Rippenfellentzündung und Pleuraerguss
Die Rippenfellentzündung (Pleuritis) ist eigentlich eine Entzündung
des Brustfells (Pleura). Dieses besteht aus zwei dünnen Häuten (Lungen-
und Rippenfell), die die Lungen überziehen. Zwischen den Häuten
befindet sich ein mit Gleitflüssigkeit gefüllter Raum: der Pleuraspalt
oder die Pleurahöhle. Füllt sich dieser Spalt im Verlauf der Entzündung
mit zusätzlicher Flüssigkeit, bildet sich also ein so genannter
Pleuraerguss, spricht man von einer feuchten Rippenfellentzündung. Grundsätzlich
kann jede trockene Pleuritis (Pleuritis sicca) in eine feuchte Form (Pleuritis
exsudativa) übergehen.
Therapie
Komplementäre Medizin
Homöopathie
Aconitum
(Blauer Eisenhut), gebräuchliche
Potenzierung: D3 bis D6, ist gekennzeichnet durch die Plötzlichkeit und
Heftigkeit der Beschwerden, besonders wenn sie mit Fieber einhergehen. Nach
Aconitum verlangt es zu Beginn einer Erkrankung, bei längeren Verläufen
muss das Mittel gewechselt werden. Die Patienten verspüren ein Druckgefühl
im Brustkorb, besonders auf der linken Seite. Es besteht Kurzatmigkeit, die
Beschwerden verschlechtern sich nachts und gehen oft mit Gefühlen der
Angst sowie mit Unruhe einher.
Apis mellifica
(Honigbiene), gebräuchliche
Potenzierung: D3 bis D6, wirkt besonders, wenn die Beschwerden rechtsseitig
sind. Im Brustkorb bestehen Brennen, Hitze und Stechen. Die Patienten sind
empfindlich gegen Berührung und fühlen sich wie zerschlagen. Bei
Fieber besteht Durstlosigkeit; Hitze und innere Kälte wechseln sich ab.
Arsenicum album
(Weißes Arsenik),
gebräuchliche Potenzierung: D3 bis D6, ist angezeigt bei brennenden Schmerzen.
Die Patienten haben großen Durst. Sie können schlecht liegen, da
sie fürchten zu ersticken. Die Beschwerden verschlechtern sich um Mitternacht
und in Rückenlage.
Asclepias tuberosa
(Knollige Seidenpflanze),
gebräuchliche Potenzierung: D1, wirkt vor allem auf die Brustmuskulatur.
Die Brust schmerzt, die Patienten versuchen, den Schmerz durch Vorwärtsbeugen
zu lindern. Besonders die Bereiche zwischen den Rippen in der Nähe des
Brustbeins sind empfindlich.
Bryonia
(Zaunrübe), gebräuchliche
Potenzierung: D3 bis D6, ist angezeigt bei stechenden Schmerzen in der Brust.
Die Patienten haben immer wieder das Bedürfnis, tief durchzuatmen und
ihre Lungen auszudehnen. Die Brust wird fest gehalten, das Betreten eines
warmen Zimmers erregt Husten. Die Beschwerden verschlechtern sich durch Bewegung.
Cantharis
(Spanische Fliege), gebräuchliche
Potenzierung: D3 bis D6, passt bei Verläufen mit Ergussbildung und stechenden,
rauen oder brennenden Schmerzen in der Brust. Häufig besteht schmerzhafter
Harndrang.
Jodum
(Jod), gebräuchliche Potenzierung:
D3 bis D6, hilft Patienten mit großer Schwäche, bei denen die leichteste
Anstrengung zu Schweißausbrüchen führt. Der typische Jod-Patient
ist dünn, obwohl er großen Appetit hat. Die Pleuritis ist von anhaltend
hohem Fieber begleitet, dafür sind die Schmerzen geringer.
Kalium carbonicum
(Kaliumkarbonat),
gebräuchliche Potenzierung: D3 bis D6, ist angezeigt bei schneidenden
und stechenden Schmerzen in der Brust. Sie verstärken sich beim Liegen
auf der rechten Seite. Die Beschwerden verbessern sich bei Bewegung.
Ranunculus bulbosus
(Knollenhahnenfuß),
gebräuchliche Potenzierung: D3 bis D6, ist angezeigt, wenn der Schmerz
in der Brustwand im Vordergrund steht. Die Schmerzen ähneln denen nach
einer Prellung. Auch linksseitige heftige Schmerzen wie von einem Messerstich
können auf das Mittel hinweisen. In der Brust kann ein Gefühl von
Frösteln entstehen.
Phytotherapie
Steht ein Reizhusten im Vordergrund, sollten reizlindernde Heilpflanzen
wie Eibisch, Malve oder Huflattich verabreicht werden. Besteht ein eher krampfhafter
Husten, können z.
Ernährungstherapie
Besteht ein großer Pleuraerguss, muss die Flüssigkeitszufuhr
reduziert werden.
Hydrotherapie
Die Anwendung von warmen Brustwickeln oder Brustpackungen hat sich
bewährt. Wärmeauflagen können z.
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Pleuraerguss
Lassen bei einer Pleuritis die Schmerzen plötzlich nach, hat
sich meist ein Erguss (eine Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle)
gebildet: Die Entzündung ist "feucht" geworden. Jede feuchte Pleuritis,
gleich, welcher Ursache, kann als trockene Entzündung beginnen.
Pleuraerguss: Diagnostik
Die Diagnose "Pleuraerguss" wird durch eine Röntgenaufnahme
oder eine Ultraschalluntersuchung gesichert. Die Klärung der Ursache
des Ergusses erfolgt zudem durch die Punktion der Pleurahöhle (Pleurapunktion)
und Entnahme von Flüssigkeit zur weiteren Untersuchung.
Um eine bakterielle Besiedlung des Pleuraergusses bei einer Lungenentzündung
nachzuweisen, legt man mit etwas abpunktierter Ergussflüssigkeit eine
Bakterienkultur an, um den möglichen Erreger identifizieren zu können.
Wird ein Erreger isoliert, dann testet man ihn auf die Wirksamkeit verschiedener
Antibiotika (Antibiogramm) und behandelt den Patienten mit einer Kombination
aus Präparaten, gegen die sich der Erreger im Labor als empfindlich erwiesen
hat.
Außerdem wird die Ergussflüssigkeit chemisch und mikroskopisch
sowie auf Tumorzellen (Zytologie) untersucht. Der Nachweis von Tumorzellen
sichert die Diagnose "maligner Pleuraerguss". Finden sich trotz dringenden
Verdachts auf einen malignen Erguss keine bösartigen Zellen im Punktat,
dann kann die feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe der Pleura weiterhelfen.
Pleuraerguss: Symptome und Beschwerden
- Starke, atemabhängige Schmerzen
- Oft Fieber
- Bei trockener Entzündung fühlbares Reiben des Rippenfells
- Nachlassen der Beschwerden, wenn sich ein Erguss bildet
- Bei größerem Erguss Atemnot
Die Hauptsymptome sind Atemnot und atemabhängige Brustschmerzen.
Die klinischen Auffälligkeiten bei einem malignen Pleuraerguss
sind sehr unterschiedlich und richten sich vor allem nach der Flüssigkeitsmenge
und der entzündlichen Mitreaktion. Auch hier stehen die Klagen über
Atemnot im Vordergrund. Außerdem weisen die Patienten die typischen
Begleiterscheinungen von fortgeschrittenen bösartigen Erkrankungen auf
wie Gewichtsabnahme, Schwäche und Hinfälligkeit.
Pleuraerguss: Therapie
Konventionelle MedizinDie Behandlung des Pleuraergusses richtet sich nach seiner Ursache.
Wurde er durch eine Lungenentzündung hervorgerufen, wird eine antibiotische
Therapie und möglicherweise auch eine Pleurapunktion durchgeführt.
Die Behandlung des malignen Pleuraergusses richtet sich nach dem
zugrunde liegenden Tumor. Ist er strahlenempfindlich, wird bestrahlt, ist
er empfindlich gegenüber Zellgiften (Zytostatika), wird eine entsprechende
Infusionstherapie eingeleitet. Bei sehr großen Ergüssen mit starker
Atemnot wird durch Punktionen vorsichtig die Ergussmenge reduziert. Ein komplettes
Abpunktieren ist wegen des hohen Eiweißverlustes ungeeignet. Der Eiweißverlust
führt zu einem raschen Nachlaufen des Ergusses.
Pleuraerguss: Ursachen
Etwa 40 Prozent der Patienten mit einer bakteriellen Lungenentzündung
entwickeln eine feuchte Pleuritis. Die Ergussbildung durchläuft normalerweise
drei Stadien. Die Infektion der Lunge dehnt sich auf die Pleura aus und führt
dort zunächst zu einer gesteigerten Durchlässigkeit (Permeabilitätssteigerung).
Dadurch entsteht eine sterile (nicht bakterielle) Flüssigkeitsansammlung
zwischen Rippen- und Lungenfell. Im nächsten Stadium kommt es zu einer
bakteriellen Besiedlung der Flüssigkeit sowie zur Einwanderung von Leukozyten
(weißen Blutkörperchen): Die Flüssigkeit wird eitrig-trüb
durch abgestorbene Leukozyten, Zelltrümmer und Fibrin. Greift nicht spätestens
jetzt die Antibiotikatherapie, entwickelt sich ein Pleuraempyem mit massiver
Eiterbildung. Bahnt sich der Eiter einen Weg durch das Lungenfell hindurch,
kann er zu einer Fistel zwischen Rippenfell und Bronchien und sogar zu einer
eitrigen Herzbeutelentzündung führen. Diese schweren Verläufe
sind allerdings durch die moderne Antibiotikatherapie selten geworden. Meist
handelt es sich dann um im Krankenhaus erworbene Lungen- und Pleuraentzündungen
(nosokomiale Infektionen), die auf multiresistenten Keimen beruhen, also Bakterien,
die durch Anpassung gegen zahlreiche Antibiotika unempfindlich geworden sind.
Die absolut häufigste Ursache für einen Pleuraerguss
ist jedoch ein bösartiger Tumor (maligner Pleuraerguss). Entweder handelt
es sich um einen primären Tumor des Brustfells oder ein anderweitig lokalisierter
Tumor dehnt sich auf das Brustfell aus, z.
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Rippenfellentzündung
Eine Rippenfellentzündung entwickelt sich
meist im Gefolge einer anderen Lungenerkrankung, z.
Zu einer primären Rippenfellentzündung führen z.
Eine krebsbedingte Rippenfellentzündung (Pleuritis carcinomatosa)
beruht auf der entzündlichen Mitreaktion der Pleura auf die bösartigen
Zellen, die zu einer erhöhten Durchlässigkeit des Pleuragewebes
führt. Auch Metastasen in den Lymphknoten des Mittelfellraums können
für eine Pleuritis verantwortlich sein.
Rippenfellentzündung: Diagnostik
Deutlich erkennbar ist die Pleuritis am typischen Reibegeräusch
beim Abhören des Brustkorbs (so genanntes Pleurareiben oder Lederknarren).
Dieses Geräusch ist jedoch nur in den ersten 24 bis 48 Stunden zu hören.
Röntgenuntersuchungen des Brustkorbs liefern in diesem Stadium keine
diagnostischen Informationen. Erst wenn sich nachträglich ein Erguss
einstellt, lässt sich auf dem Röntgenbild eine Veränderung
nachweisen.
Blut-, Röntgen- und weitere Laboruntersuchungen dienen der
Ermittlung der Grunderkrankung.
Rippenfellentzündung: Symptome und Beschwerden
- Starke, atemabhängige Schmerzen
- Oft Fieber
- Bei trockener Entzündung fühlbares Reiben des Rippenfells
- Nachlassen der Beschwerden, wenn sich ein Erguss bildet
- Bei größerem Erguss Atemnot
Im Vordergrund der Auffälligkeiten bei einer Rippenfellentzündung
stehen plötzlich einsetzende, äußerst heftige, atemabhängige
Schmerzen. Das Rippenfell wird von Nerven der Zwischenrippenmuskulatur versorgt,
so dass die Atembewegungen oder auch Husten die Schmerzen drastisch verstärken
und diese manchmal bis in die Schultern oder den Oberbauch ausstrahlen. Das
Nachlassen der Schmerzen weist meist auf die Bildung eines Pleuraergusses
hin.
Rippenfellentzündung: Therapie
Konventionelle MedizinSofern sich keine anderen Auslöser für die Pleuritis
finden (z.
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