als RSS-FeedGesundheitstipp der Woche 39 / 2009Ein strahlendes Lächeln mit gesunden Zähnen
von Dr. Iris HinneburgGesunde, kräftige Zähne - können Sie davon auch nur träumen? Dann sind Sie in guter Gesellschaft: Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge haben weniger als 1 Prozent der Erwachsenen ein kariesfreies Gebiss. Wie kommt es dazu?
Karies (Zahnfäule) entsteht aus dem Zusammenspiel von mehreren Faktoren: Plaque, Zucker und Zeit. Eine Plaque (Zahnbelag) bildet sich nach den Mahlzeiten schnell auf den Zähnen. In diesem Belag sind Bakterien enthalten, die bei Zufuhr von Zucker oder Stärke Säuren produzieren. Mit deren Hilfe können Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz herausgelöst werden. Geschieht das über einen längeren Zeitraum, entstehen die typischen Veränderungen an der Zahnoberfläche - Karies.
Dieser Prozess lässt sich nur durch regelmäßige und gründliche Zahnreinigung aufhalten. Das wichtigste Hilfsmittel dabei ist die richtige Zahnbürste. Sie sollte nicht zu hart sein, damit bei Zähneputzen das Zahnfleisch nicht verletzt wird. Hand auf's Herz - wann haben Sie Ihre Zahnbürste zuletzt gewechselt? Alle zwei Monate sollten Sie sich eine neue Zahnbürste leisten - bei längerer Verwendung lässt durch verbogene Borsten die Putzwirkung nach und außerdem können sich Bakterien einnisten. Kinder sollten am besten spezielle Kinderzahnbürsten verwenden, da Zahnbürsten für Erwachsene zu groß sind. Dadurch steigt das Risiko für Verletzungen, und die Kinder können schlechter putzen.
Wichtig ist auch die richtige Putztechnik:
- Immer von rot (Zahnfleisch) nach weiß (Zahn) putzen. So werden die Zahnbeläge am besten entfernt
- Nicht zu stark aufdrücken. Ein zu starker Druck kann zu einem Rückgang des Zahnfleischs führen. Der richtige Druck beträgt etwa 150-200 g - testen Sie doch einmal mit einer Briefwaage, wie wenig das ist!
- Systematisch putzen. Hilfreich ist hierbei die KAI-Regel: Zuerst die Kauflächen, dann die Außenseiten, zum Schluss die Innenseiten. So ist gewährleistet, das kein Zahn vergessen wird.
- Regelmäßig und ausdauernd putzen: Mindestens 2-3 Minuten 2-3mal täglich nach den Mahlzeiten. Ausnahme: Wenn Sie saure Speisen oder Getränke zu sich genommen haben, sollten Sie mit dem Zähneputzen etwa 30 Minuten warten - ansonsten wird der Zahnschmelz beim Putzen zu stark abgerieben
Mit der Zahnbürste können Sie vor allem die Flächen der Zähne erreichen. Schwieriger wird es mit den Zahnzwischenräumen, die sich per Zahnbürste nur schlecht reinigen lassen. Hier sollten Sie auf spezielle Hilfsmittel zurückgreifen: Mit Zahnseide bzw. sogenannten Interdentalbürstchen können Sie auch die schwierig zu erreichenden Stellen gründlich säubern. Gerne zeigen Ihnen Ihr Zahnarzt oder eine speziell ausgebildete Prophylaxehelferin in der Praxis, worauf Sie dabei besonders achten sollten.
Bei der Wahl der Zahncreme ist vor allem der richtige Fluoridgehalt wichtig. Für Kinder über 6 Jahre und Erwachsene wird ein Fluoridgehalt von 1000-1500 ppm empfohlen, bei Kindern unter 6 Jahren sollte die Zahnpasta maximal 500 ppm Fluorid enthalten. Zusätzlich sollten Sie fluoridiertes Speisesalz verwenden und einmal wöchentlich die Zähne mit einem Fluoridgel für die entsprechende Altersgruppe putzen.
Schließlich sollten Sie mindestens einmal jährlich zur zahnärztlichen Kontrolle gehen - Ihre Zähne werden es Ihnen danken.


