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CK im Blut


Wissenswertes


Welche Aufgabe erfüllt die Creatin-Kinase?

Die Creatin-Kinase, oft als CK abgekürzt, ist ein Enzym, das für unseren Energiestoffwechsel unverzichtbar ist. Ihre Aufgabe ist es, den Körperzellen Energie für Bewegung und Stoffwechsel zur Verfügung zu stellen. Sie befindet sich daher in erster Linie in den Muskel- und Gehirnzellen. Entsprechend ihrem Vorkommen unterscheidet man den Muskeltyp (im Skelettmuskel), den Herztyp (im Herzmuskel) und den Gehirntyp.


Wofür bestimmt man die Creatin-Kinase?

Im Normalfall befindet sich der größte Teil der Creatin-Kinase im Inneren der Körperzellen, z. B. der Muskelzellen. Werden diese Zellen in irgendeiner Weise verletzt, wie es z. B. bei einem starken Muskelkater oder bei einem Herzinfarkt geschieht, gelangt die Creatin-Kinase ins Blut. Bei einer Blutuntersuchung misst man dann einen erhöhten Creatin-Kinase-Wert und kann aus dem genauen Typ (Muskel-, Herz- oder Gehirntyp) auf den Ort der Schädigung schließen.

Die wichtigste Rolle spielt für die ärztliche Praxis der Herztyp der Creatin-Kinase. Wenn er erhöht ist und gleichzeitig Beschwerden und EKG-Veränderungen auftreten, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Herzinfarkt ausgehen.

Mit manchen Tests wird die Gesamtmenge der Creatin-Kinase bestimmt. Die Aufschlüsselung in die einzelnen Typen wird Ihr Arzt bei Bedarf veranlassen.


Diese Werte sind normal

Laut der Deutschen Gesellschaft für klinische Chemie sind folgende Werte für die Gesamtmenge aller Creatin-Kinase-Typen bei gesunden Menschen normal (die Enzymmenge wird in Einheiten - auf englisch units - pro Liter Blut bzw. in µkat/l, wobei µ für mikro steht und kat die international gebräuchliche Einheit ist, angegeben):

Männer:

bis 171 U/l (2,85 µkat/l)

Frauen:

bis 145 U/l (2,42 µkat/l)

Säuglinge 3-10 Tage:

bis 420 U/l (7 µkat/l)

Säuglinge bis 1 Jahr:

bis 286 U/l (4,77 µkat/l)

Allerdings gelten für die verschiedenen Messgeräte unterschiedliche Normalwerte. Beim Reflotron-Gerät, das in vielen Apotheken und Arztpraxen verbreitet ist, gelten beispielsweise für Männer Werte von 24-195 U/l (0,4-3,25 µkat/l) und für Frauen Werte von 24-170 U/l (0,4-2,83 µkat/l) als normal. Sicherheitshalber sollten Sie deshalb dort, wo Ihre Werte bestimmt wurden, nachfragen, welche Normalwerte berücksichtigt wurden und wie Ihr persönliches Ergebnis zu interpretieren ist.

So rechnen Sie die Werte ineinander um: 60 U/L = 1 µkat/L


Wenn Ihr Testergebnis erhöht ist...

und Sie Beschwerden am Herzen oder in Ihrer Muskulatur haben, ist rasches Handeln angesagt. Ihr Arzt wird deshalb bei einem zu hohen Ergebnis alles Erforderliche veranlassen. Vor allem bei Herzerkrankungen macht sich ein schnelles ärztliches Eingreifen für die Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit bezahlt.

Wenn Sie keine ungewohnten Schmerzen oder Beschwerden haben, Ihr Wert aber trotzdem erhöht ist, kann dies auch harmlosere Gründe haben. Eine kleine Schädigung der Skelettmuskulatur z.B. in Form eines kräftigen Muskelkaters oder einer Spritze in die Muskulatur können ebenfalls die Creatin-Kinase erhöhen. Darüber hinaus kann sie z.B. erhöht sein bei Erkrankungen der Skelettmuskulatur, Fieber, Nierenschwäche und durch die Einnahme von Medikamenten, insbesondere Lipidsenkern, Betablockern, Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen, Malariamitteln u.a.

Erniedrigt wird die Creatinkinase z.B. durch eine Prednison Therapie.



Literaturquellen



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