochen ist wesentlich geringer als beim konventionellen Vorgehen und das gewonnene Bohrloch ist extrem präzise.

Das beschriebene Verfahren ist völlig unabhängig von einem bestimmten Implantatsystem, kostet nichts und bringt viele Vorteile. Der Lagerknochen wird geschont und es wird eine große Menge Eigenknochen in optimaler Qualität gewonnen, welcher sonst verloren ginge. Es erfordert nur ein gewisses Umdenken. Der Knochen, welcher nach Anitua behandelt werden will wie eine Geliebte, wird es danken.

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