Glimepirid-ratiopharm 3mg Tabletten
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Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
- Anfangs 1/3 Tablette täglich (1 mg Glimepirid)
- Bei nicht zufriedenstellender Stoffwechseleinstellung sollte die Menge in Abständen von 1-2 Wochen auf 2/3, 1 oder schließlich auf 1,5 Tabletten erhöht werden.
- Die maximale Menge beträgt 2 Tabletten pro Tag
- Während der Einnahme kann der Glimepirid-Bedarf fallen. Um eine Unterzuckerung zu vermeiden, muss daher rechtzeitig unter ärztlicher Kontrolle eine Mengenabnahme oder Beendigung der Einnahme erfolgen.
In welchen Fällen darf das Medikament nicht angewendet werden?
Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden bei:
- Insulinpflichtiger Zuckerkrankheit
- Übersäuerung des Blutes
- Schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
- Das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Unter diesen Umständen ist eine Umstellung auf Insulin erforderlich.
- Bei der Planung einer Schwangerschaft muss der Arzt informiert werden.
- Da Bestandteile des Arzneimittels in die Muttermilch übergehen, darf Glimepirid während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Was ist zusätzlich zu beachten?
- Die Behandlung mit Glimepirid erfordert regelmäßige ärztliche Kontrollen der Blut- und Harnzuckerwerte sowie der Leberfunktion und des Blutbildes.
- Wurde die Einnahme der Tablette vergessen, darf diese nicht durch eine Erhöhung der nächsten Menge korrigiert werden.
- Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen und somit die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen können besonders zu Beginn der Einnahme beeinträchtigt sein.
- Werden Mahlzeiten in unregelmäßigen Abständen eingenommen oder völlig ausgelassen, können während der Einnahme von Glimepirid wegen Unterzuckerung Kopfschmerzen, Heißhunger, Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit, Unruhe, Aggressivität, Konzentrationsstörungen, vermindertes Reaktionsvermögen, Depression, Verwirrtheit, Sprach- und Sehstörungen, Zittern, Lähmungen, Empfindungsstörungen, Schwindel und Bewusstlosigkeit bis einschließlich Koma auftreten.
- Diese Zeichen können durch sofortige Zuckeraufnahme fast immer rasch beseitigt werden. Künstliche Süßstoffe zeigen keine Wirkung.
- Eine schwere oder über einen längeren Zeitraum andauernde Unterzuckerung, die mit den üblichen Zuckerverabreichungen nur vorübergehend behoben werden kann, erfordert eine sofortige medizinische Behandlung.
- Zu Faktoren, die eine Unterzuckerung begünstigen informiert der Arzt oder Apotheker.
- Alkoholkonsum kann die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid in unvorhersehbarer Weise verstärken oder abschwächen und sollte daher vermieden werden.
Anbieter des Arzneimittels:
ratiopharm GmbHGraf-Arco-Str. 3, 89079 Ulm
Tel: 0800 8005010
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