Brücke oder Implantat?
In den Händen eines erfahrenden Implantologen ist das Setzten von Implantaten heute bei nahezu jeder Ausgangssituation möglich. Umgekehrt kann aber auch mit einer Brücke dank neuester Techniken der Dentallabore (wie zum Beispiel Zirkonoxid) fast immer ein ästhetisch sehr gutes Ergebnis erreicht werden. Beim Schluss unschöner Zahnlücken hat man heute also die "Qual der Wahl": Brücke oder Implantat?Bei der Entscheidung ist zu bedenken, ob die die Lücke begrenzenden Zähne bereits überkront sind, große Füllungen aufweisen oder noch füllungs- und kariesfrei sind. Gesunde Zähne sollten möglichst geschont und nicht als Brückenpfeiler beschliffen werden. Deshalb sollte in diesem Fall eher in Richtung Implantat entschieden werden.
Ein großer Vorteil von Implantaten ist, dass die natürliche langsame Rückbildung des Kieferknochens im Bereich fehlender Zähne verhindert wird. Außerdem kann festsitzender Zahnersatz mit Implantaten auch dann realisiert werden, wenn nur noch wenige oder gar keinen eigenen Zähne mehr vorhanden sind.
Besteht eine Zahnlücke jedoch schon über lange Zeit, kann der Kieferknochen sich zurückgebildet haben und zu dünn für das Einbringen eines Implantates sein. In diesen Fällen ist eine Implantation meist nur unter deutlich größerem Aufwand möglich, da zuvor ein Aufbau des Kiefers mit körpereigenem Knochen, zum Beispiel durch eine Entnahme aus dem Becken, durchgeführt werden muss.
Brücken haben sich seit vielen Jahrzehnten als langlebiger Ersatz einzelner Zähne bestens bewährt. Haben die Nachbarzähne bereits große Füllungen oder Kronen, ist eine Brücke sicherlich eine gute Lösung, da die schadhaften Zähne direkt mitversorgt werden. Im Bereich der Schneidezähne kann eine Brücke in einigen Fällen sogar ein besseres ästhetisches Ergebnis erzielen als ein einzelnes Implantat.
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