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Mönchspfeffer

Mönchspfeffer


 

Mönchspfeffer heißt botanisch Vitex agnus-castus L.

Er wird vom Volksmund auch bezeichnet als: Abrahamstrauch, Keuschbaum oder Keuschlamm.


 


Mönchspfeffer wächst in vielen Ländern der Erde

Er ist im gesamten Mittelmeergebiet bis nach Nordindien verbreitet, ist ein sommergrüner bis 6 m hoher Strauch oder Baum und weist folgende botanischen Merkmale auf:

  • graufilzige, 4kantige, scharf riechende Triebe
  • handförmig geteilte Fiederblätter
  • lanzettliche, ganzrandige Blättchen
  • Blütezeit: September/Oktober
  • dichte Ähren
  • hellviolette, duftende Blüten
  • kuglige Steinbeeren als Früchte

 

Mönchspfeffer enthält wichtige Inhaltsstoffe

  • Agnusid und Aucubin (Iridoidglykoside)
  • Flavonoide
  • ätherisches Öl
  • fettes Öl
  • Ketosteroide

 

Als Arzneimittel werden die Blätter, die reifen, getrockneten Früchte und daraus hergestellte Extrakte verwendet.

 


Mönchspfeffer bringt Harmonie in Ihre Hormone

Wissen Sie woher der Mönchspfeffer seinen Namen hat? Nun, zum einen von seinem scharfen Geschmack und zum anderen durch seine Verwendung als Zugabe zum Bettstroh in Klöstern, um Mönche und Nonnen von unkeuschen Gedanken abzuhalten. Denn die Früchte des Mönchpfeffers sollen anaphrodisierend, also triebabschwächend wirken. Sie werden daher auch als Keusch-Lamm-Früchte bezeichnet. So streut man jungen Novizinnen in Italien noch heute die Blüten des Mönchspfeffers auf den Weg. Tatsache ist jedoch, dass eine libidohemmende Wirkung bis heute von der Medizin nicht nachgewiesen werden konnte.

Mönchspfeffer kann allerdings Störungen im Hormonhaushalt ausgleichen. Seine Extrakte senken beispielsweise den Spiegel des Hormons Prolaktin. Weiterhin bessern sie depressive Stimmungen, indem sie auf bestimmte Nervenzellen im Gehirn wirken. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der typischen PMS-Beschwerden.

Trotz aller Forschungen und Fortschritte in der Medizin haben die Wissenschaftler jedoch bis heute keinen einzelnen Inhaltsstoff gefunden, auf dem diese Wirkungen beruhen. Man nimmt daher an, dass, wie bei so vielen anderen Heilpflanzen auch, die Gesamtzusammensetzung des Extrakts für die Wirkung verantwortlich ist.


So setzen Sie Mönchspfeffer ein

Mönchspfeffer ist als Tee ungebräuchlich und nur sehr bedingt geeignet. Besser ist es, auf entsprechende Fertigpräparate zurückzugreifen. Diese gibt es rezeptfrei in Form von Kapseln und Tropfen. Wie bei vielen Naturheilmitteln tritt die Wirkung des Mönchspfeffers jedoch nicht sofort ein, sondern braucht seine Zeit. Nehmen Sie entsprechende Präparate daher mindestens 3 Monate lang ein, auch während der Menstruation. Bei den Fertigpräparaten richtet sich die Einnahmemenge nach der jeweils enthaltenen Extraktmenge. Diese ist von Präparat zu Präparat unterschiedlich.



Literaturquellen



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