Diclofenac Ratiopharm Gel
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Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
Das Arzneimittel wird angewendet zur äußerlichen unterstützenden symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen im Bereich der Extremitäten infolge stumpfer Traumen, z. B. Sportverletzungen.
Bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Das Gel wird 3-mal täglich auf die betroffenen Körperpartien aufgetragen. Je nach Größe der zu behandelnden schmerzhaften Stellen sind 3 g (= 9-10 cm langer Gelstrang) Gel erforderlich (entspr. 3-mal täglich 30 mg Diclofenac-Natrium).
Die maximale Tagesdosierung beträgt 9 g Gel (bzw. 90 mg Diclofenac-Natrium).
Über die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt. In der Regel ist eine Anwendung über 1-2 Wochen ausreichend. Der therapeutische Nutzen einer Anwendung über diesen Zeitraum hinaus ist nicht belegt.
Wenden Sie das Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage an.
Überdosierung:
Bei Überschreitung der empfohlenen Dosierung bei der Anwendung auf der Haut sollte das Gel wieder entfernt und mit Wasser abgewaschen werden. Bei Anwendung von wesentlich zu großen Mengen oder versehentlicher Einnahme ist der Arzt zu benachrichtigen.
Ein spezifisches Gegenmittel (Antidot) existiert nicht
Auf welche Weise wird das Medikament angewendet?
Anwendung auf der Haut
Das Gel wird dünn auf die betroffenen Körperpartien aufgetragen und leicht eingerieben. Vor Anlegen eines Verbandes sollte das Gel einige Minuten auf der Haut eintrocknen. Die Anwendung eines luftdichten Verbandes (Okklusivverband) wird nicht empfohlen.
Nur zur äußerlichen Anwendung! Nicht einnehmen!
Wie lange soll das Arzneimittel angewendet werden?
Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich.
Wenn Sie auf nicht-steroidale Entzündungshemmer oder Schmerzmittel bei einer früheren Anwendung z. B. mit Asthmaanfällen, Hautreaktionen oder akutem allergischem Schnupfen überempfindlich reagiert haben, dürfen Sie das Arzneimittel nur mit Vorsicht anwenden.
Wenn Sie an Asthma, chronischen bronchienverengenden (obstruktiven) Atemwegserkrankungen, Heuschnupfen oder Nasenschleimhautschwellungen (so genannte Nasenpolypen) leiden, besteht bei Ihnen eher als bei anderen Kranken die Möglichkeit, dass Sie auf Rheumamittel (nicht-steroidale Antirheumatika) mit Asthmaanfällen, örtlicher Haut oder Schleimhautschwellung (so genanntes Quincke-Ödem) oder Nesselsucht (Urtikaria) reagieren.
Das Gel sollte nur auf intakte Hautflächen, nicht auf Hautwunden bzw. offene Verletzungen aufgetragen werden. Augen und Schleimhäute sollten nicht mit dem Präparat in Berührung kommen.
Kinder:
Das Arzneimittel darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
In welchen Fällen darf das Medikament nicht angewendet werden?
Darf nicht angewendet werden:
- bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Diclofenac, Acetylsalicylsäure, andere nicht-steroidale Antiphlogistika (entzündungshemmende Mittel) oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels
- auf offenen Verletzungen, Entzündungen oder Infektionen der Haut, sowie auf Ekzemen oder auf Schleimhäuten
- über längere Zeit und großflächig im letzten Drittel der Schwangerschaft
- bei Kindern und Jugendlichen
Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
Schwangerschaft:
Das Arzneimittel sollte im 1. und 2. Drittel der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen vorliegen. Da nicht-steroidale Entzündungshemmer wie Diclofenac zu einer Wehenhemmung und einer Steigerung der Blutungsneigung bei Mutter und Kind führen können, darf das Arzneimittel im letzten Drittel der Schwangerschaft nicht über längere Zeit und großflächig angewendet werden.
Stillzeit:
Da Diclofenac in geringen Mengen in die Muttermilch übergeht, sollte eine Anwendung in der Stillzeit nach Möglichkeit vermieden werden.
Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben.
Gelegentlich können lokale Hautreaktionen wie z. B. Hautrötungen, Jucken, Brennen, Hautausschlag, auch mit Pustel oder Quaddelbildung, auftreten.Selten kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. lokalen allergischen Reaktionen (Kontaktdermatitis) kommen.
Wenn das Gel großflächig auf die Haut aufgetragen und über einen längeren Zeitraum angewendet wird, ist das Auftreten von Nebenwirkungen, die ein bestimmtes Organsystem oder auch den gesamten Organismus betreffen, wie sie unter Umständen nach systemischer Anwendung Diclofenac-haltiger Arzneimittel (z. B. Einnahme von Tabletten) auftreten können, nicht auszuschließen.
Können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind bisher keine Wechselwirkungen bekannt geworden. Der behandelnde Arzt sollte dennoch darüber informiert werden, welche Medikamente gleichzeitig angewendet werden, bzw. bis vor kurzem angewendet wurden.
Anbieter des Arzneimittels:
ratiopharm GmbHGraf-Arco-Str. 3, 89079 Ulm
Tel: 0800 8005010
Diese Texte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angaben sind neutral und ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Sie stellen keine Kauf- oder Anwendungsempfehlung oder Bewerbung des Präparates/Produktes dar. Insbesondere ersetzen sie nicht die fachliche Behandlung und/oder Beratung durch einen Arzt/Apotheker. Letztendlich verbindlich und entscheidend ist allein die Fach- und Gebrauchsinformation des Anbieters. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie daher bitte stets die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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