Alfuzosin AL 10mg Retardtabletten
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Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
Das Arzneimittel gehört zu einer bestimmten Gruppe von Arzneimitteln, den sogenannten Alphablockern.
Das Arzneimittel wird angewendet zur Behandlung der Symptome der benignen Prostatahyperplasie. Darunter versteht man eine Vergrößerung (Hyperplasie) der Prostata (Vorsteherdrüse), ohne krebsartiges Wachstum (benigne). Dies kann zu Problemen beim Wasserlassen führen und betrifft vorwiegend ältere Männer.
- Die Prostata befindet sich unterhalb der Blase und umschließt die Harnröhre, die dazu dient, den Urin aus dem Körper zu leiten.
- Eine Vergrößerung der Prostata führt dazu, dass der Durchmesser der Harnröhre verringert wird, wodurch das Wasserlassen erschwert wird.
- Ihr Arzneimittel bewirkt eine Entspannung der Prostata(-Muskeln), wodurch sich die Harnröhre wieder ausweiten kann, und der Urin kann wieder leichter abfließen.
Ein dünner, flexibler Schlauch (Katheter) wird in die Blase geschoben, dadurch kann der Urin abfließen und der Schmerz wird gelindert.
Währenddessen kann das Arzneimittel helfen, den Urinfluss wieder zu normalisieren. Dies wurde nur bei Männern über 65 Jahre untersucht.
Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Benigne Prostatahyperplasie
Die übliche Dosis ist eine Retardtablett pro Tag.
Akuter Harnverhalt
- Sie erhalten das Arzneimittel an dem Tag von Ihrem Arzt, an dem Ihnen der Katheter gesetzt wird.
- Die Behandlung sollte mit einer Retardtablette pro Tag fortgesetzt werden.
- Einen Tag nach Entfernen des Katheters sollte die Einnahme beendet werden (insgesamt 3-4 Tage).
Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten
Begeben Sie sich sofort in die Notaufnahme eines Krankenhauses oder einer Unfallambulanz in Ihrer Nähe. Informieren Sie den Arzt darüber, wie viele Tabletten Sie genommen haben. Bleiben Sie möglichst lange liegen, um die Nebenwirkungen zu unterdrücken. Fahren Sie nicht selbst ins Krankenhaus.
Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben, nehmen Sie auf keinen Fall die doppelte Dosis bei der nächsten Einnahme. An dem nächsten üblichen Einnahmetermin nehmen Sie bitte nur eine Retardtablette ein, und holen Sie die Einnahme nicht nach!
Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
Nehmen Sie die Tabletten weiter ein, auch wenn Ihre Symptome sich bessern. Beenden Sie die Einnahme nur auf Anweisung des Arztes. Ihre Symptome lassen sich besser kontrollieren, wenn Sie die gleiche Dosis beibehalten.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Auf welche Weise wird das Medikament angewendet?
- Schlucken Sie die Tablette unzerteilt und unzerkaut mit reichlich Wasser.
- Auf keinen Fall die Tablette zerbrechen, zerdrücken oder zerkauen. Das beeinflusst die Freisetzung des Wirkstoffs in den Körper.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel nach einer Mahlzeit ein.
Wie lange soll das Arzneimittel angewendet werden?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn:
- Sie unter Herzerkrankungen leiden,
- Sie unter Brustschmerzen leiden (Angina Pectoris),
- Sie älter als 65 Jahre sind,
- Sie unter einer chronischen Entzündung der Harnwege leiden (einschließlich Nieren, Blase und Harnröhre),
- Sie Probleme beim Wasserlassen oder kleine Kristallansammlungen (Blasensteine) im Urin haben/hatten,
- Ihre Nieren kaum arbeiten oder nicht in der Lage sind, überhaupt Urin zu produzieren (Anurie), oder Sie nicht in der Lage sind, Ihren Urinabgang zu kontrollieren,
- Sie aufgrund einer Blockade des Harnleiters, der den Urin zur Blase führt, unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden,
- Sie unter sogenannter orthostatischer Dysregulation leiden. Darunter versteht man einen Blutdruckabfall nach plötzlichem Lagewechsel. Sie fühlen sich schwach, schwindelig oder werden ohnmächtig, wenn Sie schnell aufstehen.
- Wenn Sie sich einer Augenoperation aufgrund eines Kataraktes (grauer Star, Linsentrübung) unterziehen müssen, informieren Sie bitte Ihren Augenarzt vor der Operation, dass Sie das Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben. Das Arzneimittel kann möglicherweise zu Komplikationen während der Operation führen, die sich besser steuern lassen, wenn der Augenarzt darauf vorbereitet ist.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Möglicherweise fühlen Sie sich schwindelig und schwach während der Behandlung mit dem Arzneimittel. In diesem Fall sollten Sie nicht Auto fahren, keine Maschinen bedienen oder Arbeiten ohne sicheren Halt ausführen.
Aufbewahrung
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Hausmüll entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie Sie nicht mehr benötigte Arzneimittel entsorgen können. Diese Maßnahmen helfen die Umwelt zu schützen.
In welchen Fällen darf das Medikament nicht angewendet werden?
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen den Wirkstoff Alfuzosin oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind. Zeichen einer allergischen Reaktion können sein: Hautausschlag, Probleme beim Schlucken oder Atmen, Schwellungen der Lippen, des Halses oder der Zunge,
- wenn Sie gleichzeitig andere Alphablocker oder Dopamin-Rezeptoragonisten einnehmen,
- bei Leberfunktionsstörungen.
Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
nicht zutreffend
Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Diese Nebenwirkungen treten vorwiegend zu Beginn der Behandlung auf.
Brustschmerzen (Angina Pectoris)
Normalerweise tritt diese Nebenwirkung nur auf, wenn Sie bereits früher schon mal Brustschmerzen hatten. Sollten Sie Brustschmerzen bekommen, beenden Sie die Einnahme und gehen Sie sofort zu einem Arzt oder ins Krankenhaus. Diese Nebenwirkung tritt bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten auf.
Allergische Reaktionen
Sie könnten Symptome eines Angioödems bemerken, wie z. B. roten und geschwollenen Hautausschlag, Schwellungen (der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, des Mundes und der Zunge), Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken. Dies sind Symptome einer allergischen Reaktion. Sollte dies bei Ihnen auftreten, beenden Sie sofort die Einnahme und gehen Sie sofort zu einem Arzt oder ins Krankenhaus. Diese Nebenwirkung tritt bei wenigerals 1 von 10.000 Behandelten auf.
Weitere Nebenwirkungen:
Häufig (betrifft weniger als 1 von 10 Behandelten)
- Schwindel oder Ohnmachtsgefühl,
- Kopfschmerzen,
- Übelkeit (Nausea),
- Bauchschmerzen,
- Schwächegefühl oder Müdigkeit.
Gelegentlich (betrifft weniger als 1 von 100 Behandelten)
- Schwindelgefühl, Benommenheit oder vorübergehende Ohnmacht beim plötzlichen Aufstehen,
- beschleunigter Herzschlag (Tachykardie) und Herzklopfen (Hämmern in der Brust und unregelmäßiger Herzschlag),
- Brustschmerzen,
- Schläfrigkeit,
- Durchfall und Erbrechen,
- trockener Mund,
- Ausschlag und Juckreiz,
- Hautrötungen mit Hitzegefühl,
- Wasseransammlungen (geschwollene Arme und Beine),
- mangelnde Kontrolle über Urinabgang,
- laufende Nase, Juckreiz, Niesen oder verstopfte Nase,
- Sehstörungen (Änderungen der Sehkraft und des Sehvermögens),
- allgemeines Unwohlsein.
Sehr seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 von 10.000 Behandelten)
- juckender, schwellender Ausschlag, sogenannte Quaddeln oder Nesselsucht (Urtikaria).
Nebenwirkungen, deren Häufigkeiten auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar sind
- Leberzellschädigungen, Lebererkrankungen aufgrund einer Gallestauung.
- Wenn Sie sich einer Augenoperation bei grauem Star (Katarakt-Operation) unterziehen müssen und das Arzneimittel einnehmen oder früher eingenommen haben, kann es während der Operation zu Schwierigkeiten kommen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten?
Bei Einnahme des Arzneimittels mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Das ist wichtig, da das Arzneimittel die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflussen kann oder auch andere Arzneimittel die Wirkung des Arzneimittels.
Nehmen Sie das Arzneimittel nicht gleichzeitig ein mit:
- Arzneimitteln gegen Parkinson,
- anderen Alphablockern, wie zum Beispiel Doxazosin, Indoramin, Prazosin, Terazosin, Tamsulosin oder Phenoxybenzamin.
- Sie bereits in der Vergangenheit nach Einnahme eines Alphablockers einen starken Blutdruckabfall erlitten haben (das betrifft auch die frühere Einnahme von Alfuzosin).
- Sie Arzneimittel gegen hohen Blutdruck einnehmen und sich wenige Stunden nach Einnahme dieses Arzneimittels schwindelig oder schwach fühlen oder zu schwitzen beginnen. Sollte dies passieren, legen Sie sich bitte hin, bis diese Symptome vollständig verschwunden sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, und er wird dann möglicherweise entscheiden, die Dosierung Ihres Arzneimittels zu ändern.
- Arzneimittel gegen Brustschmerzen (Angina Pectoris),
- Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol oder Itraconazol) oder HIV (z. B. Ritonavir).
- Wenn Sie wegen zu hohem Blutdruck behandelt werden, sollte Ihr Arzt regelmäßig Ihren Blutdruck messen, besonders zu Beginn der Behandlung.
- Wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen und dafür eine allgemeine Narkose benötigen/bekommen, sagen Sie Ihrem Arzt bitte, dass Sie das Arzneimittel einnehmen. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie die Einnahme 24 Stunden vor der Operation beenden sollen. Es könnte gefährlich werden, da die gleichzeitige Einnahme des Arzneimittels mit Narkosemitteln zu starkem Blutdruckabfall führen kann.
Einnahme des Arzneimittels mit Nahrungsmitteln
- Nehmen Sie das Arzneimittel nach einer Mahlzeiten ein.
- Möglicherweise fühlen Sie sich schwindelig und schwach während der Behandlung mit dem Arzneimittel. Sollte dies der Fall sein, trinken Sie keinen Alkohol.
Anbieter des Arzneimittels:
Aliud Pharma GmbHGottlieb-Daimler-Str. 19, 89150 Laichingen
Tel: 07333/9651-0
Diese Texte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angaben sind neutral und ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Sie stellen keine Kauf- oder Anwendungsempfehlung oder Bewerbung des Präparates/Produktes dar. Insbesondere ersetzen sie nicht die fachliche Behandlung und/oder Beratung durch einen Arzt/Apotheker. Letztendlich verbindlich und entscheidend ist allein die Fach- und Gebrauchsinformation des Anbieters. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie daher bitte stets die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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