Myome und Polypen der Gebärmutter
Myome und Polypen sind gutartige Tumoren der Gebärmutter. Myome bilden sich aus den Muskelzellen der Gebärmutter (Myometrium). Polypen sind gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Bleiben diese Neubildungen klein und isoliert, verursachen sie keine Beschwerden. Haben sich jedoch mehrere und größere Myome oder Polypen gebildet, können sie Schmerzen, eine verstärkte Regelblutung oder Zwischenblutungen verursachen.
Komplementäre Medizin
Eigenbluttherapie
Nach dem erfolgreichen chirurgischen Eingriff wird die Fehlsteuerung des Schleimhaut- und Muskelwachstums durch die Anregung der Selbstheilungskräfte verringert. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, die Wirkung der medikamentösen Therapie durch regelmäßige Eigenblutinjektionen mit Zusätzen zu ergänzen. Dadurch werden die Immunzellen aktiviert und die weitere Degeneration im besten Fall verhindert.
Ernährungstherapie
In der naturheilkundlichen Sichtweise versucht der Körper, durch die Bildung von Myomen Giftstoffe abzukapseln und damit ihre schädigende Wirkung zu reduzieren. Die Zufuhr von neuen Giften wie Koffein, Nikotin, Alkohol und Nahrungsmittelzusatzstoffen sollte eingeschränkt werden. Auf Schweinefleisch muss ganz verzichtet werden, da es die Myombildung fördern kann.
Sonstige Maßnahmen
Geeignete Medikamente regulieren über das Selbstheilungspotenzial des Organismus das Zellwachstum. Sie ermöglichen bei langfristiger Einnahme die Rückbildung bestehender Myome. Homöopathische Mittel wie Sepia oder Hamamelis sowie abwechselnd kalte Sitzbäder und Umschläge mit Tonerde verstärken die Durchblutung der Gebärmutter.
In tropischen Ländern wird ein Tee aus den Blättern des Mammutbaums (Sequoia gigantea) empfohlen. Dieser Tee soll ebenfalls die Durchblutung der Gebärmutter fördern und der Bildung neuer Polypen oder Myome vorbeugen.
Neuraltherapie, Akupunktur und Lymphdrainagen sind weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Behandlung von gutartigen Gebärmuttertumoren.
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Myome
Myome sind relativ häufig auftretende gutartige Geschwülste, die in der glatten Muskulatur der Gebärmutterwand entstehen. Die meisten Myome liegen tief in der Muskelwand der Gebärmutter. Nur selten findet man sie unmittelbar unterhalb der Schleimhaut (submukös), im Gebärmutterhals oder im breiten Mutterband (intraligamentär). Es kommen auch Myome vor, die der Gebärmutter außen aufsitzen (subseröse Myome).
Die Ausdehnung eines Myomknotens kann von der Größe einer Bohne bis zu der einer Grapefruit reichen. Oft finden sich mehrere Myome gleichzeitig. Eine Umwandlung der Myome in bösartige Tumoren findet sich nur selten und wenn, dann v.
Myome werden oft zufällig bei einer gynäkologischen Routineuntersuchung entdeckt. Nach dem 35. Lebensjahr kommen sie bei jeder dritten Frau vor. Mit den Wechseljahren bilden sie sich wieder zurück.
Myome: Diagnostik
Je nach Größe des Myoms ertastet die Gynäkologin eine ungleichmäßig vergrößerte Gebärmutter mit Knoten.
Mit der Ultraschalluntersuchung durch die Scheide (Vaginalsonde) lassen sich die Myome darstellen, exakt vermessen und in ihrer Lage bestimmen.
Da eine Frühschwangerschaft oder eine Eileiterschwangerschaft in einer durch Myome veränderten Gebärmutter nur schwer feststellbar ist, wird außerdem bei Blutungsunregelmäßigkeiten immer ein Schwangerschaftstest durchgeführt.
Myome: Symptome und Beschwerden
Viele Patientinnen haben lange Zeit oder auch dauerhaft gar keine Beschwerden durch die Myome. Nur wenn es sich um rasch wachsende oder große Geschwülste handelt oder aber um viele kleinere Geschwülste innerhalb der Gebärmuttermuskulatur kommt es zu einer verstärkten, eventuell auch verlängerten und schmerzhaften Regelblutung oder Zwischenblutungen und Schmierblutungen. Der Grund liegt wahrscheinlich in der verminderten Fähigkeit der Gebärmuttermuskulatur sich zusammenzuziehen.
Die Blutungen können manchmal so stark sein, dass die Patientinnen eine Blutarmut (Anämie) entwickeln, die zu Müdigkeit und einer allgemeinen Einschränkung der Leistungsfähigkeit führt.
Durch die Verdrängungserscheinungen im Becken können Kreuzschmerzen und Blasenbeschwerden entstehen. Auch Verstopfung kommt vor.
Es kommt zu Störungen der Fruchtbarkeit, da ein Myomwachstum häufig von hormonellen Störungen begleitet ist. Bei subserösen Myomen kann als Komplikation eine Stieldrehung entstehen mit akuten starken Bauchschmerzen. Ein Myom kann sich auch zersetzen und infizieren, was ebenfalls zu starken Bauchschmerzen mit Fieber führt.
Myome: Therapie
Konventionelle MedizinDie Gynäkologin kontrolliert in Abständen den Wachstumsverlauf der Myome. Erst bei Beschwerden wird zunächst eine medikamentöse und, wenn diese nicht wirkt, eine operative Behandlung in Erwägung gezogen. Besonders bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch sowie bei Frauen, die häufiger Fehlgeburten in ihrer Vorgeschichte hatten, werden Myome behandelt.
Medikamentöse Therapie
Bei jüngeren Frauen wird eine hormonelle Therapie mit einer gestagenbetonten empfängnisverhütenden Pille versucht. Sie soll das weitere Wachstum des Myoms stoppen. Auch gestagenbetonte Verhütungsspiralen oder ein Hormonimplantat, das von der Gynäkologin unter die Haut transplantiert wird, können Myome zum Schrumpfen veranlassen.
Vor einem operativen Eingriff werden manchmal mit einer Hormongabe (GnRH-Analoga) die Myome zum Schrumpfen gebracht. Da die Frau durch dieses Medikament künstlich in die Wechseljahre versetzt wird, ist eine längerfristige Behandlung problematisch und oft mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden.
Operative Therapie
Hilft die medikamentöse Behandlung nicht oder wächst ein Myom besonders schnell und bereitet starke Beschwerden, wird eine Operation notwendig. Zur Operation wird auch geraten, wenn eine Störung der Fruchtbarkeit besteht und die Frau Kinder haben möchte.
Handelt es sich um einzelne Tumoren oder solche, die günstig liegen, werden sie aus der Gebärmutterwand herausgeschält (Myomenukleation). Ein einzelnes Myom, das in die Gebärmutterhöhle hineinragt, kann über die Scheide entfernt werden. Myome, die sich nach außen in den Bauchraum wölben, kann ein erfahrener Operateur oft mithilfe einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) entfernen. Allerdings ist bei problematischer Lage der Myome eine solche Schlüssellochoperation nicht immer angezeigt. Eine Operation über einen Bauchschnitt kann dann sinnvoller sein.
Die gesamte Gebärmutter zu entfernen (Hysterektomie), um Myome operativ zu beseitigen, wird inzwischen wegen der Folgeerscheinungen, die dieser Eingriff auch für Frauen nach den Wechseljahren haben kann, kritisch gesehen. Wo eine Organerhaltung sinnvoll und möglich ist, wird sie deshalb angestrebt.
Myome: Ursachen
Die genauen Ursachen der Myomentstehung sind unbekannt. Da aber familiäre Häufungen beobachtet wurden, geht man von einer genetischen Komponente aus.
Myome haben sehr viele Hormonbindungsstellen und reagieren daher stark auf den Einfluss des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen. Deshalb beobachtet man auch ein massives Wachstum der Myome in der Schwangerschaft. Die Einnahme der Antibabypille scheint das Wachstum zu verzögern. Dagegen kann die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren die Bildung von Myomen fördern.
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Polypen
Polypen sind gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Sie treten meist einzeln auf und sind vorzugsweise im oberen Bereich des Uterus (Fundus) oder an den Eintrittsstellen der Eileiter lokalisiert. Manchmal sitzen sie auch im Gebärmutterhals und ragen aus dem Muttermund heraus. Die Zellen der Polypen können bösartig werden; dies kommt allerdings nur sehr selten vor. Polypen können in jedem Lebensalter auftreten. Allerdings kommen sie nach den Wechseljahren häufiger vor.
Polypen: Diagnostik
Die gynäkologische Untersuchung ist nur bei einem aus dem Muttermund herausragenden Polypen hilfreich für die Diagnose. Die Ultraschalluntersuchung mit einem in die Scheide eingeführten Schallkopf (vaginale Sonografie) hingegen zeigt auch kleinere, versteckt liegende Polypen, die sich allerdings nur schwer von Myomen in der Oberschicht der Muskulatur abgrenzen lassen.
Finden sich Polypen, wird eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) durchgeführt, um einerseits die Diagnose zu sichern und den Polypen zu entfernen, andererseits um ein Karzinom der Gebärmutterschleimhaut sicher auszuschließen. Alternativ oder zusätzlich wird auch eine Ausschabung (Abrasio) durchgeführt, die den Befund sicher abklären soll und die Entfernung des Polypen ermöglicht.
Polypen: Symptome und Beschwerden
Kleinere Polypen beeinflussen die Regelblutung nicht. Wachsen die Polypen jedoch zu einer bestimmten Größe heran, verursachen sie häufig starke Blutungen. Etwa die Hälfte der Blutungen nach den Wechseljahren beruht auf Polypen im Uterus und im Gebärmutterhals. Bei entzündlichen und geschwürigen Veränderungen der Polypen kommt es zu braun-blutigem Ausfluss. Auch wenn ein Polyp aus dem Gebärmutterhals in die Scheide hineinragt, kommt es zu Ausfluss und Schmerzen, vor allem beim Geschlechtsverkehr.
Anfangs sitzen die Polypen direkt auf der Schleimhaut auf, später bildet sich ein Stiel, durch den der rundliche oder dreieckige Polyp mit der Gebärmutterschleimhaut verbunden bleibt. Dreht sich ein gestielter Polyp um die eigene Achse (Stieldrehung), dann werden die zuführenden Blutgefäße abgeklemmt, so dass es zu akuten Schmerzen und Blutungen kommt.
Polypen: Therapie
Konventionelle MedizinGroße Polypen, die der Frau Beschwerden machen, werden mithilfe einer Gebärmutterspiegelung gezielt oder mit einer Ausschabung entfernt. Eine Ausschabung wird auch deshalb oft durchgeführt, um eventuell verbliebene Polypenreste oder Zweitpolypen entfernen zu können. Außerdem soll damit nochmals überprüft werden, ob sich nicht doch ein bösartiger Tumor in der Gebärmutter befindet.
Falls die feingewebliche Untersuchung (Histologie) des Ausschabungsmaterials keine bösartigen Veränderungen ergibt, ist die Behandlung damit abgeschlossen. Eine Entfernung der Gebärmutter wird nur in Ausnahmefällen in Erwägung gezogen, vor allem dann, wenn die Polypen ständig wiederkehren und starke Beschwerden verursachen.
Polypen: Ursachen
Polypen der Gebärmutter bilden sich aufgrund einer vermehrten Teilungsrate der Schleimhautzellen.
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Links
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