Dolormin GS mit Naproxen
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Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
Das Präparat ist ein schmerzstillendes, entzündungshemmendes und fiebersenkendes Arzneimittel (nicht-steroidales Antiphlogistikum / Analgetikum).
Es wird zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen bei bekannter Arthrose (Gelenkverschleiss) eingenommen.
Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
Nehmen Sie das Arzneimittel immer nach Anweisung ein. Bitte Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
| Alter | Erstdosis | Einzeldosis | Tageshöchstdosis |
| Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren | 2 Tbl. (entsprechend 500 mg Naproxen) | 1 (
| bis zu 3 Tbl. (entsprechend bis zu 750mg Naproxen) |
Patienten mit eingeschränkter Leber
| 1 Tbl. (entsprechend 250mg Naproxen) | 1 Tbl. (entsprechend 250mg Naproxen) | bis zu 2 Tbl. (entsprechend bis zu 500mg Naproxen) |
Die Dosierung richtet sich nach der Stärke und nach möglichen tageszeitlichen Schwankungen Ihrer Schmerzen. In Abhängigkeit hiervon ergeben sich folgende Behandlungsmöglichkeiten für Sie:
| Ihre Schmerzen sind: | Tagesdosis | Einnahme | |
| Morgens | Abends | ||
| Ohne tageszeitliche Schwankungen | 500mg Naproxen | 1 Tbl. (250mg) | 1 Tbl (250mg) |
| in der Nacht stärker | 750mg Naproxen | 1 Tbl. (250mg) | 2 Tbl (500mg) |
| am Tage stärker | 750mg Naproxen | 2 Tbl (500mg) | 1 Tbl. (250mg) |
Bitte sprechen Sie mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder schwach ist. Nehmen Sie das Präparat ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 5 (
- 7) Tage ein.
Auf welche Weise wird das Medikament angewendet?
Tablette unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Wasser) möglichst nach dem Essen ein.
Wie lange soll das Arzneimittel angewendet werden?
Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich bei:
- einer angeborenen Blutbildungsstörung (akutte intermitierende Porphyrie).
- bestimmten Erkrankungen des Immunsystems (systemischer Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen).
- Magen-Darm-Beschwerden oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Chron).
- Bluthochdruck.
- Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz).
- eingeschränkter Nierenfunktion.
- eingeschränkter Leberfunktion
- Allergien (z. B. Hautreaktionen auf andere Mittel, Asthma, Heuschnupfen), chronische Schleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen (Ihr Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen ist dann erhöht).
- oder direkt nach größeren chirurgischen Eingriffe.
- Sprechen Sie in allen Fällen mit Ihrem Arzt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
- Bei kurzfristiger Einnahme der Arzneimittel Dosen ist keine Beeinträchtigung zu erwarten.
Hinweis:
Bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
In welchen Fällen darf das Medikament nicht angewendet werden?
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Naproxen oder einem der sonstigen Bestandteile sind.
- wenn die Gelenkbeschwerden erstmalig auftreten oder mit einer Schwellung einhergehen. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
- wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Einnahme von Acetysalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern reagiert haben.
- wenn Sie eine ungeklärte Blutbildungsstörung haben.
- bei bestehenden oder in der Vergangenheit aufgetretenen Magen
- oder Darmgeschwüren, oder bei Magen- oder Darmblutungen.
- wenn Sie unter schweren Leberfunktionsstörungen leiden.
- wenn Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden.
- wenn Sie unter schweren, unkontrollierten Herzbeschwerden leiden.
- in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft.
- von Kindern unter 12 Jahren, da die Einzeldosis zu hoch ist.
Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
Wird während einer längeren Einnahme des Arzneimittels eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel sollte das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft darf das Präparat nicht eingenommen werden.
Der Wirkstoff Naproxen und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher noch nicht bekannt geworden sind, brauchen Sie bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis das Stillen in der Regel nicht zu unterbrechen.
Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben. Die Aufzählung der folgenden unerwünschten Wirkungen umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Naproxen, auch solche unter hochdosierter Langzeittherapie bei Rheumapatienten. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- Gelegentlich weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
- Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10000 Behandelten
- Sehr selten: weniger als 1 von 10000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
Magen-Darm-Bereich:
- Häufig:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Magenschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung.
- Selten:
- Magen-Darm-Geschwüre, unter Umständen mit Blutung und Durchbruch. Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder eine Schwarzfärbung des Stuhls auftreten, so müssen Sie das Arzneimittel absetzen und sofort Ihren Arzt informieren. Erbrechen.
Nervensystem:
- Häufig:
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Gelegentlich:
- Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
Niere:
- Gelegentlich:
- Verminderung der Harnausscheidung und Ansammlung von Wasser im Körper (Ödeme). Diese Zeichen können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein. Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, müssen Sie das Präparat absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.
- Sehr selten:
- Nierengewebschädigung (Papillennekrosen), insbesondere bei Langzeittherapie
- Erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut.
Leber:
- Sehr selten:
- Leberschäden, insbesondere Langzeittherapie.
Herz/Kreislauf:
- Sehr selten:
- Vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe mit Ausbildung von Ödemen, insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion.
Blut:
- Sehr selten:
- Störungen der Blutbildung. Erste Anzeichen können sein; Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen. In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und ein Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz
- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.
Haut:
- Sehr selten:
- Schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötungen und Blasenbildung (z. B. Erythema exsudativum multiforme).
- Haarausfall.
Immunsystem:
- Sehr selten:
- Anzeichen einer Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung. Ein erhöhtes Risiko scheint für Patienten zu bestehe, die bereits an bestimmten Erkrankungen des Immunsystems (systemischer Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen) leiden.
Überempfindlichkeitstreaktionen:
- Gelegentlich:
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken.
- Sehr selten:
- Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen. Anzeichen hierfür können sein: Asthmaanfälle, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Atemnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum lebensbedrohlichen Schock. Bei Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich:
Sonstige Nebenwirkungen:
- Gelegentlich:
- Sehstörungen. In diesem Fall ist umgehend Ihr Arzt zu informieren, und das Arzneimittel darf nicht mehr eingenommen werden.
- Sehr selten:
- Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen, Verschlechterung Infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklung einer nekrotischer Fasciitis). Wenn während der Einnahme des Präparates Zeichen einer Infektion (z. B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte unverzüglich ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht aufgeführt sind.
Können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten?
Bitte Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arneimittel handelt. Die Wirkung nachfolgender genannter Arzneistoffe bzw. Präparatengruppe kann bei gleichzeitiger Behandlung mit dem Arzneimittel beeinflusst werden.
- Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
- Lithium (Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen): Lassen Sie den Lithiumspiegel zur Sicherheit kontrollieren
- Blutgerinnungshemmende Mittel: Lassen Sie die Blutgerinnung kontrollieren.
- Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen): Nebenwirkungen sind verstärkt.
- Glukokortikoide (Arzneimittel, die Kortison oder kortisonähnliche Stoffe enthalten), Acetysalicylsäure oder ander nicht
- steroidale Antiphlogistika / Analgetika (entzündungs- und schmerzhemmende Mittel); Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Magen-Darm-Blutungen erhöht, außer wenn die Wirkstoffe nur auf der Haut aufgetragen werden.
Abschwächung der Wirkung von:
- Entwässernden (Diuretika) und blutdrucksenkenden (Antihypertonika) Arzneimittel.
Sonstige mögliche Wechselwirkungen:
- Zidovudin: Erhöhtes Risiko für Gelenk
- und Blutergüsse bei HIV positiven Bluter.
Anbieter des Arzneimittels:
Johnson&Johns. GmbH OtcJohnson & Johnson Platz 2, 41470 Neuss
Tel: 02137/936-1097
Diese Texte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angaben sind neutral und ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Sie stellen keine Kauf- oder Anwendungsempfehlung oder Bewerbung des Präparates/Produktes dar. Insbesondere ersetzen sie nicht die fachliche Behandlung und/oder Beratung durch einen Arzt/Apotheker. Letztendlich verbindlich und entscheidend ist allein die Fach- und Gebrauchsinformation des Anbieters. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie daher bitte stets die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
*UVP: unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Alle Preise inkl. der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer, ggfs. zzgl. Versandkosten. Alle Angaben ohne Gewähr. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist. Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.
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