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Grauer Star

Grauer Star

Die Linse ist der wichtigste Bestandteil des lichtbrechenden Apparats im Auge. Sie ist durchsichtig und äußerst elastisch. Genauso wie die Linse einer Kamera bündelt sie das durch die Pupille ins Auge einfallende Licht und erzeugt auf der lichtempfindlichen Netzhaut ein Bild. Beim jungen Menschen besteht die Linse aus einer gelförmigen Masse, die von einer Kapsel umgeben ist, die einem Zellophanhäutchen ähnelt. Mit zunehmendem Alter wird das gelartige Linsenmaterial fester und trübt sich ein - ein grauer Star (Katarakt) entsteht. Der graue Star entsteht normalerweise in beiden Augen, in vielen Fällen ist jedoch ein Auge stärker betroffen als das andere.


Diagnostik

Die Linsentrübung ist schon mit bloßem Auge zu sehen. Der Augenarzt untersucht die Augen auf mögliche andere Erkrankungen und beurteilt das verbliebene Sehvermögen sowie Möglichkeiten zur Verbesserung der Sehfähigkeit.


Symptome und Beschwerden

  • Fortschreitende Abnahme der Sehfähigkeit
  • Abnahme der Sehschärfe
  • Unklare Farben
  • Blendungsgefühl und Lichtscheu
  • Äußerlich erkennbare Linsentrübung

Die allmähliche Eintrübung der Linse ist mit zunehmendem Blendungsgefühl und einem fortschreitendem Verlust der Sehschärfe verbunden, der durch die Aufnahme von Flüssigkeit in die Linse entsteht. Auch das Farbsehen wird zunehmend beeinträchtigt. Der Patient hat das Gefühl, ständig durch einen Grauschleier zu sehen. Beim so genannten reifen Star werden nur noch Helligkeitsunterschiede wahrgenommen. Gelegentlich bessert sich die Sehfähigkeit kurzfristig wieder durch eine Schrumpfung der Linse (Cataracta hypermatura). In der Dämmerung sehen die Patienten oft besser. Die Pupille ist dann weit gestellt, daher können sie an kleineren Trübungen "vorbeisehen".


Therapie

Darstellung der Sehstörung

Konventionelle Medizin

Eine medikamentöse Behandlung des grauen Stars ist nicht möglich. Daher wird er in der Regel operiert.

Bei Neugeborenen
Ein angeborener, beidseitiger grauer Star wird spätestens nach der vierten Lebenswoche operiert, um Entwicklungsstörungen vorzubeugen. Das visuelle System von Neugeborenen ist noch nicht ausgereift; erst in den ersten Lebensjahren wird dieser Reifungsprozess abgeschlossen, sofern die Kinder gut sehen. Ist die optische Wahrnehmung in dieser Zeit beeinträchtigt, bleiben sowohl die Sehrinde des Gehirns als auch die Sehschärfe der Netzhaut unterentwickelt. Auch eine Behebung der zugrunde liegenden Sehstörung kann dies dann nicht mehr rückgängig machen.

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Ursachen

Es gibt verschiedene Ursachen für die Entwicklung eines grauen Stars. Grob unterteilt man sie in erworbene und angeborene Formen.

Der erworbene graue Star
Er kann sich z.

Augenverletzungen führen verhältnismäßig oft zu einer Linsentrübung. So kann es nach schweren Prellungen des Auges zu einer rosettenförmigen Trübung der Linse kommen, die sich nicht mehr zurückbildet. Bei Stichverletzungen der Linse führt eindringendes Kammerwasser dazu, dass die Linse aufquillt. Während kleine Einstiche oft unproblematisch abheilen, trübt die Linse bei größeren Verletzungen bisweilen schon nach wenigen Stunden völlig ein.

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Links

www.augen.de - Informations- und Kommunikationsservice für Augenärzte und Patienten
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands
Deutsche Ophtalmologische Gesellschaft
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband


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