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Lamotrigin Sandoz 50mg Tabletten
 
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Lamotrigin Sandoz 50mg Tabletten

von SANDOZ Pharmaceuticals
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Produktinformationen

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?

    • Das Präparat gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antiepileptika bezeichnet werden. Es wird bei zwei Krankheitsbildern angewendet: Epilepsie und bipolare Störung.
    • Bei der Behandlung der Epilepsie wirkt das Arzneimittel durch Hemmung der Signale im Gehirn, die die epileptischen Anfälle auslösen.
      • Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren kann das Präparat allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Epilepsie angewendet werden. Das Präparat kann zusammen mit anderen Arzneimitteln auch zur Behandlung von Anfällen angewendet werden, die bei dem so genannten Lennox-Gastaut-Syndrom auftreten.
      • Bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren kann das Präparat bei den genannten Krankheitsbildern zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet werden. Zur Behandlung einer bestimmten Form der Epilepsie, den so genannten typischen Absencen, kann es allein angewendet werden.
  • Bei der bipolaren Störung ist das Arzneimittel ebenfalls wirksam.
  • Menschen mit einer bipolaren Störung (gelegentlich auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet) leiden unter extremen Stimmungsschwankungen, bei denen sich Phasen der Manie (Erregung oder Euphorie) mit Phasen der Depression (tiefe Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit) abwechseln.
      • Bei Erwachsenen ab 18 Jahren kann das Präparat allein oder gemeinsam mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, um die bei der bipolaren Störung auftretenden depressiven Phasen zu verhindern. Wie das Arzneimittel dabei im Gehirn wirkt, ist noch nicht bekannt.

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?

    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Wie viel des Präparates müssen Sie einnehmen?
      • Es kann einige Zeit dauern, die für Sie richtige Dosis zu finden. Sie ist davon abhängig:
        • wie alt Sie sind.
        • ob Sie das Präparat zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen.
        • ob Sie Nieren
        • oder Leberprobleme haben.
    • Ihr Arzt wird Ihnen zu Beginn eine niedrige Dosis verordnen und diese über einige Wochen schrittweise erhöhen, bis die für Sie wirksame Dosis erreicht ist. Nehmen Sie niemals mehr ein, als Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.
    • Die übliche wirksame Dosis für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren liegt zwischen 100 mg und 400 mg pro Tag.
    • Für Kinder von 2 bis 12 Jahren hängt die wirksame Dosis vom jeweiligen Körpergewicht des Kindes ab. Üblicherweise liegt sie zwischen 1 mg und 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht des Kindes und Tag mit einer maximalen Erhaltungsdosis von 200 mg/Tag.
    • Das Arzneimittel ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.
    • Brechen Sie die Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat ab
      • Das Arzneimittel muss so lange eingenommen werden, wie es Ihr Arzt Ihnen empfiehlt. Brechen Sie die Einnahme nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt rät es Ihnen.
      • Wenn Sie das Arzneimittel wegen Epilepsie einnehmen
        • Um die Einnahme des Präparates zu beenden, ist es wichtig, dass die Dosis über etwa 2 Wochen schrittweise verringert wird. Wenn Sie die Einnahme plötzlich beenden, kann Ihre Epilepsie erneut auftreten oder sich verschlimmern.
    • Wenn Sie das Präparat wegen einer bipolaren Störung einnehmen
        • Es kann einige Zeit dauern, bis das Präparat seine Wirkung entfaltet, so dass Sie sich wahrscheinlich nicht sofort besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels beenden, muss Ihre Dosis nicht schrittweise verringert werden. Dennoch sollten Sie erst mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie die Einnahme beenden möchten.
    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
      • Suchen Sie einen Arzt oder die nächstgelegene Notaufnahmestation im Krankenhaus auf. Falls möglich, zeigen Sie die Packung vor.
      • Wenn Sie zu viel des Präparates einnehmen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie unter schwerwiegenden Nebenwirkungen leiden, die bis zum Tod führen können.
      • Bei Patienten, die zu große Mengen des Arzneimittels eingenommen hatten, traten einige der folgenden Beschwerden auf:
        • rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
        • unbeholfene Bewegungen und fehlende Abstimmung der Bewegungsabläufe (Koordinationsstörungen), die das Gleichgewicht beeinträchtigen (Ataxie)
        • Herzrhythmusstörungen (normalerweise im Elektrokardiogramm (EKG) festgestellt)
        • Bewusstseinsverlust, Anfälle (Krampfanfälle) oder Koma.
    • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
      • Nehmen Sie nicht zusätzliche Tabletten ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
      • Nehmen Sie einfach die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.
      • Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wie Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel wieder beginnen und fortsetzen sollen. Es ist wichtig, dass Sie dies befolgen.

Auf welche Weise wird das Medikament angewendet?

    • Nehmen Sie Ihre Dosis je nach Anweisung des Arztes entweder einmal oder zweimal täglich ein. Das Arzneimittel kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
    • Nehmen Sie immer die volle Dosis ein, die Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Nehmen Sie niemals nur einen Teil einer Tablette ein.
    • Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise auch dazu raten, eine gleichzeitige Einnahme von anderen Arzneimitteln zu beginnen oder zu beenden. Das hängt davon ab, welche Krankheit bei Ihnen behandelt wird und wie Sie auf die Behandlung ansprechen.
    • Das Präparat kann entweder im Ganzen mit etwas Wasser geschluckt, gekaut oder zur Herstellung eines flüssigen Arzneimittels mit Wasser gemischt werden.
    • Um die Tablette zu kauen:
      • Möglicherweise müssen Sie gleichzeitig etwas Wasser trinken, damit sich die Tablette im Mund auflösen kann. Anschließend sollten Sie noch etwas Wasser nach trinken, um sicherzustellen, dass das Arzneimittel vollständig heruntergeschluckt wurde.
  • Um ein flüssiges Arzneimittel herzustellen:
      • Legen Sie die Tablette in ein Glas mit mindestens so viel Wasser, dass die Tablette vollständig damit bedeckt ist.
      • Rühren Sie entweder um, damit sich die Tablette auflöst, oder warten Sie, bis sich die Tablette von selbst vollständig aufgelöst hat.
      • Trinken Sie die gesamte Flüssigkeit.
      • Geben Sie dann noch einmal etwas Wasser in das Glas und trinken es, um sicherzustellen, dass nichts vom Arzneimittel im Glas zurückbleibt.

Wie lange soll das Arzneimittel angewendet werden?

    • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
      • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen:
        • wenn Sie Nierenprobleme haben
        • wenn Sie jemals nach der Einnahme von Lamotrigin oder anderen Medikamenten gegen bipolare Störung oder gegen Epilepsie einen Hautausschlag hatten
        • wenn Sie jemals nach der Einnahme von Lamotrigin eine Hirnhautentzündung (Meningitis) hatten
        • wenn Sie bereits ein Arzneimittel einnehmen, das Lamotrigin enthält.
    • Falls irgendetwas davon auf Sie zutrifft, dann:
        • Informieren Sie Ihren Arzt, der möglicherweise entscheidet, die Dosis zu verringern oder dass das Arzneimittel nicht für Sie geeignet ist.
  • Wichtige Information über potenziell lebensbedrohliche Reaktionen
      • Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die das Präparat einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell lebensbedrohlichen Hautreaktionen, die sich zu ernsten Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Sie müssen die Symptome kennen, auf die Sie achten müssen, während Sie das Arzneimittel einnehmen.
  • Gedanken daran, sich selbst zu schädigen oder Gedanken an Selbsttötung
      • Antiepileptika werden angewendet, um mehrere Krankheitsbilder zu behandeln, einschließlich Epilepsie und bipolare Störung. Bei Patienten mit einer bipolaren Störung können mitunter Gedanken aufkommen, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen. Falls Sie eine bipolare Störung haben, werden Sie möglicherweise eher solche Gedanken haben:
        • wenn Sie erstmals mit der Behandlung beginnen
        • wenn Sie bereits früher daran gedacht haben, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen
        • wenn Sie unter 25 Jahre alt sind.
    • Falls Sie entsprechende beunruhigende Gedanken oder Erfahrungen haben oder merken, dass Sie sich während der Behandlung mit dem Präparat schlechter fühlen oder dass neue Beschwerden auftreten:
        • Gehen Sie so schnell wie möglich zum Arzt oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf.
    • Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie das Arzneimittel behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.
  • Wenn Sie das Präparat zur Behandlung der Epilepsie einnehmen
      • Die Anfälle im Rahmen einiger Formen der Epilepsie können sich gelegentlich verstärken oder häufiger auftreten, während Sie das Arzneimittel einnehmen. Bei einigen Patienten können schwere epileptische Anfälle auftreten, die zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen können. Falls während der Einnahme des Arzneimittels Ihre Anfälle häufiger auftreten oder es bei Ihnen zu einem schweren Anfall kommt:
        • Suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt auf.
  • Das Präparat darf bei Patienten unter 18 Jahren nicht zur Behandlung einer bipolaren Störung angewendet werden. Arzneimittel zur Behandlung einer Depression oder anderer psychischer Probleme erhöhen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren das Risiko von Selbsttötungsgedanken und
    • verhalten.
    • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
      • Das Arzneimittel kann Schwindel und Doppeltsehen verursachen.
      • Setzen Sie sich erst an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie Maschinen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie davon nicht betroffen sind.
      • Wenn Sie Epilepsie haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

In welchen Fällen darf das Medikament nicht angewendet werden?

    • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
      • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Lamotrigin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • Falls dies auf Sie zutrifft, dann:
      • Informieren Sie Ihren Arzt und nehmen Sie das Präparat nicht ein.

Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?

    • Schwangerschaft
      • Für Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft das Arzneimittel einnahmen, kann ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler bestehen. Zu diesen Geburtsfehlern zählen Lippen
      • oder Gaumenspalten. Falls Sie planen, schwanger zu werden, oder schwanger sind, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, zusätzlich Folsäure einzunehmen.
    • Eine Schwangerschaft kann auch die Wirksamkeit des Präparates beeinflussen, so dass eventuell Blutuntersuchungen durchgeführt werden müssen und die Dosierung des Arzneimittels eventuell angepasst wird.
    • Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie sollten die Behandlung nicht abbrechen, ohne mit Ihrem Arzt darüber gesprochen zu haben. Dies ist insbesondere wichtig, wenn Sie Epilepsie haben.
  • Stillzeit
      • Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Der Wirkstoff des Präparates tritt in die Muttermilch über und kann möglicherweise Ihr Baby beeinträchtigen. Ihr Arzt wird mit Ihnen über Risiken und Nutzen des Stillens während der Einnahme des Präparates sprechen und Ihr Baby von Zeit zu Zeit untersuchen, falls Sie sich entscheiden zu stillen.

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?

    • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Potenziell lebensbedrohliche Reaktionen:
      • Nehmen Sie umgehend die Hilfe eines Arztes in Anspruch.
      • Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die das Arzneimittel einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell lebensbedrohlichen Hautreaktionen, die sich zu ernsten Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden.
      • Diese Symptome treten eher während der ersten paar Monate der Behandlung mit dem Präparat auf, insbesondere wenn die Anfangsdosis zu hoch ist, wenn die Dosis zu schnell gesteigert wird oder wenn das Präparat mit einem anderen Arzneimittel namens Valproat eingenommen wird. Einige der Symptome treten häufiger bei Kindern auf, weshalb die Eltern auf sie besonders Acht geben sollten.
      • Zu den Anzeichen und Beschwerden dieser Reaktionen zählen:
        • Hautausschläge oder Rötung, welche sich zu lebensbedrohlichen Hautreaktionen entwickeln können, einschließlich ausgedehntem Ausschlag mit Blasen und sich abschälender Haut, insbesondere um Mund, Nase, Augen und Genitalbereich (Stevens-Johnson-Syndrom), ausgeprägtes Abschälen der Haut (mehr als 30% der Körperoberfläche
        • toxische epidermale Nekrolyse)
      • Geschwüre in Mundraum, Rachen, Nase oder Genitalbereich
      • eine Entzündung von Mund oder rote oder geschwollene, entzündete Augen (Konjunktivitis)
      • erhöhte Körpertemperatur (Fieber), grippeähnliche Symptome oder Benommenheit
      • Schwellungen im Gesicht oder geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend
      • unerwartete Blutungen oder blaue Flecken oder Blaufärbung der Finger
      • eine Halsentzündung oder häufigere Infektionen (z. B. Erkältungen) als üblich.
    • In vielen Fällen sind diese Beschwerden Zeichen weniger schwerwiegender Nebenwirkungen. Aber Ihnen muss bewusst sein, dass sie möglicherweise auch lebensbedrohlich verlaufen können und sich zu ernsten Problemen, wie Organversagen, entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Wenn Sie irgendwelche dieser Beschwerden bei sich bemerken:
        • Suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Er wird möglicherweise entscheiden, Leber
        • , Nieren- oder Blutuntersuchungen durchzuführen, und eventuell anordnen, die Einnahme des Arzneimittels zu beenden. Falls Ihr Arzt ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine toxische epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung des Präparates bei Ihnen feststellt, wird er Ihnen sagen, dass Sie Lamotrigin nie wieder einnehmen dürfen.
  • Sehr häufige Nebenwirkungen
      • Diese können mehr als 1 von 10 Personen betreffen:
        • Kopfschmerzen
        • Hautausschlag.
  • Häufige Nebenwirkungen
      • Diese können bis zu 1 von 10 Personen betreffen:
        • Aggressivität oder Reizbarkeit
        • Schläfrigkeit oder Benommenheit
        • Schwindelgefühl
        • Schütteln oder Zittern (Tremor)
        • Schlafstörungen (Insomnie)
        • Ruhelosigkeit
        • Durchfall
        • Mundtrockenheit
        • Übelkeit (Nausea) oder Erbrechen (Vomitus)
        • Müdigkeit
        • Schmerzen in Rücken, Gelenken oder anderswo.
  • Gelegentliche Nebenwirkungen
      • Diese können bis zu 1 von 100 Personen betreffen:
        • unbeholfene Bewegungen und Koordinationsstörung (Ataxie)
        • Doppeltsehen oder Verschwommensehen.
  • Seltene Nebenwirkungen
      • Diese können bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen:
        • eine lebensbedrohliche Hautreaktion (Stevens-Johnson-Syndrom)
        • eine Gruppe von gemeinsam auftretenden Symptomen, einschließlich:
          • Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und extreme Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht. Dies kann durch eine Entzündung der Häute, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben, verursacht werden (Meningitis). Diese Symptome gehen normalerweise ganz zurück, sobald die Behandlung beendet wird. Bleiben die Symptome jedoch bestehen oder werden sie schlimmer, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
      • rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
      • juckende Augen mit Schleimabsonderung und verkrusteten Augenlidern (Bindehautentzündung).
  • Sehr seltene Nebenwirkungen
      • Diese können bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen:
        • eine lebensbedrohliche Hautreaktion (toxische epidermale Nekrolyse)
        • erhöhte Körpertemperatur (Fieber)
        • Schwellungen im Gesicht (Ödeme) oder geschwollene Drüsen am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leistengegend (Lymphadenopathie)
        • Veränderungen der Leberfunktion, die durch Blutuntersuchungen festgestellt werden, oder Leberversagen
        • eine schwerwiegende Blutgerinnungsstörung, die unerwartete Blutungen und blaue Flecken hervorrufen kann (disseminierte intravaskuläre Gerinnung)
        • Veränderungen des Blutbildes, einschließlich verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie), verminderte Anzahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose), verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie), verminderte Anzahl all dieser Blutzellen (Panzytopenie) und eine als aplastische Anämie bezeichnete Erkrankung des Knochenmarks
        • Halluzinationen ('Sehen' oder 'Hören' von Dingen, die nicht wirklich da sind)
        • Verwirrtheit
        • 'wackliger' oder unsicherer Gang beim Umherlaufen
        • unkontrollierbare Körperbewegungen (Tics), unkontrollierbare Muskelkrämpfe, die Augen, Kopf und Rumpf betreffen (Choreoathetose), oder andere ungewöhnliche Körperbewegungen wie Ruckeln, Schütteln oder Steifigkeit
        • Zunahme der Anfälle bei Patienten, die bereits eine Epilepsie haben
        • Verschlimmerung der Beschwerden einer bereits bestehenden Parkinson-Krankheit
        • Lupus
        • ähnliche Reaktionen (zu den Symptomen gehören: Rücken- oder Gelenkschmerzen, die manchmal in Verbindung mit Fieber und/oder allgemeinen Krankheitssymptomen auftreten.)
  • Weitere Nebenwirkungen
      • Weitere Nebenwirkungen traten bei einer kleinen Anzahl von Personen auf, ihre genaue Häufigkeit ist jedoch unbekannt:
        • Es wurden Fälle von Knochenerkrankungen einschließlich Osteopenie und Osteoporose (Verdünnung des Knochens) und Knochenbrüche berichtet. Bitte beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Antiepileptika über eine lange Zeit anwenden, wenn bei Ihnen eine Osteoporose festgestellt wurde oder wenn Sie gleichzeitig Kortison oder andere Steroidhormone einnehmen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten?

    • Einnahme des Präparates zusammen mit anderen Arzneimitteln
      • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder pflanzliche Arzneimittel handelt.
      • Ihr Arzt muss wissen, ob Sie andere Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder psychischen Erkrankungen einnehmen. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie die richtige Dosis des Präparates einnehmen. Zu diesen Arzneimitteln zählen:
        • Oxcarbazepin, Felbamat, Gabapentin, Levetiracetam, Pregabalin, Topiramat oder Zonisamid zur Behandlung der Epilepsie
        • Lithium, Olanzapin oder Aripiprazol zur Behandlung psychischer Probleme
        • Bupropion zur Behandlung psychischer Probleme oder zur Raucherentwöhnung
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen.
    • Einige Arzneimittel und das Präparat können sich bei gleichzeitiger Gabe gegenseitig beeinflussen oder die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bei Patienten Nebenwirkungen auftreten. Hierzu zählen:
        • Valproat zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
        • Carbamazepin zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
        • Phenytoin, Primidon oder Phenobarbital zur Behandlung der Epilepsie
        • Risperidon zur Behandlung von psychischen Problemen
        • Rifampicin, ein Antibiotikum
        • Arzneimittel zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen-Immunodefizienz-Virus (HIV) (eine Kombination aus Lopinavir und Ritonavir oder aus Atazanavir und Ritonavir)
        • hormonelle Empfängnisverhütungsmittel, z. B. die 'Pille'
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen, die Einnahme beginnen oder beenden.
    • Hormonelle Empfängnisverhütungsmittel (wie z. B. die 'Pille') können die Wirkungsweise des Arzneimittels beeinflussen.
        • Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, ein besonderes hormonelles Empfängnisverhütungsmittel oder eine andere Empfängnisverhütungsmethode anzuwenden, wie z. B. Kondome, ein Pessar oder eine Spirale. Wenn Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel wie die 'Pille' anwenden, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise Blut abnehmen, um den Blutspiegel des Arzneimittels zu kontrollieren. Falls Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel anwenden oder vorhaben, mit der Anwendung zu beginnen:
          • Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt über die für Sie geeignete Methode zur Empfängnisverhütung.
      • Umgekehrt kann das Präparat auch die Wirkungsweise hormoneller Empfängnisverhütungsmittel beeinflussen, die Abnahme ihrer Wirksamkeit ist aber unwahrscheinlich. Falls Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel anwenden und irgendwelche Veränderungen ihrer Regelblutung, wie Zwischen
        • oder Schmierblutungen, bemerken:
          • Informieren Sie Ihren Arzt, da dies Zeichen dafür sein können, dass das Arzneimittel die Wirkungsweise Ihres Empfängnisverhütungsmittels beeinträchtigt.

Anbieter des Arzneimittels:

SANDOZ Pharmaceuticals GmbH
Raiffeisenstr. 11, 83607 Holzkirchen
Tel: 0800 1839888


Diese Texte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Angaben sind neutral und ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Sie stellen keine Kauf- oder Anwendungsempfehlung oder Bewerbung des Präparates/Produktes dar. Insbesondere ersetzen sie nicht die fachliche Behandlung und/oder Beratung durch einen Arzt/Apotheker. Letztendlich verbindlich und entscheidend ist allein die Fach- und Gebrauchsinformation des Anbieters. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie daher bitte stets die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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