Diabetiker mit gesundem Zahnfleisch leben länger

Dr. Fürstenau, MSc

von
verfasst am 18.01.2012

Diabetiker sollen regelmäßig zum Zahnarzt, denn Diabetes begünstigt eine Parodontitis. Diese Krankheit des Zahnhalteapparates erschwert die glykämische Kontrolle. Diabetologen und Parodontologen betonen diese Zusammenhänge ausdrücklich. (Der Internist 2011; 52: 466).

Studien sprechen eine deutliche Sprache

In Studien ist belegt worden, dass Typ-1- und Typ-2-Diabetes die Entzündung des Zahnfleisches fördert. Der Knochenabbau bei Diabetikern ist größer, sie verlieren öfter Zähne. Diabetiker mit Parodontitis haben eine schlechtere glykämische Einstellung als parodontal gesunde Diabetiker.

Erhöhte Sterblichkeit

Für Diabetiker besonders relevant ist die erhöhte Sterberate. Bei fortgeschrittener Parodontitis ist das Risiko für kardiovaskulären Tod zwei- bis dreifach und für Tod durch Nierenerkrankung achteinhalbfach höher als bei Diabetikern mit keiner oder leichter Parodontitis.

Bereits eine nicht-chirurgische Parodontitis-Therapie besserte die Stoffwechselkontrolle in mehreren Studien bei Typ-2-Diabetes. Der HbA1C-Wert sank um 0,4 bis 0,8 Prozentpunkte.

Fazit: Lassen Sie sich besser frühzeitig beraten und untersuchen

Die ausgewiesenen Experten hierfür sind Fachzahnärzte für Parodontologie sowie Fachärzte für Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie.

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