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Hauttumoren

Hauttumoren

Hauttumoren

Bösartige Hauttumoren können von allen Strukturen der Haut und ihrer Anhangsgebilde ausgehen. Grundsätzlich unterscheidet man die Basalzellkarzinome (Basaliome), die Plattenepithelkarzinome (Spinaliome) und die von Pigmentzellen ausgehenden malignen Melanome (schwarzer Hautkrebs). Die bösartigen Hauttumoren zählen zu den häufigsten Krebsformen und können alle Altersgruppen betreffen.


Basaliom

Das Basalzellkarzinom ist bei hellhäutigen Menschen der häufigste bösartige Tumor der Haut. Er entsteht aus entarteten Zellen der Keimschicht (Basalzellen) der Oberhaut und kann sich örtlich rasch ausbreiten. Tochtergeschwülste (Metastasen) kommen aber so gut wie nie vor.

Der Tumor bildet sich vor allem bei älteren Menschen in der oberen Gesichtshälfte und ist die Folge jahrzehntelanger Sonneneinstrahlung.

Man unterscheidet sechs verschiedene Formen von Basaliomen:

Das knotige Basaliom ist durch unterschiedlich große, halbkugelige, glasig-glänzende Knoten mit perlschnurartig aufgeworfenem Randsaum gekennzeichnet.

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Diagnostik

Basalzellkarzionm (Basaliom), Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) und malignes Melanom können von einem erfahrenen Arzt meist schon aufgrund ihres typischen Erscheinungsbilds diagnostiziert werden. Ist man nicht sicher, ob es sich um einen Hautkrebs handelt oder nicht, entfernt man zunächst nur einen Teil des verdächtigen Gewebes und untersucht es feingeweblich.

Eine grobe Einschätzung der Tumordicke kann mit speziellen Hautultraschallgeräten vorgenommen werden.

Liegt ein malignes Melanom vor, wird intensiv (u.

Malignes Melanom

Das maligne Melanom ist der gefährlichste Hauttumor. Seine Verbreitung nimmt weltweit Besorgnis erregend zu. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 13.700 Menschen daran, darunter etwa 7.700 Frauen und etwa 6.000 Männer. Das maligne Melanom verursacht in der Bundesrepublik etwa ein Prozent aller Krebstodesfälle.

Der rasch metastasierende Tumor geht aus den Pigment bildenden Zellen der Oberhaut (Melanozyten) hervor. Am häufigsten ist das so genannte oberflächlich spreitende Melanom mit unregelmäßig pigmentierten und unscharf begrenzten Herden. Anfangs wachsen die Tumorzellen meist horizontal, infiltrieren also kein anderes Gewebe, und breiten sich nicht über Blut- und Lymphbahnen aus. Nach zwei bis vier Jahren wachsen sie jedoch vertikal und damit invasiv. Dadurch entsteht die Gefahr der Bildung von Tochtergeschwülsten. Auch äußerlich sehr kleine Tumore können schon längere Zeit bestanden und bereits gestreut haben.

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Spinaliom

Bösartiger, weil es meist rasch wächst und sich in die Tiefe ausbreitet, ist das Spinaliom, auch Plattenepithelkarzinom oder Stachelzellkrebs genannt. Es entsteht häufig aus einer Krebsvorstufe (Präkanzerose). Wichtigste Ursache für die Entstehung einer solchen Präkanzerose ist, wie auch beim Basaliom, jahrzehntelange intensive Sonneneinstrahlung.

Manche dieser Tumoren wachsen innerhalb weniger Monate zu großen Knoten heran, während andere sich über Jahre hinweg entwickeln.

Spinaliome ähneln im Frühstadium einem Ekzem. Später wandeln sie sich zu schuppenden, unscharf begrenzten, verhornenden Tumoren um, die geschwulstartig aufbrechen können. Sie sind oft bretthart, gelegentlich schmerzhaft. Unterlippe, Schläfen und Handrücken sind häufig betroffene Körperregionen.

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Symptome und Beschwerden

Bei Basalzellkarzinomen:

  • Vielgestaltiges Aussehen, oft hautfarbener oder porzellanartiger Knoten
  • Meistens an Stellen, die ständig dem Licht ausgesetzt sind
  • In der Regel schmerzlos
  • Sehr langsames Wachstum

Bei Plattenepithelkarzinomen:

  • Harter, unscharf begrenzter, in manchen Fällen schuppender Tumor
  • Entwickelt sich gelegentlich auf alten Narben oder chronisch entzündeter Haut
  • Meistens an Stellen, die ständig dem Licht ausgesetzt sind
  • Weitgehend schmerzlos

Bei malignem Melanom:

  • Unregelmäßig geformter, meist bräunlich schwarzer Hauttumor
  • Treten zu 80 Prozent an normalerweise bekleideten oder behaarten Körperstellen auf
  • Entsteht in etwa 60 Prozent der Fälle auf zuvor unauffälliger Haut; in den restlichen Fällen geht er aus einem Muttermal hervor
  • Leichte Schmerzen oder Jucken

Therapie

Konventionelle Medizin

Alle Hauttumoren werden nach Möglichkeit chirurgisch entfernt. Bei der Operation wird rund um den Tumor auch eine Sicherheitszone aus gesundem Gewebe entfernt. Wo solche chirurgischen Eingriffe wegen enger Nachbarschaft zu Organen (z.

Sind bei einem malignen Melanom die benachbarten Lymphknoten befallen, so werden auch diese operativ entfernt. Je nach weiterem Verlauf und Ergebnis der Untersuchungen des entnommenen Gewebes schließen sich Chemo- oder Strahlentherapie an.

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Links

www.hautkrebs.de - Website des Vereins zur Bekämpfung des Hautkrebses
Deutsche Hautkrebsstiftung
www.2m2-haut.de - Website der Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung
www.haut.de - Website der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie
www.derma.de - Website der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
Berufsverband der Deutschen Dermatologen
Deutsche Krebshilfe
Österreichische Krebshilfe
Krebsliga Schweiz
Deutsches Krebsforschungszentrum
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums
Deutsche Krebsgesellschaft


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