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Kopfschmerzen

Kopfschmerzen

Bei einer Umfrage des Robert Koch-Instituts gaben 70 Prozent der befragten Frauen und 52 Prozent der Männer an, dass sie innerhalb des letzten Jahres Kopfschmerzen gehabt haben. Kopfschmerzen gehören damit zu den häufigsten Beschwerden der Bevölkerung. Sie können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Bereits im Kindesalter können anhaltende oder immer wiederkehrende Kopfschmerzen auftreten. Oft werden sie mit zunehmendem Alter immer häufiger. Bei bis zu 20 Prozent der Bevölkerung treten die Beschwerden in jeder Woche auf, manchmal sogar täglich. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Eine konkrete Schmerzursache wie z.

Diagnostik

Neben der körperlichen Untersuchung und der Erhebung des neurologischen Status ist die gründliche Erfragung der Krankheitsvorgeschichte (Anamnese), eventuell in Kombination mit einem so genannten Schmerzfragebogen wichtiges Diagnoseinstrument.

Um den Schmerz in seiner ganzen Tragweite beurteilen zu können, ist es hilfreich, wenn der Patient ihn dokumentiert. Ein vom Patienten geführter „Kopfschmerzkalender“ sollte nicht nur Angaben zum zeitlichen Auftreten, sondern auch eine möglichst ausführliche subjektive Beschreibung der Schmerzen enthalten. Die Schmerzdokumentation kann u.

Da von den Symptomen her primäre und sekundäre Kopfschmerzformen nicht voneinander unterschieden werden können, muss stets auch untersucht werden, ob organischen Ursachen für die Kopfschmerzen vorliegen. Als Diagnoseverfahren können z.

Das Hinzuziehen von Fachärzten für Augen- und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde kann erforderlich werden.


Symptome und Beschwerden

  • Kopfschmerzen an unterschiedlichen Stellen (Schläfen, Auge, Hinterkopf, einseitig oder symmetrisch)
  • Kopfschmerzen unterschiedlicher Qualität (dumpf, stechend, schneidend, pulsierend, reifenförmig, einengend)
  • Kopfschmerzen teilweise mit Bewusstseinsstörungen und Sehstörungen
  • Kopfschmerzen z.

    Der Kopfschmerz ist unterschiedlich lokalisiert, meist tritt er beidseitig auf, wird wie ein zu eng sitzender Hut beschrieben und als dumpf-drückend empfunden. Der Dauerkopfschmerz verläuft wellenförmig mit unscharfer Abgrenzung der Schmerzepisoden. In der Regel besteht kein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, der Betroffene kann seine Alltagsarbeiten verrichten.

    Ist der Schmerz außerordentlich heftig, tritt er akut auf oder wird er von einer Bewusstseinstrübung, von Erbrechen oder Fieber begleitet, kann er Symptom einer ernsten Erkrankung sein. Solche Schmerzen treten z.

    Therapie

    Lokalisierung von Spannungskopfschmerzen

    Konventionelle Medizin

    Die Behandlung der verschiedenen Formen der Kopfschmerzen hat zum einen das Ziel, die jeweilige Ursache zu beseitigen. Zum anderen müssen die Schmerzen gelindert werden.

    Behandlung der Ursachen
    Sind die Kopfschmerzen Ausdruck einer psychischen Störung, stehen psychotherapeutische Maßnahmen im Vordergrund, beispielsweise das Erlernen von Entspannungstechniken. Manchmal ist auch eine tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie oder eine Verhaltenstherapie erforderlich. Entspannungsverfahren, eventuell mit Krankengymnastik kombiniert, kommen auch bei muskulären Verspannungen des Nacken- und Schulterbereichs zum Einsatz.

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    Ursachen

    Die verschiedenen Kopfschmerzformen werden nach ihren Ursachen in 13 Hauptgruppen unterteilt. Darüber hinaus unterscheidet man die so genannten primären und sekundären Kopfschmerzen. Primär oder idiopathisch treten Kopfschmerzen auf, deren Ursachen nicht genau benannt werden können. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem der Spannungskopfschmerz, die Migräne oder der Clusterkopfschmerz.

    Den sekundären Kopfschmerzformen liegen organische Erkrankungen zugrunde wie Stoffwechsel- und Blutdruckstörungen, Infektionen und Niereninsuffizienz.

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    Links

    Deutsche Schmerzliga
    Deutsche Schmerzhilfe
    Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes
    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie
    Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
    Berufsverband Deutscher Nervenärzte
    Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde
    Deutsche Gesellschaft für Neurologie


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