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Bandwürmer

Bandwürmer

Bandwurmerkrankungen können durch verschiedene Arten von Bandwürmern hervorgerufen werden. In Mitteleuropa ist hauptsächlich der Hunde- oder Fuchsbandwurm von Bedeutung, der beim Menschen die so genannte Echinokokkose hervorrufen kann.

Eine Echinokokkose beruht auf der Infektion mit den Larven eines Hunde- oder Fuchsbandwurms. Man unterscheidet zwei Arten von Hunde- bzw. Fuchsbandwürmern und somit auch zwei verschiedene Echinokkokosen: Der Bandwurm Echinococcus granulosus führt zur zystischen Echinokkokose und der Echinococcus multilocularis hat die alveoläre Echinokokkose zur Folge.

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Diagnostik

Mit den bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Röntgen, Computer- und Kernspintomografie werden die Zysten nicht nur lokalisiert, sondern auch vermessen.

Den Erreger kann man direkt in einem Zystenpunktat nachweisen. Allerdings ist die Punktion einer Zyste aus diagnostischen Gründen problematisch, weil anschließend Zystenflüssigkeit durch die Punktionsstelle in die Umgebung sickern und die Infektion weiter verbreiten kann. Außerdem besteht immer das Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Deswegen wird meist auf einen Direktnachweis verzichtet oder die Larven bzw. Finnen werden nach der Zystenpunktion durch Einspritzen von Äthanol in die Zyste abgetötet. Manchmal werden Patienten vor einer diagnostischen Punktion einen Monat lang mit einem Bandwurmmittel vorbehandelt, um die Erreger in den Zysten abzutöten.

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Symptome und Beschwerden

  • Je nach Ort des Befalls Druckgefühl im Oberbauch, Gallenkoliken oder Schmerzen im Brustraum
  • Appetitlosigkeit
  • Eventuell Gelbfärbung der Haut und Augen

Da Echinokokkenzysten in der Regel sehr langsam wachsen, treten meist erst 5 bis 20 Jahre nach der Infektion Beschwerden auf. Deshalb werden viele Fälle von Echinokokkose zufällig diagnostiziert, beispielsweise im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung, die aus ganz anderen Gründen durchgeführt wurde.

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Therapie

Die Larven des Echinococcus granulosus

Konventionelle Medizin

Die Therapie richtet sich nach Größe, Anzahl und Lokalisation der Zysten, nach den klinischen Beschwerden und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.

Vor allem bei der alveolären Echinokokkose, wo eine Operation schwierig ist, sowie bei wenigen und relativ kleinen Zysten in Leber und Lunge erfolgt die Behandlung medikamentös mit einem Bandwurmmittel. Die Behandlung muss in mehreren Zyklen durchgeführt und engmaschig kontrolliert werden. Verändern die Zysten unter der medikamentösen Therapie weder ihre Größe noch ihre Konsistenz, dann ist eine Operation unumgänglich.

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Ursachen

Beim Hunde- oder Fuchsbandwurm ist der Mensch nur zufälliger Zwischenwirt. Er infiziert sich über die Aufnahme von Wurmeiern durch den Mund, z.

Links

Informationen des Robert Koch-Instituts über Hunde- und Fuchsbandwurm-Infektionen (Echinokokkose)
Informationen des Robert Koch-Instituts über Rinderbandwurm-Infektionen beim Menschen


© 2011, wissenmedia GmbH, Gütersloh / München

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