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Leinsamen-Tee

Wissenswertes

Wirkungen

Leinsamen hat eine abführende Wirkung infolge Volumenzunahme und die dadurch verbundene Auslösung der Darmperistaltik durch den Dehnungsreflex. Er wirkt schleimhautschützend durch abdeckende Wirkung.

Anwendungsgebiete

Leinsamen hat sich innerlich bewährt bei Stuhlverstopfung, durch Abführmittelmissbrauch geschädigtem Dickdarm, Reizdarm, Entzündung von Darmdivertikeln und in Form von Schleimzubereitungen bei Entzündung der Magenschleimhaut und des Darmes, darüber hinaus äußerlich in Form eines Breiumschlages bei lokalen Entzündungen.

Leinsamen-Tee wird traditionell bei Heiserkeit verwendet.

Der goldgelbe Leinsamen wirkt und schmeckt besser als der braune.

 

Zubereitung und Anwendung

Sie brauchen:

  • 1-2 gehäufte Teelöffel unzerkleinerte Leinsamen
  • ¼ Liter kaltes Wasser

Übergießen Sie den Leinsamen mit dem Wasser. Lassen Sie das Ganze 20 Minuten unter gelegentlichem Umrühren ziehen und seihen Sie den Satz ab. Trinken Sie den Tee leicht erwärmt.

Wichtige Hinweise zur Anwendung von Leinsamen:

Auch Hausmittel können Nebenwirkungen haben und sind nicht generell für jeden geeignet. So dürfen Sie Leinsamen nicht einnehmen bei drohendem oder bestehendem Darmverschluss (Ileus), bei Verengungen der Speiseröhre und im Magen-Darm-Bereich, bei akut entzündlichen Darmerkrankungen und Erkrankungen der Speiseröhre und des Mageneingangs. Da Angaben zur Dosierung bei Kindern unter 6 Jahren nicht vorliegen, sollten Kinder unter 6 Jahren Leinsamen bei Verstopfung nicht einnehmen. Zur Anwendung von Leinsamen bei Entzündungen des Magen-Darm-Trakts bei Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Er soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren bei diesen Erkrankungen nicht angewendet werden.

 

Wenn Leinsamen ohne genügend Flüssigkeit eingenommen wird, kann er vorzeitig quellen und dadurch Rachenraum oder Speiseröhre verstopfen und so zum Ersticken führen. Das Präparat darf nicht bei Schluckbeschwerden eingenommen werden. Treten nach der Einnahme Brustschmerzen, Erbrechen oder Beschwerden beim Schlucken oder Atmen auf, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Für die innerliche Anwendung: Bei anhaltender Verstopfung und Stuhlunregelmäßigkeiten sowie bei anhaltenden unklaren oder neu auftretenden Beschwerden im Magen-Darm-Bereich ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Für die äußerliche Anwendung: Bei starker Rötung der Wundränder, nässenden Wunden oder Eiterungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wie bei allen schleimstoffhaltigen Arznei- und Nahrungsmitteln ist durch die Einnahme von Leinsamen-Zubereitungen eine behinderte Aufnahme von anderen Arzneistoffen (z.B. Eisen-, Lithium-Präparate) aus dem Magen-Darm-Kanal möglich. Es sollte daher ein Abstand von einer halben bis einer Stunde vor und nach der Einnahme von Arzneimitteln eingehalten werden.

Quellmittel und Arzneimittel gegen Durchfall, die die natürliche Darmbewegung hemmen (z.B. Opiumtinktur, Loperamidhydrochlorid, Diphenoxylat, Diphenoxin) dürfen nicht gleichzeitig verabreicht werden, da ein Darmverschluss auftreten kann. Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Sprechen Sie deshalb vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Hinweis für Diabetiker

Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann durch die Einnahme von Leinsamen eine Reduzierung der Insulinmengen erforderlich werden.


Literaturquellen

Letzte Aktualisierung: 15.06.2005

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