Implantate brauchen ein stabiles Lager
Deshalb können sie sinnvoll nur in einen ausreichend breiten und gesunden Kieferknochen eingesetzt werden. Reicht das vorhanden Knochenangebot nicht aus, so kann ein Spezialist auf verschiedene Arten das Lager verbessern:Gelegentlich kann während einer Implantation eine geringe Fehlstelle im Kieferknochen "aufgebaut" werden. Dazu werden möglicherweise Knochenspäne vom Bohrvorgang aufgefangen und eingesetzt. Auch Knochenaufbaumaterial vom Rind (BSE-frei) oder vollsynthetisches Material können hier helfen.
Häufiger ist jedoch der Zahnverlust schon lange zurückliegend, so dass die Atrophie (Schwund) des Knochens erheblich ist. Hier hat sich die Verpflanzung von eigenem Knochen bewährt. Diese Methode ist bewährt und bietet hohe Erfolgschancen (>98 %), insbesondere, wenn in die Höhe und die Breite gleichzeitig gebaut werden muss. Meist kann die Implantation dann erst später stattfinden.
Im Bereich von Oberkiefer-Backenzähnen ist häufig ein so genannter Sinuslift erforderlich. Da man hier den Knochen häufig nicht mundwärts aufbauen kann, wird die Kieferhöhle in einem sehr sanften Eingriff ein wenig verkleinert. Dann kann später ein Implantat stabil eingesetzt werden.
Alle diese Methoden sind langjährig erprobt und werden weltweit angewandt.
Die gelegentlich gesehene Einpflanzung von menschlichem Spenderknochen (fremder Knochen) fristet derzeit nur als Randerscheinung ihr Dasein. Hier fehlen bislang die breite wissenschaftliche Anerkennung der Methode und der Nachweis der (Langzeit-)Erfolge. Universitätskliniken schweigen sich dazu noch aus.
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Kommentare zum Artikel (1)
03.08.2010 - 19:19 Uhr
Zahn-Implantologie -Neue Zahnwurzeln aus...
von Dr. Peter Prechtel
... Expertenhand Bei Zahnverlusten gibt es heute verschiedenste Möglichkeiten, die entstandene Zahnlücke zu schließen. Implantate sind jedoch ohne Frage die beste und sicherste Lösung. Sie werden als Ersatz für die fehlende Zahnwurzel in den Kieferknochen gesetzt. Nach der Heilung kann der Zahnarzt darauf einzelne weisse Vollkeramikkronen, Brücken oder sogar eine ganze Zahnreihe befestigen. Die implantatgetragenen Zahnnach¬bildungen sitzen genauso fest wie die natürlichen. Nichts stört und es müssen auch keine gesunden Zähne zur Befestigung des Zahnersatzes abgeschliffen werden. Die dentale Implantologie ist bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil des Leistungsspektrums der Oralchirurgen und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Zahnimplantate werden immer beliebter. Und aktuell werden bereits mehr als 50 % aller Dentalimplantate von Facharzt für Oral-/ MKG-Chirurgen gesetzt. Beim Oralchirurgen kommt dem Patienten die ?zahnärztliche Sichtweise sowie die Kombination von zahnmedizinischer und chirurgischer Kompetenz zugute.
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