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Bleaching – das Lächeln der Stars?

Bleaching – das Lächeln der Stars?

Dr. Szostak

von
verfasst am 24.10.2012

© Pavle - Fotolia.com
Sie können sich durchbeißen, doch manchmal sind sie auch ziemlich sensibel: Die kleinen Sünden des Alltags, allen voran Tee, Kaffee, Zigaretten und Rotwein, verzeihen uns unsere Zähne nicht so leicht. Farbpigmente lagern sich über Jahre sichtbar auf den Zähnen ab, zeigt unsere Erfahrung in der Praxis. Da richten Sie mit der Zahnbürste allein nicht viel aus. Im Gegenteil: Zahnpasten, die eine starke Aufhellung versprechen, haben oft einen hohen Anteil an Schleifkörnern, die bei täglichem Gebrauch den Zahnschmelz angreifen.

Ein schonender und effektiverer Weg zu strahlendweißen Zähnen ist das Bleaching (= Zahnaufhellung). Als rein kosmetische Leistung wird es von den Krankenkassen nicht erstattet. Allerdings übernehmen einige Kassen die professionelle Zahnreinigung. Und diese ist eine absolute Voraussetzung für jedes Bleaching. Nach einer Rallye durch den Wald fahren Sie mit Ihrem Wagen ja auch zuerst in die Waschstraße und erst danach zur Politur.

Drei unterschiedliche Methoden werden üblicherweise angewandt. Beim "Home-Bleaching" wird das Bleichgel – eine spezielle Form von natürlichem Sauerstoff – aus passgenauen Schienen (in der Zahnarztpraxis hergestellt) in kleinen Dosen über einen längeren Zeitraum auf die Zähne übertragen. Der Patient muss die Schiene etwa zwei Wochen lang regelmäßig tragen, z. B. abends beim Fernsehen. Und hier liegt der Knackpunkt: Aus unserer Erfahrung lässt nach einigen Tagen häufig die Motivation nach, oder es wird zu viel/zu wenig Gel aufgetragen .

Nummer Zwei ist die „Do it yourself-Variante“ mit Produkten aus dem Drogeriemarkt. Diese Produkte sind nicht unbedingt schlechter, aber viel schwächer konzentriert, was durch Stiftung Warentest im Jahr 2010 belegt wurde. Das Ergebnis fällt daher meist enttäuschend aus. Dazu kommt, dass der Kunde in der Dosierung des Mittels ungeübt ist und oft auf die vorab nötige Zahnreinigung verzichtet.

Die dritte und nach Meinung des Zahnarztes beste, weil einzig sinnvolle Methode nennt sich "Power-Bleaching" (oder Boost-Bleaching). In der Praxis werden die Zähne unter Aufsicht des Fachpersonals in zwei bis drei Durchgängen mit einem besonders effektiven Bleichgel (aktivierter Sauerstoff) behandelt, bis die gewünschte Helligkeit erreicht ist. Zwar ist das Resultat nicht 100-prozentig vorhersehbar. Die Ergebnisse sind von all den genannten Verfahren mit Abstand die besten.
Übrigens: Weil Implantate, Kronen und Brücken sowie Füllungen nicht nachträglich aufgehellt werden können, sollte nach seiner Erfahrung das Bleaching im Vorfeld geschehen. Der neue Zahnersatz kann dann dementsprechend angepasst werden.

Um eine natürlich Optik zu erzielen, orientiert sich der Arzt an der Ursprungsfarbe der Zähne. Sogar innerhalb einer Helligkeitsstufe treten unterschiedliche Nuancen auf, von eher weißlich bis hin zu gräulichen oder gelblichen Tönen. Die Bleichgel-Konzentration wird der Ausgangszahnfarbe entsprechend ausgewählt, um das gewünscht Ergebnis zu erzielen.

Zur Stärkung des Zahnschmelzes sollte im Anschluss eine Versiegelung mit Fluorid-Lack erfolgen. Es gibt übrigens auch ausgezeichnete, günstige Zahnpasten, die Fluorid enthalten.

Nach der Behandlung dürfen sich die Patienten bis zu zwei Jahre über ein strahlendes Lächeln freuen. Eine spezielle Nachsorge ist nicht erforderlich. Aber es kann natürlich nicht schaden, künftig auf die ein oder andere Zigarette zu verzichten …

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