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Implantatprothetik: Der moderne Weg zu natürlich aussehenden Zähnen

Dr. Ludwig

von
verfasst am 26.07.2012

© Yuri Arcurs - Fotolia.com
Der Anspruch an ästhetisch schöne Zähne wächst in jeder Altersgruppe ständig. Für viele Menschen ist ein gesundes und natürliches Lächeln die Grundvoraussetzung für ein selbstbewusstes Auftreten und ein gutes Selbstwertgefühl. Deshalb gewinnt die Implantatprothetik immer mehr an Bedeutung. Darum hier ein allgemeinverständliche Aufklärung für interessierte Zahnpatienten:

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff "Implantaprothetik"?

Implantatprothetik bedeutet nichts anderes als verankerter Zahnersatz auf künstlichen Zahnwurzeln, sprich Implantaten. Vor allem bei den Seitenzähnen eröffnen sich hier ganz neue Perspektiven. Durch Zahnersatz auf Implantaten können wir den Patienten auch hier wieder mit festsitzenden Zähnen versorgen. Mit konventionellen Kronen oder Brücken ist das aufgrund von Stabilitätsproblemen nicht möglich, wenn beispielsweise die letzten Zähne fehlen. Das heißt, früher konnte man bei diesen Patienten nur herausnehmbare Prothesen anfertigen.

Was ist der Unterschied zwischen der "konventionellen" Prothetik und der Implantatprothetik?

Bei der konventionellen Prothetik werden die eigenen Zähne als Befestigung für den Zahnersatz, also von Brücken, Kronen oder Prothesen verwendet. Oftmals müssen bei dieser Variante auch gesunde, natürliche Zähne angeschliffen werden, um als Verankerung zu dienen. Wir sprechen hier richtiger Weise eigentlich von "Kronenersatz" und nicht von Zahnersatz. Denn ein Zahn besteht ja aus Krone und Wurzel. Bei der Implantatprothetik werden Krone und Wurzel, also ein vollwertiger Zahn, ersetzt. Demnach wäre nur die Implantatprothetik als "richtiger" Zahnersatz anzusehen.

Kann man die Implantatprothetik bei jedem Patienten anwenden?

Prinzipiell kann man diese Technik bei allen erwachsenen Patienten anwenden. Bei jüngeren Patienten sind wir am häufigsten nach Zahnverlust durch einen Unfall oder aufgrund tiefgehender Karies zur Herstellung lückenlosen Zahnreihe auf implantatgetragenen Zahnersatz angewiesen. Bei älteren Patienten ersetzten wir häufig Zähne, die aufgrund einer Parodontitis, also einer Erkrankung des Zahnhalteapparates, verloren gegangen sind. Wichtige Voraussetzung ist ein ausreichendes Knochenangebot. Sollte dies nicht vorhanden sein, muss zunächst Knochen aufgebaut werden.

Wie zufrieden sind die Patienten mit Implantat getragenem Zahnersatz?

Unseren Erfahrungen nach sind die Erwartungen der Patienten in den meisten Fällen sogar übertroffen worden. Denn es ist das Ziel, Implantate und darauf sitzende Kronen so zu positionieren, dass sie von den natürlichen Zähnen kaum mehr zu unterscheiden sind. So entsteht ästhetisch anspruchsvoller Zahnersatz.
Wichtig ist vor allen Dingen die Hygienefähigkeit des Zahnersatzes. Er muss gut zu reinigen sein. Viele Patienten glauben, dass Implantate immer gleichbedeutend seien mit nicht herausnehmbaren Zahnersatz. Dies ist aber nicht richtig. Man kann auch auf Implantaten herausnehmbaren Zahnersatz konstruieren, der sehr natürlich aussieht. Diese Methode hält aber deutlich besser als eine Prothese, die nur auf der Schleimhaut getragen wird, und die von der Saugfähigkeit der Schleimhaut abhängig ist. Hier entsteht oft ein Missverständnis: Der Patient möchte keine festsitzende Prothese, sondern eine "etwas fester" sitzende Prothese, die man dennoch herausnehmen und putzen kann. Vor allen Dingen bei älteren Patienten, bei denen die Fingerfertigkeit abnimmt, ist es besser, herausnehmbaren Zahnersatz zu konstruieren

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