Ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt) ist ein irreversibler Schaden des Herzmuskelgewebes aufgrund einer plötzlich auftretenden Durchblutungsstörung, die zu einem akuten Sauerstoffmangel der Herzmuskelzellen und zu ihrem Absterben führt. Der Herzinfarkt ist in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen.
Die Verdachtsdiagnose Herzinfarkt wird aufgrund der Beschwerden des Patienten und seines Aussehens gestellt. Beim Abhorchen des Herzens mit dem Stethoskop findet sich häufig eine Rhythmusstörung. Das Elektrokardiogramm (EKG) zeigt in der Regel typische Veränderungen, die nicht nur einen Infarkt bestätigen, sondern auch Rückschlüsse auf die Lokalisation, die Ausdehnung und den Beginn des Sauerstoffmangels zulassen.
Zusätzlich werden möglichst früh ein Herzultraschall (Echokardiografie) und eine Röntgenuntersuchung der Herzkranzgefäße (Koronarangiografie) durchgeführt, um das Ausmaß des Infarkts genau einschätzen zu können.
Frauen zeigen oft andere Symptome als Männer. Bei ihnen können zusätzlich folgende Anzeichen auf einen Herzinfarkt hindeuten:
Manchmal geht dem Infarkt eine Phase mit unspezifischen Beschwerden wie Schwäche und Übelkeit voraus. Dann kommt es plötzlich zu heftigsten Schmerzen in der Brust, die als "vernichtend" beschrieben werden und mit Todesangst einhergehen. Der hinter dem Brustbein, seltener im Oberbauch lokalisierte Schmerz strahlt häufig in den linken Arm aus, kann aber auch in beide Arme, in die Nabelregion, den Rücken, den Hals, den Unterkiefer und die Schulterblätter ausstrahlen. Als typische Begleitsymptome treten Schwäche, Übelkeit, Erbrechen, Kaltschweißigkeit und Blässe auf. Bei einem Teil der Patienten kommt es zu einem drastischen Blutdruckanstieg und Herzrasen als Zeichen einer Überstimulation des sympathischen Nervensystems. Bei anderen Patienten entwickelt sich hingegen ein Puls- und Blutdruckabfall als Zeichen der Stimulation des Vagusnervs. Lediglich 50 Prozent der Herzinfarktpatienten litten zuvor an einer instabilen Angina pectoris.
Noch immer ereignen sich die meisten Todesfälle durch Herzinfarkt, bevor die Patienten behandelt werden können oder ein Krankenhaus erreichen. Um die Infarktsterblichkeit zu senken, ist es darum für Patienten, Angehörige und Ärzte besonders wichtig, die Situation schnell richtig einzuschätzen und sofort zu reagieren. Daher sollte jeder, der über heftige, plötzlich auftretende Brustschmerzen klagt, umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Für Frauen und ihre Angehörigen ist es wichtig, dass sie mit den oft weniger typischen Infarktsymptomen von Frauen vertraut sind und Hinweise auf einen Infarkt erkennen können.
Durch den Notarzt vor Ort und später in der Klinik müssen die erforderlichen, oft lebensrettenden Sofortmaßnahmen ohne Verzögerung eingeleitet werden. Dazu können im Extremfall auch Wiederbelebungsmaßnahmen gehören. Bis zum Eintreffen des Arztes sollte der Patient hingelegt oder hingesetzt werden. Wichtig ist, dass er zur Ruhe kommt und gut atmen kann.
Im Krankenhaus wird der Patient für einige Tage auf der Intensivstation behandelt. Er erhält Sauerstoff und Medikamente gegen die Schmerzen und zur Beruhigung. Sein Puls, der Blutdruck, die Atmung und das EKG werden kontinuierlich am Monitor überwacht.
Die Schmerzbekämpfung durch starke Medikamente und die Beruhigung des Patienten mit Angst lösenden Mitteln schützen das Herz durch die Minderung des Stress.
Um die Gefäße schnell weit zu stellen, wird außerdem Nitroglyzerin verabreicht. Durch den höheren Blutfluss in den Kollateralen wird die Randzone des Infarktgebiets besser durchblutet.
Die Gabe von Medikamenten aus der Gruppe der Betablocker senkt die Schlagkraft und Frequenz des Herzens und damit auch den Sauerstoffbedarf, sie stabilisieren außerdem den Herzrhythmus.
Acetylsalicylsäure (ASS) verhindert, dass sich weitere Thromben an der arteriosklerotisch veränderten Wand der Herzkranzgefäße bilden und trägt zur Auflösung des Gerinnsels bei, das den Infarkt verursacht hat.
Auch Heparininjektionen werden gegeben, um eine weitere Größenzunahme des Thrombus zu verhindern.
Lysetherapie
Ziel dieser Therapie ist eine medikamentöse Auflösung des Thrombus, der das Herzkranzgefäß verlegt (Thrombolyse). Dadurch soll die Durchblutung des Herzmuskelgewebes wieder hergestellt werden. Damit eine solche Therapie erfolgreich sein kann, sollte sie so schnell wie möglich eingeleitet werden, am besten innerhalb der ersten drei bis sechs Stunden nach einem Infarkt. In diesem Zeitrahmen werden die besten Ergebnisse erzielt. Die Lysetherapie erfolgt meistens durch eine intravenöse Infusion so genannter Fibrinolytika (Plasminogenaktivator r-tPA oder andere Wirkstoffe).
Der Erfolg der Lysetherapie zeigt sich indirekt durch einen raschen Schmerzrückgang, die Rückbildung der infarkttypischen EKG-Veränderungen, einen raschen Anstieg der Herzenzyme durch verbessertes "Auswaschen" des Infarktgebiets und durch das Auftreten von Herzrhythmusstörungen, die eine erneute Durchblutung des zuvor verschlossenen Gefäßes signalisieren.
Risiken der Lysetherapie
Risiken und Komplikationen der Lysetherapie ergeben sich vor allem durch die erhöhte Blutungsneigung. Besonders gefürchtet sind Hirnblutungen. Substanzen, die für eine Lysetherapie in Frage kommen, können in Einzelfällen auch schwere, lebensbedrohliche allergische Reaktionen hervorrufen.
Wegen der erhöhten Blutungsneigung durch die Lysemedikamente darf die Therapie nicht durchgeführt werden, wenn die Patienten an einem frischen Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür leiden, wenn sie vor weniger als drei Wochen operiert wurden, vor weniger als einem halben Jahr einen Schlaganfall erlitten haben, wenn sie an einer Gerinnungsstörung leiden oder Blutungen der Augennetzhaut aufweisen.
Operative Maßnahmen
Ist keine Lysetherapie möglich, kann versucht werden, das verlegte Gefäß chirurgisch zu öffnen. Dabei wird unter Röntgenkontrolle ein Ballonkatheter durch einen venösen Zugang in das verstopfte Gefäß eingebracht und an der Engstelle aufgeblasen. Das Gefäß weitet sich unter dem Druck, so dass die erneute Durchblutung des Infarktgebiets sichergestellt ist. Ist die Stelle stark arteriosklerotisch verengt, wird im gleichen Arbeitsgang ein Röhrchen (Stent) eingesetzt, um einen erneuten Verschluss des Gefäßes zu verhindern.
Dieses Verfahren ist zwar wirkungsvoll, aber auch sehr aufwändig. Es stellt hohe Anforderungen an die Ärzte und die technische Ausstattung des Krankenhauses und kann nur in Spezialzentren durchgeführt werden.
Medizinische Nachbetreuung
Um der Bildung von neuen Thromben vorzubeugen, erhalten Patienten nach einem Infarkt dauerhaft Medikamente, die der Bildung von Gerinnseln entgegenwirken. Außerdem wird durch die Gabe von Betablockern die Herzarbeit erleichtert und Herzrhythmusstörungen vorgebeugt. Bei hohen Blutfetten werden außerdem blutfettsenkende Medikamente verordnet.
Litten die Patienten vor dem Infarkt bereits unter wiederholten Angina-pectoris-Anfällen, erhalten sie zusätzlich Nitratpräparate, die sie bei Bedarf sofort einsetzen können.
Bei vorbestehender oder durch den Infarkt herbeigeführter Leistungsminderung des Herzens (Herzinsuffizienz) und gleichzeitigem Bluthochdruck werden ausschwemmende Medikamente (Diuretika) und spezielle Blutdrucksenker (ACE-Hemmer) verordnet.
Bestehen nach dem Herzinfarkt ausgeprägte Herzrhythmusstörungen, die sich medikamentös nicht ausreichend beeinflussen lassen, kann ein so genannter Kardioverter in die Brust eingepflanzt werden. Dieses Gerät springt bei gefährlichen Rhythmusstörungen automatisch an und sorgt dafür, dass der Rhythmus wieder vom Sinusknoten ausgeht.
Rehabilitation
Mit der Rehabilitation des Herzinfarktpatienten wird bereits im Krankenhaus begonnen. Atemgymnastik hilft, einer Lungenentzündung vorzubeugen. Den passiven Bewegungsübungen in der Frühphase folgt etwas später die aktive Bewegung mit dosierter Belastung unter Puls-, Blutdruck- und Atmungskontrolle.
Treten keine Komplikationen auf, kann der Patient nach etwa zehn Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Zuvor wird jedoch durch eine gründliche Diagnostik sein verbleibendes Infarktrisiko abgeklärt. Dazu wird eine Röntgenkontrastdarstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiografie) durchgeführt. Finden sich dabei hochgradige Verengungen, werden sie mittels Ballonkatheter aufgeweitet. Auch eine Bypass-Operation kann erwogen werden.
Um besonders bei jüngeren Patienten die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen, folgt dem Krankenhausaufenthalt eine Anschlussheilbehandlung (Kur) in einer auf Herzkrankheiten spezialisierten Rehabilitationsklinik. Dort wird unter fachärztlicher Überwachung und medikamentöser Therapie die Belastbarkeit durch dosierte Bewegung langsam gesteigert. Die Patienten werden auch psychotherapeutisch betreut, um Ängste abzubauen, ihnen ihre Risikofaktoren bewusst zu machen und sie zu einer neuen Lebensweise anzuregen.
Der Verzicht auf Nikotin ist für viele Infarktpatienten besonders schwer. Auch bei diesem Schritt erhalten sie während der Rehabilitation Hilfe. Viele Kliniken bieten z.
Ein weiterer wesentlicher Punkt in der Rehabilitation ist die Ernährungsumstellung. Diätberaterinnen informieren die Patienten intensiv über eine ausgewogene Ernährung und leiten sie zu einer dauerhaften Änderung des Ernährungsverhaltens an.
Komplikationen
Zu den häufigsten Frühkomplikationen nach einem Infarkt zählen Herzrhythmusstörungen. Der erneute Gefäßverschluss (Re-Infarkt) nach erfolgreicher Auflösung eines Blutgerinnsels ist ebenfalls eine nicht seltene Komplikation. Eine besonders hohe Aktivität der Herzkammern (Kammerflattern und Kammerflimmern) ist für die Mehrzahl der Todesfälle (plötzlicher Herztod) nach einem Herzinfarkt verantwortlich. Auch eine besonders hohe Aktivität der Herzvorhöfe (Vorhofflattern und Vorhofflimmern) wirkt sich sehr ungünstig auf den Verlauf der Erkrankung aus und muss energisch bekämpft werden.
Beim Hinterwandinfarkt findet sich gehäuft eine gefährliche Verlangsamung der Herzaktivität (Bradykardie) bei oft gleichzeitigem Blutdruckabfall (Hypotonie). Nach einem großen Infarkt der linken Herzkammer kann sich eine dauerhafte Einschränkung der Herzleistung (Herzinsuffizienz) mit nachfolgender Lungenstauung und Wasserlunge entwickeln (Lungenödem). Eine ausgeprägte Herzschwäche gehört ebenfalls zu den häufigen Todesursachen nach einem Herzinfarkt.
Einige Patienten entwickeln zwei oder drei Tage nach dem Ereignis eine Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis), die sich durch neu auftretende Schmerzen im Brustkorb bemerkbar macht. Kommt es dabei zu einem größeren Erguss, muss der Herzbeutel zur Entlastung punktiert (Perikardpunktion) werden.
Bei einem Hinterwandinfarkt mit Schädigung oder Abriss des Muskelvorsprungs, an dem die linke Herzklappe befestigt ist, kann eine akute Klappenschwäche (Mitralinsuffizienz) auftreten. In diesem Fall entwickelt sich rasch ein Lungenödem, das zum Herzversagen führen kann.
Auch eine Aussackung der Herzwand (Aneurysma) kann die Folge eines Herzinfarkts sein. In diesem Fall steigt das Risiko einer vom Herzen ausgehenden Embolie drastisch an, weil sich in der Aussackung leicht Blutgerinnsel bilden, die mit dem Blut in die weiterführenden Gefäße geschwemmt werden. In diesem Fall ist der Einsatz von gerinnungshemmenden Mitteln unerlässlich. Ein großes Aneurysma muss durch eine Operation versorgt werden.
Selten entwickelt sich einige Wochen nach einem Infarkt das so genannte Postmyokardinfarkt-Syndrom. Dabei handelt es sich um eine fieberhafte Entzündung des Herzbeutels, die heftige Brustschmerzen verursacht und auch auf das Rippenfell übergreifen kann. Diese Erkrankung wird mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Mitteln sowie mit Kortisonpräparaten behandelt.
Komplementäre Medizin
Bei einem Herzinfarkt ist es überlebenswichtig, dass schnell gehandelt wird. Jede Stunde, die nach dem Infarkt ohne eine adäquate schulmedizinische Therapie vergeht, kann die Überlebenschance reduzieren. Darum sollte bei einem Infarktverdacht immer sofort ein Notarzt gerufen und der Patient in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Methoden der komplementären Medizin können geeignet sein, die Therapie nach der akuten Phase zu unterstützen.
Homöopathie
Die hier genannten Mittel sind auch bei der Angina pectoris einzusetzen:
Arnica
(Bergwohlverleih), gebräuchliche Potenzierung: D2 bis D6, beengendes Gefühl in der Herzgegend mit Todesangst. Am Herzen haben die Schmerzen einen stechenden Charakter. Der Puls ist schwach und unregelmäßig. Bewegung und schon die kleinste Berührung verschlechtern die Beschwerden.
Latrodectus mactans
(Schwarze Witwe), gebräuchliche Potenzierung: D10 bis D15, heftige Herzschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm, Hand und Finger. Der Puls ist sehr schwach und der linke Arm kann taub sein.
Spigelia
(Wurmkraut), gebräuchliche Potenzierung: D3 bis D6, passt bei stechenden Herzschmerzen mit starkem Herzklopfen, verbunden mit Angst und großer Erregung. Jede Bewegung führt zu einer Verstärkung der Symptome. Die Anfälle gehen mit heftigen Stichen und Atemnot einher.
Crataegus
(Weißdorn) wird in der so genannten Urtinktur gegeben. Das heißt, das Mittel ist zwar nach homöopathischen Richtlinien hergestellt, aber nicht verdünnt und verschüttelt. Die Wirkung ist der Anwendung in der Pflanzenheilkunde sehr ähnlich. Weißdorn sollte bei jeder Herzerkrankung kontinuierlich genommen werden. Das Mittel verbessert die Durchblutung des Herzens und damit seine Versorgung. Es verbessert Herzrhythmusstörungen und senkt den Blutdruck.
Anthroposophische Medizin
In der anthroposophischen Medizin werden zur begleitenden Nachbehandlung des Herzinfarkts homöopathische Aufbereitungen von pflanzlichen, tierischen und mineralischen Substanzen eingesetzt. Hierzu gehören Bergwohlverleih (Arnica montana), Gold (Aurum metallicum) und ein Organpräparat, das aus Kälberherzen (Cor bovis) gewonnen wird.
Psychotherapie
Ein Herzinfarkt wird meistens von starken Schmerzen und von Angst begleitet. Angst ist auch nach einem Herzinfarkt vorhanden und muss verarbeitet werden. Das Wort "Angst" leitet sich in seiner ursprünglichen Bedeutung von "Enge" her. Angst lässt es den Patienten eng in der Brust werden und erhöht die Gefahr eines erneuten Anfalls. Durch Gespräche, Medikamente und Entspannung muss versucht werden, die Angst zu lösen. Andererseits ist die berechtigte Angst vor einem erneuten Herzinfarkt auch ein Motor, notwendige Veränderungen im Leben anzugehen. Die Chance, solche Schritte einzuleiten, ist in der ersten Zeit nach einem Infarktereignis am größten und sollte genutzt werden.
Auf der seelischen Ebene muss Entspannung als ein wichtiges Element im Leben fest installiert werden. Die Bedeutung der Arbeit muss reflektiert werden. Häufig sind Umstrukturierungen der Arbeitsabläufe und Einstellungsveränderungen erforderlich. Das Abgeben von Verantwortung, Delegieren, das Ablehnen von Überforderung und der Umgang mit Ärger sind wichtige Aspekte in diesem Zusammenhang. Häufig entstehen nach einem Herzinfarkt Depressionen. Die Patienten definieren sich oft über ihre Arbeit und sehen nun ihre Leistungsfähigkeit drastisch reduziert. Auch Sinnfragen müssen von der Therapeutin aufgegriffen werden. Ansonsten sei auf die Ausführungen zur koronaren Herzkrankheit verwiesen.
Ernährung
Für die Ernährung gelten alle bei den Therapieempfehlungen zur Arteriosklerose gemachten Angaben.
Regulierung der Grundfunktionen
Der Hamburger Arzt und Naturheilkundler Oelze bezeichnet die Regulierung von Atmung, Haut- und Schleimhautfunktionen sowie die Schlaf- und Verdauungsregulierung als notwendige Basistherapie.
Atemübungen fördern die Entspannung, halten das Zwerchfell elastisch und fördern durch Massage des Darms und der Leber die Verdauung. Eine einfache Atemübungen besteht darin, sich im Liegen auf die Bauchatmung zu konzentrieren.
Die Haut wird in der Naturheilkunde als bedeutendes Ausscheidungsorgan angesehen. Diese wichtige Funktion kann durch Wasseranwendungen (nach Absprache mit der Ärztin) und Trockenbürsten unterstützt werden.
Der Schlaf sollte regelmäßig und tief sein. Man sollte vor Mitternacht zu Bett gehen, abends keinen Alkohol trinken und nach geistiger Anstrengung einen Spaziergang machen, um den Schlaf zu fördern. Neben der Beherzigung der wichtigen Hinweise zur Ernährung sollte einmal täglich eine Stuhlentleerung stattfinden. Gegebenenfalls muss der Darm durch natürliche Maßnahmen, keinesfalls mit Abführmitteln, unterstützt werden. Zu diesen Maßnahmen zählen ballaststoffreiche Ernährung, Einläufe und Toilettentraining.
In den meisten Fällen liegt einem Herzinfarkt eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße zugrunde. Dabei bilden sich fett- und kalkhaltige Ablagerungen in den Gefäßen. Die borkigen Herde (Plaques) an der arteriosklerotisch veränderten Gefäßwand können zur Bildung eines großen Blutgerinnsels (Thrombus) führen, das die Arterie teilweise oder vollständig verlegt. Die Herzmuskelzellen, die durch dieses Gefäß versorgt werden, sind dann von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten. Wenn dieser Zustand über einige Stunden bestehen bleibt, kommt es zum Absterben der Muskelzellen.