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Ferritin im Blut


Wissenswertes


Was ist Ferritin?

Ferritin ist ein Eiweiß, das Eisen im Körper bindet bzw. speichert und so den Körper vor der giftigen Wirkung von freiem Eisen bewahrt. Eisen spielt v. a. beim Aufbau von Hämoglobin (das ist der rote Blutfarbstoff) eine wichtige Rolle. Es nimmt den Sauerstoff auf und transportiert ihn mit dem Blut.


Welche Bedeutung hat Ferritin für die Gesundheit?

Ferritin wird zur Kontrolle der tatsächlichen Körpereisenvorräte, dem so genannten Speicher-Eisen, bestimmt, denn der Wert von freiem Eisen ist relativ ungenau und hohen Schwankungen unterworfen.


Diese Werte für Ferritin sind in Ordnung:

Die Normalwerte für Ferritin sind abhängig von der verwendeten Analysemethode. Deshalb müssen Sie dort nachfragen, wo Ihre Werte ermittelt wurden, welche Normalwerte berücksichtigt wurden und wie Ihr persönliches Ergebnis zu interpretieren ist.

Bei vielen medizinischen Laboratorien werden folgende Normalwerte verwendet:

20-50 Jahre

Frauen

Männer

22-112 μg/l

34-310 μg/l

65-90 Jahre

Männer

13-651 μg/l

65-87 Jahre

Frauen

4-665 μg/l


Wenn Ihr Ferritin-Wert erniedrigt ist?

dann liegt meistens ein Eisenmangel vor. Besonders bei Eisenmangelanämien (Anämie = Blutarmut) ist Ferritin vermindert und ein sicheres Zeichen dafür, dass die Eisenspeicher aufgefüllt werden müssen. Ursachen für Eisenmangel können sein:

  • eine zu geringe Aufnahme bei einseitiger (vegetarischer oder veganer) Ernährung sowie Darmerkrankungen (z.B. Sprue)
  • erhöhte Verluste, z.B. durch akute oder chronische Blutverluste, die zu einem erhöhten Eisenbedarf führen.
  • Schwangerschaft (Schwangere müssen vermehrt Eisen aufnehmen).

Das nötige Eisen kann dann durch Einnahme entsprechender Eisen-Medikamente oder durch Infusion (wird meist im Krankenhaus durchgeführt) zugeführt werden. Auch eine eisenreiche Ernährung kann helfen, den Körper mit dem benötigten Eisen zu versorgen: essen Sie daher ruhig häufiger ein Stück mageres Muskelfleisch oder fettarme Fleischprodukte. Aus tierischen Lebensmitteln wird nämlich Eisen deutlich besser aufgenommen als aus pflanzlichen. Sollten andere Erkrankungen oder Ihre persönliche Überzeugung den häufigeren Genuss von Fleisch verbieten, sind Hülsenfrüchte, Nüsse, Schwarzwurzeln, Spinat, Karotten und andere Gemüsesorten eine gute Alternative. Ein Glas Vitamin-C-reicher Saft (z.B. Orangensaft) zum Essen verbessert die Eisenaufnahme im Darm. Schwarztee sollten Sie zu eisenreichen Mahlzeiten meiden. Er behindert die Eisenverwertung im Körper.


Wenn Ihr Ferritin-Wert erhöht ist...

ist eine Abklärung der genauen Ursache erforderlich. Ferritin kann erhöht sein bei Eisenüberladung durch erhöhte Aufnahme in den Körper (Hämochromatose, auch Eisenspeicherkrankheit genannt) oder bei so genannten Infekt- oder Tumoranämien, bei denen vermehrt Eisen gespeichert wird, aber die Nutzung dieses Eisens zum Aufbau von Hämoglobin behindert ist. Auch akute oder chronische Entzündungen, bestimmte Leberschäden, Eisenüberladung durch Transfusionen und andere Faktoren können zu einer Erhöhung des Ferritin-Wertes führen.



Literaturquellen



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