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Hautveränderungen

Hautveränderungen

Es gibt eine ganze Reihe von gutartigen Hautveränderungen, die mehr oder weniger auffällig sind. Jeder Mensch ist in der ein oder anderen Weise davon betroffen. Meist sind die Veränderungen so typisch, dass die Diagnose leicht gestellt werden kann. In den meisten Fällen bereiten die gutartigen Hautveränderungen keine Beschwerden und können sich auch nicht in bösartiges Gewebe umwandeln, so dass die operative Entfernung, wenn überhaupt, aus kosmetischen Gründen vorgenommen wird.


Blutschwämme

Blutschwämme (Hämangiome) gehen ebenfalls von den Blutgefäßen der Haut aus und entwickeln sich meist während der ersten Lebenstage. Während des ersten Lebensjahrs können sie eine erhebliche Wachstumstendenz zeigen. Die weichen, manchmal knolligen Gefäßwucherungen kommen überwiegend am Kopf und am Rumpf vor und bereiten in der Regel keine Beschwerden. Bei kleineren Verletzungen kann es schnell zu größeren Blutungen kommen, die jedoch nicht lebensbedrohlich sind.

Wie Feuermale verschwinden Blutschwämme meist noch während der Kindheit; in fast allen Fällen zeigt sich eine Verkleinerung und Abblassung. Bestehen Funktionsstörungen, z.B. Sehstörungen bei einem Hämangiom des Augenlids oder Saugstörungen bei einem Hämangiom im Mundbereich, kann eine operative Korrektur nötig werden. In den anderen Fällen kann eine von selbst eintretende Besserung abgewartet werden. Eine Lasertherapie kann erfolgreich sein.


Feuermale

Beim Feuermal (Nävus flammeus) handelt es sich um eine von Geburt an bestehende oder kurz danach auftretende gutartige Fehlbildung feinster Hautgefäße. Die auch als Storchenbiss bezeichneten, scharf begrenzten, hell- bis dunkelroten oder auch blauroten Hautmale können unterschiedlich groß sein und finden sich meist im Nacken, am Hinterkopf oder auf der Stirn. Aus der Nähe betrachtet sind feine Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien) zu erkennen. Durch Druck mit dem Glasspatel blassen sie ab.

Feuermale auf Nacken und Hinterkopf bleiben zeitlebens, die auf der Stirn bilden sich meist von selbst während der ersten Lebensjahre zurück. Ist dies nicht der Fall, können sie mit dem Laser behandelt werden.


Fibrome

Fibrome sind Geschwülste, die aus gefäßreichem Bindegewebe bestehen. Die ab dem 30. Lebensjahr bei fast jedem Menschen vorkommenden gestielten hautfarbenen Tumoren sind besonders häufig im Bereich der Achseln und am Hals zu finden. Die mehrere Millimeter großen Bindegewebsgeschwülste verursachen keinerlei Beschwerden. Die Fibrome können meist ohne Betäubung mit dem Skalpell oder der elektrischen Schlinge entfernt werden, wenn sie kosmetisch stören.


Keloide

Durch die Bildung überschüssigen Narbengewebes kommt es nach Verletzungen gelegentlich zu Keloiden. Die Narbengeschwülste treten besonders häufig und ausgeprägt nach Verbrennungen auf.

Zunächst sind sie flammend rot und jucken. Später können sie abblassen. Oft, vor allem bei großflächigen Keloiden, können sie zu erheblichen Problemen wie der Bewegungseinschränkung von Gelenken oder der Verengung von Körperöffnungen führen.

Die Behandlung von Keloiden ist schwierig, oft langwierig und auch nicht immer erfolgreich. Behandlungen mit Druckverbänden, Salben, die zum Teil auch cortisonhaltig sind, cortisonhaltigen Spritzen sowie Röntgenbestrahlungen führen teilweise zu einer Besserung der Symptomatik oder verhindern ein Fortschreiten.

Besteht eine Funktionseinschränkung, muss diese oft operativ korrigiert werden. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass sich erneut Keloide bilden.


Leberflecken

Als Pigmentmale (Nävus) werden verschiedene Formen einer gutartigen, fleckförmigen Fehlbildung der Haut bezeichnet. Am häufigsten ist das dunkel gefärbte Pigmentmal (Leberfleck). Größe und Farbe der Leberflecken variieren erheblich. Sie können schon bei der Geburt vorhanden sein oder in den ersten Lebenswochen oder -monaten sichtbar werden. Ein pigmentierter Nävus kann sich aber jederzeit bilden.

Leberflecken sollten stets sorgfältig beobachtet werden, denn einige der Pigmentmale wandeln sich zu bösartigen Tumoren (maligne Melanome) um. Besonders große Flecken sollten frühzeigit chirurgisch entfernt und feingeweblich untersucht werden.


Sommersprossen und Altersflecken

Menschen mit rötlich-blonden Haaren und heller Haut neigen oft zur vermehrten, örtlich begrenzten Melaninbildung. Die dadurch entstehenden Sommersprossen (Epheliden) treten während der sonnenreichen Monate v.a. im Gesicht sowie an den Armen und Schultern deutlich hervor und blassen im Winter ab.

Auch Altersflecken sind im Sommer dunkler und auffälliger. Die hell- bis dunkelbraunen Flecken treten hauptsächlich an den Händen, Unterarmen und im Gesicht bei nahezu allen Personen über 60 Jahren auf.

Weder Sommersprossen noch Altersflecken müssen behandelt werden. Wenn sie kosmetisch störend sind, können Sommersprossen durch Abdeckcreme kaschiert, Altersflecken mittels Lasertherapie oder Kältechirurgie entfernt werden.


Symptome und Beschwerden

  • Mit Sekret gefüllte Hohlräume in der Haut
  • Rötliche, eventuell juckende Narbenveränderungen
  • Veränderungen im Hautniveau, erhaben oder gestielt
  • Hauttumoren mit derber bis weicher Konsistenz
  • Hautgefäßwucherungen an Kopf und Rumpf
  • Veränderungen der Hautpigmentierung
  • In der Regel Schmerzlosigkeit

Komplementäre Medizin

Homöopathie

Der Behandlung von Hauterscheinungen steht die Homöopathie zwiespältig gegenüber. Einerseits verfügt sie über Mittel, die auch die Situation der Haut günstig beeinflussen können, andererseits ist sie bemüht, die Krankheiten ursächlich zu heilen. In jedem Fall ist es aus Sicht der Homöopathie günstiger, eine Erkrankung von innen heraus durch das geeignete homöopathische Mittel zu heilen, als von außen durch Salben einzuwirken.

Zur Behandlung von Hautzysten empfiehlt die Homöopathie folgende Mittel:

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Warzen

Es handelt sich bei den seborrhoischen oder auch Alterswarzen um nicht virusbedingte, braune bis schwarze breitbasige Tumoren der Haut, die häufig vorkommen und mit dem Alter zunehmend auftreten. Die Oberfläche der Warzen ist weich und gefeldert, teilweise zerklüftet. Sie bereiten keine Beschwerden und sind harmlos, das heißt, sie werden nicht bösartig. Falls sie kosmetisch stören, können sie operativ mit dem scharfen Löffel ausgekratzt oder mit der elektrischen Schlinge abgetragen werden.


Zysten

Hautzysten sind mit einer Kapsel ausgekleidete Hohlräume in der Haut. Sie können sehr klein sein, aber auch bis zu Faustgröße anwachsen. Ihr Inhalt ist von flüssiger bis teigiger Konsistenz.

Häufig gehen die Zysten von den Haarwurzeln aus. Diese so genannten Grützbeutel (Atherome) kommen im Gesicht und am Rücken, besonders aber auf der Kopfhaut vor. Es bilden sich hautfarbene, schmerzlose Knoten, die mehrere Zentimeter groß werden können. Der Inhalt besteht aus teigigen, zwiebelschalenartig angeordneten Hornlamellen. Das Atherom sollte bei der Operation komplett entfernt werden, da sich sonst eine neue Zyste bilden kann.

Nur stecknadelkopfgroß, weißlich und kugelig sind die so genannten Milien (Hirsekörner). Sie finden sich häufig im Gesicht von Neugeborenen und treten auch bei Erwachsenen hauptsächlich gruppiert im Gesicht auf. Sie können angeritzt und entleert werden, bei den Säuglingen bilden sie sich von selbst zurück.


Links

www.derma.de - Website der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
www.haut.de - Website der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie
www.2m2-haut.de - Website der Präventionskampagne Haut der gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherung
Berufsverband der Deutschen Dermatologen


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